Enthalten Erlenpollen Salicylsäure?

Am Wochenende war es in Berlin richtig warm. Fast schon sommerlich! Also: nichts wie raus auf den Balkon und in den Park. Am späten Nachmittag begann dann das „Pfeifen“: ein mittlerer Asthma-Anfall. Samstags hab ich noch gedacht: war vielleicht was im Kräuterquark (ess ich sonst selten). Am Sonntag war dann klar: es muss was in der Luft sein.

Da ich von Pollenallergikern schon gehört hatte, dass dieses Jahr wegen des ungewöhnlich warmen Wetters die Pollensaison viel früher angefangen hat, habe ich auf Birkenpollen getippt. Zumal ich bei Sharla Race (The Salicylate Handbook (2012), S. 87) mal gelesen hatte, dass nicht nur Birkenrinde und Birkenblätter, sondern auch Birkenpollen Salicylsäure enthalten. Auch, dass das Asthma immer erst ab dem späteren Nachmittag auftrat, passte, denn in der Stadt ist die Pollenbelastung abends am stärksten (im Gegensatz zum Land: da ist die Pollenkonzentration morgens am höchsten).

Ein Blick auf die Pollenfluginfo der FU Berlin ergab dann aber: Birkenpollen fliegen noch gar nicht. Nur Haselnuss- und Erlenpollen. Hm. Bei der Wikipedia nach „Erle“ gesucht und heraus gefunden: Erle gehört zu den Birkengewächsen. Und: Erlenrinde enthält Salicylsäure. Aha. Könnte also doch gut sein, dass auch Erlenpollen Salizylsäure enthalten.

Hat von euch jemand auch Erfahrungen mit Beschwerden in der Erlenpollen-Saison?
Oder mit anderen Pollen, auf die ihr nicht allergisch seid?

Und kennt jemand vielleicht eine Infoquelle für den Salicylsäuregehalt von Pollen?

9 Gedanken zu „Enthalten Erlenpollen Salicylsäure?

  1. Hallo, Sylke, ich schon wieder! 😉

    Ja, das mit den Erlenpollen geht mir auch so.
    Keine Allergie darauf, aber deutliche Reaktionen.

    Danke für diesen Hinweis, jetzt verstehe ich, warum mein Körper immer zu dieser Jahreszeit so seltsame Dinge tut, wenn ich draußen bin (Hatte die Pollen gar nicht mehr auf dem Schirm, mich aber gewundert).

    Liebe Grüße
    Jasmin

  2. Ich bin eigentlich nicht allergisch auf Pollen (laut Pricktest), habe aber immer etwa Probleme während der Pollensaison. Meine Hausärztin meinte einmal vor ein paar Jahren, das hänge damit zusammen, dass die Schleimhäute eh schon gereizt seien und dann Pollen, Feinstaub etc dann halt zusätzlich reizen.

    Nun geht es mir ja dank Ernährungsumstellung an vielen Tagen inzwischen ziemlich gut. Zur Zeit ist aber auch Hasel- und Erlenpollenzeit. Gestern war ich am Nachmittag draussen unterwegs und die Nase ging zu. Am Abend war dann auch der Juckreiz da. Gegessen hatte ich nur Teigwaren mit Stangensellerie-Cashew-Pesto und später noch Rührei auf Roggenvollkornbrot (beides esse ich öfter und ist eigentlich kein Problem). Somit tippe ich mal auf Erlenpollen.

    • Hallo Maria,

      ich freu mich, dass es dir mit der sali-armen Diät besser geht! Und Danke für deinen Erfahrungsbericht mit den Erlenpollen. Ich bin immer froh, wenn ich nicht die Einzige bin, bei der solche Sachen Symptome auslösen 😉 Macht ja auch insgesamt wahrscheinlicher, dass man nicht ganz falsch liegt.

      Ich hatte dieses Jahr übrigens erst zweimal „Erlenpollen-Alarm“: beidesmal an schönen Tagen und nach dem Radfahren.

      Viele Grüße
      Sylke

  3. Ich geniesse das schöne Wetter – leider geht es meiner Nase im Moment ganz schlecht. Da ich bei der Ernährung nichts geändert habe, tippe ich auf Birkenpollen, die im vollen Flug sind – ich war auch fast jeden Nachmittag draussen.

    Laut Allergietest (von vor ein paar Jahren) bin ich aber nicht darauf allergisch. Würden mir wohl zB Crom Ophtal oder Vividrin akut Nasenspray helfen bis die Birkenpollenzeit vorüber ist?

  4. Mit der salicylatreduzierten Ernährung ging es mir in den letzten Wochen recht gut. Doch nun blüht die Erle und die Haselnuss und meine Urtikaria, von der ich glaubte, ich hätte sie durch die Ernährung gut eingedämmt, meldet sich nervtötend zurück. Zwar bin ich auch allergisch auf Baumpollen , doch äußerte sich das nie über die Haut. Mag sein, dass es an der Salicylsäure in der Erle liegt. Hat jemand Erfahrung mit kortisonfreien Allergiemedikamenten? Viele Grüße, Mela

    • Hallo Mela,

      schau mal in diesen Forums-Thread, da geht es um Loratadin / Cetirizin (Loratadin wird oft besser vertragen): http://samter-trias.de/foren/thema/allergietablettenceterizin/

      Und noch eine Info, die für dich vielleicht interessant sein könnte: Im ersten Jahr nach der Ernährungsumstellung ging es mir mit meiner Gräserpollenallergie plötzlich viel schlechter: die Symptome waren viel stärker und nicht mehr nur auf Nase/Augen beschränkt, wie vorher, sondern machten plötzlich auch Asthma-Symptome. Schon bei kleinsten Mengen.

      Nach einigem Hin- und Herprobieren stellte sich heraus, dass es an dem vielen zusätzlichen, unverarbeiteten Getreide lag, dass ich seit der Ernährungsumstellung gegessen hatte (Porridge zum Frühstück jeden Morgen 🙂

      Nachdem ich unverarbeitetes Getreide wieder aus meinem Speiseplan raus genommen habe, gingen auch die Gräserpollen-Symptome wieder auf ihr altes, niedriges Niveau zurück. (Dieses Phänomen habe ich ausführlich geschildert im Beitrag Etagenwechsel rückwärts.)

      Vielleicht spielen Kreuzallergien auch eine Rolle? Infos zu Keruzallergien bei Birken-/Erlenpollen findest du zB. hier:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzallergie
      und hier: http://www.kreuzallergie.com/

      Viele Grüße
      Sylke

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