Magnesium und Zucker: Gibt es da einen Zusammenhang?

Von einer Reiterin hatte ich den Tipp bekommen, dass Magnesium bei Atemnot helfen kann (scheinbar ist die Gabe von Magnesium bei Rennpferden mit Atemnot Standard). Nach einer kurzen Internet-Recherche, die diesen Tipp testenswert erschienen ließ, ging ich auf die Suche nach einem geeigneten Magnesiumpräparat. (Ein guter Artikel zu diesem Thema ist zumd Beispiel: Asthma: Magnesium unterstützt die Therapie.) Die Apothekerin, die ich mit Hinweis auf Asthma nach einem Magnesiumpräparat fragte, hatte von einem Zusammenhang zwischen Magensium und Asthma noch nie gehört – hätte mir aber dennoch ein sehr teures Präparat verkauft – mit jeder Menge Zusatzstoffen und Aromen … 🙁

Also habe ich weiter gesucht, wie ich meinem Körper anders zu mehr Magnesium – ohne unerwünschte Zusatzstoffe – verhelfen könnte und bin schließlich auf das Heppinger Heilwasser gestoßen, das pro Liter 199 mg Magnesium–Ionen enthält. Das ist schonmal ein guter Teil der empfohlenen Tagesdosis von 375 mg. Außerdem ist Heppinger nicht teuer und in vielen Supermärkten zu bekommen.

Seit nun bestimmt eineinhalb Jahren trinke ich also relativ regelmässig extra-Portionen Magnesium (inzwischen bequemlichkeitshalber oft auch in Form von in Wasser aufgelöstem reinem Magnesiumcitrat) und kann bestätigen, dass es den Bronchien dabei hilft, zu entkrampfen. Oft löst sich bei mir nach einem Glas Magensiumwasser Schleim aus den Bronchien, den ich vorher nicht abhusten konnte, und ich bekomme besser Luft. Und ich habe auch keine nächtlichen Krämpfe mehr, die mich vorher (wen wundert’s) öfters geplagt hatten. Soweit, so gut.

Nun hatte ich letzte Woche DEN Krampf aller Krämpfe am Schienbein (merkwürdiger Ort, für einen Krampf). Der Muskelstrang direkt außen neben dem Schienbein – zuerst rechts, dann links – hat so gekrampft, dass ich nicht allein vom Zimmer in die Küche zu meinem Magnesiumvorrat kam. Gut: ich hatte, was selten passiert, in den zwei Tagen zuvor kein Magnesium genommen. Aber trotzdem: so einen heftigen Krampf (in der Nacht bin ich nochmal mit Krämpfen aufgewacht) hatte das vorher nie zur Folge.

Ich hab also überlegt, was anders war als sonst. Und bin auf die kandierten Reiswaffeln gekommen, von denen ich mir in einer Heisshunger-auf-Süßigkeiten-Attacke an dem Abend ein ganzes Weckglas voll einverleibt hatte. Die Preisfrage lautet also: „Verbraucht“ Zucker Magnesium?

Herausgefunden habe ich bisher nur, dass Magnesium für den Stoffwechsel wichtig ist. Wie aber der genaue Zusammenhang zwischen Zucker und Magnesium sein könnte, habe ich nicht heraus bekommen.

Ist unter euch ein Ernährungswissenschaftler oder Biochemiker, der Aufklärung leisten kann?

7 Gedanken zu „Magnesium und Zucker: Gibt es da einen Zusammenhang?

    • Dann stimmt es also, dass es da einen direkten Zusammenhang gibt: Danke für die Info!
      Wäre jetzt noch interessant, welche Rolle genau das Magnesium im Energiestoffwechsel spielt: vielleicht finden sich dazu ja auch noch Infos.

      • Hi,

        die Info von Simon ist vollkommen ok.

        Zur Klärung deiner Frage empfehle ich dir dringend, dich mit den Erkenntnissen von Dr. Carolyn Dean auseinander zu setzen.

        Ich habe mir auch das Buch von ihr gekauft, da steht ein ganzer Haufen Brauchbares drin, z. B., warum auch Leute, die regelmäßig grüne Smoothies oder Säfte trinken, Mg-Mangel haben (Agrarwirtschaft sag ich da nur ….). Bei mir war’s nämlich genauso nach 2 Jahren veganer Rohkost mit hauptsächlich Obst.

        Bin immer noch auf dem Weg der Heilung; hoffe, es wird irgendwann besser. Die SU kann einem Leben das echt kaputt machen. Hab immer noch Tage, an denen ich kaum aus dem Bett komme; und es sind immer genau die Tage, die denen folgen, an denen ich viel Einfachzucker konsumiert habe. Und zu wenig Eiweiß obendrein……

        Ich habe zudem meine Palette an NEMs komplett überarbeitet, und weißt du was? Das Zeug hilft, weil’s in unserem Essen einfach nicht mehr drin ist, da kann man sich gesund ernähren so viel man will.

        Bin auch gern per PN erreichbar.

        lg

        • Hallo Green belly,

          die Sache mit den NEMs (Nahrungsergänzungsmitteln) finde ich sehr spannend: dazu gibt es ja von schulmedizinischer Seite oft nur den schnöden Hinweis: ist alles im Essen enthalten. NEMs sind nur Geldschneiderei. Und weil diese Überzeugung so verbreitet ist, kennt sich auch kaum jemand damit aus.

          Kannst du mal beschreiben, was du machst / nimmst? Eventuell auch deine Infoquellen dazu schreiben? Das wäre super!

          Viele Grüße
          Sylke

  1. Hallo liebe Samter-Trias-Geplagten,
    ich leide auch seit bald 30 Jahren an ASS-Intoleranz.
    Die letzten Jahre habe auch ich verstärkt mit Krämpfen zu tun. Logischerweise kommt man bei dieser Symptomatik zwangsläufig relativ schnell zu dem Thema Magnesium. Angefangen bei Waden- und Oberschenkelkrämpfen, hatte ich dann auch das „Vergnügen“ von Schienbein- und Fußkrämpfen, die man eben mal nicht so kurz rausdehnen kann. Eine Zeit lang hatte ich regelrecht Schlafschwierigkeiten, weil ich nicht wieder durch einen schmerzhaften Krampf jäh geweckt wereden wollte.
    Ich für meinen Teil bin durch einen Artikel zum Thema Magnesium auf „Magnesiumchlorid“ gekommen. Ich bestelle mir davon immer einen 2-Kilo-Eimer. Achtet man darauf, dass es „Lebensmittelqualität“ ist, kann man es sowohl oral als auch für Magnesiumöl verwenden. Ich persönlich verwende es für beides, was ich auch getrennt kurz vorstellen will:
    Transdermales Magnesium (Magnesiumöl):
    Das Prinzip dabei ist, dass man das Magnesium über die Haut aufnimmt. Der Vorteil ist auf jeden Fall, dass es nicht über den Magen-Darm-Trakt muss und somit auch keinen Durchfall verursachen kann. Zusätzlich kann bei dieser Methode angeblich 100% vom Körper aufgenommen werden. Mit dem sog. Magnesiumöl mache ich fast jeden Morgen ein Fußbad. Dazu löse ich einfach etwas Magnesiumpulver in einer kleinen Plastikwanne und nicht allzu warmen Wasser auf. Alternativ zum Fußbad kann man sich mit einer 3%-igen Lösung auch einreiben oder ein Vollbad damit machen. Als fertige Lösung kann man dies in verschiedenen Onlineshops als Mageniumöl für teuer Geld kaufen, aber letztlich ist es viel billiger ist, wenn man Magnesiumchlorid als Pulver so kauft und in Wasser auflöst. Ich persönlich bin da auch etwas größzügiger bei der Dosierung. Erwähnt sei, dass die Aufnahme über die Haut wissenschaftlich noch umstritten ist, aber ich sage mir: wenn es was bringt, ist gut – ansonsten habe ich zumindest immer saubere Füße.
    Orale Aufnahme von Magnesiumchlorid:
    Zusätzlich mische ich mir mit dem Magnesiumchlorid eine 3%-ige Lösung in einer Flasche mit gereinigtem Wasser an und bewahre es im Kühlschrank auf. Davon trinke ich schnapsglasweise meine Portionen pro Tag. Schmeckt nicht allzu lecker, aber man gewöhnt sich daran. Vorteil davon ist, dass es im Vergleich zu Citrat den Magen schont, weil es schon im verwertbaren Zustand im Magen ankommt. Ich habe gelesen, dass Magnesium durch die Magensäure so oder so in Magnesiumchlorid umgewandelt wird. Von Magnesiumcitrat habe ich früher eher mal Sodbrennen bekommen.
    Mich würde mal noch interessieren, ob der Magnesiummangel als eindeutiger Zusammenhang zu Samter-Trias zu sehen ist und auch andere betrifft? Ich habe das bislang immer als weiteres Zipperlein angesehen. Meine Hausärztin hatte dazu auch kein wirklichen Rat, aber sie hat auch keinen Plan bei der ASS-Intoleranz.

    • Hallo Cherry,

      vielen Dank für deine Tipps! Ich selbst komme gut klar mit dem Magnesiumcitrat (und trinke das inzwischen sogar ziemlich gerne, weil ich den saueren Geschmack mag), aber anderen geht es vielleicht wie dir und da sind deine Tipps Gold wert.

      Zu deiner Frage: ich glaube, einen direkten Zusammenhang zwischen Salicylsäure-Unverträglichkeit und Magnesiummangel gibt es nicht. Wohl aber einen indirekten mit der Samter-Trias: das Asthma bei Samter ist ja, flapsig gesprochen, auch nur ein Krampf (der Bronchialmuskulatur), für dessen anschließende Muskelentspannung der Körper dann Magnesium braucht. Und das umso mehr, je doller die Krämpfe / Asthmaanfälle. Achte mal drauf, ob dein Magnsiumbedarf steigt, wenn das Asthma schlechter wird: das wäre ein guter Hinweis auf einen solchen Zusammenhang. Mir scheint das bei mir selbst so zu sein (ich hab das aber noch nie systematisch „mitgeschrieben“).

      Viele Grüße
      Sylke

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