Salicylsäurearme Ernährung – geht das?

Aktualisiert am 18.4.2016

Jeder, der schonmal nach einer Aspirin bzw. ASS einen Asthmaanfall hatte, kennt den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Salicyläure (ASS = Acetylsalicylsäure) und Atemnot bei Menschen mit Samter-Trias bzw. Salicylsäure-Unverträglichkeit.

Es ist nur noch ein kleiner logischer Schritt von der Erfahrung, dass große Mengen Salicylsäure  – z.B in einer 500 mg-Tablette ASS – einen heftigen Asthmaanfall auslösen, zu der Vermutung, dass kleinere, aber konstante Mengen Salicylsäure, zum Beispiel im Essen, schwächere, aber konstante Asthmabeschwerden verursachen. Es liegt also nahe, die Asthmabeschwerden bei einem Samter-Syndrom durch salicylsäurearme Ernährung zu verringern.

Tatsächlich ist das auch gängige Praxis in anderen Ländern (zum Beispiel am Royal Prince Albert Hospital in Australien, dessen Allergiezentrum auf die Behandlung von Lebensmittel-Unverträglichkeiten spezialisiert ist).

Eine kanadische Studie zur Wirksamkeit einer salicylarmen Diät bei Samter-Trias, veröffentlicht im April 2016, weist auch wissenschaftlich nach, dass sich durch eine salicylsäurearme Ernährung schon nach wenigen Wochen die Beschwerden durch Asthma und Nasenpolypen bessern.

Das ist auch meine eigene Erfahrung: Seit ich mich salicylsäurearm ernähre, ist mein Bedarf an Medikamenten, insbesondere an kortisonhaltigen Asthmasprays, drastisch gesunken. Ich habe, wenn nicht andere meiner persönlichen Asthma-Auslöser (vor allem Gräserpollen) hinzu kommen, keine Asthmabeschwerden mehr. Und meine Nasenpolypen sind zwar nicht verschwunden, aber immerhin doch an den meisten Tagen soweit abgeschwollen, dass ich frei durch die Nase atmen kann, kein Druckgefühl mehr im Kopf habe und manchmal sogar meinen Morgenkaffee wieder rieche 🙂

Trotzdem ist die salicylsäurearme Diät in Deutschland weitgehend unbekannt. Und bis sich die Erkenntnisse aus neueren Studien verbreitet haben, werden viele „Profis“ aus dem Gesundheitswesen weiter behaupten, dass salicylsäurearme Ernährung nicht funktioniert. Mir begegnen dabei – quer durch Lungen- und HNO-Arztpraxen, Allergieberatungszentren und Ernährungsberatungen – vor allem zwei „Argumente“, die ich hier widerlegen möchte:

1. Argument: Salicylsäure ist überall drin, die können Sie nicht vermeiden

Richtig ist: Salicylsäure ist in fast allen Obstsorten, in den meisten Gemüsesorten und in fast allen Gewürzen in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Gemüsesorten und einige Obstsorten, die kein oder nur sehr wenig Salicylsäure enthalten. Und auch viele anderer Grundnahrungsmittel wie Reis, Nudeln, Fleisch, Fisch und Eier enthalten keine Salicylsäure. Es ist deshalb zwar eine Herausforderung, sich salicylsäurearm zu ernähren, aber es ist durchaus möglich.

Das Problem: die meisten Ärzte und „Gesundheitsarbeiter“ wissen das nicht. Sie haben keine ausreichenden Informationen über den Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln, sondern im besten Falle kurze, unvollständige Listen wie diese Übersicht aus dem Buch „Die große GU Nährwert-Kalorien-Tabelle 2010-2011“. Und mit solchen Listen ist eine salicylsäurearme Ernährung in der Tat nicht zu machen.

Nun würde man ja denken, dass sich irgendwo in der Fachwelt auch in Deutschland herum gesprochen hat, dass Anne Swain in Ihrer Doktorarbeit bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts (!) sehr umfangreiche Messungen des Salicylsäuregehalts von Lebensmitteln durchgeführt hat. Und in der Tat gibt es Hinweise darauf, dass diese Listen auch in Deutschland einigen Fachleuten bekannt sind.

So zitiert zum Beispiel Professor Dr. med. Ludger Klimek im Beitrag „Kein ASS bei Asthma?“ in der Zeitschrift „ALLERGIE konkret 3/2004“, einem Magazin des Deutschen Allergie und Asthma-Bundes, auch die Zahlen von Anne Swain.

Fachartikel, der den Salicylsäuregehalt von Obst nach Anne Swain zitiert

Doch dann heisst es lapidar „Salicylatverbindungen (…) werden täglich in relevanter Menge durch den Verzehr verschiedener Nahrungsmittel aufgenommen, so dass
eine konsequente Meidung nicht praktikabel ist.“ (ebendort, S. 29) – was uns zum zweiten Argument bringt.

2. Argument: Salizylatarme Ernährung ist „nicht praktikabel“

Mit dem Wissen um die Untersuchungen von Anne Swain kann die Grundlage der Argumentation hier nicht mehr die falsche Annahme sein, dass eine weitgehende Vermeidung von Salicylsäure nicht möglich sei. Denn Swain listet genügend Lebensmittel auf, die keine oder kaum Salicylsäure enthalten, um sich davon gesund zu ernähren. Die (unausgesprochene) Argumentation hinter diesem Urteil muss vielmehr sein: Der Aufwand, den man betreiben muss, um sich konsequent salicylsäurearm zu ernähren, ist zu hoch.

Ich weiss nicht, woher diese Einschätzung kommt. Eventuell gibt es Test-Studien, die an der sogenannten „Compliance“ (Mitwirkung) der Teilnehmenden gescheitert sind? (Falls jemand solche Studien kennt: bitte melden! Das interessiert mich sehr!!).
Vielleicht ist das auch nur die private Einschätzung einiger Ärzte?

Fakt bleibt: Salicylsäurearme Ernährung ist durchaus möglich. Trotzdem wird den Betroffenen das Wissen, das sie für eine salicylsäurearme Ernährung brauchen, hierzulande vorenthalten oder zumindest nicht systematisch zur Verfügung gestellt. Ich möchte aber gerne selbst entscheiden, ob ich mich lieber salicylsäurearm ernähre, oder lieber mehr Kortison einnehme  – denn das sind im wesentlichen die Alternativen.

Welches der richtige Weg für jeden einzelnen Betroffenen ist, das ist sicher unterschiedlich. Nicht jede will auf ihre liebgewonnenen Ess- und Trink-Gewohnheiten verzichten, immer selbst kochen, die ungläubigen oder auch mitleidigen Kommentare der Mitmenschen über salicylsäurearme Ernährung hören, auch wenn der Preis dafür ist, dass ich mehr Asthmamedikamente brauche. Für mich ist aber die salicylsäurearme Ernährung der richtige Weg, denn ich fühle mich in meinem Leben und Wohlbefinden mehr durch die Nebenwirkungen der Asthmamedikamente (vor allem Hals- und Mittelohrentzündungen, Nasenbluten, Blasenentzündung und Heiserkeit) eingeschränkt, als durch eine umgestellte Ernährung.

Vor allem aber denke ich, dass jeder Betroffene das Recht hat, diese Frage für sich selbst zu entscheiden.

Deshalb wäre es gut, wenn mehr Menschen (und vor allem Ärzte, Therapeuten, Ernährungswissenschaftler) wüssten, wie man sich erfolgreich und gesund salicylsäurearm ernährt. Vielleicht kann ich den DAAB ja eines Tages doch für eine Aufklärungskampagne zum Thema salicylsäurearme Ernährung gewinnen 🙂

13 Gedanken zu „Salicylsäurearme Ernährung – geht das?

  1. Hallo!

    Vielen Dank für die umfangreichen Informationen. Ich werden im Dezember das 5. mal operriert (Nasenpolypen), außerdem habe ich eine Ass Unverträglichkeit u.Asthma. Ich werde auch versuchen mich zukünftig salecylfrei ( oder wenig) zu ernähren leider klingt das alles sehr kompliziert und von den Ärzten wird man auch noch belächelt, viele haben auf dem Gebiet leider keine Ahnung.
    Liebe Grüsse
    C. Ney

    • Hallo C.,

      ich freue mich, wenn die Infos dir helfen!

      Die Umstellung auf salicylarme Ernährung ist schon eine Herausforderung, keine Frage. Und dass man dabei von Ärzten (und z.T. auch Verwandten etc.) ungläubig belächelt/bedauert/für verschroben gehalten wird („aber Obst ist doch gesund“ …), hilft dabei auch nicht. Mit haben sehr die Infos zur Elimination Diet vom Royal Prince Albert Hospital in Sidney geholfen. Bei der Umstellung meiner Ernährung. Und dabei, besser alle Kommentare derer zu ertragen, denen schlicht das Fachwissen zu Salicylsäure in der Ernährung fehlt.

      Ich vermute ja, dass eine konsequent salicylsäurearme Ernährung nach einer Nasenpolypen-OP die optimale Chance darauf bietet, dass sich die ollen Polypen nicht wieder neu bilden (oder zumindest viiiiiiel langsamer) und du dann ganz beschwerdefrei leben kannst. Ich drücke dir jedenfalls beide Daumen, dass du die Umstellung schaffst und deine 5. auch deine letzte – weil danach überflüssige – OP dieser Art sein wird!

      Bericht doch mal, wie es bei dir weiter geht!

      Liebe Grüße
      Sylke

  2. Hallo,

    ich bin gerade erst auf dieser sehr informativen Seite gelandet. Endlich setzt sich mal jemand mit diesem Problem auseinander und man erfährt wie Betroffene mit ihrer Situation umgehen.
    Ich selbst leide seit 1999 unter Samter Trias, habe bis heute 5 OP´s und eine Desaktivierung hinter mir, die ich nach 2Jahren wegen Magenunverträglichkeit abbrechen musste. Ich habe täglich 100mg Ass eingenommen.
    Nach vielen Hoffnungen und Entäuschungen habe ich mich für den Moment mit der Situation abgefunden und versuche mich möglichst salicylsäurearm zu ernähren und verbringe meine Urlaube, meinen Atemwegen zu liebe, an der Nordsee.
    Im übrigen hoffe ich darauf, dass es mit zunehmendem Alter vielleicht wieder besser wird.
    Herzliche Grüße
    Magdalena

    • Hallo Magdalena,
      genau das hat mich auch so gefuchst: dass man nirgends gute Informationen findet darüber, was man bei Salicylsäure-Unverträglichkeit außer Kortison, OPs und Desaktivierung selbst tun kann, um die Symptome in den Griff zu bekommen. Frei nach dem Motto: wir können ja Medikamente verschreiben (oder operieren): wozu sich noch mit Alternativen beschäftigen …

      Vielleicht helfen dir die Infos auf dieser Seite ja, mit einer strikteren sali-armen Ernährung dein Samter zu „bändigen“. Das würde mich sehr freuen.

      Viele Grüße und alles Gute!
      Sylke

  3. Hallo Sylke,

    super, dass du deine Leser/innen so gut und engagiert über die salicylatarme Ernährung und die positiven Effekte bei einer Salicylat-Intoleranz informierst. Ich teile deine Meinung, dass in Deutschland diesbezüglich noch viel „Aufklärungsarbeit“ bei Ärzten und Ernährungswissenschaftlern notwendig ist. Ein sehr engagierter Mediziner auf diesem Gebiet ist Herr Professor Baenkler (Uni-Klinik Erlangen), der auch den FET-Test (-> http://www.talkingcells.de) zur Diagnose einer Salicylat-Intoleranz entwickelt hat. Er war auch am 16. Mai 2015 auf der HNO-Jahrestagung in Berlin und hat mit Prof. Klimek über das Thema „Analgetika-Intoleranz in rhinologischer und systemischer Sicht“ diskutiert. Am 12.09.2015 veranstaltet Prof. Baenkler in Erlangen einen Patienten-Ärzte-Vortragstag zu dem Thema „Neue Rolle der Mastzellen – Salizylatintoleranz als systemische Erkrankung“ (von 9.00-14.00 Uhr: Rudolf-Wöhrl-Hörsaal, Östliche Stadtmauerstraße 11, 91054 Erlangen). Er hat 2008 auch einen sehr guten Artikel zum Thema „Salicylat-Intoleranz“ im Deutschen Ärzteblatt (->www.aerzteblatt.de/pdf/105/8/m137.pdf) veröffentlicht (-> dieser wurde auch im Internationalen Ärzteblatt veröffentlicht). Ich würde mich sehr freuen, wenn du mit Herrn Professor Baenkler Kontakt aufnehmen würdest. Du erreichst ihn am besten per Mail unter: Hanns-Wolf.Baenkler@uk-erlangen.de
    Er freut sich über alle, die sich für das Thema Salicylat-Intoleranz interessieren und natürlich erst recht über alle, die ebenfalls dazu beitragen, dass darüber informiert wird. Bezieh dich ruhig auf mich, wenn du ihm mailst (-> wir tauschen uns regelmäßig über das Thema aus). Vielleicht könntest du auf deiner Homepage auf seinen Artikel im Deutschen Ärzteblatt verweisen, auch auf den FET-Test sowie die „Tagung“ im September in Erlangen. In der Hoffnung, dass immer mehr Menschen von der Salicylat-Intoleranz, möglichen Diagnose-Verfahren und den positiven Effekten einer salicylatarmen Ernährung erfahren.
    Ich habe den DAAB Ende 2014 auch gebeten, über das Thema „Salicylat-Intoleranz und salicylatarme Ernährung“ zu informieren und ihnen einige Fachinformationen zur Verfügung gestellt. Dort geht man bisher auf derartige Wünsche nicht ein. Umso erfreuter war ich darüber zu lesen, dass du diesbezüglich auch aktiv bist. Leider habe ich deine E-Mail-Adresse nicht gefunden, sonst hätte ich dir meinen damaligen Brief und einige andere Infos (als Anhänge) zusenden können. Vielleicht erreichen wir ja zusammen diesbezüglich etwas.
    Unser Sohn und ich besitzen auch eine Salicylat-Intoleranz, allerdings kombiniert mit einer Intoleranz gegenüber biogenen Aminen, einer Fruktose-/Sorbit-Malabsorption und bei mir noch zusätzlich kombiniert mit pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien. Die Salicylat-Intoleranz kann ja an allen Haut-/Schleimhautflächen auftreten. Bei unserem Sohn und mir führt sie zu Entzündungen der Magenschleimhaut und somit zu Magenschmerzen, Magenkrämpfen, Übelkeit & Co.. Ich würde sogar sagen, dass eine reinrassige salicylatarme Ernährung recht gut einzuhalten ist, wenn man richtig gut informiert ist. Allerdings wird es immer komplizierter, je mehr zusätzliche Nahrungsmittel-Intoleranzen und/oder NM-Allergien man hat. Aber auch wir schaffen es, dass wir oft beschwerdefrei sind. Unser Sohn ist allerdings besonders salicylatempfindlich und leidet immer mal wieder phasenweise unter heftigen Magenkrämpfen & Co. (-> z.B., weil er versehentlich etwas salicylatreiches bei Freunden isst/trinkt). Es lohnt sich wirklich, diese Mühe der Ernährungsumstellung auf sich zu nehmen, weil dann die (individuellen) Entzündungsreaktionen (an der Haut und/oder den Schleimhäuten der Nase, der Bronchien, des Magen-Darm-Traktes usw.) nach und nach abklingen können (bzw. sich verringern können) und man dann mit einer enormen Verringerung seiner Beschwerden belohnt wird. (-> Diese Infos sind evtl. auch für Wolfgang K. (Hausarzt, Thema „Salicylsärearmes Bier“ interessant. Du kannst ihm gerne diesen Kommentar zusenden.)

    So, nun hoffe ich, dass dieser lange Kommentar komplett bei dir ankommt.

    Herzliche Grüße

    Kerstin H.

    • Hallo Kerstin,

      wie alt ist denn dein Sohn? Meine Tochter ist 8 und hat die SIT ganz neu diagnostiziert bekommen. Vielleicht hast du eine „kinderkompatible“ Liste mit Nahrungsmitteln, die salicylatarm sind? Damit meine ich Kekse, Eis usw. bestimmter Hersteller… Wäre total toll, wenn du mir da weiterhelfen könntest. Ich stand heute vor den Supermarktregalen und hab dann sozusagen nix gekauft, weil ich mir beim Durchlesen bei nix sicher war… Hatten heute ein sehr salicylatarmes Mittagessen und trotzdem sitzt sie jetzt in ihrem Zimmer und hüstelt vor sich hin… Wäre sehr dankbar für Ratschläge! VIele Grüße, Efraimstochter

      • Hallo „Efraimstochter“,

        als es bei unserem Sohn vor einem Jahr mit den Magenkrämpfen & Co. losging, war er 12 Jahre alt. Die Leidenszeit dauerte über ein Dreivierteljahr an, bis bei Jannik, mit der Hilfe von Herrn Professor Baenkler, die Diagnose gestellt werden konnte. Danach haben wir seine Ernährung umgestellt. Es dauerte allerdings unter salicylatarmer Ernährung noch einige Wochen, bis sich seine Magenschleimhaut wieder regeneriert hatte und er dann endlich magenschmerzfrei war. Mir liegen einige Quellen vor, die Sylke auch genannt hat und u.a. eine Liste der Uniklinik Erlangen (-> greift auch auf die Liste von Anne Swain zurück). Man findet diese auch in der aktuellen Ausgabe (von Dezember 2013) der Broschüre „Ernährungsmedizin in der Rehabilitation“, welche man bei der Deutschen Rentenversicherung bestellen kann oder online herunterladen kann (-> http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Bund/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_magazine/01_broschueren/ernaehrungsbroschuere.html ). Wenn deine Tochter eine reine Salicylat-Intoleranz besitzt, dann sind für dich vor allem die Seiten 136 bis 142 interessant. Diese Liste, inkl. der wertvollen Tipps von Sylke (z.B. auch keine Antioxidantien wie BHT,BHA, Gallate usw.), empfehle ich dir auszudrucken, zum Lebensmittelgeschäft mitzunehmen und dann die Zutatenlisten zu studieren. Bei Eisdielen-Eis ist Vorsicht geboten, weil z.T. für Salicylat-Intolerante unverträgliche Farbstoffe verwendet werden. Unser Sohn hat ja einige NM-Unverträglichkeiten und verträgt nur wenige „Süßigkeiten“: Weiße Schokolade (-> die Sorten, die keine Mandeln im Zutatenverzeichnis enthalten), Vanille-Schnitten (z.B. von Manner) und Vanille-Eis (z.B. Magnum White).
        Ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig weiterhelfen. Ich wünsche dir und deiner Tochter viel Geduld und Zuversicht und hoffe, dass es deiner Tochter in einigen Wochen schon viel besser geht!

        Alles Gute

        Kerstin H.

        • Hallo „Efraimstochter“,

          unser Sohn war damals 11 Jahre alt, es ist ja schon 1,7 Jahre her.

          Außerdem ist mir noch etwas eingefallen. Achte doch mal darauf, ob deine Tochter Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an biogenen Aminen verträgt. Infos zu diesem Thema findest du u.a. auch in der gestern genannten Broschüre (-> schau dir mal Seite 131-135 an). Gerade „Histamin-Liberatoren“ (-> einige davon sind auch hoch salicylathaltig) vertragen manche Salicylat-Intolerante auch nicht. Deine Tochter sollte natürlich auch keine Medikamente einnehmen, die Salicylate enthalten bzw. für Salicylat-Intolerante nicht verträglich sind (-> Sylke gibt diesbezüglich viele hilfreiche Tipps auf dieser Homepage). Außerdem sollte deine Tochter Medikamente eher meiden, die den Histamin-Abbau hemmen (Hemmung des Histamin-abbauenden Enzyms DAO oder HNMT) sowie Medikamente meiden, die zu einer Histamin-Ausschüttung führen (Histamin-Liberatoren). Eine hilfreiche Liste diesbezüglich findest du u.a. unter: http://www.histaminintoleranz.ch/therapie_medikamente.html . Die Liste befindet sich unten auf der genannten Seite. Es kann durchaus sein, dass deine Tochter das eine oder andere Medikament davon gut verträgt. Du solltest aber bei diesen Medikamenten aufmerksam beobachten, ob sich ihre Beschwerden evtl. dadurch verschlechtern und in solch einem Fall auf ein anderes Medikament umsteigen.

          Viele Grüße und euch alles Gute

          Kerstin H.

  4. Hallo Kerstin,

    vielen Dank für deinen Kommentar und die Infos! Schön zu wissen, dass da „da draussen“ Gleichgesinnte gibt 🙂

    Ich melde mich per Email bei dir.

    Viele Grüße
    Sylke

  5. Hallo,
    ich habe hauptsächlich Probleme mit den Nebenhöhlen. Ich glaube jeder, der mit erkrankten Nasennebenhöhlen oder Asthma zu kämpfen hat wird in Deutschland relativ schnell vor die Frage gestellt, ob er/sie
    1) einen ASS Intoleranz Test macht
    2) eine Desaktivierung beginnt (lecker… immer Aspirin)
    3) lieber „Futter“ mit geringen Mengen an ASS verdrückt.

    Ich bin selbst bereits 2x operiert worden, und muss vielleicht bald das 3. Mal ran. Viele von uns haben ja auch noch Allergien, z.B. Hausstaub oder saisonal.

    Frage 1 an Alle) Mich würde interessieren, wer hier durch eine konsequente ASS-arme Ernährung Polypen-Rezidive vermeiden konnte, z.B. für 4 oder mehr Jahre. Ich fange jedenfalls heute an, ein Mahlzeitentagebuch zu führen und probiere die ASS-arme Ernährung aus.

    Frage 2) Was ist eigentlich mit solchen Dingen wie
    a) Gelomyrtol (hilft mir immer total, habe ich das Gefühl) – ist da ASS drin? Bei allem, was ölig ist und scharf riecht, bin ich inzwischen skeptisch
    b) Salben zum Auflösen in Wasser zur Inhalation: Hier hat man ja einen Cocktail aus allen möglichen Substanzen. ASS?

    Zuletzt frage ich mich, ob das Vorhandensein von ASS im Dampf, den man inhaliert, so große Probleme macht: es muss ja nicht verstoffwechselt werden. Denn wie ich es verstehe, macht ja gerade der Stoffwechsel der Erkrankten im Zusammenhang mit ASS ein Problem.

    Das sind Fragen….

    PS: Es wäre toll, wenn es eine einzige Website im www gäbe, wo a l l e Lebensmittel, die jemals untersucht wurden, mit ihrem ASS Gehalt gezeigt würden.

    Lieben Gruß
    Marcus

  6. Bei mir wurde eine ASS Unverträglichkeit erwogen und als ich gegoogelt habe bin ich auch sofort auf deine Seite gestossen. Auch bei fast allen Fragen denen ich nachging wurde deine Seite angezeigt : sie ist also auch prima erreichbar.
    Gsd habe ich nur eine chron. Pansinusits und ich war sehr froh soviel erfahren zu können.
    Einiges habe ich noch nicht verstanden. Z.B. der kumulative Effekt der Salicylsäure, da weiß ich gar nicht mit welchen Zeiträumen man zu rechnen hat und wie die Ausscheidung der SS verläuft.
    Ich habe begonnen mich Salicylsäure zu eliminieren, nun habe ich aber auf einer anderen website gelesen ( auf salicyilatintoleranz.blogspot) es sei kontraproduktiv dies allzu schnell zu vollziehen. Das verunsichert mich wieder völlig und ich frage mich welche Vorgehensweise günstig ist. Für eine Antwort wäre ich sehr froh
    Vielen Dank und herzliche Grüsse

  7. Pingback: Anonymous

  8. Ich empfehle die Atemgymnastik von Frau. Strelnikova mit dem Video gimnastika strelnikovoi peredniy shag (googeln) mit lauter Einatmung durch die Nase und selbstredend mit steifer Oberlippe.. Nach meiner Erfahrung spielt kräftige Bewegung der Arme eine große Rolle. Die Fäuste werden in Takt mit dem Atemholen zusammen geballt.
    Eine gute Gelegenheit ist ein strammer Spaziergang.. Das unterstützt die Nasenatmung, die dann sich von alleine entwickelt und Kraft spendet statt eher zu behindern. .
    Richard Friedel s3e0101@mail.lrz-muenchen.de

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