Diagnose „Samter-Trias“ – Was sind meine Alternativen?

Wegweiser: Karenz, Medikamente, Adaptive DesaktivierungSalicylsäure-Unverträglichkeit – und Samter-Trias als spezielle Form dieser Unverträglichkeit – sind (heute noch) nicht heilbar. Als Betroffene/r hat man im Wesentlichen drei Möglichkeiten, mit der Krankheit umzugehen.

1. Auslöser vermeiden

Wie bei jeder Unverträglichkeit ist die naheliegendste Alternative, den Auslöser der Symptome zu vermeiden. Die meisten Betroffenen tun das auch in Bezug auf Medikamente, die Salicylate oder verwandte Stoffe in massiven Dosen enthalten können. So können akute, schwere Asthmaanfälle vermieden werden.

Will man nicht nur schwere Asthmaanfälle vermeiden, sondern das salicylsäurebedingte Asthma und das Polypenwachstum möglichst ganz ausschalten, muss man auch kleinere, aber dauerhaft aufgenommene Mengen von Salicylaten, zum Beispiel im Essen oder in Hygieneartikeln, vermeiden.

Vorteile

  • Karenz (das Meiden der Auslöser) hilft sowohl gegen Polypenwachstum als auch gegen salicylsäurebedingtes Asthma (und alle anderen Symptome, die individuell durch Salicylate ausgelöst werden können) und
  • hat keine Nebenwirkungen

Nachteile

  • massive Umstellung vor allem der Ernährungsgewohnheiten: viele salicylsäurehaltige Lebensmittel fallen weg, ebenso wie die meisten industriell hergestellte Lebensmittel und Fertiggerichte; das ist vor allem in der Umstellungsphase eine grosse Herausforderung

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Beitragsreihe „Salicylsäure reduzieren“:

2. Medikamente

Asthma lässt sich mit den heutigen Medikamenten in der Regel recht gut im Griff halten. Bei den Polypen gelingt das oft nicht so gut, so dass hier trotz dauerhafter Medikamenteneinnahme nicht so selten Nasennebenhöhlen-OPs im Abstand von einigen Jahren nötig sind, um die weiter wachsenden Polypen zu entfernen.

Vorteil

  • einfach, geringer Aufwand, gut wirksam gegen akute Symptome und in der Regel auch gegen Asthma

Nachteile

  • Nebenwirkungen der Medikamente
  • oft regelmäßige Nasennebenhöhlen-OPs nötig

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3. Adaptive Desaktivierung

Bei der adaptiven Desaktivierung wird der Körper durch langsam gesteigerte und dann dauerhafte Einnahme von Salicylsäure (in Form von ASS/Aspirin) in einem Zustand gehalten, in dem keine Reaktion auf Salicylsäure mehr erfolgt. Einegsetzt wird die adaptive Desaktivierung vor allem gegen das Polypenwachstum. Das Asthma kann sich unter der Behandlung ebenfalls bessern, oft bleibt es aber auch unverändert, in einigen Fällen verschlechtert es sich auch.

Vorteil

  • das Polypenwachstum wird oft gestoppt oder zumindest massiv eingeschränkt

Nachteile

  • vor der adaptiven Desaktivierung wird in aller Regel eine Nasennebenhöhlen-OP gemacht, um bereits bestehende Polypen zu entfernen
  • das Asthma wird oft nicht besser, manchmal auch schlechter
  • Nebenwirkungen des dauerhaft eingenommenen ASS (blaue Flecken, Magenentzündungen oder -geschwüre)
  • die adaptive Desaktivierung funktioniert bei manchen gut, bei anderen gar nicht

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Die Informationen in diesem Artikel stammen aus meiner eigenen Erfahrung, aus Recherchen und aus den Erfahrungsberichten anderer Betroffener in den Kommentaren und Forenbeirrägen auf dieser Seite. Sie sind nicht als medizinischer oder ärztlicher Rat zu verstehen. Mehr Informationen zu den Recherchequellen und weitere Quellen zum Nachlesen finden sich jeweils in den verlinkten Beiträgen.

20 Gedanken zu „Diagnose „Samter-Trias“ – Was sind meine Alternativen?

  1. Über einen fünfmonatigen Zeitraum habe ich das Nasenspray MometaHexal, 50 Mikrogramm- Wirkstoff Mometasonfuroat- täglich zwei Sprühstöße- eingenommen. Bei der letzten HNO- Kontrolle vor einer Woche waren die Polypen weg. Das Spray nehme ich weiterhin um erneutes Wachstum vorzubeugen. Eine Adaption ist leider nicht möglich, da auch magentechnisch eine Intoleranz hiergegen vorliegt- ein seltener Fall.
    Ich habe als Vorschulkind bereits unter den Symptomen gelitten, mir sind die Nasenpolypen damals entfernt worden, und ich habe erst mit 50 Jahren die Diagnose Samter Trias erhalten.
    Leider hilft das Spray nicht gegen eine Septumdeviation, die ebenfalls vorhanden ist, und die Atmung zusätzlich behindern.
    Gibt es in der Zwischenzeit eine eigene Kodierung für Samter Trias im ICD-10?

    Mit Capsaicin würde ich hingegen sehr sensibel vorgehen, weil auch dieses Intoleranzen und Allergien hervorrufen kann, z.B. durch scharfe Gewürze, Wärmepflaster und dergleichen.

    • Hallo,

      Danke für deinen Bericht! Du bist immerhin schon die zweite, die hier auf der Website berichtet, dass die Polypen sich unter Kortison-Nasenspray zurück gebildet haben: eine gute Nachricht! Ich selbst bekomme leider nach ziemlich genau 10 Tagen von Kortison-Nasenspray Nasenbluten und ein kleines Geschwür im linken Nasenloch (vermutlich vom Konservierungsmittel). Deshalb versuche ich es jetzt mal mit der Capsaicin-Alternative.

      Dass auch Capsaicin unter Umständen Probleme machen kann, ist nur normal. Bei mir scheint es aber bisher die besser verträgliche Variante. Jetzt müssen nur doch die Polypen verschwinden 😉

      Viele Grüße
      Sylke

      PS: ICD-10-Klassifikation scheint es für die Samter-Trias nicht zu geben, siehe https://www.mydrg.de/forum/index.php?thread/12459-morbus-samter/

      • Ein Geschwür hatte ich auch. Dagegen hilft ganz gut Nasensalbe, damit die Nase nicht so austrocknet, und unbedingt die Finger davon zurückhalten :), damit es nicht schlimmer wird.
        Hast Du schon ‚mal von den Zusammenhängen zum Churg Strauss Syndrom und Samter Trias gehört?
        Ich habe dieses Testen lassen. Das Ergebnis ist nicht eindeutig. Weitere Diagnosen werden folgen müssen.

        Wie war die Codierung für Samter Trias, oder gibt es noch keine?

        LG

        • Nein, eine Codierung für die Samter-Trias gibts scheinbar noch nicht – oder jedenfalls habe ich keine gefunden. Da kenne ich mich allerdings auch nciht gut aus.

          Vom Churg Strauss Syndrom habe ich noch nie gehört: was ist das?

          Liebe Grüße
          Sylke

          • Sehr interessant Deine Seite, vielen Dank für die Informationen! 🙂

            Ich denke ich könnte das auch haben – habe Asthma, Polypen, und reagiere heftig auf ASS.

            Dieses Nasenspray hatte ich letztes Jahr auch bekommen und konnte wieder besser durch die Nase atmen.
            Doch dann bekam ich Probleme mit dem Spray, vermute auch Konservierungsstoffe. (Herzrasen, Schwächegefühl, u.a.).
            Ich bin dabei bzgl. der Salicylat-UV zu recherchieren, da es anscheinend noch einige andere Symptome gibt, die auf mich passen.

          • Hallo Agnes,

            > vielen Dank für die Informationen!
            Gerne 🙂

            Ich wünsch dir viel Erfolg bei der „Diagnose“: sicher zu wissen, was man hat, ist ja meist der erste Schritt zur Besserung. Und wenn du Fragen hast: immer her damit.

            Viele Grüße
            Sylke

    • Hallo zusammen, vor einigen Tagen bin ich auf diese Web-Seite gestossen und finde die dargebotenen Informationen sehr hilfreich bzw. ausprobierwürdig. Ich selbst bin männlich, 52 Jahre alt und wohne im „Luftkurort“ Ruhrgebiet. Anfang 2015 hatte ich meine dritte OP zur Beseitigung von Nasenpolypen inerhalb der letzten 10 Jahre. Dazwischen behandelte ich die Symptome mit Nasonex und Kochsalzspülungen, leider allerdings oft zu spät, so dass das Polypenwachstum sich nicht aufhalten ließ. Ca. 1 Jahr vor den jeweiligen OP´s verlor ich mein Riech- und Geschmacksvermögen, erhielt es nach den OP´s allerdings recht schnell zurück. Dann folgte die OP Anfang Febr. 2015 und erstmal war alles wie bekannt. Doch nach kurzer Zeit schon verlor ich erneut Geruch und Geschmack zu 100 Prozent. Dazu kam eine plözlich auftretende Alkoholunverträglichkeit, egal ob nach Genuss von Bier, Wein oder Schnaps. Nase schwoll zu, fing an zu laufen, und im Verlauf der folgenden Nacht hatte ich zunehmend Atemprobleme mit Hustenattacken. Das ging eine Zeit lang so und mein HNO sagte lediglich, dass es schon wieder Polypenwachstum gebe und die Alkoholproblematik vielleicht auf eine Histamin-Unverträglichkeit hindeuten könnte. Ein entsprechender Bluttest war allerdings negativ. Daraufhin erfolgte Überweisung in die Uniklinik Essen, die sich aber auch wenig Rat wussten und mir eine Kortison-Kur mit Tabletten sowie Antibiotika verordneten. Nach wenigen Tagen besserte sich mein Zustand deutlich, bis sogar alle quälenden Symptome verschwunden waren. Riech- und Geschmacksvermögen kehrten wieder, kein Sekretfluss aus der Nase mehr und Alkohol in Maßen vertrug ich auch wieder. Das war im November 2015. Circa Ende Januar begann die Quälerei aufs Neue, …also Nase mehr und mehr zu, und zu den bekannten Problemen gesellte sich eine extreme, mir bis dahin unbekannte Beschwerde, des „Dauerhustens“, Räusperns und gerade in der Nacht im Liegen ein pfeifendes Atmen, dass mir den Schlaf raubte. In Extremfällen bekam ich tatsächlich für meine Begriffe wirkliche Atemnot bei Anstrengung. Trotz meines Rauchens, (zwischendurch mal 12 Jahre ganz ohne) was ich nun seit 2016 gänzlich eingestellt habe, hatte ich diese Beschwerde bis dato nie. Mein Allgemein-Mediziner tippte sofort auf COPD. Das kann ich mir aber partout nicht vorstellen, da sich die Problematik sooo schnell ohne Vorankündigung einstellte. Mein Besuch beim HNO war wenig von Erfolg gekrönt „Für Bronchien und Lunge sind wir nicht zuständig“. Mein Hausarzt verschrieb mir dann noch einmal Kortison in Tablettenform, was ich kurmäßig für ein paar Tage, mit höhren Dosen beginnend und immer schwächer dosiert einnahm. Und hier, auch wieder nach wenigen Tagen der Einnahme, bin ich jetzt wieder annähernd beschwerdefrei. Wenig bis kein Husten, kein rasselndes Atmen mehr, riechen und schmecken kann ich auch wieder. Und: jeglicher Alkoholgenuss bleibt ohne Folgen, was Nase und Bronchien betrifft. Mitte Juni habe ich einen Termin beim Lungenfacharzt, gehe aber mal nach den bisherigen Erfahrungen mit den Normalmedizinern davon aus, dass ich da auch mit wenig erhellenden Erkenntnissen wieder zurückkomme. Also, was bleibt? Da mir Kortison in Tablettenform anscheinend hilft, ist das zwar eine etwas beruhigende Erkenntnis für den Moment, aber wie sieht das bei Dauermedikation aus? So gesund kann das ja nicht sein und wird sich über kurz oder lang an anderer Körperstelle niederschlagen. Nun also der Fund dieser Seite und ein neuer Ansatz, was ASS-Sensibilisierung betrifft und ein Blick auf die zukünftige Ernährungsweise. Vielleicht unter Mithilfe von traditioneller chinesischer Medizin? Oder gibt es hier noch andere Tipps von Langzeit-Polypianern? Ich würde mich über viel Resonanz auf meinen Beitrag freuen oder auch selbst mit weiteren Erfahrungen zur Verbesserung derSituation anderer Betroffener beitragen wollen. Gruß, Thomas

      • Lieber Thomas,
        Dein Beitrag könnte in beinahe allen Facetten von mir stammen. Zumindest bist du nicht alleine. Ich 49, habe ebenfalls 3 NNH OP hinter mir und meinen Polypen kehren immer wieder. Verlust von Geruchssinn und Geschmacksinn, extreme Alkoholintleranz, Asthma, Husten, Atemgeräusche und räuspern, Erstickungsanfälle in der Nacht, nach minimalem Alkoholgenuss…. und das Einzige was wirklich hilft ist Cortison oral verabreicht. Leider bemerke ich bereits, dass die Dosis erhöht werden muss um wieder in den Normalbereich zu kommen. Ich habe übrigens nie geraucht und immer Sport betrieben, bin aber seit meiner Kindheit Pollen Allergiker.
        Ich habe übrigens auch alle möglichen Alternativen versucht – TCM, Kinesiologie, NAET, Akupunktur… und kann leider der nur sagen spar die das Geld.
        Ich hoffe sehr auf einen neuen Therapieansatz in diesem Forum, weil sie ich mir mit zunehmenden Alter Sorgen mache, wie das weitergehen wird.

        • Hallo Kurt,

          hast du es mal mit salicylsäurearmer Ernährung versucht?
          Dadurch dass wir mit dem „normalen“ Essen jeden Tag unsere „Dosis“ Salicylsäure einnehmen, wachsen bei sehr empfindlichen Personen eben auch die Polypen weiter und auch die weiteren Symptome können nicht abklingen. Wenn du es schaffst, unter deine persönliche Hemmschwelle zu kommen, sollten auch die Symptome abklingen (soweit sie nicht zB. durch die bereits gewachsenen Polypen verursacht werden).

          Dass Alkohol bei dir so dolle anschlägt kann entweder damit zusammenhängen, dass der Alkohol Salicylsäure enthält (zB. Wein, Sekt, Liköre, Obstbrände …), oder dass der Alkohol an sich die Nasenschleimhäute anschwellen lässt (passiert bei mir zB. auch bei salicylsäurearmem Alkohol wie Gin oder Whisky) – oder beides 😉

          Auch ich hab alles mögliche ausprobiert und mit der saliarmen Ernährung fahre ich sehr gut: freie Nasenatmung, nur noch selten Asthmaanfälle, keine Dauermedikation.

          Viele Grüße
          Sylke

          • Liebe Silke
            Vielen Dank für deine Antwort.Ich bin derzeit im Urlaub am Meer und Alles ist wesentlich besser. Beim Thema ASS Intoleranz bin ich nicht überzeugt, dass das bei mir die Ursache ist. Ich kann ohne Änderung meines Zustandes Aspirin oder Ibuprofen schlucken.
            LG aus dem Süden. Kurt

          • Hallo Kurt,
            frage deinen Pulmologen nach Xolair! Ich selbst bin betroffen und auch das Polypenwachstum ist auf die Allergien zurück zu führen. Ich bekomme seit Anfang März aller vier Wochen eine Dosis von 600 mg ( 4 Spritzen) verabreicht. Seit dem habe ich keine Atemprobleme mehr, meine Nase ist frei und die Polypen wachsen nicht. Geruch und Geschmack sind zu 80 Prozent vorhanden. Meine HNO-Ärztin war anfangs skeptisch und ist mittlerweile so fasziniert von diesem Erfolg, daß sie davon auch Kollegen berichtet.
            Vorher habe ich Nächte mit Atemnot zugebracht, konnte kaum laufen – keine Luft und die Nase war trotz Op dicht und voll zäh flüssigem Sekret mit wieder wachsenden Polypen.
            Kopfschmerzen, nicht mehr alles essen können usw. war in den Hintergrund gerückt. Keiner hätte geglaubt das auch meine Nase davon profitieren würde.
            Ich habe keine Nebenwirkungen, das Einzige was übrig ist, ist das mein Geruchssinn in der 4 Woche weg ist und das Sekret sich etwas vermehrt. Das liegt wohl an dem Nachlassen des Wirkstoffes, aber das ist als hätte man einen abklingenden Schnupfen..fast lächerlich. Ich spüle meine Nase früh und abends, nehme nach wie vor Cortisonnasenspray , ein inhalatives Cortisonspray und tägl. 100 mg ASS (bin deaktiviert). Klingt viel ist es aber nicht…und ich kann leben wie jeder andere!
            Die Voraussetzungen für diese Therapie (teuer..bei mir 2000,00Euro/Monat) sind: ein hoher Ige Wert, eine ganzjährige Allergie, Hausstaub bei mir, ein nicht kontrollierbares Asthma, heißt nur über orale Cortisoneinnahme möglich, und Nichtraucher. Aber dein Pulmologe wird dich informieren, sollte
            das eine Option sein.
            Alles Gute! Ines

  2. guten Tag liebe Leserinnen und Leser,
    als Samter-Trias Patient bin ich noch in Behandlung bei einem Universitätsprofessor (Allergologe) in der Schweiz. Er möchte eine Therapie mit „Xolair“ von Novartis durchführen, das Medikament ist auch unter der Bezeichnung „Omalizumab“ bekannt und ist sehr teuer ! Hat jemand Erfahrungen mit dieser Therapie ?
    Gruss aus der Schweiz
    Roland

  3. guten tag liebe leserinnen und leser, ich bin selbst betroffene und habe die diagnose 2012 bekommen. seit dem habe ich meine ernährung umgestellt, bin zum vegetarier geworden , eine homöopathin aufgesucht alle frei verkäuflichen mittelchen probiert und bisher 2 op’s hinter mich gebracht, die erste 2013 die zweite im dez. 2015.
    vor einem jahr habe ich eine desaktivierung machen lassen und habe nun eine therapie mit xolair begonnen….600mg alle 4 wochen.

    die desaktivierung hat mein asthma extrem verschlechtert, obwohl es erst so schien als sei alles gut, aber die allergien ausserhalb der ass intoleranz haben den rest erledigt. (entlassung mit tägl. 300mg, reduzierung nach einer woche auf 200mg, sept. auf 150mg… vor op auf 100mg)

    meine nasenhöhlen entzündeten sich immer mehr die polypen wuchsen und die sekretbildung war sehr zäh und massiv. dann ging das ganze auf die ohren (entzündung und schwerhörig )und die zweite op war fällig.
    es wurde wieder komplett saniert unter 100mg ass und ein paukenröhrchen eingesetzt. ende dez. erneute entzündung und ziemliche ratlosigkeit.
    mein pulmologe riet mir schon seit 2 jahren zu xolair (omalizumab) weil mein IgE wert irgendwo bei 500 lag und er fest davon überzeugt war das all meine symptome sich bessern werden.
    oberste priorität war es das asthma zu kontrollieren und auch für mich war mittlerweile luft zu bekommen wichtiger als riechen, oder mir das wöchentliche absaugen zu sparen.

    mein pulmologe hatte recht!! ich habe jetzt die zweite spritzeneinheit bekommen.
    schon 1 woche nach der ersten einheit hatte ich keine atemnot mehr, nach zwei wochen löste sich das sekret in der nase meine ohren wurden freier und seit einer woche kann ich riechen. kein notfallspray mehr mein cortisoninhalat habe ich halbieren können und die sekretproduktion in der nase ist für mein gefühl auf ein normales schnupfenmaß gesunken. das heißt kein absaugen mehr nur noch intensives (3x tägl.)spülen, cortisonnasenspray u inhalat und die 100mg ass nehm ich auch weiter.

    da die volle wirkung des xolair nach 12 bis 16 wochen einsetzt habe ich hoffnung völlig symptomfrei zu werden und die cortisonsprays weiter zu reduzieren. nebenwirkungen von xolair habe ich bisher keine. es ist das beste was mir passieren konnte, aber ob es funktioniert weiß man erst danach. eine garantie gibt es nicht…leider.
    meine ernährungsumstellung nehme ich als positiven weg in mein neues altes leben mit. alles gute für euch alle.

    lg ines

    • Liebe Ines,
      das mit dem Xolair klingt sehr interessant! Hast du vielleicht noch ein paar Infos für mich dazu? Mir geht es mittlerweile miserable: ständig schreckliche Asthmaanfälle, die Nase ist komplett zu und Ohrenschmerzen … es ist einfach alles dicht und ich bin ständig verschleimt. Es fühlt sich an, als wäre ich dauererkältet. Deshalb suche ich nach Möglichkeiten, wieder einigermaßen normal leben zu können.

      Liebe Grüße und danke vorab!
      Christin

  4. Liebe LeidensgenossInnen,
    ich leide neben der Samter-Trias noch an einem Antiphospholipidsyndrom. Durch letzteres erlitt ich eine doppelseitige, zentrale Lungenembolie, die ich zum Glück überlebte.
    Gibt es jemanden, der ebenfalls diese beiden Erkranungen hat?
    Die Samter-Trias behandel ich, neben Cortisonsprays, mit großen Erfolg mit Montelukast – einem Leukotrienenantagonist.
    Lieber Gruß, Sylvia

  5. Hallo,

    ich möchte berichten, dass ich eine große Verbesserung einleiten konnte ohne zusätzliche Medikamente. Zum einen passe ich auf möglichst wenig mit hohen Salicylsäurewerten zu essen, aber dass half nur gegen das Asthma einigermaßen. Ich blieb weiter ohne Geruchssinn. Nun habe ich gegen mein Übergewicht mit intermetierendem Fasten begonnen. 16 Stunden Fasten und 8 Stunden Essen. Für mich bedeutet es einfach kein Frühtsück zu essen und erst ab 12:00/13:00 Uhr zu essen. Zum einen klappte es wirklich gut mit der Abnahme, zum anderen kann ich wieder riechen!
    Meine Krankheit ist davon nicht weg, aber die Polypen scheinen sich zurückzubilden. Wenn ich abends Bier trinke geht die Nase noch immer zu und es dauert bis zum nächsten Tag um wieder normal zu riechen, aber da teste ich aus, was mir nicht gut tut und kann es weglassen. Möchte einfach diese einfache Therapie vorstellen und raten es mal für drei Wochen auszuprobieren. Bei mir setzte dann die Wirkung ein. Es ist für niemanden schädlich und die Bauchspeicheldrüse freut sich auf etwas Entlastung 😉
    Liebe Grüße
    Nicole

  6. Hallo zusammen,
    Ich möchte mich kurz vorstellen und erklären in welcher Form ich betroffen bin.
    Ich hab seit ca. 4 Jahren Probleme mit Polypen. Zuerst hatte ich eine NNH Op aber es hat sich nicht gebessert. Nach 7-8 Montaten waren meine Polypen so stark zurück gewachsen das ich wieder eine OP hatte. Mein HNO Arzt hat mir dann von dieser ASS Unverträglichkeit erzählt. Habe dann nach der OP in Mengen und unter Ärztlicher Aufsicht Aspirin eingenommen. Es gab keine Nebenwirkungen. Also hab ich anschließend in geringen Mengen jeden Tag aspirin genommen und siehe da, alles war gut. Ich konnte wieder riechen und die Nase war frei. Eines Tages fing ich an schlecht auf Aspirin zu reagieren. Magenschmerzen mit Erbrechen. Ich habe das Aspirin abgesetzt und habe jetzt wieder Probleme mit Polypen.
    Gestern hatte ich aufgrund von starken Kopfschmerzen eine aspirin Tablette genommen. Habe darauf extrem reagiert. Gut die Kopfschmerzen sind weg, hatte aber starke Atemnot, Erbrechen, Kreislauforobleme und diesen Ausschlag im Gesicht und an den Händen, bekannt unter dem Namen Nesselsucht.
    Jetzt bin ich bisschen ratlos und weiß nicht was ich als nächstes machen soll. Da ich so heftig auf Aspirin regiere bin ich mir mit der adaptiven Desaktivierung nicht sicher. Hoffe jemand kann mir da weiter helfen.
    Liebe Grüße
    Philipp

    • Lieber Philipp,
      Danke für deine Nachricht. Du hast offenbar eine starke Salicylsäure-(ASS-)Unverträglichkeit und solltest _auf keinen Fall_ Aspirin und eine Reihe weiterer Medikamente nehmen, da diese bei Salicylsäure-UV u.a. Asthma verursachen können. Die Reaktion kann sehr stark und auch lebensbedrohlich sein! Mehr Infos zu Medikamenten, die bei Sali-UV nicht eingenommen werden sollten, findest du im Beitrag Schritt 1: Asthmaauslösende Medikamente vermeiden.

      Bei der Adaptiven Desaktivierung nimmst du zuerst kleine, dann steigende Mengen ASS ein – unter ärztlicher Aufsicht, so dass sofort eingegriffen werden kann, wenn du eine heftige Reaktion hast. Die Frage ist allerdings, ob du ASS auf Dauer verträgst, nachdem du beim ersten Mal Magenprobleme bekommen hast. Evtl. zusammen mit Protonenpumpenhemmern? Detaillierte Infos – und viele Tipps in den Kommentaren!! – zur Adaptiven Desaktivierung findest du hier: Adaptive Desaktivierung.

      Du solltest dir einen Lungenfacharzt (für das Asthma) und / oder Hautarzt (für die Nesselsucht) suchen, der/die sich mit ASS-Intoleranz auskennt und dich ausführlich informieren lassen, welche Medikamente du vermeiden musst etc.: das kann sonst richtig gefährlich werden.

      Liebe Grüße
      Sylke

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