Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln

Letzte Aktualisierung: 28.12.2016 (Fisch)
Letzte Aktualisierung: 28.7.2016 (Eier)
Letzte Aktualisierung: 28.7.2016 (Fleisch)
Letzte Aktualisierung: 28.7.2016 (Gewürze)
Letzte Aktualisierung: 9.3.2016 (Getreide & Pseudogetreide)
Letzte Aktualisierung: 9.2.2016 (Obst)
Letzte Aktualisierung: 13.1.2015 (Gemüse und Hülsenfrüchte)
Letzte Aktualisierung: 3.11.2015 (Gewürze)
Letzte Aktualisierung: 1.7.2015 (Melonen)
Letzte Aktualisierung: 26.11.2014 (Backzutaten)
Letzte Aktualisierung: 25.11.2014 (Bier)

Infoquellen I Übersicht salicylsäurearme Lebensmittel

Weil es in Deutschland so verdammt schwierig ist, an gute Informationen zum Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln zu kommen, habe ich auf dieser Seite gute Informationsquellen dazu zusammen gestellt. Außerdem liste ich weiter unten Lebensmittel auf, die sich für eine salicylsäurearme Ernährung eignen.

Informationsquellen zum Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln

Die Doktorarbeit von Anne Swain

Der Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln ist in der Doktorarbeit von Anne Swain, einer australischen Ernährungswissenschaftlerin, am umfangreichsten untersucht worden (siehe bes. die Seiten 32 – 43 und Appendix 10). Die Arbeit war bahnbrechend für das Wissen um den Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln (und die dietätische Behandlung von Salicylsäure-Unverträglichkeit) und ist bis heute die Grundlage für die meisten „Salicylsäure-Listen“.

salicylatesensitivity.com

Eine nach Lebensmittelgruppen (Obst, Gemüse, Getreide, Milchprodukte …) aufbereitete Liste von Lebensmitteln mit Salicylsäuregehalt von „zu vernachlässigend“ bis „sehr hoch“ findet sich auf der Website salicylatesensitivity.com.

Food Intolerance Network


Sehr hilfreich sind auch die Informationen von Sue Dengate auf ihrer Website Food Intolerance Network. Die Lebensmittel- und Einkaufslisten auch auf dieser Website gehen zum guten Teil auf die von Anne Swain und Kollegen am Royal Prince Albert Hospital (RPAH) entwickelte „Elimination Diet“ zurück. Auf dieser Website gibt es aber auch jede Menge weiterer Informationen zu Lebensmittel-Unverträglichkeiten, Symptomen, den Nebenwirkungen von Lebensmittelzusatzstoffen und und und: dort zu stöbern lohnt sich!

RPAH Elimination Diet

Schließlich darf in dieser Liste von Informationsquellen zur salicylsäurearmen Ernährung auch das RPAH Elimination Diet Handbook with food & shopping guide von Anne Swain et al. nicht fehlen, das man leider nur direkt am RPAH in Australien bestellen kann. Diese Diät vermeidet neben Salizylaten auch zwei weitere chemische Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, auf die viele Menschen mit Unverträglichkeiten reagieren: biogene Amine und Mononatriumglutamat (MSG).  (Viele Menschen mit Salicylsäure-Unverträglichkeit reagieren auch empfindlich auf biogene Amine und MSG.)

Souci, Fachmann, Kraut

In Deutschland gilt der Souci, Fachmann, Kraut als Standardwerk für die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln. Leider wird dort nur für einige wenige Lebensmittel der Salicylsäuregehalt angegeben. Diese Übersicht aus dem Buch „Die große GU Nährwert-Kalorien-Tabelle 2010-2011“ bei Google Books erfasst meines Wissens nach schon alle erhobenen Werte. Für Menschen mit Salicylsäure-Unverträglichkeit ist diese Liste nur bedingt hilfreich, da nur wenige Lebensmittel aufgeführt sind, die für eine salicylsäurearme Ernähung in Frage kommen. Zudem wurde nicht zwischen geschältem und ungeschältem Obst und Gemüse unterschieden: der Unterschied im Salicylsäuregehalt ist aber zum Teil erheblich und entscheidend dafür, ob ich als Betroffene ein Gemüse vertrage, oder nicht. Immerhin: von Souci, Fachmann, Kraut erfahren wir, dass Grünkohl auch salicylsäurearm ist  – eine willkommene Bereicherung auf dem Speisezettel 🙂


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Übersicht salicylsäurearme Lebensmittel

Im folgenden liste ich die Lebensmittel auf, die ich in verschiedenen Quellen als salizylatarm recherchiert habe und mit denen ich erfahrungsgemäß die akuten Symptome meines Samter-Syndroms, insbesondere Asthma und angeschwollene Nasenschleimhäute, recht gut unter Kontrolle bekomme. Nun stellt sich natürlich die Frage: Was ist hier mit „salicylsäurearm“ gemeint?

Was ist salicylsäurearm?

Auf den üblichen Skalen zählen die unten aufgelisteten Lebensmittel alle zu den Kategorien „Salicylsäuregehalt zu vernachlässigend“ oder „sehr niedrig“. Meine persönliche Grenze „sicherer“ Lebensmittel ziehe ich bei 0,1 mg Salicylsäure pro 100g verzehrbarer Ware. Alles, was diesen Wert übersteigt, kann ich – wenn überhaupt – nur ab und zu und in sehr geringen Mengen essen, ohne Asthma und eine über Nacht zugeschwollene Nase zu riskieren. Dass Menschen mit Salicylsäure-Unverträglichkeit bereits in diesen geringen Mengen auf Salizylate im Essen reagieren scheint eher typisch, als die Ausnahme zu sein. Deshalb habe ich mich entschlossen, zumindest vorerst nur solche „sicheren“ Lebensmittel hier aufzulisten. Aber genug der Vorrede: hier die Liste.

Gemüse

Geschälte „normale“ Kartoffeln (keine kleinen oder roten Sorten oder neue Ernte), Lauch (Porree), Staudensellerie, Frühlingszwiebeln (nicht die mit dem bauchigen Ende, sondern die mit geradem Stengel, s. dazu auch den Kommentar zu Frühlingszwiebeln (=OK) und Schalotten (=nicht OK!)), Eisbergsalat, Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsingkohl, Chinakohl, Steckrübe, Bambussprossen, Chayote (Choko), grüne Erbsen, Lupinensamen.

kleine Mengen: Schnittlauch, Petersilie, Knoblauch

Tipp: Gemüse großzügig schälen (2 mm), äußere und dunkelgrüne Blätter entfernen – Salicylsäure ist vor allem in der Schale bzw. den äußeren Pflanzenteilen konzentriert.

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Gemüse

Hülsenfrüchte (getrocknet oder in der Dose)

Rote, gelbe und braune Linsen, rote Kidneybohnen, Kichererbsen, gelbe und grüne Schälerbsen, (kleine) weiße Bohnen (keine Dickebohnen!), Sojabohnen, Augenbohnen, Canellinibohnen, Limabohnen, Mungbohnen, Mungbohnenkeime (keine Borlottibohnen / Wachtelbohnen)

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Gemüse

Soja

Sojabohnen, Sojamilch, Tofu (weich)

Mit zunehmender Lagerung bzw. durch Fermentation bilden sich in Sojaprodukten Amine (harter Tofu, harter Sojakäse) bzw. Amine plus Mononatriumglutamat (Miso, Sojasoße, Tamari, Tempeh), die von Menschen, die gegen Amine und/oder MSG empfindlich sind, nicht vertragen werden.

Obst

Reife geschälte Birnen, Dosenbirnen eingelegt in Wasser/Zucker (nicht in Saft eingelegte Birnen, da für den Saft auch die Schalen mitverarbeitet werden);

Sehr wenig Salicylsäure haben außerdem Honigmelone und Golden Delicious. Ebenfalls sehr wenig Salicylsäure (allerdings viele Amine) haben: Banane und Papaya.

Zum  Granatapfel gibt es in unterschiedlichen Publikationen von Swain unterschiedliche Angaben: einmal ist der Saligehalt angegeben mit 0,07 mg/100g, also sehr niedrig. Im RPAH Handbook allerdings ist Granatapfel in der Kategorie „hoch“. Ähnlich sieht es bei Tamarillos aus (0,1 mg Salicylsäure/100g Ware versus Einordnung in die Kategorie „hoch“).

Relativ wenig Salicylsäure (<0,2 mg/100g) enthalten: Kakifrucht, Passionsfrucht und Roter Delicious. Ebenso (aber mehr Amine): Zwetschgen ohne Schale (die lilane längliche Sorte), Mango, Rhabarber, Feigen und Zitrone.

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Obst

Fleisch

Frisches Fleisch enthält keine Salicylsäure – wenn es nicht konserviert, mariniert, eingelegt, gewürzt, gefärbt oder anderweitig behandelt ist (Wurstwaren, Räucherwaren, fertige Chicken Nuggets, Rinderbrühe etc. sind also nicht OK).

Einige Fleischsorten (Schwein, Hühnerhaut, Pute, Ente) enthalten jedoch biogene Amine. Beim Anbraten und bei der Lagerung von Fleisch (auch von gefrorenem Fleisch) bilden sich ebenfalls Amine (je älter / schärfer angebraten das Fleisch, desto mehr Amine; selbstgemachte Soße aus Bratensatz enthält entsprechend ebenfalls viele Amine).

Wer neben den Salizylaten auch auf Amine achten muss, der ist mit (gekochtem oder moderat gebräuntem) Lamm, Kalb, Rind, Kaninchen und Huhn (ohne Haut) auf der sicheren Seite.

Tipp: Supermarkt-Hühnchen ohne Haut ist zwar theoretisch „sicher“ – ich habe jedoch schon mehrfach nach Hühnchenfilets Asthmaanfälle bekommen. Nach Bio-Hühnchen ist mir das noch nicht passiert: vielleicht werden die Tiere mit salicylsäurehaltigen Medikamenten gefüttert, die bei der Schlachtung noch nicht ganz abgebaut sind? Ich bleib jedenfalls inzwischen lieber beim Bio-Huhn.

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Fisch, Fleisch und Ei

Fisch und Meeresfrüchte

Fangfrischer Weißfisch und Meeresfrüchte enthalten, wie Fleisch, ebenfalls keine Salicylsäure.

Für Fisch gilt jedoch, noch mehr als für Fleisch, dass sich bei der Lagerung ziemlich schnell biogene Amine bilden (je älter der Fisch, desto mehr Amine; das gilt auch für gefrorenen Fisch und – ganz besonders – Dosenfisch!).

Fisch mit dunklem oder „farbigem“ Fleisch wie Lachs und Thunfisch enthalten auch fangfrisch schon einige Amine.

Wer also nicht auf Amine achten muss, kann einfach zuschlagen.

Wer auch Amine vermeiden muss, ist mit frischem Weißfisch, Tintenfisch, Muscheln, Krebs, Austern und Hummer gut bedient – man gönnt sich ja sonst nichts 🙂

Räucherfisch, vorgewürzter Fisch, eingelegter Fisch, fertige Fischstäbchen, Fischrogen, Surimi (nachgemachtes Krabbenfleisch) etc. sind in keinem Falle OK.

Achtung: Krabben (Garnelen, Shrimps) werden direkt nach dem Fang in Konservierungsmittel (Sulfite) getränkt und sind deshalb nicht OK, auch nicht frisch!

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Fisch, Fleisch und Ei

Eier

Eier enthalten laut Swain et al. keine Salicylsäure (und keine Amine und MSG). Bezüglich des Histamingehalts von Eiern gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen. So stuft etwa die Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz nur Eigelb in die Kategorie „gut verträglich“ ein, Eiweiß dagegen in die Kategorie „unverträglich“.

Diese Einstufung von Eigelb in die höhere Unverträglichkeitskategorie erscheint schwer verständlich, wenn man weiss, dass Eigelb mit 16,1g/100g mehr „Eiweiß“ (=Protein) enthält als Eiweiß (11,1g/100g). Auch der Histidingehalt von Eigelb ist mit 440mg/100g deutlich höher als der von Eiweiß mit 280mg/100g (Histidin ist die Aminosäure, aus der im Körper Histamin entsteht). Plausibler erschiene mir deshalb, wenn Eigelb als unverträglicher eingestuft würde als Eiweiß.

Der meiner Ansicht nach wertvollste Hinweis zur Verträglichkeit von Eiern bei Histaminunverträglichkeit kommt jedoch von einer Betroffenen, die sagt, sie verträgt sehr frische Eier gut, ältere dagegen nicht. Das macht für mich Sinn.

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Fisch, Fleisch und Ei

Milchprodukte

Reine Milch und Milchprodukte ohne Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe (z.B. in Käse oder Fruchtjoghurt) enthalten keine Salicylsäure.

Gereifte Milchprodukte, namentlich lang gereifte Käsesorten, enthalten Amine (Edamer, Feta, Halloumi), manche enthalten auch MSG (Brie, Camembert, Parmesan).

Frei von Salizylaten und Aminen und MSG sind: Milch, H-Milch, Buttermilch, Kondensmilch, Butter, Naturjoghurt, Sahne, Crème Fraiche, Schmand, Quark, Frischkäse, Ricotta, Mascarpone

Ich persönlich vertrage Joghurt und Ziegenfrischkäse gut, von Kuhmilch schwellen mir jedoch die seitlichen Nasennebenhöhlen zu (ohne sonstige Probleme zu verursachen). Wie das zu erklären ist, habe ich bisher nicht heraus gefunden.

Getreide & PSEUDOGETreide

Getreide:
Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Sorghum (Milomehl), weißer & brauner Reis (Arborio, Rundkorn, Mittelkorn, Langkorn, Calrose, weißer Klebreis – aber nicht: Basmati und Jasminreis und auch nicht sogenannter „Wildreis“!)

Pseudogetreide: Buchweizen Amaranth, Quinoa

Weitere stärkehaltige Lebensmittel:
Sago, Kartoffelstärke, Maisstärke, Tapioka, Pfeilwurzelmehl (Arrowroot), Kichererbsenmehl

Also auch: Brot ohne Zusatz- und Farbstoffe, Reis-/Weizennudeln ohne Zusatz- und Farbstoffe, Couscous, Reismehl, -flocken, …, Graupen usw.

Tipp: Mais, Maismehl, Polenta, Popcorn etc. sind nicht erlaubt, Maisstärke aber schon (weil durch den Raffinadevorgang die meisten chemischen Inhaltsstoffe beseitigt werden, auch die Salicylsäure)

Über Weizen schreibt Sharla Race schreibt in ihrem Buch „The Salicylate Handbook„: „I have yet to meet a salicylate sensitive who does not have some degree of a problem with wheat.“ Es ist unklar, woran das liegt, denn Weizen enthält keine (nachweisbare) Salizylsäure.

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Getreide & Pseudogetreide

Fette & Öle

Butter (wenn Milchprodukte vertragen werden)

Sonnenblumenöl, Rapsöl, Färberdistelöl, Sojaöl (wenn Soja vertragen wird) (ohne Aroma- oder Konservierungsstoffe!)

Tipp: Raffninierte Öle enthalten weniger Salizylate als kaltgepresste Öle

Alle anderen Öle (Olivenöl, Maisöl, Erdnussöl, Kokosnussöl etc. pp) enthalten Salizylate.

Tipp: Rapsöl enthält relativ viel Omega 3-Fettsäure, die eventuell hilft, den gestörten Arachidonsäure-Metabolismus von Samter-Betroffenen zu entlasten. Ich benutze deshalb seit Februar 2013 eher Rapsöl als Sonnenblumenöl, das keine Omega 3-Fettsäuren enthält (bisher ohne erkennbare Wirkung).

 Nüsse & Samen

Cashewkerne (ungeröstet; geröstete Cashews enthalten Amine), Mohnsamen

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Nüssen und Samen

Backzutaten

Backpulver, Backhefe* „verbacken“ in Brot, Agar Agar, Natron, Carob, Zitronensäure, Maisstärke, Weinstein, Gelantine (Blatt und Pulver), Xanthan, Guarkernmehl, natürliches Vanilleextrakt, Vanilleschoten.

Zum Thema Hefe:
Backhefe, die in Brot “verbacken” ist, wird im Elimination Diet Handbook in die niedrigste Kategorie “low” eingestuft.
Auch „unverbacken“ ist (Back-)Hefe (für die meisten von uns) OK: also das, was man im Supermarkt als Hefewürfel kauft oder auch als getrocknete Hefe im Tütchen zum Backen. Diese Backhefe wird im Elimination Diet Handbook in die zweitniedrigste Kategorie “moderate” eingestuft. Ich selbst backe auch manchmal mit frischer Hefe (z.B. Buchweizenpfannkuchen) und habe bisher keine Reaktionen darauf erlebt.
Nicht OK ist Hefe-Extrakt (z.B. in Vegemite oder als Zusatzstoff): das ist sehr salicylsäurehaltig (Kategorie “very high”).

Süßes

weißer und brauner (karamellisiserter) Zucker, Ahornsirup, Carob, Kakao (aber Vorsicht: sehr hoher Amingehalt!), echte Vanille, Reissirup;
also auch: selbstgemachtes Karamell, selbstgemachter Vanillepudding, selbstgebrannte Cashews, selbstkandierte Reiswaffel u.ä.

Gewürze

Gewürze zählen zu den Nahrungsmitteln mit den allerhöchsten Salicylsäurekonzentrationen. Ein paar Beispiele (in mg Salicylsäure pro 100g Ware): Oregano: 66 mg, Rosmarin: 68 mg, Kurkuma: 76,4 mg, Dillpulver: 94,4 mg, Thymian: 183 mg, scharfes Paprikapulver: 203 mg, Curry: 218 mg.

Andererseits braucht man von einigen Gewürzen nur geringe Mengen. Der Salicylsäuregehalt bezogen auf 100g verzehrbare Ware ist deshalb nicht unbedingt der aussagekräftigste Wert. Hier sind deshalb einige Gewürze, die bezogen auf 1g (!) verzehrbare Ware unter dem Wert von 0,1 mg Salicylsäure liegen (anstelle von mg/100g Ware, wie in den anderen Lebensmittelkategorien). Bitte beachtet, dass man von diesen Gewürzen wirklich nur geringe Mengen (in meinem Falle zum Beispiel: insgesamt unter einem Gramm pro Tag) essen sollte:

Getrocknete Chiliflocken und Chilipulver, weisser gemahlener Pfeffer, schwarzer gemahlener Pfeffer, Muskatnusspulver, Basilikumpulver, Fenchelpulver, Kardamompulver, getrocknete Lorbeerblätter, Kümmelpulver, süßes Paprikapulver, getrocknete Gewürznelken, Pimentpulver.

Salicylsäurefrei sind Salz und Saffron.
Salicylsäurefrei aber histaminhaltig sind Sojasoße und Malzessig.

Außerdem kann man würzen mit Frühlingszwiebeln und Staudensellerie (zB. in Suppen) und kleinen Mengen: Schnittlauch, Petersilie, Knoblauch;

Frische Korianderblätter liegen mit 0,2mg Salicylsäure / 100g Ware doppelt so hoch wie mein „normaler“ Grenzwert für Lebensmittel, die man in Portionsgrößen isst. Als Gewürz setze ich es in nicht zu großen Mengen trotzdem manchmal ein (zB für Falafel oder Harissa) und vertrage sie in diesen Mengen gut.

Zur ausführlichen Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von getrockneten Gewürzen

Getränke

Wasser, „Ahornsiruptee“ (heißes Wasser mit einem Teelöffel Ahornsirup), koffeinfreier Kaffee (s. Tipp unten!), Reismilch, Sojamilch (falls vertragen), Milch (falls vertragen), Carob-Milch (als Kakaoersatz), Birnen-Shake (Milch + Dosenbirne pürieren)

Tipp: Auch manche koffeinfreien Kaffeesorten enthalten Salizylate: da muss man ein wenig rumprobieren. Ich kann hier leider keine Empfehlungen geben, da ich ganz auf den Instant-koffeinfreien Kaffee von Aldi Nord umgestiegen bin, den ich gut vertrage (und in Filmdöschen auch mitnehmen und mir dann bei Freunden oder unterwegs machen kann).

Alkohol: theoretisch sind Gin, Wodka und Whisky OK, weil salicylsäurefrei; praktisch habe ich nach Alkohol noch immer am nächsten Tag eine zugeschwollene Nase gehabt, woran auch immer das liegen mag. Ich trinke deshalb nur noch gaaaanz selten mal einen kleinen Whisky – und nehme die zue Nase am nächsten Tag dann in Kauf.

NEU: Auf Anfrage von Wolfgang K., Leser dieser Seite, hat die Brauerei Warsteiner eine Analyse des Salicylsäuregehaltes ihres Bieres durchgeführt und bekannt gegeben dass: in Warsteiner Pils weder qualitativ noch quantitativ Salicysäure nachgewiesen werden konnte (bei einer Nachweisgrenze von 0.05 mg/l). Der Praxistest von Wolfgang hat das bestätigt! Danke, Wolfgang, für diese gute Nachricht! 🙂

122 Gedanken zu „Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln

  1. Hallo samter-berlin,
    du hast einen tollen Bericht zusammengefasst.
    Ich habe seid 2004 nachgewiesen ein Morbus samter, bin schon zum zweitenmal an den Nebenhöllen operiert, bin jetzt mit täglich 300mg Aspirin desaktiviert und musste mir die meisten Informationen selbst zusammen suchen.
    Ich würde mich über eine Antwort von dir freuen.

      • Hallo Sylke,
        ich esse alles worauf ich Lust habe. Jetzt kommt das aber, ich meide Rotwein, esse gerne Pommes frites aber in maßen, den sonst läuft die Nase. Also so ganz ohne Nebenwirkungen geht es auch nicht, jedoch kein vergleich mit vor der Desaktivierung. Ich konnte fast zwei Jahre nicht mehr riechen und der Geschmackssinn war auch stark eingeschränkt, das ist alles wieder in Ordnung.
        Liebe Grüße Jutta

          • Hallo Sylke,
            im Dezember 2011 bin ich Desaktiviert worden. Ich war im Mutterhaus Krankenhaus in Trier. Kann ich nur weiter empfehlen. Liebe Grüße, Jutta

          • Hallo Jutta,
            bei mir steht in den nächsten Wochen auch eine Desaktivierung an. Wie sind deine Erfahrungen nach ein paar Monaten?
            Haben sich auch die Asthmasymptome gebessert, oder hattest du hauptsächlich Probleme mit den Nebenhöhlen?
            Freue mich über eine Rückmeldung
            N.

          • Hallo N.,
            leider komme ich erst jetzt dazu dir zu antworten.
            Mir gehts im Moment prima.
            Ich esse und trinke worauf ich Lust habe und riechen kann ich seit der Desakt. (nach der 2. Nebenhöhlen Op)auch wieder.
            Meine Desaktivierung war Dez.2011,seit her nehme ich täglich 300mg Aspirin, zum Magen schonen Pantoprazol 20mg. Mein Hauptproblem waren die Nebenhöhlen, nur bei einem allergischen Zwischenfall habe ich Asthmasymptome.
            Kannst mir ja mal schreiben wie es dir geht.
            Liebe Grüße Jutta

  2. Vielen Dank für diese Übersicht! Ich vermute bei mir schon länger eine Salicylat-Empfindlichkeit, vor allem, weil ich Obst und Gewürze überhaupt nicht vertrage (ebensowenig Geschmacksverstärker). Ich würde gerne noch auf eine interessante amerikanische Website hinweise: http://www.feingold.org/
    Die Feingold-Diät wird vor allem für hyperaktive Kinder empfohlen, aber wirkt bei salicylatempfindlichen Personen auch gegen Migräne etc.

    Viele Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      vielen Dank für den Link. Von der Feingold Diät habe ich schon öfters (Gutes) gehört. Allerdings scheint Sie für Menschen mit stark ausgeprägter Salicylsäure-Unverträglichkeit nicht strikt genug die Salicylate zu vermeiden.

      Leider habe ich auf der Website auch keine detaillierten Infos zur Diät gefunden (was ist erlaubt, was nicht): kannst du mir einen Tipp geben, wo ich da suchen muss?

      Danke und viele Grüße
      Sylke

  3. Hallo, vielen Dank für diese Webseite. Ich war auf der Suche, weil mein Kind diverse Lebensmittel nicht verträgt. Trotz vieler Information konnte ich mir keinen Reim darauf machen: Orangen, Erdbeeren, Kakao…Wir sind wegen Autismus-Diagnosen und schwierigem Verhalten sowieso schon auf Gluten- und Casein-Freier Ernährung und kochen alles aus Grundzutaten. Die Hälfte unserer Familie und einige in der Verwandtschaft haben Asthma.
    Die Infos auf dieser Seite und die Links zu Sue Dengate etc. helfen mir sehr weiter, vielen Dank.

    Eigentlich suchte ich nach Infos über die Feingold-Ernährung, über die es in Deutsch inzwischen nur extrem ablehnende sehr knapp gehaltene Verweise gibt. Hätte ich mich vor einigen Jahren davon doch nicht abhalten lassen, mich trotzdem mit dem Thema Salicylate zu beschäftigen.
    Nun bin ich sehr glücklich über Ihre Infos, besonders für die Asthmatiker in unserer Familie.

    Vielen Dank für Ihre Mühe und weiterhin gute und bessere Gesundheit,
    E.V.

  4. Hallo,

    vielen Dank für die vielen Informationen. Komme gereade vom Allergologen, und bin wohl auch betroffen. Die Seite waren genau die Infos, die ich gerade brauche:) Eine Frage noch zu Wein, da habe ich noch nichts dazu gefunden: Rotwein ist stark salicylhaltig, das steht wohl fest. Wie sieht’s bei Weißwein aus? Oder nimmt sich das nichts…

    Danke nochmal

    • Hallo,

      ich habe keine genauen Salicylsäurewerte für Rot- oder Weisswein gefunden und weiss auch nicht, ob man solche Werte überhaupt generalisiert für Weiss- oder Rotweine angeben kann (jeder Wein ist ja doch sehr verschieden …). Da Wein jedoch immer aus Trauben gemacht wird, die sehr viel Salicylsäure enthalten, ist Wein grundsätzlich nicht zu empfehlen.

      Das Elimination Diet Handbook gibt als in Hinsicht auf Salicylate „unbedenklichen“ Alkohol an: Whiky, Gin und Vodka. Mit Gin und Vodka habe ich perönlich keine Erfahrungen, weil ich die nicht mag. Whisky kann ich – in sehr kleinen Mengen – trinken, ohne davon Asthma zu bekommen, wenn er sehr mild ist (z.B. Glenkinchie). Die rauchigen und torfigen Sorten dagegen vertrage ich nicht gut. Musst du mal ausprobieren: viel Spaß dabei 😉

      und viele Grüße
      Sylke

      • Ihre Angaben sind sehr sorgfältig recherchiert und auch auf die Praxis abgestimmt. Das gefällt mir sehr.
        Ich suchte etas Auffrischungs-Unterricht zum Thema, und finde mich nicht entäuscht. Vielen Dank für Ihre Mühen.

  5. Hallo Sylke,

    vielen Dank für diese Seite mit Infos und der Aufstellung!!!
    Vor einigen Jahren, als die Diagnose bei mir gestellt wurde, habe ich vergeblich Informationen und Hilfestellungen im Internet gesucht. Habe mich viele Jahre mehr oder weniger alleine durchgewurschtelt und probiert, was geht, und was nicht, da ich auch kein Kortison und ASS nehmen wollte. Gerade gestern bin ich zufällig über die Omega-3-Therapie gestolpert. Hast Du die schon mal ausprobiert?

    Ganz großen Dank für diese Seite, und herzliche Grüße

    Silke

  6. Hallo an alle,
    Bei mir wurde letzte Woche die Samter Trias Diagnose gestellt. bin seit da wie durch den Wind ständig den Tränen na,so viele sachen wo ich nicht mehr essen soll oder darf .. extrem große angst was Medikamente angeht weil ich auf alles reagiere.
    Lieben dank für diese Seite
    Silvia

  7. Hallo Sylke,
    Danke erstmal, muss ja irgentwie gehen, morgen in die HNO Klinik zwei Wochen später zum Lungenarzt in die Uniklinik wieder zwei Wochen später Uniklinik zum Dermatologe mal schauen was dann noch kommt .Ich hab schon seid über 15 Jahren Dauerschnupfen Atemnot un co
    und jeder Arzt hat was anderes gesagt was ich haben könnte so jetzt weis ich es und bin deswegen ziemlich wirre.
    LG Silvia

  8. Hallo Sylke,

    ganz besonderen Dank für die vielen hilfreichen und verständlichen Informationen zur Salicylsäureintoleranz ff. Ähnlich wie von Oliver beschrieben plagten mich die Symptome. Erst in einem Nachsatz nach intensiver Untersuchung in der MHH klärte sich der Nebel. Seit einem halben Jahr lebe ich annähernd ohne die Aufnahme von SR. Leider kann ich die Luft um mich herum nicht beeinflussen und leide deshalb wiederholt an Atemnot. Trotzdem ist alles so viel besser als vorher. Dank der Informationen auf den genannten websites. Gib es eigentlich Hinweise auf Vitaminmangel und eventuell dessen Behebung im Zusammenhang mit der Inteoleranz?

    Ganz herzliche Grüße von

    Heike

    • Hallo Heike,

      Danke für dein Feedback. Ich freue mich SEHR, dass die Infos dir geholfen haben!!

      Das „Luftproblem“ kenne ich auch. Aber mit der Zeit lernt man, auch solche Fallen immer öfter zu umgehen bzw. sich bei „schlechter Luft“ nach Möglichkeit einfach aus dem Staub zu machen. Das wird also auch besser 😉

      Zu Vitaminmangel: das ist eine sehr spannende Frage!

      Aus der Literatur kenne ich nur die Infos im Elimination Diet Handbook, dass die Aufnahme von Vitamin A sehr gering sein kann und die Empfehlung, wenn man substituiert, das dann mit einem guten Kombi-Präparat zu machen. Die dort empfohlenenen Kombi-Präparate gibt es aber in Deutschland nicht und ich persönlich habe auch kein anderes ausprobiert, weil dort so viele Stoffe gleichzeitg drin sind, dass mir das unheimlich ist. Ich hab lieber einen Wirkstoff alleine, den ich dann auf Verträglichkeit testen kann 🙂

      Ich habe auch mal, weil mich diese Frage auch beschäftigt hat, eine Mikronährstoffanalyse (Bluttest) machen lassen, in dem dann tatsächlich eine ganze Reihe Werte von Mineralien und Vitaminen unter dem Soll-Wert lagen. Ich habe jedoch von der Ärztin dann keine wirklich brauchbaren Infos bekommen, wie ich das gezielt beheben könnte. Vor allem, weil es so viele verschiedene Stoffe betraf („Das müssen Sie Schritt für Schritt angehen. Schritt für Schritt“ …). Ich glaube, die Ärztin war mit dem Befund schlicht überfordert.

      Dann bin ich zu einer Ernährungswissenschaftlerin gegangen: die konnte mir aber auch keinen Rat geben, wie ich die Defizite aus der Mikronährstoffanalyse beheben sollte („Das ist ja so kompliziert mit den verschiedenen Mikronährstoffen und wie sie sich gegenseitig beeinflussen.“ …) Ich habe dort aber auch analysieren lassen, ob meine Diät alle Nährstoffe enthält, die der Körper braucht (2 Wochen lang alles notieren, was man isst: das wird dann mit einer entsprechenden Software ausgewertet). Das Ergebnis: meine salicylsäurearme Diät war laut dieser Analyse nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährungs (DGE) geradezu vorbildlich! (Lediglich die Aufnahme von Vitamin A war wirklich sehr gering, allerdings gibt es dafür seitens der DGE keine Untergrenze, sondern nur eine Obergrenze.) Ich hab in der Zeit aber auch wirklich gut darauf geachtet, so abwechslungsreich wie möglich zu essen: das ist glaube ich wirklich wichtig, wenn man eh schon so eingeschränkt mit seinen Nahrungsmittel ist.

      Danach gab es eine Zeit, in der ich für 3 Monate kaum Eier und Fleisch gegessen habe (um zu testen, ob eine weitere Reduzierung der Arachidonsäure in der Nahrung eine Besserung bringt). In der Zeit habe ich einen Hautpilz bekommen, der trotz Behandlung (Pilzcreme) über ca. 3 Monate nicht mehr weg ging. Ich hatte Diät und Hautpilz erst gar nicht in Zusammenhang gebracht. Als ich dann aber wieder Eier und Fleisch gegessen habe, ist der Pilz innerhalb von Tagen von alleine verschwunden. Ob es an den Vitaminen und Nährstoffen vor allem in den Eiern lag? Ich könnte es mir vorstellen. Und weil das Weglassen von Eiern und Fleisch auch keine spürbare Symptombesserung gebracht hat, esse ich jetzt wieder Eier nach Lust und Laune und regelmäßig Fleisch.

      Bisher habe ich niemanden gefunden, der mir zum Thema Mikronährstoffe wirklich fundiert Auskunft und Hilfe geben konnte. Das ist aber in der Tat ein Thema, dass ich irgendwann nochmal angehen will.

      Wenn also wer Erfahrungen und/oder Informationen zu diesem Thema hat, oder auch gute Literatur oder Ärzte kennt: meldet euch bitte!

      Viele Grüße
      Sylke

      • Liebe Sylke
        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Spirulina sehr gut vertrage. Die geben mir nun das Gefühl, alle notwendigen Mineralstoffe abzudecken.
        Viele Grüsse
        Susanne

  9. Hallo Sylke,
    Seit ca. 3 Jahren treiben die Salicylate bei mir ihr Unwesen, die Diagnose Ass-Intoleranz konnte ich mir September 2013 nach einem unfreiwilligen Provokationstest mit iboprofen und anschliessenden Kollabieren selber stellen. Seitdem bin ich auf der Suche nach kompetenten Ärzten, was sich als sehr schwierig herausstellt. Die meisten Informationen dazu findet man im Netz auf so tollen Seiten wie deiner!
    Mein Problem sind hauptsächlich Nasenpolypen, meine 1. OP habe ich gerade hinter mich gebracht. Nun möchte ich natürlich vermeiden, das diese schnell wieder nachwachsen. Ausserdem kommt und geht bei mir ein juckender Hautausschlag an Füssen und Beinen, den man wohl Urtikaria nennt. Nach vielen Recherchen bzgl. der Stoffwechselstörung bin ich der Meinung, dass die Ursache der Intoleranz in einer Störung der Darmflora liegt. Ich habe eine ausgesprochen kompetente Ernährungsberaterin in Hamburg gefunden, die sich tatsächlich gut mit der Materie auskennt und mir einige wichtige Tipps gegeben hat. Im kurzen Überblick gilt für mich: viele Sauermilchprodukte, Nüsse, viel Obst und Gemüse trotz Salicylaten!!, aber auch Fisch und rotes Fleisch, ganz wenig Kohlenhydrate! Neben Omega 3 Fettsäuren (ganz wichtig!) gibt es noch eine Liste anderer Nahrungsergänzungen. Ausserdem Montelukast als Leukotrienhemmer.
    Mich würde es sehr interessieren, ob es viele Samter gibt, die ausserdem von Hashimoto-Thyreoiditis betroffen sind, dies wurde bei mir im letzten Sommer ebenfalls diagnostiziert. Ich denke, das gibt es einen Zusammenhang gibt, ebenso mit den Umstellungen in den Wechseljahren.
    Ich hoffe sehr, dass nach den ausgesprochen bescheidenen letzten Monaten nun eine kleine Beruhigung eintritt. In den nächsten Wochen muss ich mich entscheiden, ob ich eine Desensibilisierung machen lasse. Dies halte ich aber nicht für den richtigen Weg, es könnte aber sein, dass ich spätestens nach der 4. oder 5. Nasennebenhöhlen-OP einknicke. Gibt es eigentlich auch einige Samter, bei denen die Polypen nicht wieder gewachsen sind, oder findet man diese nur einfach nicht im Netz, weil es denen wieder so gut geht?
    Es wäre toll, wenn ich mich hier weiter mit anderen Betroffenen austauschen könnte, oder gibt es noch andere Foren?

    Viele Grüsse aus Hamburg
    Astrid

    • Hallo Astrid,

      willkommen im Club 😉

      Mein Problem sind hauptsächlich Nasenpolypen, meine 1. OP habe ich gerade hinter mich gebracht. Nun möchte ich natürlich vermeiden, das diese schnell wieder nachwachsen. Ausserdem kommt und geht bei mir ein juckender Hautausschlag an Füssen und Beinen, den man wohl Urtikaria nennt. Nach vielen Recherchen bzgl. der Stoffwechselstörung bin ich der Meinung, dass die Ursache der Intoleranz in einer Störung der Darmflora liegt. Ich habe eine ausgesprochen kompetente Ernährungsberaterin in Hamburg gefunden, die sich tatsächlich gut mit der Materie auskennt und mir einige wichtige Tipps gegeben hat. Im kurzen Überblick gilt für mich: viele Sauermilchprodukte, Nüsse, viel Obst und Gemüse trotz Salicylaten!!, aber auch Fisch und rotes Fleisch, ganz wenig Kohlenhydrate! Neben Omega 3 Fettsäuren (ganz wichtig!) gibt es noch eine Liste anderer Nahrungsergänzungen. Ausserdem Montelukast als Leukotrienhemmer.

      Das ist spannend. Schau dir mal den Kommentar von Silke an: http://samter-trias.de/#comment-923 Sie berichtet von der Gerson-Diät, die ganz ähnlich klingt wie deine und auch auf eine Sanierung der Darmflora und auf eine Generation der Leberfunktionen zielt (wenn ich es richtig verstanden habe). Silke hat auch „nur“ das Samter-Duo – also Sal-Unverträglichkeit plus Polypen, aber ohne Asthma – und berichtet, dass bei ihr die Gersonkost Besserung gebracht hat.

      Da ich auf Sals immer gleich mit heftigem Asthma reagiere, kann ich mir eine solche Diät für mich nur schlecht, nein: eigentlich gar nicht, vorstellen. Es gibt aber noch eine Gemeinsamkeit zwischen beiden Diäten und dem, was ich über die Behandlung von Dr. Ziss bisher erfahren habe und das ist das Omega3-Fett. Vielleicht gibt es darüber einen Weg zur Besserung für alle, die auch Asthma haben? Ich werde jedenfalls mal versuche, ob man Leinöl nicht in kleinen Mengen ins Essen Schmuggeln kann, ohne Asthma zu bekommen – und ob das eine Wirkung zeigt.

      So oder so: es wird glaube ich Zeit, dass ich auf dieser Seite ein echtes Forum einrichte, damit wir uns in Zukunft besser austauschen können. Vielleicht komme ich am Wochenende dazu …

      Viele Grüße nach HH
      Sylke

    • Liebe Astrid, ich hoffe du schaust hier noch ab und an rein. Kannst du mir bitte die Anschrift deiner Ernährungsberaterin nennen ? Ich habe auch gerade die OP hinter mir und bin eigentlich am Boden zerstört ob der Diagnose und komplett überfordert….Beste Grüße

    • Liebe Astrid
      Ich habe Probleme mit Histamin und Salicylaten, ebenfalls Probleme mit der Schilddrüse. Meine Symtome sind vorwiegend im Darm und neurologisch. Ich bin auch der Meinung dass die Ursache in einer gestörten Darmflora liegt. Interessant wäre zu wissen, wie viele der Betroffenen eine oder mehrere Antibiotikakuren hinter sich haben.
      Viele Grüsse Susanne

  10. Hallo,
    Ich (40) habe seit 1999 Nasenpolypen, seit 2007 Asthma und 2012 einen Asthmaanfall nach Einnahme von Ascorbisal (Grippemittel).
    Ich habe gerade meine 3. OP der Nasennebenhöhlen hinter mir, und dabei wurde Samter-Trias festgestellt.

    Nachdem ich soviel jetzt über Ernährung bei euch gelesen habe, ist mir der Verdacht gekommen, dass die Entfernung meiner Gallenblase 2011 vielleicht auch etwas mit der Krankheit zu tun haben könnte.
    Gibt es vielleicht Erfahrungsberichte?

    Da ich mittlerweile auf fast alle Schmerzmittel allergisch reagiere, und die letzte Nasenpolypen OP die Hölle war, möchte ich die Adaptive Desaktivierung probieren.

  11. Hallo,

    danke für diese sehr informative Website, ich habe dadurch einige wichtige Informationen erhalten. Ich habe schon seit längerem eine Histaminintoleranz (HI). Darüberhinaus vertrage ich einige Lebensmittel und Gewürze nicht, die bei HI eigentlich gut verträglich sein müssten, ich konnte aber nie einordnen warum diese trotzdem bei mir Beschwerden machen (und eine klassische Allergie dagegen habe ich nicht). Jetzt habe ich den starken Verdacht auf Salicylatintoleranz und nun passt auch ins Bild, warum ich z.B. Zimt, Pfirsich, Nektarinen, Beerenfrüchte und Kirschen und viele andere salicylatreiche Lebensmittel nicht vertrage! Ich bin leider erst nach einigen Jahren drauf gekommen, weil viele Lebensmittel bei HI auch nicht vertragen werden und Aspirin bei HI sowieso ein No-go ist. Werde also mal schauen, ob meine Beschwerden weniger werden, wenn ich mich salicylarm ernähre.
    Gruss, Christian aus Bern

    • Hallo Christian,
      ja, viele Menschen mit Salicylsäure-Unverträglichkeit haben zugleich auch eine Histamin-Unverträglichkeit bzw. haben eine sehr niedrige Hemmschwelle für biogene Amine insgesamt (zu denen Histamin gehört, aber z.B. auch Tyramin, das in Schokolade vorkommt).

      Die Ausschlussdiät des RPAH, auf der meine Liste der salicylsäurearmen Lebensmittel oben zum großen Teil basiert, vermeidet freundlicherweise gleich beide Stoffe, und dazu noch Glutamat, das ebenfalls sehr häufig Unverträglichkeits-Reaktionen hervor ruft („China-Restaurant-Syndrom“).
      Wenn es bei dir also eine Histamin- und/oder Salicylsäure-Unverräglichkeit ist, dann sollte es dir drei Wochen nach Start der Diät deutlich besser gehen. Ich drücke dir die Daumen!

      Berichtest du uns dann von deinen Erfahrungen?

      Viele Grüße
      Sylke

      PS: Wenn du Fragen zu der Diät hast, versuche ich sehr gerne zu helfen!

    • Hallo Christian,
      ich bin schon seit 6 Monaten immer wieder krank und bin nun endlich darauf gestoßen, dass ich eine HIT und Salycilsäure-Unverträglichkeit habe. Jetzt bin ich aber völlig ratlos, was ich noch essen kann. Wie ist es bei dir z.B. mit Brot? Und gibt es absolut sichere Lebensmittel, die du essen kannst, wenn du mal einen schlechten Tag hast?
      Liebe Grüße
      Katharina

  12. Pingback: Meine Histamingeschichte :-(

  13. Nochmal zum Thema Frühlingszwiebeln und Schalotten (die kleinen roten Zwiebeln), weil es durch einen Übersetzungsfehler da häufiger mal zu Missverständnissen kommt:

    Bei Sharla Race sind „shallots“ als score 1-Gemüse (also relativ niedriger Salicylsäuregehalt) aufgelistet. Schaut man nun „shallots“ in einem Wörterbuch nach, dann wird es mit „Schalotte“ übersetzt.

    Es gibt aber ungangssprachlich unterschiedliche Bedeutungen für das Wort „shallot“, abhängig (auch?) davon, ob die Silbe „SHAL“ oder die Silbe „LOT“ betont wird: http://askruth.blogspot.de/2006/03/whats-shallot-whats-scallion.html

    Sharla Races bezieht sich aber auf Anne Swain und bei Anne Swain (in der Doktorarbeit) wird spezifisch ausgeführt, welche Art von „shallot“ gemeint ist:
    „Onions, fresh: shallot/spring onion/green onion (straight stem, no rounded bulb)“, also Frühlingszwiebeln.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Frühlingszwiebeln sind OK,
    Schalotten sind es nicht!

  14. Und a propos Korrekturen / Missverständnisse: Sharla Race listet auch noch Borlottibohnen (Wachtelbohnen) unter score 1 (=relativ salicylsäurearm) auf: das ist von dem Team um Anne Swain „zurück gerufen“ worden (scheinbar ein Messfehler o.ä.): Wachtelbohnen / Borlottibohnen sind, anders als in früheren Veröffentlichungen geschrieben, _nicht_ salicylsäurearm.

    • Haarspalterei.
      Bohnen sind Bohnen. Egal welchen Namen sich noch tragen und wo sie zu Hause sind.
      Die Unterschiede beruhen auf der Menge der Düngemittel.
      Nix mit BIO, je mehr Chemie, desto ist Obst und Gemüse für uns gesünder.
      Leider…..

      • Kann ich beides nicht bestätigen.

        zu „Bohne ist Bohne“: Ich vertrage zum Beispiel rote und gelbe Linsen prima. Schwarze Linsen machen mir Asthma.

        Ich persönlich habe auch noch nie bemerkt, dass Bio-Obst oder -Gemüse für mich schlechter verträglich wäre als industriell angebautes Obst / Gemüse. (Vielleicht spielen da auch noch ganz andere Faktoren / Inhaltsstoffe eine Rolle, die wir durch die Sali-Brille gar nicht mit analysieren und beachten).

        Viele Grüße
        Sylke

  15. Vielen vielen Dank für die informativen Posts! Hab die Site schon früher entdeckt, aber da war noch nicht viel Inhalt da und jetzt wiedergefunden. Ich sehe mich in so vielen Beschreibungen wieder, und werde definitiv Pflegeprodukte strikte ersetzen und die Ernährung umstellen. Eine Frage: Was ist mit Fenchel als Gemüse?

    • Hallo,

      ich freu mich immer sehr, wenn die Informationen helfen! 🙂

      Fenchel geht leider nicht. Aber kennst du Choko (auch „Chayote“ genannt: >http://de.wikipedia.org/wiki/Chayote>)? Das ist grad mein neues Lieblingsgemüse und mit 0,01 mg/100g essbare Ware ein sehr salicylsäurearmes Gemüse. Kann man zubereiten wie Kohlrabi, also z.B. mit weißer Soße zu Kartoffeln und Frikadellen: lecker!

      Viele Grüße und viel Erfolg bei der Umstellung!!
      Berichte mal ab und zu, wie es klappt, ja!?
      Sylke

  16. Hallo,
    bei mir wurde gerade vor ein paar Wochen die Unverträglichkeit diagnostiziert und fange an auszuprobieren was ich an Lebensmitteln vertrage und was nicht. Da stehe ich noch ganz am Anfang und versuche mich in Geduld zu üben. Was mich aber auch interssiert , muß ich auch bei Pflegeprodukten was beachten?

    • Hallo,

      willkommen im Club 😉

      Zu den Pflegeprodukten: Menschen mit einer Salicylsäure-Unverträglichkeit reagieren ja sehr unterschiedlich auf Salicylsäure: die einen mit Asthma und Polypen, die anderen z.B. mit Hausreaktionen wie Psoriasis oder Utikaria, manche schon bei sehr geringen Mengen, andere nur bei „Mega-Salicylsäure-Partys“. Genauso reagieren die einen intensiver auf Salicylate in der Nahrung, die anderen auf Salicylate auf der Haut. Will sagen: es gibt keine allgemeingültige Antwort auf deine Frage.

      Aber ja: wenn du schon weisst, dass du auf Salicylsäure in Lebensmitteln reagierst, würde ich auf jeden Fall Salicylate in allen Pflegeprodukten meiden, die man auch z.B. über die Mundschleimhaut aufnimmt, also vor allem Zahnpasta (aber auch zB. ippen(pflege)stifte etc.)! Kommerzielle Zahnpaste ist auch normalerweise sehr, sehr salicylsäurehaltig (vor allem wegen der in ihr enthaltenen enthalten Minze, Menthole und Aromastoffen). Tipps für Alternativen findest du im Beitrag Salicylatfreie Zahnpasta.

      Ich weiss von mir sebst, dass ich auf salicylsäurehaltige Produkte, die länger auf der Haut bleiben, mit Ausschlag reagiere. Und ich vermute, dass die meisten Menschen mit Salicylsäure-UV auch auf Salicylate auf der Haut reagieren. Meine Empfehlung wäre deshalb, zu Beginn zumindest die offensichtlich sehr salicylsäurehaltigen Pflegeprodukte zu meiden: also solche, die viele Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe enthalten. Mach dich deshalb nicht verrückt, aber schau doch mal, ob du auf Produkte umsteigen kannst, bei denen vorne drauf steht, dass sie keine Farb- und Duftstoffe enthalten.

      Bei den Konservierungsmitteln ist es ein bischen komplizierter, weil „ohne Konservierungsstoffe“ in der Kosmetikindustrie oft bedeutet, ohne chemische Konservierungsmittel – aber dafür mit umso mehr natürlich in Pflanzen vorkommenden Konservierungsstoffen. Und das sind in der Regel dann Salicylate … Also „beware of bio“ bei Pflegeprodukten 😉

      Eine Orientierungshilfe ist vielleicht das „Gütesiegel“ des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (daab). Der daab testet zwar meines Wissens nach nicht speziell auf Salicylsäure, aber vergibt das Siegel nur an Produkte, die frei sind von:

      „- Duftstoffen, Aromastoffen, ätherischen Ölen,
      – Konservierungsstoffen, die als Kontaktallergene bekannt sind,
      – Farbstoffen, die als Kontaktallergene bekannt sind,
      – von weiteren Inhaltsstoffen, die als Kontaktallergene bekannt sind wie z.B. Lanolin, Kolophonium usw.
      – stark irritativen Inhaltsstoffen, die beispielsweise bereits in geringen Mengen Irritationen der Schleimhäute, Augen oder Haut auslösen können.“

      Das ist schonmal ein guter Anfang. Und lässt dir hoffentlich genug „Luft“, dich mit deiner Ernährungsumstellung zu beschäftigen. Denn damit hast du wahrscheinlich erstmal eh genug zu tun 😉

      Und mit der Zeit und je mehr Sacylsäurequellen du aus deinem Alltag entfernst, wirst du merken, ob bei den Produkten dann noch was dabei ist, was du nicht verträgst. Das kannst du dann immer noch angehen.

      Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter?

      Ich wünsch‘ dir viel Erfolg bei der Umstellung: es ist manchmal mühsam – aber es lohnt sich.

      Und wenn du Fragen hast: immer her damit, gell?

      Viele Grüße
      Sylke

  17. Hallo,

    bin gerade über diese Seite gesolpert und siehe da ich bin nicht allein.

    Meine Probleme begannen vor 15 Jahren, plötzlich nach einer Mahlzeit. Eine Ärzteorgie begann, die leider zu keinem Brauchbaren Ergebnis führte. Eine NNH OP habe ich bereits hinter mir, leider ohne großen Erfolg. Ich hab schon immer bemerkt das es irgendwas mit Lebensmitteln zu tun haben muss. Doch die Ärzte glaubte mir nicht. Und so lebte ich mit ständig laufender Nase, Husten, Schniefen …
    Nun sind 10 Jahre seit der NNH OP vergangen und meine Nasenbeschwerden verschlimmerten sich ständig. Mittlerweile gehen bei kleinsten Niesern oder Erkältungen meine Ohren zu. HNO sagte das alle Nebenhöhlen verwachsen sind und eine OP unausweichlich ist. Also steht mir in paar Wochen die nächste OP bevor. So nebenbei, während der Untersuchung fragte mich der HNO ob ich Schmerzmittel vertrage. Ich sagte ihm das ich nach meienr letzten Aspyrin Einnahme kurz davor Stand den Notarzt zu rufen. Er sagte dann ganz trocken dann ist die Ursache Ihrer Beschwerden ja klar.
    Ich frage mich nur warum da, in den ganzen 15 Jahren kein Arzt drauf gekommen ist. Naja … eine ASS Desaktivierung wird höchstwahrscheinlich folgen. Wie sind eure Erfahrungen bzgl. der Verträglichkeit von Asphyrin beim Magen? Hab sehr oft Nach Mahlzeiten probleme mit dem Magen. Könnt ihr das auch bestätigen? Liegt das ebenfalls an der ASS Intolleranz?

  18. Hi,

    ich lese mich gerade durch die verschiedensten Salicylatlisten und im RPA-Handbuch werden spring onions unter High gelistet. Spring onions sind ja zweifelsfrei Frühlingszwiebel – oder sind hier die bauchigen gemeint? http://allergy.net.au/wp-content/uploads/2013/01/Handbook-p22-31.pdf

    Ich habe gerade ’ne Histamin/Amine Ausschlussdiät hinter mir und da war Ei (zumindest das Eiweiß) und Rind (weil idR 2-3 Wochen abgehangen) ein NoGo welches du hier wohl irrtümlicherweise als aminfrei beschrieben hast.

    Sonst danke für die Seite, ich mache vielleicht den Test in Erlangen demnächst. Muss erst mal schauen ob ich mein KK dazu bringe die Kosten zu übernehmen.

    • Hallo Chris,

      Danke für deine Hinweise!

      Wieso „spring onions“ unter „high“ gelistet sind, verstehe ich nicht. In meiner Ausgabe ist es, glaube ich, anders: das muss ich nochmal überprüfen. Jedenfalls vertrage ich die Dinger gut. Evtl. sind wirklich die bauchigen gemeint? Oder es gibt eine Besonderheit im australischen Englisch: das ist bei einigen Gemüsesorten auch der Fall. Ich werde dem jedenfalls versuchen nachzugehen!

      Wg. Histamin/Amin: du hast natürlich Recht: je länger ein Fleisch lagert, desto mehr (Hist)amine bilden sich, egal in welchem Fleisch. (Der Hinweis steht ja auch schon drin). Dass in der Konsequenz Rindfleisch, weil in der Regel abgehangen, für Leute mit Histamin-UV nicht OK ist, werd ich nochmal dazu schreiben. Dass Eiweiß bei Histamin-UV ein Problem ist, wusste ich nicht. Danke für die Info! Wie ist das im RPAH-Elimination Diet Handbook: steht da nicht drin, Eier seien unbedenklich?

      Wenn dir noch Sachen auffallen – oder du auch persönliche Erfahrungen mit Lebensmitteln machst, die gehen und die „nicht gehen“: immer her damit! Ich freue mich über alle Infos.

      Viele Grüße
      Sylke

    • Hallo Chris,
      ich hab jetzt nochmal im RPAH Elimination Diet Handbook nachgeschaut wg. der Eier: dort werden Eier in bezug auf Salicylate, MSG und auch Amine als unbedenktlich („low“) eingestuft.

      Ich selbst esse im Schnitt jeden Tag zwei Eier und habe davon keine Beschwerden.

      Aber ich bin auch (meistens) nicht superempfindlich gegen Amine / Histamin, und deshalb eine nicht sehr verlässliche Testperson, was das Thema angeht 😉

      Hast du denn mal feststellen können, ob du selbst auf Eier mit entsprechenden Symptomen reagierst?

      Hat vielleicht sonst wer mit Histamin-UV Erfahrungen mit Eiern / Eiweiß gemacht? Dann berichtet doch bitte kurz. Vielen Dank 🙂

      Sylke

      • Nochmal zum Thema Eier: eine Bekannt von mir mit einer ausgeprägten Histamin-UV hat die Erfahrung gemacht, dass frische Eier für sie in Ordnung gehen, ältere aber nicht. Das macht Sinn, denn wie gesagt entstehen die (Hist)amine beim Reifen bzw. Altern der Lebensmittel.

        Wie alt Eier sind steht übrigens meist nur indirekt auf der Packung: Mindesthaltbarkeitsdatum minus 28 Tage oder Kühldatum minus 18 Tage = Legedatum.

        • Interessanterweise stehen beim Kaufland die Eier im Kühlregal, was bedeutet dass bei diesen Eiern die Histaminbildung später einsetzt. Ich kenne sonst kein anderes Geschäft, dass die Eier kühlt, aber vielleicht gibts das ja noch bei anderen Ketten… am besten sind natürlich immer noch dei frisch gelegten Eier und von Hühnern, die noch Gräser udn Samen picken dürfen….

    • Noch etwas zum Thema Eier und Histamin: die „Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz“ hat ein Merkblatt zur histaminarmen Ernährung raus gegeben
      (http://www.histaminintoleranz.ch/download/SIGHI-Merkblatt_histaminarmeErnaehrung.pdf) und dort steht zur Frage, ob man Eier / Eiklar vermeiden soll: „umstritten“.

      Auf http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/3526/Allergen,Allergie/Biogene%20Amine/ z.B. steht: Eier sind „geeignet“ zur histaminarmen Ernährung.

      Also halt ich mich einfach mal an das RPAH Elimination Diet Handbook – das war bisher immer ein recht verlässliche Quelle für mich.

      Viele Grüße
      Sylke

      • Nach meinen Informationen enthält das Eiklar Histidin, welches im Körper zu Histamin abgebaut wird. Außerdem gilt Eiklar als Histaminliberator.

        Auch die „bessere“, weil ausführlichere HIT-Liste der schweizer Interessensvereinigung ist diesbezüglich eindeutig: http://www.histaminintoleranz.ch/download/SIGHI-Lebensmittelliste_HIT.pdf

        In Reinhart Jarischs „Histmin und Seekrankheit“ (eines der dt. Standardwerke zum Thema Histaminintoleranz) wird schließlich Eiklar als eines der Nahrungsmittel aufgeführt, die eine negative Vitamin B6 Bilanz haben: Das Coenzym B6 wird im Zuge des Eiweißabbaus verbraucht. Wenn nun ein Nahrungsmittel weniger Vitamin B6 liefert, als für seine Verdauung nötig ist, fällt die Bilanz negativ aus.

        Ich selber reagiere sehr sensibel auf Amine und Salicylate und vertrage leider auch keine Eier. Letzlich ist aber meiner Erfahrung nach der beste Weg immer noch: selber ausprobieren!

        Herzlich, Johannes

        • Lieber Johannes, tut mir sehr leid, dass Du keine Eier verträgst! Ich würde wirklich was vermissen, wenn ich keine Eier mehr essen dürfte!

          • Hallo,
            Eier vom eigenen Hof zu DDR-Zeiten habe ich sehr gut vertragen. Eier gegenwärtig, egal ob Bio oder konventionell, vertrage ich meist nicht. Vögel scheiden Giftstoffe auch über die Ovarien aus und das Natriumsalicylat vom Tierarzt landet dann auch in den Eiern, vermutlich in höherer Konzentration als im Huhn selbst.

  19. Kleine Frage, da bereits wieder Bärlauchzeit ist. Weisst du, ob du dies verträgst? Ich habe keine Angaben bezüglich Salicylatgehalt gefunden. Da er ja mit Knoblauch verwandt ist, könnte es sein, dass Bärlauch auch geht. Allerdings hätte ich rein vom Gefühl her darauf verzichtet.

    • Hallo Maria,

      ich steh nicht auf Bärlauch, deshalb hab ich das nicht ausprobiert. Wäre aber skeptisch.

      Verwandtschaften übrigens sagen (leider) nichts über den Salicylgehalt verschiedener Gemüsesorten / Pflanzen aus, siehe beispielsweise „gerade“ Frühlingszwiebeln (sali-arm) vs. bauchige Frühlingszwiebeln (sali-reich).

      Wenn du es testen willst, am besten in kleinen Mengen und mindestens einen Tag abwarten, bevor du entscheidest, ob du mehr davon essen willst.

      Und falls du testest: berichte doch hier 🙂

      Viele Grüße
      Sylke

      • Hallo
        Bärlauch geht bei mir problemlos, gibt eine tolle Pastasauce oder auch in geschmolzener (danach wieder fest werden lassen) Butter auf Toastbrot.
        Beste Grüsse
        Susanne

  20. An alle Fans von Pulverkaffee von Aldi-Nord!
    Habe jetzt mal ein bißchen herumexperimentiert und siehe da: einen Expresso vertrage ich (ich trinke ihn mit viel Wasser und Milch), die Sorte, die ich trinke ist aus der Schweiz, von Migros, aber ich glaube, das spielt keine Rolle.
    Außerdem vertrage ich das Kaffeepulver von Kaufhof, graue Packung, sortenreiner Arabica aus Kolumbien. (Habe auch den aus Peru von Gepa probiert, habe ich nicht vertragen.) Beides ist ein bißchen teurer, aber ich trinke eh nur zwei Tassen am Tag.

    • Hallo Albrecht!

      ein spätes, aber umso herzlicheres DANKESCHÖN für diesen Tipp! Ich weiss gar nicht, ob es die Kaufhof-Kette in Berlin gibt. Google kennt nur den „Galerie-Kaufhof“ am Alex – aber das ist glaube ich nicht dasselbe. Wo kriegst du denn den Schweizer Kaffee her? Gibt es den in Dland irgendwo zu kaufen?

      Viele Grüße
      Sylke

  21. Hallo ihr Lieben,

    Vielen Dank für die tolle Seite/Liste. Seit meinem Besuch gestern bei der Hautärztin steht wohl auch bei mir der Verdacht der salicylat/benzoat sowie azofarbstoff Intoleranz… Natürlich hab ich gestern und heute den ganzen Tag damit verbracht nach Listen mit Lebensmitteln zu suchen und mir ist aufgefallen dass die doch sehr unterschiedlich sind… So steht zum Beispiel auf der Liste die ich von meiner Hautärztin bekommen habe, dass Bananen und Erbsen ein absolutes No-go sind wogegen Pilze super low wären. Ähnliches hab ich auch auf folgender Seite gefunden http://med-heukelbach.de/allergologie2.htm
    Kannst du dir diese Unterschiede erklären? Bin ein bisschen verzweifelt, da ich es gerne „richtig“ machen würde um auszutesten ob es tatsächlich an den salicylaten liegt, auch wenn sich bei mir das ganze „nur“ in einer starken Nesselsucht zeigt.
    Herzliche Grüße,
    Franzi

    • Hallo Franzi,

      willkommen im Club 😉

      Die Unterschiede in den Listen kommen meist dadurch zustande, dass im einen Fall der Salicylatgehalt der Lebensmittel die Grundlage der Listen ist (das trifft auf alle Listen und Infoquellen zu, die auf der Seite Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln genannt sind).

      Im anderen Falle werden alle Lebensmittel aufgelistet, die als typische Auslöser für eine sogenannte „Pseudoallergie“ gelten. Warum Pseudoallergie? Eine Salicylsäure-Unverträglichkeit ist eine Pseudoallergie (= allergische Reaktionen ohne Beteiligung des Immunsystems). Andere Pseudoallergien sind zum Beispiel Unverträglichkeit von Glutamat („Chinarestaurant-Syndrom“) oder Unverträglichkeit von biogenen Aminen. „Pseudoallergie“ ist also ein Überbegriff für verschiedene Unverträglichkeiten. Wenn man nun also eine Liste von Lebensmitteln zusammen stellt, die statistisch gesehen bei relativ vielen Personen (10% der Bevölkerung müssen es glaube ich sein) eine „Pseudoallergie“ auslösen, dann finden sich dort „verbotene“ Lebensmittel mit einem sehr hohen Gehalt an Salicylaten UND/ODER Glutamaten UND/ODER biogenen Aminen usw. Andererseits werden viele Lebensmittel als „erlaubt“ eingestuft, die für jemanden mit einer starken Salicylsäure-Intoleranz nicht OK sind, weil diese Personen eben oft sehr viel empfindlicher auf Salicylate reagieren, als die statistischen 10% der Bevölkerung, bei denen ein Lebensmittel eine Pseudoallergie hervorrufen muss, um als „nicht OK“ bei Pseudoallergien eingestuft zu werden.

      Ist das verständlich ausgedrückt? Sonst frag gerne nochmal nach!!

      Praktisch betrachtet kannst du die beiden Sorten von Listen recht einfach an den Bananen unterscheiden: Bananen enthalten praktisch keine Salicylsäure. Ihr Gehalt an biogenenn Aminen ist jedoch recht hoch (und umso höher, je reifer die Bananen sind). Wenn also auf einer Liste „Banane“ als verboten auftaucht, dann hast du sehr wahrscheinlich eine Liste mit allgemein „Pseudoallergie-auslösenden“ Lebensmitteln vor dir. Wenn Bananen als OK eingestuft sind, dann ist es wahrscheinlich eine Liste auf Basis des Salicylsäuregehalts.

      (Die wirklich guten Listen (RPAH) differenzieren übrigens die Lebensmittel einmal nach der Menge der Pseudoallergie-ausläsenden Stoffe UND nach der Art der Pseudoallergie, die sie auslösen (meist Salicylsäure, Glutamate, biogene Amine). Denn dummerweise reagieren viele Menschen mit Salicylsäure-UV auch empfindlich auf Glutamate und biogene Amine.)

      Ich selbst bin zB. superempfindlich gegen Salicylate und relativ empfindlich gegen biogene Amine (Bananen, wenn sie nicht überreif sind, sind z.B. OK für mich, Parmesan oder ein Thunfischsalat aber nicht). Das merkt man dann aber mit der Zeit. Wenn du erstmal Salicylate und verwandte Stoffe vermeiden willst, dann ist eine Liste auf Basis der Salicylsäuregehalte wahrscheinlich schlau.

      Viele Grüße
      Sylke

      PS: Dass deine Hautärztin überhaupt an eine Sali-UV gedacht und dir eine Lebensmittelliste mitgegeben hat, ist aber ja schonmal sehr löblich. Vielleicht reichst du die Infos an sie weiter und empfiehlst ihr das RPAH Elimination Diet Handbook? Das ist wirklich sehr gut und differenziert und würde es vielen Patienten sicher sehr viel leichter machen, ihre UV in den Griff zu bekommen.

  22. Liebe Sylke

    ich muss dir auch mal meinen Dank dafür aussprechen, dass du immer und jederzeit so ausführlich und freundlich auf alle Kommentare antwortest. Man sieht ja häufig, dass Blogs nach einer gewissen Zeit doch wieder einschlafen, und macht sich oft nicht die Mühe noch irgendwo zu kommentieren, hier ist es anders 🙂 Ich freu mich, dass ich die Seite gefunden habe.
    Ich habe seit einem Jahr die Bestätigung für HIT und seit einer Woche auch die für die ASSI (Testung in der UK Erlangen), eine Desaktivierung ist schon diskutiert worden. Mein Termin in der Pulmo dauert aber noch, und bis dahin hänge ich im luftleeren Raum und hab daher schon mal mit der Diät begonnen. Die Lebensmittellisten helfen mir ungemein, auch die Rezepte fürs erste (Huhn mit Erbsen und Mozarella, sehr lecker 🙂 – arg aus dem Konzept bringen mich Pflegeprodukte und aktuell mein Nährstoffdrink, den ich mir wegen ständiger Gewichtsabnahme letzte Woche zugelegt habe. Da steht SO VIEL ZEUG drauf, ich blicks einfach nicht ob das jetzt geht oder nicht. Bei den Pflegeprodukten schwirrt mir auch der Kopf – Aromen, äth. Öle, Duftstoffe kann man ja leicht entziffern, aber nur wenn sie banal benannt sind. 🙂

    Es wird noch ein harter Kampf werden – und leider werde ich auch mit Diät nicht mehr das Lungenemphysem loswerden, das ich bereits wegen dauerüberblähter Lunge erworben habe. Ob die ASS allein dafür verantwortlich ist – keine Ahnung. Aber wäre in den letzten 15 Jahren mal einer auf den Gedanken gekommen, hätte das vielleicht doch was geholfen.

    Danke also für dein Engagement!!
    Grüße
    Kathrin

    • Hallo Katrhin,

      ich muss dir auch mal meinen Dank dafür aussprechen, dass du immer und jederzeit so ausführlich und freundlich auf alle Kommentare antwortest.

      Sehr gerne 🙂 Ich freu mich, wenn die Infos anderen helfen, besser mit ihrer Sali-UV klar zu kommen.

      Das Problem mit den

      Pflegeprodukten

      haben viele von uns. Deshalb habe ich – ganz neu – einen Artikel dazu geschrieben: Salicylatfreie Kosmetika – vielleicht helfen dir die Infos darin ein bischen weiter?

      Die Bezeichnungen der Inhaltsstoffe nach INCI-Norm sind wirklich die Pest und dass das Probleme auch zB. bei Fertigdrinks macht kann ich mir nur allzugut vorstellen. Ich hatte auch eine Zeitlang das Problem, dass ich langsam aber kontinuierlich Gewicht verloren habe (naja: die ersten Kilo war es, ehrlich gesagt, kein Problem, sondern eine sehr willkommene Nebenwirkung 😉 Ich habe dann gegengesteuert mit echt großen Portionen Kohlenhydraten (Nudeln, Kartoffeln, Reis), Vollfettmilchprodukten (z.B. Schmand) und „guten“ Fetten (z.B. Rapsöl oder Leinöl) eßlöffelweise z.B. ins Joghurtdressing oder in (nicht mehr allzu heisse) Suppen oder Bohnenmus u.ä. hineingerührt. Soja (z.B. als Seidentofu-Nachtisch) und auch Fleisch machen auch wunderbar satt.

      Inzwischen hat sich übrigens mein Gewicht stabilisiert und ich esse wieder (etwas) kleinere Portionen.

      Viele Grüße
      Sylke

      Nachtrag: Hab grad herausgefunden, dass Tofu bei HIT nicht geht. Schade 🙁

        • Hallo Nicole,

          Danke für die Info. Kannst du die Produkte nennen, die Benzoate enthalten? Soweit ich weiss sind das nicht alle Produkte.

          In jedem Falle sollte man – wie immer – also auch hier die Liste der Inhaltsstoffe lesen.

          Viele Grüße
          Sylke

          • Hallo, danke für all die super Informationen! Seit 2 Jahren expeimentiere ich mit meiner SLUnverträglichkeit herum und
            habe erst nach langem ausprobieren eine einzige Pflegeserie gefunden, auf die ich keinerlei Symptome zeige. SBT aus der Schweiz. Könnte ein probieren wert sein.

          • Liebe Sylke,
            Ich sehe gerade, dass mein Kommentar hier fehlt! Da ist wohl was schiefgelaufen, sorry!!
            Einzig der Lippenpflegestift und das Pflegeöhl enthalten KEINE Benzoate. Alle anderen Produkte enthalten diese.

  23. Hallo Sylke,

    danke für den Tipp! Dein Hühnchen-Schmand-Erbsenrezept ist dafür ja schon mal hervorragend geeignet 😀 … die ersten 5 Kilo waren auch höchst willkommen, die nächsten paar ok, aber jetzt sinds 50kg, und weniger darfs nicht werden.
    Und ahja, hier steht auch die Antwort zu Tofu. 🙂

    Mir ist heute Cashewmus (Rapunzel) in die Hände gefallen, mir ist aber nicht eingefallen was man damit machen könnte. Schon mal ausprobiert?

    Aber ein Rezept ist mir zu den Cashewkernen eingefallen:

    Glasnudelpfanne mit Huhn und Cashewkernen

    1 Hühnchenbrust
    1 Päckchen Glasnudeln
    Brokkoli
    Gelbe Rübchen
    Chinakohl
    frische Sojasprossen
    6 frische Shiitake-Pilze
    1 Hand voll Cashewkerne
    3 Scheiben Ingwer
    3 Frühlingszwiebeln (weiße und hellgrüne Teile)
    Salz, Pfeffer
    Sojasauce (nicht bei HIT)
    Knoblauch
    brauner Zucker
    Zitronensaft
    Rapsöl

    Die Glasnudeln einweichen. Das Hühnchenfleisch in Streifen schneiden und knapp anbraten, danach beiseite stellen. Die gelben Rüben halbieren und längs in dünne Scheiben schneiden, Brokkoli in kleine Röschen teilen, 5 Blätter des Chinakohl in Streifen schneiden, Shiitake in Stücke schneiden.
    Brokkoli kurz blanchieren.
    Zuerst in der Pfanne das Rapsöl erhitzen, die gelben Rüben mit dem Ingwer anbraten, dann nacheinander die Pilze und den Brokkoli dazugeben. Salzen und Pfeffern, wenig Zucker, einige Spritzer Zitronensaft und eine halbe Zehe Knoblauch in Scheibchen bei Bedarf mit einem Schuss Wasser dazugeben. Die Glasnudeln abtropfen, ggf. einmal durchschneiden (lässt sich dann besser wenden) und mit dem angebratenen Gemüse mischen. Mit Sojasauce ggf. nachwürzen und ein paar Minuten köcheln lassen.
    Währenddessen die Frühlingszwiebel in ca. 3 cm große Stücke schneiden und dann zusammen mit dem Hühnchenfleisch, den Sojasprossen und dem Chinakohl in die Pfanne geben. Solange köcheln lassen bis die Sprossen und der Kohl genügend gedünstet aber noch bissfest ist (dauert ca. 30 Sekunden). Mit den Cashewkernen bestreut servieren.

    • Hallo Kathrin,

      kurze Frage: wie ausgeprägt ist denn deine Sali-UV? Aus deinem Rezept oben wären für mich zum Beispiel nicht OK (weil zuviel Salicylsäure):
      – Brokkoli
      – gelbe Rübchen
      – Chinakohl
      – Shiitake-Pilze
      – Ingwer
      – Pfeffer
      – Zitronensaft

      Bei einer strikt saliarmen Diät bleibt also von dem Rezept nicht so viel übrig 🙁

      Wie wäre es mit diesen Zutaten als Ersatz:
      – (wenige) Erbsen oder grüne Bohnen
      – Butternut-Kürbis
      – Weißkohl
      – Zitronensäure

      Und wg. Cashewmus: mein Cahewmus wandert immer ins Lieblingseis 🙂

      Viele Grüße
      Sylke

    • Hallo, da ich Veganer bin, benutze ich viele Cashews. Ich kaufe einfache Cashews, weiche sie ein und püriere sie, füge etwas Wasser und Zitronensäure hinzu und esse es als Schmand oder Brotaufstrich, oder Dip. So ist es günstiger als das fertig gekaufte Produkt.

  24. Hallo Sylke,

    ach – deprimierend 🙁 wie ich hier schon schreibe weiß ich noch nicht wo bei mir die stärkere Ausprägung ist. Was das Rezept angeht habe ich eigentlich eine App dazu verwendet um die Gemsesorten abzuchecken, die angeblich gehen (Baliza „Histmin, Fructose & CO“). Die App find ich grade jetzt am Anfang sehr hilfreich – aber vielleicht ist sie gar nicht so gut? Bei den Einstellungen ist bei mir allerdings bei Sali nicht „hoch“ sondern „moderat“ eingestellt. Das wirds sein….

    Chinakohl geht also auch nicht (steht bei mir übrigens als „grün“ in der App, also sehr gut)? Und Brokkoli. Und Rübchen… mann.
    Ok dann würde ich Sojasprossen, die feinen Blätter vom Weißkohl und Erbsen nehmen. Und Mu-Err wären toll, gehen wahrscheinlich auch nicht oder..? Und ein paar Algen?
    Oh mann ist das schwierig. Vielleicht magst lieber du noch ein paar deiner Alltagsrezepte veröffentlichen, bevor ich hier im Trüben stochere *grins*

    viele Grüße
    Kathrin

    • Hallo Kathrin,

      ja, die Umstellung ist eine blöde Zeit, wenn man noch nicht weiss, was man verträgt, was nicht. Aber es wird einfacher – versprochen 😉

      Zu Mu-Err und Algen habe ich keine Sali-Werte. Hat wahrscheinlich noch keiner getestet.

      Wenn du an dem Punkt bist, dass deine Beschwerden einigermaßen dauerhaft unter Kontrolle sind, dann wirst du selbst austesten können, ob ein Lebensmittel feht oder nicht (wenn du es einzeln in ansonsten „sicheren“ Lebensmitteln (in kleinen Mengen!!) einfügst). In der Zeit, wo die Beschwerden noch ziemlich stark sind und aus verschiedenen unbekannten Quellen kommen, hab ich versucht, möglichst nichts unbekanntes Neues hinzu zu nehmen. Aber das ist, glaube ich, auch typbedingt. Da muss jeder seinen Weg finden.

      Viele Grüße
      Sylke

      PS: Ich geb mir Mühe, wieder mehr Rezepte onlien zu stellen!

      PPS: Interessante App: schau ich mir auch mal an!

      • Nochmal zur App: schick doch mal ein paar Salicylwerte rüber, die die App auswirft, dann schaue ich ob ich heraus bekomme, woher die ihre Daten beziehen. Auf den Screenshots auf der Seite kann man sehen, dass sie z.B. den Salicgehalt von Erdbeeren mit 0,61mg/kg (!) angeben. Zum Vergleich der Wert bei Swain: 1,36mg/100g. Das geht ja schonmal seehr auseinander …

        • Hallo Sylke, sorry – hat etwas gedauert 🙂

          Apfel: 0,8 – 3,8 mg/kg
          Banade: 0,4 mg/kg
          Honigmelone: 0,11 mg/kg
          Limette: 0,0 mg/kg
          Papaya: „mittel“
          Zwetschge: „sehr hoch“
          Aubergine: 0,0 mg/kg
          Brokkoli: 0,0 mg/kg
          Eisbergsalat: 0,5 mg/kg
          Gurke: 0,077-0,4 mg/kg
          Karotten: 0,16-0,5 mg/kg
          Kartoffeln: 1-3 mg/kg
          Paprika: 0,01 mg/kg
          Tomate: 0,05-1,3 mg/kg
          Zwiebel: 0,8 mg/kg
          Curry: 15,2 mg/kg
          Chilipulver: 0,2 mg/kg
          Kurkuma: 20,88 mg/kg
          Oregano: 26 mg/kg
          Weißweinessig: 0,15 mg/kg

          willst du ein bestimmtes Lebensmittel haben? 🙂 Bin gespannt, was du zu der App sagst. Ich dachte es würde mir einiges erleichtern, ewnn die Werte aber Müll sind, dann wohl eher nicht 🙁

          VG Kathrin

          • Hallo Kathrin,

            ich hab mir mal ein paar Werte beispielhaft rausgeriffen und die mit den Saliwerten bei Anne Swain verglichen:
            > Aubergine: 0,0 mg/kg
            Swain: 8,8 mg/kg (eggplant with peel)
            bzw. 3,0 mg/kg (eggplant, no peel)

            > Brokkoli: 0,0 mg/kg
            Swain: 6,5 mg/kg (broccoli)

            > Banane: 0,4 mg/kg
            Swain: 0 mg/kg

            > Kurkuma: 20,88 mg/kg
            Swain: 764,0 mg/kg (turmeric)

            > Paprika: 0,01 mg/kg
            das ist jetzt die Frage, was gemeint ist: das Gewürz? Scharf oder mild? Die Gemüsepapkrika? Da unerscheiden sich die Werte sehr stark und liegen zwischen niedrig und sehr hoch …

            Die Quelle dieser App ist also definitiv nicht Anne Swain. Ob die Daten der App verlässlicher sind als die von Swain kann ich nicht per se beurteilen. Ich bin allerdings mit den Swain-Daten bisher immer gut gefahren und verlasse mich persönlich in zweifelsfalle lieber auf diese Daten.

            Liebe Grüße
            Sylke

  25. Guten Morgen zusammen,

    noch ein Tipp für eine kleine leckere Speiseplanerweiterung für alle, die auch auf Amine reagieren.
    Kakao hat ja einen hohen Amingehalt und ist daher nicht besonders verträglich, wenn man auf Amine reagiert – und Carob ist ja nicht jedermans Sache.
    Reine Kakaobutter (erhältlich im Bioladen/Reformhaus/bei Alnatura) enthält hingegen keine Amine und kann daher verwendet werden, z. B. mit weißem Zucker und etwas Butter/Öl zusammen erhitzt und verrührt, als Schokocreme. 🙂 Auch eine weiße Schokolade, weiße Schokoglasur usw. lassen sich auf diese Weise herstellen. 🙂
    Aber Achtung: Nicht weißen Zucker und Kakaobutter in heiße Milch einrühren, um ein weißes Kakaogetränk herzustellen, Kakaobutter ist reines Fett und schwimmt obendrauf, selbst ausprobiert, geht nicht! 😉

    Lasst es Euch schmecken! 🙂

    LG
    Jasmin

  26. Hallo zusammen. Bei mir treten die Symptome nach dem Verzehr von Hefeweizen und rotem Federweißen auf.Auch kann ich seit neustem keine ASS Tabletten gegen Kopfweh nehmen.BEI MIR SCHWILLT DIE OBER- ODER UNTERLIPPE AN UND EINMAL WURDE DIE ZUNGE SEHR DICK; DASS ICH GAR NICHT MEHR RICHTIG SPRECHEN KONNTE. WER Hat die gleichen Symptome und kann dise Reaktion noch schlimmer werden?

  27. Hi, erstmal vielen Dank für deine tolle, hilfreiche Seite.
    Nun hab ich aber doch eine Frage zu deiner Liste.
    Was ist denn mit Bananen? Die konnte ich nirgends finden und ich dachte immer, die seien sehr saliarm, oder etwa nicht?
    LG Natascha

    • Hab die Bananen inzwischen doch entdeckt. -.-
      Aber hätte noch eine andere Frage.
      Was hat es mit den Aminen auf sich? Du erwähnt sie oft. Und wie kriegt man raus, ob man sie verträgt?
      Und ziehst du das noch gut durch mit der saliarmen Ernährung?
      Mir fällt es unheimlich schwer, auch wenn ich jeden Tag einige Std später wieder die Quittung dafür bekomme und als ich mich zu sehr in das „verbieten“ rein gesteigert hatte, hatte ich sogar eine Essstörung entwickelt. Das ist aber mittlerweile wieder besser. Kennt das noch jemand?
      Ich wurde übrigens bisher 3x operiert und sie könnten schon wieder dran.
      Ganz lieben Gruß

      • Hallo Natascha,

        Amine – eigentlich biogene Amine – sind Stoffe, die im Körper aus Aminosäuren (den Bausteinen von Eiweiß) gebildet werden und dann verschiedene Wirkungen haben. Dazu gehört zum Beispiel Histamin, das u.a. als Entzündungsbotenstoff wirkt, der dafür sorgt, dass der Körper auf eine Entzündung angemessen reagiert (mit Abwerhstoffen, erhöhter Durchblutung der Entzündungsstelle etc.). Histamin verengt aber zum Beispiel auch die Bronchien. Tyramin dagegen, auch ein biogenes Amin, erweitert die Bronchien. Die Wirkungen von biogenen Aminen sind also sehr verschieden. Gemeinsam ist ihnen, _dass_ sie auf den Körper wirken – und dass i.d.R. sehr kräftig.

        Nun gibt es viele Menschen, bei denen die Wirkung von biogenen Aminen „überschießend“ ist: statt ihre eigentliche Aufgabe „im Dienste des Körpers“ zu erfüllen – und gut ist, bekommen empfindliche Menschen z.B. von Histamin Asthma oder Hautausschlag (oder andere Symptome), oder Migräne von Tyramin, oder …. Dummerweise reagieren eben auch relativ viele Menschen mit einer Saliylsäure-Unverträglichkeit auf biogene Amine (frei nach dem Motto: eine Unverträglichkeit kommt selten allein 😉

        Und weil das so ist, habe ich nach bestem Wissen immer dazu geschrieben, wenn ein Lebensmittel zwar salicylsäurearm ist, aber reich an biogenen Aminen (z.B. Histamin), damit diejenigen, für die Amine auch eine Baustelle sind, gleich Bescheid wissen. Das muss aber nicht so sein! Man kann durchaus auch auf Salicylsäure reagieren, aber mit Aminen kein Problem haben. Oder man reagiert auf das eine extrem empfindlich, auf das andere aber nur bei hohen Dosen. Das ist individuell sehr unterschiedlich.

        Ob man selber reagiert kann man z.B. testen, indem man sich ein paar Wochen möglichst arm an Salicylsäuren _und_ biogenen Aminen ernährt, bis die Symptome abgeklungen sind. Und dann testet man, ob Symptome wieder auftauchen, wenn man Lebensmittel isst, die zwar keine Salicylsäure enthalten, aber viele biogene Amine (z.B. reife Bananen mit Schokosoße ) – oder umgekehrt (z.B. frische Blaubeeren oder andere Beerenfrüchte).

        Ich selbst ernähre mich nach wie vor sali-arm, ja: alles andere bekommt mir nach wie vor nicht – und ich habe keine Lust auf regelmäßiges Kortison 😉

        Inzwischen hab ich mich auch dran gewöhnt und es fällt mir relativ leicht.

        Eine Phase, in der ich immer weniger gegessen habe, um die Symptome immer noch besser in den Griff zu bekommen, hatte ich auch. Inzwischen weiss ich aber recht gut, was ich vertrage und was nicht. Und traue mich auch, wieder neu eLebensmittel sazu zu nehmen. Zum Beispiel aktuell solche, mit einem relativ niedrigen Histmingehalt, die ich inzwischen scheinbar wieder besser vertrage.

        Es ist eine Gratwanderung, aber mit der Zeit wird man geübter im Balancieren 🙂

        Eine OP habe ich bisher vermeiden können, obwohl mein HNO das für unmöglich gehalten hatte. Die Polypen sind noch da, wachsen aber nicht weiter (oder jedenfalls habe ich keine Druckschmerzen o.ä. (außer in akuten Fällen, wenn ich z.B. im Zug in einer Parfumwolle sitze …).

        Viele Grüße
        Sylke

  28. Pingback: Hashimoto, Wechseljahre, Arthrose, Histaminintoleranz - Seite 4

    • Hallo,

      ich freu mich, wenn dir die Infos auf dieser Seite helfen 🙂

      Hafer, Haferflocken und die meisten Getreide- und Pseudogetreidesorten (Arrowroot/Pfeilwurzelmehl, Gerste
      Buchweizen, Hirse, Reis, Roggen, Weizen, Quinoa, Amaranth) enthalten keine oder sehr wenig Salicylsäure.

      Ausnahme ist Mais(mehl) mit 0,43 mg Salicylsäure pro 100g Ware. Pistazien haben 0.55 mg Salicylsäure auf 100g Nüsse. Bei den beiden Sachen musst du also ausprobieren, ob das für dich noch OK ist und wenn, in welchen Mengen.

      Viele Grüße
      Sylke

  29. Hallo,
    Danke für die tolle Seite. Ich habe meine Diagnose seit ein paar Wochen und vor einem Jahr hatte ich die erste Nasen-Op ( leider nur kurzer Erfolg). ich bin auch ständig krank und habe meinen Geruchssinn verloren .. Die Therapie mit dem Asperin macht mir Angst. Mir wurde daher geraten Xolair zu versuchen. Ich werde einmal im Monat 2 Spritzen bekommen. Hat jemand damit Erfahrung? Zu einer Diät wurde mir nicht geraten. gibt es eine Liste mit Dingen, die man unbedingt vermeiden sollte? Ich habe leider noch viele andere Allergien und Intoleranzen😁😤
    lG Katharina

    • Hallo Katharina,

      mit Xolair habe ich keine Erfahrung.

      Zur Diät: die meisten Ärzte kennen diese Möglichkeit nicht. Es gibt darüber in Europa recht wenig Informationen (anders als z.B. in Australien).

      Du kannst entweder versuchen, Salicylate möglichst komplett aus deinem Speiseplan zu verbannen, um so weitgehend symptomfrei zu werden: dann musst du das sehr strikt machen. Geeignete Lebensmittel für eine strikt salicylarme Diät findest du auf der Seite Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln. Außerdem solltest du Konservierungsstoffe und Farbstoffe (mit wenigen Ausnahmen) meiden, die ebenfalls Salicylsäure oder verwandte Stoffe enthalten können. Und natürlich alle Medikamente mit Salicylsäure oder ähnlichen Wirkmechanismen.

      Wenn du mit den Medikamenten gut klar kommst und das der Weg ist, den du gehen möchtest, hilft es u.U. auch schon, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Medikamente und sehr salicylsäurehaltigen Lebensmittel wegzulassen. Sehr salicylsäurehaltig sind vor allem viele Gewürze, Obst (z.B. rote Beerenfrüchte) und einige Gemüsesorten. Eine nach Lebensmittelgruppen (Obst, Gemüse, Getreide …) aufbereitete Liste von Lebensmitteln mit Salicylsäuregehalt von „zu vernachlässigend“ bis „sehr hoch“ findest du auf der Website salicylatesensitivity.com.

      Melde dich, wenn ich helfen kann.

      Viele Grüße
      Sylke


      Meine Aussagen beruhen auf eigener Erfahrung, Gesprächen mit anderen Betroffenen und Recherchen. Sie sind nicht als medizinischer Rat zu verstehen.

    • Seitdem ich Xolair nehme sind Nase und Nebenhöhlen frei. Aber gleich zwei Spritzen pro Monat? Willste nicht lieber erst mal mit einer anfangen? Naja geht auch so: erst mal zwei pro Monat, dann mal sehen ob’s wirkt und dann runter auf eine. Gute Besserung

  30. Pingback: Gehen Nachtschattengewächse bei Histaminintoleranz? {LmO antwortet} - Leben mit Ohne

  31. Was den Alkohol angeht, den Samter Trias Geplagte vertragen, dann sei hier auch der Weizenkorn aufgeführt. (der Grundstoff ist Weizen und den können viele von uns ab)

    Weizenkorn ist überhaupt kein problem, wahrscheinlich trinkt das aber keiner in Australien 😉 Mit etwas Korn in Bananensaft sitze ich wieder in meiner Kegelrunde und bin ähnlich angeschwipst wie der Rest, ohne allzu exotisch zu wirken. Pur zur Selter geht es natürlich auch aber ich finde das Zeug pur zu gruselig 🙂

    • Also ich würde da lieber auf Gin ausweichen und der schmeckt wenigstens! Den gibts auch in Australien, allerdings sind da Kräuter drin. Muß man halt mal langsam angehen. Sollte man bei Kalren ja sowieso!

  32. Hey Nicole,

    hah: eine Kornflasche hab ich das letze Mal bei meinem Opa gesehen. Der hat damit sonntags seinen Frühschoppen genossen 🙂

    Danke für den Tipp! Werd ich dann bei Gelegenheit auch mal testen.

    Viele Grüße
    Sylke

  33. ich habe festgestellt, dass ich thaibasilikum sehr gut und auch viel essen kann. gibt es da angaben zum saligehalt?
    liebe grüße

  34. Hallo zusammen,

    mein Kopf raucht…..
    Sehr sehr interessant .
    Habe jetzt meine 2te Nasen OP hintermir und die Sensibilisierung in 4Wochen vor mir. Mit sehr großer Hoffnung. Bin jetzt seit 5 Jahren ohne Geschmack und Gerüchssinn.

    Aber jetzt zu meiner Frage: Wie siehts eigentlich mit den Unalkoholischen Gertränken aus?
    Nur Wasser…….??????

    LG und schon mal Danke für eure Auskunft

    Karin H.

  35. Hallo
    Erst mal dankbar dass es endlich antworten auf meine Fragen gibt . Seit 15 Jahre leide ich an dauer Schnupfen , inklusive ständig nachwachsenden Polypen …. !!! Jetzt endlich interessiert sich mein hno Arzt für das warum !? Nach drei Op’s . Ganz ehrlich habe ich ein bisschen Angst den ich hatte diesen Test noch nicht es erwartet mich stationerer Aufenthalt. Ist vll jemand hier der die uni Freiburg mir empfehlen kann ? Lg Grüße Isa

  36. Hallo Silke,
    Wunderbar, all diese Infos😊. Es ist so tröstend, sich endlich nicht mehr so allein zu fühlen mit einem jahrzehntelangen gesundheitlichen Problem. Nach 2 Polypen-Operationen habe ich von meinem neuen HNO-ARZT zum ersten Mal eine Diagnose erhalten und diese Seite gefunden. Er empfiehlt mir nun Kortison-Nasen-Spray und tägliche Salzwasser-Spülungen der Nase. Mal schauen.
    Jasmin

    • Hallo Jasmin,

      ja: von allen anderen zu erfahren, die ähnliche Probleme haben (und manchmal gute Lösungen kennen ;), das finde ich auch sehr tröstlich.

      Ich drück die Daumen, dass Nasenspray und Spülungen dir dauerhaft Erleichterung verschaffen!

      Viele Grüße
      Sylke

  37. Hallo alle zusammen,
    Natriumsalicylat in der Nutztierhaltung, Verwendung u.a. als Antibiotika-Ersatz und Möglichkeit der Anwendung als Mastbeschleuniger:
    http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2012/01/NSAIDs.pdf
    Damit dürfte die Frage nach der Unverträglichkeit von Supermarkt-Hühnchen beantwortet sein. Außerdem ist Natriumsalicylat nicht deklarationspflichtig und hat auch keine E-Nummer, u.a.: https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumsalicylat

    Na dann, MAHLZEIT! Mir vergeht’s immer mehr…
    Trotzdem:
    Beste Grüße!
    Uwe Pr.

  38. Bezüglich Eigelb und das Weisse vom Ei würde ich gar nicht mit Salicylsäure-Empfindlichkeit oder Histamin-Intoleranz argumentieren, sondern einfach mit allergischer
    Immunreaktion auf die darin enthaltenen unterschiedlichen Eiweisse-Arten. Bei zu alt gewordenem Eigelb aber auch mit Sulfit-Empfindlichkeit (?)

    • Hallo,
      allergische Reaktionen sind natürlich auch möglich. Allerdings macht es für die Betroffenen schon einen Unterschied, ob es sich um eine Allergie oder eine Unverträglichkeit handelt, denn bei einer Unverträglichkeit kann man evtl. noch kleiner Mengen des Lebensmittels essen (oder achtet – bei einer Histaminunverträglichkeit – einfach auf die Frische), während man das Lebensmittel bei einer Allergie komplett meiden muss (vgl. Salicylsäure-Unverträglichkeit vs. Lebensmittelallergie )
      Insofern ist es dann auch wichtig zwischen den verschiedenen möglichen unerwünschten Reaktionen sorgfältig zu unterscheiden.

      Viele Grüße
      Sylke

  39. Hatte mich eben einmal wieder mit neueren Beobachtungen zu Salicylat-Empfindlichkeit unterrichten wollen und bin somit auf Ihre Seite gestossen, die ich sehr sorgfältig recherchiert und auf die Praxis abgestimmt finde. Haben Sie besten Dank für Ihre Bemühungen!

  40. Pingback: Anonymous

  41. Ich brauche mal wieder eure Hilfe! Nehme z.Zt. Remifemin plus ein (gegen Wechseljahresbeschwerden). Das ist Cimicifuga oder Traubenkerze). Jetzt habe ich ständig Husten, Bronchitis und etwas mehr Atemnot als sonst. Habt ihr Erfahrung damit, ob das evtl. Aspirin enthält? Ich vermute es fast. Im Internet findet man nur einen kleinen Hinweis darüber. Weiß darüber zufällig jemand was? Würde mich auf Antworten freuen

  42. Hallo!
    Ich bin auf meiner Suche auf diese Seite gestoßen. Ich habe zum Glück nicht mit Asthma und Polypen zu tun, dafür umsomehr mit Magen/Darm, Hals/Schlucken und Mundschleimhaut zu tun. Bei bestimmten LM geht sofort die Mundschleimhaut kaputt, und die LM sind Salicylathaltig. Ich möchte jetzt gerne die Diät machen, um es zu testen (bisher hat auch Fruktose-, Laktose-, Histaminarm nichts gebracht). Da ich extrem im Untergewicht bin, habe ich ein pflanzliches Aminosäurenpulver genommen aus Erbsen-und Reisproteinen, bin jetzt aber unsicher… Habt ihr Erfahrungen mit Aminosäuren?
    Über Antwort würde ich mich sehr freuen!
    Danke für die tolle Seite!

    • Hallo Anke,

      mit Aminosäurepräparaten habe ich leider keine Erfahrung. Wäre nicht evtl. auch eine „Diät“ mit viel Kalorien und Eiweiß für dich möglich? Also z.B. Rapsöl, (Sauer-)milchprodukte mit hoher Fettstufe (Schmand!), falls vertragen auch Sahne, Hülsenfrüchte (falls Histamin kein Problem ist), Eier, (sehr frischer) Fisch, (frisches) Fleisch …?

      Sali-arm heisst ja nicht automatisch kalorienarm 😉

      Viele Grüße
      Sylke

      • Hallo Sylke,
        leider war ich gerade bei einem Arzt für Naturheilkunde, der kinesiologisch ausgetestet hat und mir alle Milchprodukte gestrichen hat, auch alle Hülsenfrüchte…. Jetzt stecke ich total in der Angstfalle… Der war für mich der Supergau. Aber es ist nicht einfach, sich davon frei zu machen. Auch habe ich gerade das Ergebnis bekommen, dass​ ich wohl eine DDFB habe und da darf ich dann nur lactosefrei, aber damit habe ich mich heute eingedeckt. Danach darf ich auch nur Basmatireis, hab ich gestern brav gemacht und heute morgen hatte ich die Quittung! Und eigentlich bin ich Vegetarier, hab jetzt aber schon mal Fleisch gegessen, um nicht zu verhungern (mag es nicht). Egal, ich bleib also bei Salicylatfrei und werde mir nächste Woche jemanden suchen, der mir Blut für den Test abnimmt.
        Danke für deine schnelle Antwort.
        Viele Grüße

        • Hallo,
          DDFB heißt nicht laktoseintolerant! Laktosefrei ist bei Fehlen/Mangel von Lactase angezeigt. DDFB heißt vor allem, keine weiteren Antibiotica, außer bei lebenserhaltend nötig. Bei Sali-Intoleranz, die sich hauptsächlich im Darm abspielt (Mundschleimhaut gehört stammesgeschichtlich dazu), ist strikt salicylat-arme Ernährung Pflicht (Bin selber auch darmtechnisch davon betroffen). Alles andere ist Nebensache. HIT ist in dem Zusammenhang sekundär. Wichtig: 5x Obst+Gemüse laut WHO kam auf Druck der amerikanischen Farmer zustande. Die Ärzte waren mehrheitlich dagegen. Durch unsere Einschränkung der Nahrungsauswahl in Bezug auf Obst und Gemüse mach es wie ich: viel Getreide außer Mais, ordentlich Fleisch, die Fallen sind Hefe bei Backwaren und in besonders hohem Maße alle Konservierungsstoffe außer Ascorbin und Tocopherol, alle Azo-Farbsoffe, alle Benzoate und undeklariertes Natriumsalicylat (auch bei Fleisch, Eiern und Milch möglich, da in der LW als Antibiotika-Ersatz zugelassen!). Enscheidende Maxime: möglichst viel Nährwert (Fett/Eiweiß/Kohlenhydrate) in optimaler Zusammensetzung, also in Bezug auf Eiweiß und Fett viel tierisches. Genau das Gegenteil der WHO-Empfehlungen ist für Dich und mich richtig.
          Beste Grüße!
          Uwe Pr.

          • Hallo Uwe,
            danke für deinen Rat. Dann muss ich als eigentlich Vegetarier da wohl mal durch… Darf ich fragen, wie lange du das schon hast und v.a. wie du drauf gekommen bist?
            Bei mir ist es ja bisher nur eine Idee… Und war bisher auch nicht so konsequent mit Diät. Aber jetzt geh ich das an und nächste Woche geht der Test in die Post…
            Gruss

          • Ich vergaß, vertrag auch kein Gluten. Und dieser do… Arzt hat mir alles Getreide bis auf Reis gestrichen-da muss ich mich erstmal bin befreien… Das sitzt… Laktosefrei ist wegen der ddfb,. Und auch da muss ich mich erstmal rantasten wg diesen bl… Arzt.

  43. Hallo,
    ich bin schon immer salicylatintolerant, hab’s bloß nicht gewußt. Als „Kind der DDR“ kam ich 1991 durch Zahnschmerzen erstmals mit Aspirin in Kontakt, half nicht, Schmerzen wurden schlimmer. Hat keinen Arzt interessiert…2012 wurde HIT nachgewiesen. Diät nach HIT brachte teils erhebliche Abweichungen von der HIT-Verträglichkeitsliste. In 4/2016 kam in der HIT-Verträglichkeitsliste der Hinweis „Olivenöl 0, aber Vorsicht bei Salicylatunverträglichkeit“. Da war der Weg zur Diagnose nicht mehr weit. Zu DDR-Zeiten nur geringe Einschränkungen, inzwischen ist alles eine einzige Katastrophe, Kartoffeln mit Rapsöl als Hauptmahlzeit, selbst gequetschte Hirseflocken (glutenfrei), Bio Blumenbrot Quinoa von Primeal (glutenfrei). Gluten ist hart für den Darm, auch Milch(-Eiweiß), Kohlsorten etc.. Der Weg, bis ich wenigstens geringe Mengen davon wieder vetrug, war weit. Hülsenfrüchte sind hart für den Darm, geringe Mengen grüne Bohnen + junge Bio-Erbsen gefrostet gehen, der Rest ist für mich unbrauchbar. Weiße Schokolade Schogetten (enthält nur Kakaobutter) max. 4 Stück pro Tag. Ich habe Sylke ’ne Mail betreff Adressweitergabe (meine E-Mail-Adr.) an Dich geschickt. Schreib Sylke doch mal an, damit sie diese an Dich weitergibt. Von der Sorte „Sali-Intoleranz Hauptproblem Darm“ gibt’s nicht viele. Für Dich möglicherweise nützliche Infos sind so umfangreich, das kann ich beim besten Willen hier nicht alles schreiben…
    Beste Grüße!

    • Hallo Vincent,
      ich kenne keine offiziellen Sali-Werte für Leinöl, aber ich selbst vertrage es problemlos – auch wenn ich es Esslöffelweise esse 🙂 (Das ist zB. bei Fischölkapseln anders: auf die bekomme ich ziemlich prompt einen starke Asthmaanfall).
      Viele Grüeß und schön vorsichtig, falls du es ausprobierst, gell?
      Sylke

  44. Hallo!
    Ich wurde jetzt das 3. Mal operiert und erfuhr nach 20 Jahren, dass es auch mit der Ernährung zusammen hängen kann, dass immer wieder Polypen nachwachsen können und ich auch Luft-Probleme hatte…. Der Allergologe meinte damals nur, Kosmetika weglassen – o.K. Keine grünen Äpfel essen. und vorsichtig mit ätherischen Ölen. O.K.
    Nun habe ich begonnen meine Ernährung umzustellen. Aber warum ist paniertes Schnitzel nicht gut? Warum gibt es keine Angaben zu Honig, Feigen, Paprika…? Ich fand auch nur wenige Rezepte zum Kochen. Ich esse sehr gerne Herzhaft und nicht süß. Warum sollte man nicht Hühnerfrikassee essen? Ich nehme dazu immer nur Hühnerbrüste, Erbsen und etwas Spargel und würze jetzt mit Zitrone. Kann ich unterwegs auch einen Döner essen?
    Es gibt noch tausend Fragen, aber das waren die Wichtigsten.
    Über eine Antwort würde ich mich freuen. Ich fahre erstmal in Urlaub, mal sehen was ich zu essen finde. Eine schöne Woche wünscht Irmi

    • Hallo!
      Ich wurde jetzt das 3. Mal operiert und erfuhr nach 20 Jahren, dass es auch mit der Ernährung zusammen hängen kann, dass immer wieder Polypen nachwachsen können und ich auch Luft-Probleme hatte…. Der Allergologe meinte damals nur, Kosmetika weglassen – o.K. Keine grünen Äpfel essen. und vorsichtig mit ätherischen Ölen. O.K.
      Nun habe ich begonnen meine Ernährung umzustellen. Aber warum ist paniertes Schnitzel nicht gut? Warum gibt es keine Angaben zu Honig, Feigen, Paprika…? Ich fand auch nur wenige Rezepte zum Kochen. Ich esse sehr gerne Herzhaft und nicht süß. Warum sollte man nicht Hühnerfrikassee essen? Ich nehme dazu immer nur Hühnerbrüste, Erbsen und etwas Spargel und würze jetzt mit Zitrone. Kann ich unterwegs auch einen Döner essen?
      Es gibt noch tausend Fragen, aber das waren die Wichtigsten.
      Über eine Antwort würde ich mich freuen. Ich fahre erstmal in Urlaub, mal sehen was ich zu essen finde. Eine schöne Woche wünscht Irmi

      • Hallo Irmi,

        willkommen im Club 🙂

        Die Auswahl deines Arztes, was zu vermeiden ist, ist ja ulkig: wo hat er das her? Stimmt schon alles, aber ist doch ein wenig lückenhaft 😉

        Also: paniertes Schnitzel ist aus Sali-Sicht prima – wenn das Fleisch OK ist (routinemäßiger Einsatz von ASS in Mastbetrieben, auch kurz vor der Schlachtung) und du das Schnitzel selbst panierst und würzt (Salz; evtl. wenig Pfeffer)! Fertigpanade enthält Gewürde, die unsereins oft nicht verträgt.

        Honig: hängt scheinbar von der REgion und den Blüten ab, aus der er stammt. Musst du ausprobieren, wenn es dir wichtig ist.

        Paprika: das Gemüse oder das Gewürz? Beides: siehe Sali-Tabellen: , .

        Hühnerfrikassee: s. Anmerkung zum Fleisch oben; Erbsen und Spargel haben relativ wenig Salicylsäure. Zitrone relativ viel (stattdessen kannst du Citrat nehmen -> gibts im Supermarkt oder zB. als Magensiumcitrat in der Apotheke).

        Döner: kommt drauf an, wie sicher du bist, was drin ist 😉 (Gewürze in der Soße!! Gemüseauswahl, Fleischqualität /-zubereitung) Ich mach das manchmal selber – ist dann aber kein Fast Food mehr 🙂

        Viel Spaß im Urlaub!
        Sylke

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