Atemschutzmaske

Bei uns wird der Hausflur renoviert: neues Linoleum (Kleber!), die Wände werden gestrichen, Treppen und Geländer lackiert. Und ich muss jeden Tag ohne Fahrstuhl 5 Stockwerke durch diese Ausdünstungen … Ein guter Anlass, mich endlich um eine vernünftige Atemmaske zu kümmern!

Bisher habe ich immer diese Vlies-Dinger benutzt, aber die haben wenig bis gar nix gebracht, weil sie an den Rändern ziemlich undicht sind. Außerdem schützen sie nur vor Aerosolen und Partikeln, aber nicht vor Gasen und Dämpfen (Schutzklasse FFP 1 bis 3) – sind also nicht geeignet gegen Farb- und Kleberausdünstungen. Also muss jetzt was „Vernünftiges“ her.

Meine Recherche haben zwei Möglichkeiten ergeben:

→ Beide Masken erfüllen dieselben Schutzfunktionen: mittlerer Schutz gegen organische Dämpfe und hoher Schutz gegen feste und flüssige Partikel (unten in diesem Artikel habe ich für Interessierte aufgelistet, was die Buchstabenkombinationen „FFA2P3RD“ bzw. „A2P3 RD“ im Einzelnen bedeuten).

→ Beide Masken haben bei Amazon gute (und viele ) Bewertungen bekommen – die Dräger X-plore sogar noch besser als die 3M.

→ Allerdings wiegt die Dräger X-plore knapp 600 Gramm, die kleinere 3M-Maske dagegen mit 270 g nur knapp die Hälfte. Zweiter wesentlicher Unterschied: die Filter der Dräger X-plore sind austauschbar, die der 3M-Maske nicht.

Da ich nicht jeden Tag stundenlang mit Atemschutzmaske rumlaufen oder arbeiten muss – und die Maske durch die relativ geringe Beanspruchung also entsprechend lange haltbar sein sollte – habe ich mich für die leichtere 3M-Atemmaske entschieden.

Inzwischen habe ich die Maske seit gut 3 Wochen in Gebrauch und bin sehr zufrieden.

Die Maske bringt mich sicher und beschwerdefrei durchs Treppenhaus (in dem immer noch gemalert wird) 🙂

Auch die Maske selber hat keine Asthmaanfälle ausgelöst (was bei einer Gummimaske durchaus hätte der Fall hätte sein können … Diese Maske hält aber ihr Versprechen und ist selbst sehr geruchs- und ausdünstungsarm).

Und auch eine Streichaktion mit „schwarzem Blocker“ (die unserem alternden Wohnwagen noch ein paar leckfreie, trockene Saisons verschaffen soll), habe ich mit der Maske beschwerdefrei überstanden!

Last but not least: die Maske trägt sich einigermaßen angenehm, man kann sie gut anpassen und man schwitzt auch bei Streichaktionen etc. nicht zu sehr darunter. Einzig das „Kopfgeschirr“ aus Plastik, das die Maske am Kopf hält, macht mir ein wenig Sorgen, denn ich könnte mir vorstellen, dass das Plastik nicht so sehr lange hält. Bis jetzt aber: <toitoitoi>, alles gut.

Nun noch die Infos, was die Buchstabenkombinationen „FFA2P3RD“ bzw. „A2P3 RD“ im Einzelnen bedeuten:

  • FF„: Englisch für „face filter“, also Atemmaske (s. Wikipedia)
  • Filtertyp „A„: geeignet für Dämpfe organischer Verbindungen mit einem Siedepunkt größer als 65 °C (so ist die Angabe …)
  • Filterklasse „2„: Höchstzulässiger Grenzwert der Dämpfe ist 0,5 Vol.-% (was das genau beduetet, habe ich nicht verstanden, das Aufnahmevermögen des Filters gilt damit jedenfalls als „mittel“)
  • Filterklasse „P3„: Partikelfilter geeignet für feste u. flüssige Partikel gesundheitsschädlicher Stoffe mit großem Rückhaltevermögen (auch definiert als 30facher MAK-Wert – Maximale Arbeitsplatz Konzentration. Dieser Wert entspricht der Konzentration am Arbeitsplatz, dem ein Arbeitnehmer ausgesetzt werden kann, ohne eine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erleiden.)
  • D„: Erfolgreiche Dolomitstaubeinlagerungsprüfung („Dabei wird die Maske für eine bestimmte Dauer im Umfeld reizender Kleinstpartikeln benutzt und anschließend auf die Atemregulierung und Filterstärke überprüft. Hat der Atemschutz diese Prüfung bestanden, darf er offiziell als „Dolomitstaub geprüft“ eingestuft werden.“ (Quelle) Scheinbar geht es also eher um die allgemeine Wirksamkeit des Filters, weniger speziell um Dolomitstaub.)
  • R„: reusable/wiederverwendbar (im Gegensatz zu „NR“ = not reusable/zum einmaligen Gebrauch während einer Schicht)

Alle Angaben ohne extra Quellenangabe kommen von dieser sehr informativen Seite, auf der es auch Listen geeigneter Masken a) nach Tätigkeit und b) nach Stoffen gibt.

PS: Unser Sohn findet die Maske auch gut, weil er jetzt in der Schule damit angeben kann, dass seine Mutter aussieht wie Darth Vader …

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