Capsaicin-Nasenspray gegen Polypen – ein Selbstversuch

Über einen Linktipp von Marius bin ich vor einigen Wochen auf Capsaicin (den „Scharfmacher“ aus Chilischoten) als Stoff gegen Salicylsäure-Symptome aufmerksam geworden. Seither esse ich öfters Chili, z.B. in Form von Harissa – und staune, wie frei meine Nase geworden ist.

Dann schrieb mir eine Newsletterleserin, dass sie gerade das capsaicinhaltige Nasenspray Capsinol ausprobiert und begeistert davon ist, wie sich ihre Polypen beruhigt haben.

Chili gegen Polypen? – davon hatte ich noch nicht gehört. Und bin gleich mal auf die Suche in wissenschaftlichen Artikel gegangen. Und tatsächlich: alle drei Beiträge*, die ich zum Thema Capsaicin und Polypen gefunden habe, bestätigen, dass Capsaicin gegen Polypen hilft.

Dummerweise enthält das erwähnte Nasenspray Capsinol nicht nur Capsaicin, sondern gleich mehrere Inhaltsstoffe, die sehr salicylsäurehaltig sind (u.a. Rosmarinöl und Eukalyptusöl). Alternativen ohne diese Inhaltsstoffe habe ich nicht gefunden. Deshalb habe ich kurzentschlossen einen Selbstversuch mit selbstgemachtem Capsaicin-Nasenspray gestartet, über den ich hier berichten will.

Das Capsaicin-Nasenspray

besteht aus einer kleinen Messerspitze Chili, gemischt mit ca. 5 ml isotoner Kochsalzlösung. Beides habe ich in eine (zuvor in den Hausmüll entleerte und gereinigte) Nasensprayflasche mit abschraubbarem Spühdeckel gegeben und vor dem Gebrauch gut geschüttelt.

Capsaicin-Nasenspray

Tag 1:

Nach einer Testphase mit einem (leider immer noch) allergieauslösenden Lebensmittel habe ich seit zwei Tagen nachts eine verstopfte Nase, tagsüber Fließschnupfen, heute kam noch ein Druckschmerz über dem linken Auge dazu: sicheres Zeichen dafür, dass die Polypen zicken.

Am frühen Abend je 1 Sprühstoß Capsaicin-Wasser-Mischung in jedes Nasenloch:

  • scharfes, aber erträgliches Brennen, das für einige Sekunden anhält;
  • fast sofort löst sich Nasenschleim, danach fühlt sich die Nase schon etwas freier an
  • nach ca. 5 Minuten leichte Kopfschmerzen an beiden Schläfen, der nach etwa 10 Minuten wieder abklingt

Tag 2:

Aufgewacht mit freiem rechtem Nasenloch, linkes Nasenloch verstopft. Vormittags 1 Sprühstoß Capsaicin-Wasser-Mischung in jedes Nasenloch:

  • wieder das kurze, scharfe Brennen;
  • spontan löst sich etwas Nasenschleim
  • diesmal keine Kopfschmerzen, dafür fühlt sich die Nasenatmung über die nächsten Stunden sehr frei an (wie nach einem Spaziergang am Meer)

Abends 1 Sprühstoss Capsaicin-Spray in jedes Nasenloch, Wirkung wie oben.

Tag 3:

Beim Aufwachen ist das rechte Nasenloch und die rechte Nebenhöhle unter der Augehöhle dicht verstopft. (Die Hartweizen-Nudeln von gestern mittag? Das Bastelprojekt von Kind 2.0 mit Acrylfarbe?) Nach dem Frühstück: Kopfschmerzen. Zwischendurch ist mir leicht übel, Krankheitsgefühl (ein Virus von Kind 1.0, das gestern auch kränkelnd war?). Leichte Schmerzen in beiden Stirnhöhlen den ganzen Tag. Ich bin schlapp und antriebslos-

Vormittags und abends 1 Sprühstoss Capsaicin-Spray in jedes Nasenloch, Wirkung gestern, aber das Capsaicin geht jetzt weiter rein, durch die Nasenhöhlen bis in den Rachen.

Tag 4:

Aufgewacht mit verrotzer Nase, aber deutlich weniger als gestern. Immer noch leichte Schmerzen in den Stirnhöhlen, sonst geht’s wieder gut. Ich beschließe, mit dem Capsaicin auszusetzen, bis die das unangenehme Gefühl in den Stirnhöhlen sich gelegt hat.

Tag 5 und 6:

Keine Kopfschmerzen mehr, auch sonst fühle ich mich wieder fit. Nur Nasenrotz ist noch da, wird aber auch weniger. Gestern hat auch der Mann über „Schlappität“ geklagt: es war also vermutlich tatsächlich ein Virus. Ich warte morgen noch ab, damit ich drei beschwerdearme Tage hintereinander habe. Dann geht es weiter mit dem Capsaicin-Selbstversuch.

Tag 7:

Morgens um halb sechs am Bahnhof: Zug hat 30 Minuten Verspätung = 1 Std. in der Kälte stehen. Die Füße werden nicht wieder warm, bis ich am Abend zurück bin 🙁  Tagsüber einen leichten Asthmaanfall gehabt (1 Hub Inuvair), am nächsten Morgen mit leichtem Fiepen aufgewacht (1 Hub Inuvair) – und die Nase ist wieder dicht.

Tag 8:

Kuriere Tag 7 aus.

Tag 9:

So, jetzt ist alles wieder soweit im Gleichgewicht. Nur die Nase ist beim Aufwachen noch rechts verstopft, über den Vormittag hin dann aber wieder freie Nasenatmung. Mittags geht es weiter mit dem Capsaicin-Test: je 1 Sprühstoß Capsaicin-Wasser-Mischung in jedes Nasenloch:

  • rechts geht das kurze Brennen bis zum Rachen und im rechten Ohr kribbelt es leicht, links geht der Sprühstoß nur in die Nase selbst
  • es löst sich fast sofort ein Schleimglob, danach fließt weiterer Nasenschleim über einige Minuten ab und auch das linke Nasenloch wird freier

Tag 10:

Wie gestern: morgens je 1 Sprühstoß Capsaicin-Wasser-Mischung (neu angesetzt) in jedes Nasenloch:

  • rechts geht das kurze Brennen bis zum Rachen und im rechten Ohr kribbelt es leicht, links geht der Sprühstoß nur in die Nase selbst
  • jeweils anschließend löst sich Schleim

Tagsüber beim Radfahren Ohrenschmerzen links – trotz Mütze. Ein Zwiebelsäckchen und ein warmes Fußbad hat es wieder gerichtet. Abends wieder mit dem Fahrrad unterwegs: nassen HIntern und kalte Füße geholt 🙁

Abends Nasenspray vergessen, erst kurz vor dem Schlafengehen wieder eingefallen: so spät benutze ich aber kein schleimlösendes Nasenspray mehr, weil mir der Schleim dann erfahrungsgemäß den Rachen runter in die Bronchien läuft und das Spray so mehr Ärger als Gutes verursacht. Morgen wieder …

Tag 11:

Business as usual: morgens und abends je 1 Sprühstoß Capsaicin-Wasser-Mischung (neu angesetzt) in jedes Nasenloch mit dem bekannten Effekt. Immer noch ist das linke Nasenloch nicht wieder richtig frei.

Tag 12:

heute morgen hat das zweite Nasensprayfläschen innerhalb weniger Tage seinen Geist aufgegeben. Muss wohl am Chili liegen … Die morgendlichen Sprühstöße hab ich grad so noch reingewurschtelt – mit Brennen, Schleimlösung und seither freier rechter und mäßig freier linker Nasenatmung.

Nachher gehe ich ein neues Fläschen holen. Und dann setze ich den neuen Sprühaufsatz nur beim Gebrauch auf und wasche ihn anschließend unter fließendem Wasser aus. Mal sehen, ob es dann länger hält.

Tag 13:

Neuer Sprühaufsatz ist da. Am späten Vormittag und abends je ein Sprühstoß in jedes Nasenloch. Am Nachmittag das erste Mal seit dem Infekt wieder das „Nase-frei-wie-nach-einem-Spaziergang-am-Meer“-Gefühl gehabt.

Tag 14:

Morgens, abends je 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch. Bei Aufwachen ist die Nase links immer noch leicht verstopft. Vormittags ist sie wieder sehr frei – auf beiden Seiten. Das Nasespray geht jetzt das erste Mal auch links bis zum Rachen.

Nachmittags zieht eine neue Erkältung (?) auf …

Tag 15:

Über nach ist die Nase ziemlich zugeschwollen. Links ist sie dicht, gelber Rotz am morgen (ein ziemlich sicheres Zeichen für einen Infekt). Das morgendliche Capsaicin-Nasenspray dringt nicht weiter vor als bis in die Nase. Mittags abschwellendes Nasenspray eingesetzt: Nase geht bis zum Abend wieder auf.

Abends je einen Sprühstoß pro Nasenloch. Das Brennen lässt schon etwas nach. Aber die Sprühflasche ist schon wieder kurz vor dem Sich-Zusetzen … Das funktioniert auf Dauer so nicht. Deshalb folgt hier ein kleiner

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Exkurs zu der Frage: Wie kommt das Capsaicin in die Nase?

Das Problem: Chilipulver, in Wasser verteilt, setzt nach wenigen Sprühstößen die Öffnung der Nasenspray-Sprühflasche zu. Was gibt es für Alternativen?

1. Idee: nicht Chilipulver verwenden, sondern reines Capsaicin
Problem 1: reines Capsaicin ist ziemlich teuer (100 mg ca. 80 Euro);
Problem 2: reines Capsaicin ist sehr schlecht wasserlöslich; aber vor allem:
Problem 3: reines Capsaicin ist so konzentriert, dass es hochgefährlich ist; man muss es viel 100.000-fach verdünnen, um es gefahrlos einsetzen zu können und muss dabei sehr genau und mit Schutzausrüstung arbeiten -> das ist viel zu unsicher und gefährlich, um es zuhause in der Küche auszuprobieren

2. Idee: Capsaicin-Nasenspray auf Ölbasis
Capsaicin löst sich schlecht in Wasser, aber gut in Öl: man müsste also Chilischoten in Öl einlegen und dann das Öl als Nasenspray verwenden können;
Problem 1: das aufschraubbare Nasensprühfläschen, das ich für die Chili-Wasser-Mischung verwende, wird mein Test-(Reiskeim-)Öl nicht, wie die Wassermischung, fein verstäubt, sondern kommt als feiner, einzelner Strahl aus der Flasche: ob sich das dann noch gut in der Nase verteilt?
Es gibt auch Nasenöl in Sprühflaschen zu kaufen (z.B. das Abtei Nasen-PflegeÖl) – vielleicht funktioniert das Zerstäuben mit denen besser – aber lässt es sich auch aufschrauben, um den Inhalt gegen Capsaicin-Öl auszutauschen? Steht natürlich nicht dabei …
Problem 2: Nasenöle sind aus der Mode gekommen, weil das Öl, wenn es sich in der Lunge ansammelt (z.B. bei dauerhaftem Gebrauch von Nasensprays auf Ölbasis), zu einer sogenannten Lipidpneumonie führen kann – also einer Lungenentzündung: damit ist auch diese Variante gestorben.

3. Idee: Nasentropfen statt Nasenspray
Man könnte die guten alten Nasentropfen verwenden, statt eines Nasensprays. Eine Tropfpipette lässt sich sicher besser reinigen – die Flüssigkeit verteilt sich aber vermutlich schlechter in der Nase bzw. den Nebenhöhlen. Trotzdem: Idee merken.

4. Idee: Capsaicin in Ethanol-Wasser-Mischung
Capsaicin löst sich auch gut in Ethanol (Alkohol). Und Alkohol mischt sich gut mit Wasser. Man müsste also Chili(schoten) in Alkohol einlegen, den Alkohol mit dem Chiliauszug mit Wasser (bzw. isotoner Kochsalzlösung)  verdünnen – und diese Mischung kann man dann in einem aufschraubbaren Nasensprayfläschchen mit Sprühaufsatz verwenden.
Problem: Mit welchem Mischungsverhältnis arbeitet man? Ich habe zwar zwei Nasensprays gefunden, die Ethanol enthalten (Capsinol – die lösen ihr Capsaicin also offenbar auch in Alkohol ! – und GeloSitin Nasenpflege), aber in keinem der Produkte gibt es eine Mengenangabe zum Ethanol. Schade. Vielleicht probiere ich es einfach mal aus …
Ich setze also ca. 35 Bird’S Eye Chilischoten in 70%igem Isopropylalkohol an (soviel, dass die Chilischoten gerade bedeckt sind) und lasse das über Nacht stehen.

Bird's Eye Chilies eingelegt in AlkoholZutaten: Isoporpylalkohol und Bird's Eye Chilies

 

 

 

 

 

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Tag 16:

„The Schnodder is upon me …“ Irgendwo habe ich mir eine zue Nase geholt. Da geht ohne abschwellendes Nasenspray gar nichts mehr 🙁  Also gut: ich werde die geschwollenen Schleimhäute „aussitzen“ und mit konventionellem Nasenspray die Mittelohbelüftung frei halten. Währenddessen werde ich auch das Chili-Nasenspray weiter nutzen, auch wenn man momentan nicht sagen kann, ob bzw. was es bringt.

Am morgen mische ich 10 ml isotonische Kochsalzlösung mit 3 Tropfen aus meinem „Chili-Alkohol-Ansatz“: die neue Mischung brennt in etwa wie das Chili-Wasser-Gemisch zuvor – das Capsaicin scheint ich also im Alkohol gelöst zu haben. Sicherheitshalber probiere ich am Nachmittag nochmal aus, wie sich der reine Alkohol anfühlt, wenn man ihn mit einer Nasensprayflasche in die Nase sprüht: brennt auch, aber viel kürzer und weniger „tief“, es ist ein deutlciher Unterschied zu spüren.

Tag 17: 

Setze nochmal neues Wasser-Capsaicin-Extrakt-Gemisch an, wieder 3 Tropfen auf 10 ml, wie gestern – nur dass die Chilies einen Tag länger im Alkohol und ihr Capsaicin abgeben konnten. Das Brennen ist jetzt etwas schäfer und vielleicht einen Tick doller als mit dem alten Chili-Gemisch. Dabei bleibe ich jetzt erstmal und werde die nächsten Tage wie gehabt 2 x täglich  sprühen. Ich melde mich wieder, wenn die Nasenschleimhautschwellung zurück gegangen ist!

Vorläufiges Fazit

Vor Weihnachten kam einiges zusammen: Erkältung, mit der Sali-Diät geschlampt (bin in Experimentierlaune ;), ein neu renoviertes Hotelzimmer … – kurz: die Nasenschleimhäute waren nicht glücklich. Und wurden es auch nicht durch das Capsaicin-Nasenspray.

Das kann man nun nicht unbedingt dem Nasenspray anlasten: dazu war die Testphase zu kurz. Andererseits habe ich schon das Gefühl, dass gegessenes Chili in Form von Harissa (bei mir) besser die Nase frei macht, als das Capsaicin-Spray Marke Eigenbau.

Gut wäre, wenn man ein Produkt mit definierter Konzentration von Capsaicin hätte – und sonst keinen Inhaltsstoffen, die störend wirken könnten. Ich denke, ich werde mal die Firma anschreiben, die das Capsaicin-Nasenspray produziert, ob sie nicht mal eine salicylsäurearme Variante produzieren wollen. Und dann hier weiter testen. Es bleibt also spannend 🙂

*Wissenschaftliche Beiträge zum Thema Capsaicin und Nasenpolypen:

  • Baudoin T., Kalogjera L, Hat J.: Capsaicin significantly reduces sinonasal polyps. In: Acta Otolaryngol. 2000 Mar;120(2):307-11. Abstract online: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11603795
  • Zheng CQ, Wang ZM, Lacroix JS: [Effect of intranasal treatment with capsaicin on polyp recurrence after polypectomy and ethmoidectomy]. [Article in Chinese]. In: Lin Chuang Er Bi Yan Hou Ke Za Zhi. 2000 Aug;14(8):344-6. Abstract online: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12563891
  • Filiaci F1, Zambetti G, Luce M, Ciofalo A.: Local treatment of nasal polyposis with capsaicin: preliminary findings. In: Allergol Immunopathol (Madr). 1996 Jan-Feb;24(1):13-8. Abstract online: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8882755

9 Gedanken zu „Capsaicin-Nasenspray gegen Polypen – ein Selbstversuch

  1. Habe jarelang Schnupftabak genommen.HNO-Ärtzte waren geteilter Meinung. Der natürliche ohne Menthol war eigentlich ganz gut. Jetzt lasse ich es,da es die Symtome zwar mildert,aber auch nicht heilt.
    Chili hab ich noch nicht brobiert.Chili hat doch Salicylsäure???

    • Hallo Didi,

      Schnupftabak: das wusste ich auch noch nicht! Aber klar, der macht die Nase frei, nehme ich an?

      Chili hat Salicylsäure, ja. Aber relativ wenig (1g enthält 0,038 mg Salicylsäure, im Vergleich z.B. zu scharfem Paprika: 1g = 2,03 mg Salicylsäure). Da man gerade von Chili ja relativ wenig braucht, bleibe ich z.B. mit Chili unter meiner persönlichen Toleranzschwelle. (Mit scharfem Paprika übrigens nicht.)

      Und: Chili besetzt offenbar dieselben Rezeptoren, die auch Salicylsäure besetzt, so dass die Salicylsäure dann nicht mehr „andocken“ kann und keine Symptome entstehen. Es gibt dazu einen interessanten Capsaicin-Versuch mit Lebensmitteln, den Marius hier vorgesellt hat.

      Viele Grüße
      Sylke

  2. Wo holst du die Fläschchen?

    Ich hatte ein leeres, das hat aber innert 2 Tagen den Geist aufgegeben. Benutze seither eine mit Pipette, das hat aber nicht ganz die gleiche Wirkung, verteilt die Lösung irgendwie weniger.

    Finde übrigens, diese Lösung hilft mir meine doofe Nebenhöhlenentzündung schneller los zu werden. Anfangs hatte ich das Gefühl, ich würde sie innert 3 Tagen loswerden, aber das war ja als ich noch den Spray benutzte.

    • Hallo Maria,

      ich kauf „Nasenspray AL“ in de Apotheke: die haben abschraubbare Sprühaufsätze. Den Inhalt kipp ich in den Hausmüll (nicht ins Abwasser!).

      Bei mir halten die Dinger auch nicht gut mit dem Chili-Spray. Ich vermute, das Chili ist vielleicht zu grobkörnig. Ich werde jetzt mal testen wie es ist, wenn ich den Sprühaufsatz jedesmal abschraube und in Wasser reinige. (auf der Flasche lasse ich dann einen alten Sprühaufsatz).

      Wenn du eine funktionierende Lösung findest, sag auf jeden Fall Bescheid!

      Viele Grüße
      Sylke

  3. Der Tipp mit dem Nasenspray AL war schon mal Gold wert, weil ich den Sprüher meines Gemisches kaputt bekommen habe.

    Ich danke dir liebe Sylke für deinen tollen Bericht und verfolge diesen ganz gespannt.

    Im Moment probiere ich ein Gemisch meiner Heilpraktikerin aus. Generell muss ich aber sagen, dass die Vermeidungs-Schonkost schon allein toll ist. Den ganzen Samstag konnte ich durchgehend riechen. JUHU!

  4. Ich wundere mich bei der Beschreibung oben warum nicht als Alternatieve auch der Capsinol Nasenspray versucht ist. Nur wegen den anderen Inhaltstoffen ? Die sind an sich doch nicht schädlich ? Vielleicht sind die ja mit einem Grund hinzugefügt .

    • Hallo Hendrik,

      ja, Capsinol hat einige Inhaltsstoffe, die bei einer Salicylsäure-Unverträglichkeit problematisch sind, speziell Salbeiöl und Rosmarinöl, die beide einen sehr hohen Salicylsäuregehalt haben. Und ja, die sind aus einem bestimmten Grund hinzugefügt: sie wirken als natürliche Konservierungsstoffe, wie ja Salicylate generell (vgl. http://samter-trias.de/was-ist-salicylsaeure/ ). Leider haben Sie aber bei Menschen mit Salicylsäure-Unverträglichkeit eben auch unerwünschte Wirkungen, wie z.B. das Wachstum von Nasenpolypen. Die man ja mit einem wirksamen Nasenspray gerde bekämpfen will … Capsinol in der derzeitigen Standardzusammensetzung ist deshalb für Samter-Trianer leider nicht geeignet.

      Viele Grüße
      Sylke

  5. Hallo,

    bin etwas enttäuscht, zuerst wird hier ein detailiertes und gutaussehendes Experiment gestartet und dann verläuft das alles im Sande weil alle 2 Tage ne neue Krankheit dazu kommt…..mit dem brauchbaren Ergebnis nach 17 Tagen nahe Null, ausser das wir wissen das du dir deine Sprühköpfe kaputt gemacht hast.
    Desweiteren bezweifle ich stark, dass die angeblich salycilhaltigen Öle in Capsinol dessen Wirkung nichtig machen.
    Das widerspricht sich mit den hier beschriebenen Erfahrungen und dem generellen Verständnis, dass bestimmte Substanzen besser an Rezeptoren andocken als andere (Affinität). Die genannten Studien legen außerdem nahe, dass eine Capsaicin-Wirkung deutlich mehr ins Gewicht fällt als die Salicylsäure in den Ölen. Ausserdem ist nirgends gesagt dass nasal aplizierte Öle genau die gleichen Probleme machen wie mit der Nahrung aufgenommene Salicylsäure.

    Ich vermute hingegen sogar eine Art der Desensibilisierung durch Capsinol, da hier durchs Capsaicin die Wirkung geblockt wird und der Körper an Salicylsäure gewöhnt werden könnte…..klingt für mich wie die bessere ASS-Desensibilisierung im Vergleich zu 1-2 Wochen Krankenhaus.

    Capsinol gibts übrigens auch in der „Milden Formel“, da ist kein Salbeiöl enthaltensind die genannten Öle nicht enthalten und dafür spanischer Pfeffer und Mutterkraut enthalten. Als Konservierungsstoffe ist Kaliumsorbat enthalten.

    Im normalen Spray dienen die Öle auch nicht als Konservierungsmittel, zu dem Zweck hab ich sie übrigens noch nie irgendwo eingesetzt gesehen, sondern das dort enthaltene Ethanol sowie das Vitamin C sind als Konservierungsstoffe anzusehen, genau wie das Salz aus dem Toten Meer.

    Mein Fazit ist, dass hier ne Paranoia bezüglich der Salicylsäure vorliegt und hier der Placebo-Effekt aufgrund dieser seltsamen Ansichten zu manchen Substanzen eben auch hypohondrisch wirkt, soll heissen wer sich so verrückt macht und diese Unverträgllichkeiten erwartet bekommt sie auch!

    P.S.: Zwischen Start Selbstversuch und letztem Kommentar liegt auch ein halbes Jahr…was ist mit dem Test???

    • Lieber Marcus,
      es freut mich, dass mein – zugegeben stecken gebliebener – Selbsttest dich dazu animiert hat, dich so intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen! Vielleicht magst du selbst einen Test starten und hier davon berichten?

      Viele Grüße
      Sylke

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