Fachartikel zur Salicylsäure-Unverträglichkeit

Fachartikel zur Salicylsäure-Unverträglichkeit.

Sommer, Doron D. et al. (2016): A novel treatment adjunct for aspirin exacerbated respiratory disease: the low salicylate diet


Sommer, Doron D., Brian W. Rotenberg, Leigh J. Sowerby, John M. Lee, Arif Janjua, Ian J. Witterick, Eric Monteiro, Michael K. Gupta, Michael Au, Smriti Nayan (2016): A novel treatment adjunct for aspirin exacerbated respiratory disease: the low salicylate diet: a multicenter randomized control crossover study, in: International Forum of Allergy & Rhinology, Jg. 2016, Nr. 4, S. 385-391, http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/alr.21678/abstract

Nach der Pilotstudie von DD Sommer et al. (2015) zum selben Thema, die zweite Studie Studie zur Wirksamkeit einer salicylsäurearmen Diät bei Samter-Trias.

Die Studie hat an 43 Teilnehmer mit Samter-Trias untersucht, ob eine 6-wöchige salicylsäurearme Diät im Vergleich zu einer normalen Diät die Beschwerden durch Nasenpolypen und Asthma besserte. Die Stärke der Beschwerden wurden durch standardisierte Befragungen der Teilnehmer und durch Messungen des Polypenwachstums beurteilt.

Die Studie ergab, dass sich die Beschwerden durch nasale Polypen und Asthma unter der salicylsäurearmen Diät signifikant besserten. Die Besserung von Urtikaria wurde in der Studie nicht untersucht, jedoch berichteten einige der Teilnehmer, dass ihre Urtikaria unter der salicylsäurearmen Diät komplett verschwand.

Die salicylsäurearme Diät wurde aus den Daten zum Salicylsäuregehalt verschiedener Studien zusammengestellt (vor allem den Daten von Wood et al. aus 2011?). Als salicylsäurearm wurden Lebensmittel mit weniger als 0,09mg Salicylsäure pro Portion eingestuft, als salicylsäurereich Lebensmittel mit mehr als 0,5 mg Salicylsäure pro Portion. Andere Quellen von Salicylsäure (zB. Zahnpasta und Hygieneprodukte) wurden während der Diät nicht ausgeschlossen.

Die Studienteilnehmer erhielten Informationen zum Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln, eine detaillierte Liste salicylsäurereicher Lebensmittel, die vermieden werden sollten, und ein Rezeptbuch mit Beispielrezepten. Sie wurden aufgefordert, Lebensmittel mit hohem Salicylsäuregehalt zu meiden und solche mit niedrigem Salicylsäuregehalt zu konsumieren.

Die Diät galt als nicht eingehalten, wenn die Teilnehmer im Zeitraum der Diät 6 bis 9 mal mehr als fünf verschiedene Lebensmittel mit sehr hohem Salicylsäuregehalt gegessen hatten (non-compliance). Als „mässig compliant“ galt, wenn im Diätzeitraum drei Lebensmittel mit hohem Salicylsäuregehalt zwischen 6 und 9 mal oder mehr als drei Lebensmittel 4 bis 6 mal verzehrt wurden. Als „sehr compliant“ galt eine Diät mit bis zu 3 salicylsäurereichen Lebensmitteln zwischen 2 und 3 mal.

Von den 30 Patienten, die die Studie beendeten gaben 27 an, die Diät strikt bis mässig eingehalten zu haben. Für 3 Patienten waren keine Compliance-Daten verfügbar. 11 Patienten brachen die Studie ab und 2 Patienten nahmen nicht teil. Abbrüche und Nicht-Teilnahme wurden vor allem damit begründet, dass die salicylsäurearme Diät zu einschränkend sei. Die Abbruchquote liegt damit bei etwa 30% und ist vergleichbar mit der Abbruchquote bei der Desaktivierung (Sweet et al., 1990), bei der etwa 30% die Studie wegen gastrointestinaler Beschwerden und anderer Nebenwirkungen abbrechen mussten.

Fazit: Obwohl die salicylsäurearme Diät von vielen Teilnehmern nur mässig strikt eingehalten wurde und obwohl bekannte Quellen für Salicylsäure wie Zahnpasta nicht ausgeschlossen wurden, haben sich bei allen Teilnehmern, die bis zum Studienende dabei blieben, innerhalb von 6 Wochen die Beschwerden durch Nasenpolypen und Asthma gebessert. Das sind gute Nachrichten!

Literatur:

  • Sommer, Doron D. et al. (2015): Treatment of Aspirin Exacerbated Respiratory Disease with a Low Salicylate Diet: A Pilot Crossover Study, in: Otolaryngology-Head and Neck Surgery, Jg. 2015, Nr. 152(1), S. 42-7, http://oto.sagepub.com/content/152/1/42
  • Sweet, JM et al. (1990): Long-term effects of aspirin desensitization treatment for aspirin-sensitive rhinosinusitis-asthma. Journal of Allergy and Clinical Immunology, Jg. 1990, Nr. 85, S. 59-65
Baenkler, Hanns-Wolf (2008): Salicylatintoleranz – Pathophysiologie, klinisches Spektrum, Diagnostik und Therapie

Baenkler, Hanns-Wolf (2008): Salicylatintoleranz – Pathophysiologie, klinisches Spektrum, Diagnostik und Therapie, in: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 2008, Nr. 105(8), S. 137-42, http://aerzteblatt.de/pdf/105/8/m137.pdf

Überblicksartikel, der die Fachliteratur zum Thema Salicylsäure-Intoleranz zusammenfasst und auf Entstehung, mögliche Symptome, Diagnose und Therapiemöglichkeiten eingeht.

Prof. Dr. med. Hanns-Wolf Baenkler ist von Hause aus Internist und Allergologe, Universitätsprofessor an der Universität Erlangen-Nürnberg und hat zusammen mit Dr. Dirk Schäfer den FET-Test entwickelt, einen Bluttest zum Nachweis der Salicylsäure-Unverträglichkeit.

Abstract: Klassischerweise kommt es nach Applikation von Salicylaten zu Rhinitis, Bronchialasthma und/oder Polypenbildung in der Nase. Im Darm und an der Haut resultieren entzündlich und urtikariell geprägte Symptome. Ursache ist eine spezielle Reaktionsweise auf COX-hemmende Substanzen in Schmerzmitteln, Kosmetika oder in Pflanzen mit der Folge eines abnormen Musters der Eikosanoide (Prostaglandine, Leukotriene). Die Diagnose stützt sich auf Symptome unmittelbar nach der Aufnahme dieser Substanzen oder auf rezidivierende Polypenbildung. Bluttests leisten einen wesentlichen Beitrag vor allem bei unklaren Fällen. Therapeutisch hilft Karenz. Als Pharmakotherapie eignen sich Corticosteroide. Eine biologische Therapie ist die Adaptation durch Applikation steigender Mengen von Acetylsalicylsäure.

17 Gedanken zu „Fachartikel zur Salicylsäure-Unverträglichkeit

  1. Professor Baenkler schreibt, es käme klassischerweise zu Rhinitis, Asthma und Polypenbildung sowie auch Urtikaria und entzündliche Darmsymtome. Diese Erscheinungen kann ich auch alle bei mir beobachten (ein samter trias ist seit November 15 bei mir bestätigt), wobei das Asthma seit der Umstellung auf salicylverminderte Ernährung zurückgegangen ist. Allerdings bemerke ich auch andere Symptome wie Herzrasen, schnelle Wechsel zwischen Hitze und Kälte, Kopfschmerzen und Durchfall sowie Muskelzuckungen in den Beinen. Diese Symptome treten auch dann manchmal auf, wenn ich Salicylsäure vermieden habe. Kennt ihr das auch?

  2. Hallo Mela,

    ich bekomme Kopfschmerzen bzw. Migräne, wenn ich zuviele Histamine/biogene Amine esse (Thunfisch, Schokolade, mehrere sehr reife Bananen …). Muskelzuckungen in den Beinen kenne ich bei mir bei Magnesiummangel. Wenn ich nichts unternehme, schließen sich meistens irgendwann Krämpfe an, gerne in Zehen oder Schienbeinen.

    Viele Grüße
    Sylke

  3. Hallo an alle Ass Unverträgliche und Samter Trias Betroffene! Ich habe seit 8 Jahren beides und die Symtome wie Herzrasen, sowie Schmerzen in den Beinen habe ich seit Anfang letzten Jahres noch dazu bekommen. Hinzu kommt noch das mein Eosinophile Wert ( weiße Blutkörperchen) viel zu hoch ist und deswegen im letzten Jahr der Verdacht auf etliche Krankheiten ( unter anderem Church Strauss Syndrom usw. ) an mich herangetragen wurde. Polypen entfernt am Darm. Knochenmarkstanzungen und etl. Untersuchungen in einer Rheumaklinik, Bad Bramstedt leztes Jahr im April. Keiner weiß woher die schlechten Blutwerte kommen. Und die Untersuchungen sollten weitergehen, nochmal Knochenmarkstanzung, ich habe im September letzten Jahres alle Untersuchungen abgebrochen. Diese ganzen Termine und Untersuchungen haben mich sehr fertig gemacht! Ich denke das liegt wohl alles an meiner Ass Unverträglichkeit und dem Samter Trias. Seit ca 1 Jahr ist auch mein Geruchsinn wieder verschwunden. Ich hoffe er kommt wieder. Es ist seit Jahren ein Wechselbad, mal da, mal wieder weg. Zum Glück habe ich die Polypenbildung durch meine Ernährungsumstellung stoppen können. Ich nehme täglich 100 mg Asperin ( sollte wieder auf 300, macht mein Magen nicht mit) und Aerius Allergietablete, Cortison Nasenspay, Budesonid und Formatris Spray. Ich könnte mittlerweile Bücher voll schreiben mit meinen Erfahrungen. Mein HNO möchte mich dauerhaft unter Cortison setzten mit Tabletten. Das möchte ich aber nicht, dann könnte ich bestimmt wieder riechen, aber Cortison ist auch nicht ohne. Meine Vorgeschichte ist sehr lang. Ich wurde 2 mal operiert Uni Kiel und dann auf 1000 mg Asperin eingestellt……………….
    Ein Arzt hat mir gesagt das ist ein Genfehler und es gibt keine Heilungschancen.
    Mittlerweile habe ich mich mit der Sache abgefunden, muss man das beste daraus machen. Nur fast keiner kennt sich damit aus, immer noch nicht. Selbst in der Rheumaklinik mußte mein Mann mir das Essen täglich ins Krankenhaus bringen (Zusatzstoffe usw. nahezu allen Lebensmitteln) und einige Ärzte wollten mir Medikamente geben, die ich nicht nehmen hätte dürfen. Zum Glück bin ich so gut informiert, das ich erst alles nachlese und studiere bevor ich irgendetwas einnehme, was die Ärzte mir verschreiben .Falls im Forum welche aus der Kieler Umgebung kommen, ich würde gerne eine Selbsthilfegruppe gründen. Und es wäre doch auch toll, wenn man sich mal austauschen könnte!
    Vielen herzlichen Dank an Silke, die diese Seiten ins Leben gerufen hat und damit neue Informationen ins Netz gestellt hat. Ich wünsche allen Betroffenen viel Gesundheit, Mut und Hoffnung. Denn vielleicht gibt es ja doch irgendwann Heilung, dauerhaft!😉
    Liebe Grüße aus Kiel
    Traute

  4. Hallo Sylke,
    Danke für Deine Nachricht!
    Im letzten Krankenhausbericht steht auffällige Hypereosinophilie um 3500/ql. Engmaschige Kontrollen unbedingt erforderlich!
    Parasiten war alles negativ. Allergien! Aber ich habe nur gegen Pferd, Hund und wenig Hausstaub. Achja Nickel, Kobalt und Palladium noch. Pferd, Hund haben wir nicht, Hausstaub ( kein Teppich usw.) Die anderen Stoffe meide ich. Seit meiner Diagnose der ASS Unverträglichkeit ……………………….
    keine Zusatzstoffe, Konservierungsmittel, Aromen usw. Ernährung strikt nach den Werten der Lebensmittel wo am geringsten oder rein nichts drin ist. Habe selbst eine Zahnpasta gefunden die geht. Vermeide sämtliche konventionellen Pflegeprodukte. Also ich achte so sehr darauf, mehr geht garnicht.

    Von meiner Ärztin steht im Bericht von Ende letzten Jahres :
    EOS =6+ und IGE= 243+
    Ja, also mein Immunsystem ist wohl völlig durcheinander. Ich vermute das hängt irgendwie alles zusammen. Kommt ja immer was dazu! Mit den Schmerzen in den Beinen ( kein Magnesium/ Calciummangel) es zieht, brennt und manchmal sticht es. Venen wurden schon ein paarmal überprüft, alles ok! Herzrasen, dort war auch nichts zu finden. Habe seit letztem Jahr stechen unter der linken Rippe, auch nichts gefunden. Kopfschmerzen seit 3 Monaten. Die Ärzte sind ratlos, wären nur die Blutwerte nicht so schlecht. Somit wollen sie immer weitersuchen……….
    Mache mir manchmal schon Gedanken, aber ändern lässt es sich ja momentan nicht. So bleibt mir nur im „Jetzt“ zu leben und mit den zeitweise starken Schmerzen, positiv zu denken! Schmerzmittel geht ja auch keins, zum Glück gibt es Homäopathie. Damit komme ich einigermaßen über die Runden. Ich sollte eigentlich mal in die Tagesklinik und Schmerzmittel austesten! Aber da ich vor Jahren nach einer Iboprofen auf der Intensivstation lag, lass ich es lieber!

    Ein Tipp:
    Ich habe beim letzten Einkauf etwas gefunden, ein Alkoholfreies Bier mit Zitrone. “ Strandräuber“ Biobiermix, sehr zu empfehlen, ist mal was anderes als Wasser😊, sehr erfrischend! Zum Glück gibt es immer mehr Lebensmittel auf dem Markt ohne Zusatstoffe.

  5. Hallo liebe Traute,
    Du schreibst, dass du täglich 100 mg ASS einnimmst, trotzdem aber auf salicylfreie Lebens- und Pflegemittel achtest. Da du deinem Körper ja extra ASS zufügst, leuchtet mir deine Abstinenz nicht ganz ein?
    Liebe Grüße von Mela

  6. Liebe Mela,
    ja leider ist das auch nicht so leicht zu verstehen, zum Glück gibt es hier ein paar Ärzte ( Allergologe, HNO, Lungenfacharzt) die sich da sehr gut auskennen. Leider gibt es noch keine neueren Studien, nur die Empfehlung der Erhaltungsdosis bei Desaktivierung von 300 mg.
    Ich habe vor 7 Jahren eine Desaktivierung gemacht! Nach der letzten OP ( hatte 3 Jahre komplett Geruch und Geschmackverlust) wurde ich in der Uni Klinik Kiel langsam innerhalb, glaube war 10 Tage da, auf 1000 mg Asperin eingestellt. Konnte wieder super riechen und die Polypen kamen auch nicht wieder! Nur mein Magen machte das nicht lange mit. Bin mit Krämpfen ins Krankenhaus eingeliefert worden, Magenblutungen. Danach sollte ich 300 mg nehmen, ging auch nur ein halbes Jahr gut. Bin dann letztendlich bei 100mg gelandet. Mein Alllergologie empfahl mir wieder auf 300 mg zu gehen. Aber mir ist dann immer wieder schlecht geworden und ich war in der Zeit alle 6 Monate zur Magenspiegelung. Nun nehme ich ja schon seit ca 3 Jahren 100 mg und bei der letzen Magenspiegelung vor 1 Jahr sind keine Erosionen im Magen dazugekommen. Mir wurde immer wieder geraten unbedingt einen Magenschutz zu nehmen, habe 3 Präperate ausprobiert und da hatte ich starke Nebenwirkungen! Soweit komme ich gut klar, aber auch nur wenn ich mich richtig ernähre und auf alles achte klappt das! Bekomme sofort stechende Schmerzen im Nebenhöhlenbereich, wenn ich etwas esse was Zusatzstoffe hat! Seitdem ich alles beachte geht es mir besser, meine Lungenfunktion sehr gut, Polypenbildung wird nicht mehr und Asthmatische Probleme habe ich garnicht mehr! Wenn nur nicht immer wieder etwas neues dazukommt!
    Liebe Grüße und schönes Wochenende,
    Traute

  7. Liebe Traute,
    du gibst dir solche Mühe und hast schon so viel versucht – ich wünsche dir, dass sich das Durcheinander beruhigt und du Energie tanken kannst.
    Mir steht die Desaktivierung noch bevor. Bei welchen Ärzten in Kiel bist du denn in Behandlung. Du schriebst, sie würden sich gut auskennen. Ich habe meist den Eindruck, dass keiner so ganz genau weiß, was zu tun ist.
    Einen schönen Frühlingsanfang,
    Mela

  8. Liebe Mela,
    Danke für Deine lieben Worte! Das stimmt, fast keiner kennt sich da genauer aus. Bei uns gibt es eine Tagesklinik Dr. Brüning am Seefischmarkt, er ist Allergologe. Er kennt sich sehr gut aus. Dann gibt es noch Dr. Thormann, Lungenfacharzt in Kiel, sowie HNO Arztpraxis Dr. Bosse, ebenfalls am Seefischmarkt in Kiel.
    Es ist tatsächlich so, das man sich aber auf jeden Fall immer noch selber informieren muß. Dr. Brünning ist öfters auf Kongressreise und berichtet dann, ob es neue Erkenntnisse bezügl. ASS gibt.
    Ich hoffe das bei Dir die Desaktivierung erfolgreich ist!
    Wohnst Du in Schleswig Holstein?
    Ich wünsche Dir alles Gute! Und würde mich freuen wenn Du berichtest, wie es Dir ergangen ist.
    Herzliche Grüße aus Kiel
    Traute

  9. Hallo Traute,
    ich wohne auch in Kiel und werde nach Ostern zur Desaktivierung in die Uni-Hautklinik zu Prof. Brasch (?) gehen. Der plant mich erstmal auf 1000mg einzustellen, was ich enorm viel finde. Nach und nach soll dann die Dosis heruntergefahren werden. Die Polypen-OP habe ich gerade in der Klinik Flechsig machen lassen und – mal abgesehen davon, dass das wirklich schmerzhaft war – fühlte ich mich dort sehr gut aufgehoben.
    Lieben Gruß,
    Mela

  10. Hallo Mela,
    das Du in Kiel wohnst finde ich ja spannend. Ich habe mich lange nicht mehr damit beschäftigt. Obwohl ich sooft schon gefacht habe, wieviele Menschen in unserer Umgebung das haben und nicht weiter wissen. Man fühlt sich ja manchmal so hilflos mit dieser Krankengeschichte. Wie Du ja auch schon geschrieben hast, das keiner genau weiß was zu tun ist.
    Vielleicht können wir uns einmal auf einen Kaffee oder Tee verabreden nach Deiner Desaktivierung!? Ich würde mich freuen.
    Ich war auch bei Dr. Brasch. Bin dann mit 1000 mg entlassen worden. Dort war es ok. In der Flechsig hatte ich meine erste OP, da wußte aber noch keiner von meiner Ass Unverträglichkeit. Ein wenig hat sich ja schon getan in den Jahren. Nachdem ich wieder super riechen konnte, habe ich dann jeden Tag zum Frühstück ein Rosinenbrötchen gegessen und 3 Monate war wieder alles dicht. Keiner konnte es sich erklären, wie das so schnell wieder mit Polypen zugewachsen war. Mein Mann hat es dann letztlich rechachiert, Kontakt zu einem Prof., Name fällt mir gerade nicht ein aufgenommen und ich bin nochmal mit der Diagnose zum Arzt. Die Ärzte der Flechsig konnten mich dann leider nicht nochmal operieren, das Risiko war ihnen zu groß. Ich habe mich in der Flechsig auch sehr gut aufgehoben gefühlt. Dr. Bosse hat mich aber dann zur nächsten OP in die Uniklinik HNO geschickt.
    Also ich würde auch lieber wieder in die Flechsig gehen, wenn es möglich wäre, bloss nicht zur OP in die Uni. Auf der Station HNO in der Uni habe ich keine guten Erfahrungen gemacht.
    Mela, kannst Du eigentlich irgendwelche anderen Schmerzmittel nehmen? Bei welchem Arzt bist Du in Behandlung? Oje, ich habe soviele Fragen, sorry! Bin gespannt, wie es Dir bei der Desaktivierung ergeht. Ich drück Dir ganz fest die Daumen für die Zeit! Das es schnell geht mit der Einstellung und Du es gut verträgst! Ich kann das alles so gut nachfühlen.

    Liebe Grüße,
    Traute

    • Hallo Traute,
      jetzt habe ich mich noch gar nicht für deine Infos bedankt. Im Moment bin ich etwas angenervt von dem langsamen Heilungsverlauf nach der NasenpolypenOP. Kommende Woche steht die Deaktivierung in der Uniklinik Kiel an, vor der mir auch schon graust. Aber da ich nichts zu verlieren habe, probiere ich es aus. Warten wir ab, wie es mir ergehen wird.

      Liebe Grüße,
      Mela

  11. In der Studie wird ja von einer Liste gesprochen:
    „Die Studienteilnehmer erhielten Informationen zum Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln, eine detaillierte Liste salicylsäurereicher Lebensmittel, die vermieden werden sollten, und ein Rezeptbuch mit Beispielrezepten“
    Hat diese Liste eventuell jemand? Es gibt ja schon eine ganze Menge Listen die sich zum Teil auch widersprechen. Vielleicht wäre das noch eine sinnvolle Ergänzung?

  12. Liebe Mela,

    herzlichen Dank für Deine Nachricht!
    Ich hoffe es geht Dir besser.
    Schau bitte mal auf die Internetseite
    http://www.haendewegvonschwedeneck.wordpress.com
    Etwas aus unserer Region. Du kannst, wenn Du möchtest darüber einen Kontakt zu mir herstelllen.
    Wünsche Dir alles Gute für die Desaktivierung, melde Dich einfach. Würde mich freuen von Dir zu hören.
    Liebe Grüße
    Traute

  13. Hallo,
    wer hat Erfahrungen mit Samter Trias bei Jugendlichen? Meine 14-jährige Tochter hat schon 4 Nasenpolypen-OP’s hinter sich(innerhalb von 4 Jahren!), im Mai diesen Jahres wurde noch ein nicht sehr ausgeprägtes Asthma festgestellt. Jetzt steht eine adaptive Desaktiviering an. Sie soll auf 300mg ASS eingestellt werden. Im Grunde weiß man gar nicht genau, ob sie diese Intoleranz überhaupt hat, da sie noch nie mit einem Asthmaanfall akut reagiert hat.
    Unser größstes Problem sind die Nasenpolypen, die trotz CortisonSpray nicht in den Griff zubekommen sind.Gibt es vielleicht doch noch andere Behandlungsansätze? Freue mich über jede Antwort, da ich total verzweifelt bin!

  14. Liebe Steffi, ich kann sehr gut verstehen das Du verweifelt bist. Unsere Tochter ist auch 14 Jahre alt.
    Sie hatte bis zu ihrem 7. Lebenjahr Neurodermitis, Allergien ( die Ärzte gaben uns Notfallspritzen mit auf dem Weg) , Nase ständig zu, Augen geschwollen und Anfänge vom Asthma mit Luftnot. Eigentlich dürfte sie garnichts essen, weil sie auf alles reagierte meinten die Ärzte. Hinzu kamen seit dem Kleinkindalter heftigste Bauchkrämpfe. Wir haben damals eine Darmsanierung gemacht und komplett die Ernährung umgestellt. Wir hatte das Glück, das 3 Ärtze uns unterstützen. Allergologe, Lungenfacharzt und ein Arzt mit Schwerpunkt Orthomolekulare Medizin und Kinesiologie in Lübeck.
    Die Therapie war erfolgreich, sie brauchte nach ein paar Monaten keine Medikamente mehr und es ging ihr super. Da ich ja selbst von der ASS Unverträglichkeit und Samter Trias betroffen bin, kann ich sehr gut nach fühlen wie schrecklich das gerade auch für die Kinder ist. Ich hoffe nur immer das unsere Tochter diesen Genfehler nicht von mir geerbt hat.
    Seit gut einem halben Jahr fängt unsere Tochter vereinzelt wieder mit Symptomen von Heuschnupfen an… Da sie in der Pupertät ja ihren eigen Kopf haben, was die Ernährung betrifft und wir sie dann auch nicht dauernd überprüfen was sie isst, denke ich, das ihr Immunsystem wieder so sehr geschwächt ist. Der Darm ist ja definitiv zuständig für unser Immunsystem. Wenn es aus dem Ruder läuft durch falsche Ernährung und Medikamente, ist es schwierig für den Körper sich gegen die ganze Chemie, die sich auch in vielen Lebensmitteln befinden, zu wehren. Das kann einen empfindlichen Menschen sehr krank machen. Ich spreche aus 7 jähriger Erfahrung. Meine Polypen sind durch die Ernährung gleichbleibend wenig und habe seit dem keine OP mehr gehabt,
    Ich weiß nicht ob Dir diese Nachricht in irgend einer Weise hilft. Aber ich wünsche Deiner Tochter von Herzen, das ihr einen Weg findet. Vielleicht würde ich an Deiner Stelle versuchen, sie noch einmal einem Spezialisten vor zustellen. Auf jeden Fall braucht man einen guten Arzt und immer eine zweite Meinung! Das ist meine Erfahrung.
    Alles Gute für Euch
    Traute

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