Verträgliche Medikamente bei Samter-Trias

Welche Medikamente kann ich nehmen, wenn ich eine Salicylsäure-Unverträglichkeit bzw. Samter-Trias habe? Das ist eine der häufigsten Fragen, die in Kommentaren auf dieser Website gestellt wird.

Diese Frage zu beantworten ist schwierig, denn

  1. Wir sind alle verschieden: Was die eine verträgt, kann für den anderen lebensbedrohlich sein. Deshalb gibt es grundsätzlich keine Listen mit verträglichen Medikamenten, die für alle Menschen mit Samter-Trias oder einer Salicylsäure-Unverträglichkeit gültig wäre!
  2. Ich bin keine Medizinerin und kann schon deshalb auf diesem Gebiet keine Ratschläge geben.

Trotzdem bleibt die drängende Frage: Was tun, wenn man Schmerzen hat oder aus anderen Gründen Medikamente braucht?

Ich stelle euch deshalb in diesem Beitrag einige wissenschaftliche Publikationen zum Thema verträgliche und unverträgliche Medikamente bei Salicylsäure-Intoleranz vor. Dieser Beitrag ist jedoch nicht als medizinischer Rat zu verstehen, sondern lediglich eine Recherche von Fachbeiträgen zu diesem Thema und der Ergebnisse, zu denen diese Beiträge kommen – ohne Gewähr von meiner Seite.

Meine Bitte an euch:

Gebt gut auf euch acht!
Bevor Ihr Medikamente weglasst oder nehmt, besprecht euch mit einem Arzt und/oder Apotheker, der sich auf dem Gebiet auskennt. Wenn Ihr Medikamente austestet, tut das nur unter ärztlicher Aufsicht!

Was sagt nun die Fachliteratur zu Samter-Trias / AERD und Medikamenten?

Vorsicht NSAR!

Von größter Wichtigkeit für Samter-Trias-Betroffene ist die konsequente Meidung von Aspirin bzw. Acetylsalicylsäure (ASS), allen Produkten, die (auch unvermutet) ASS enthalten (z.B. Warzenmittel, Rheumasalben oder Mittel bei grippalen Infekten) und allen anderen COX-1-hemmenden NSAR, da diese potentiell lebensbedrohliche respiratorische und anaphylaktoide Reaktionen verursachen können. Mehr Infos zur Gruppe der NSAR / NSAID findet ihr im Beitrag Asthmaauslösende Medikamente vermeiden.

Ausnahme selektive COX-2-Hemmer (Coxibs)

Während klassische NSAR sowohl das Enzym Cyclooxygenase 1 (COX-1) wie auch das Enzym Cyclooxygenase-2 (COX-2) hemmen, beschränkt sich die Hemmung bei einer Untergruppe der NSAR auf die COX-2. Entsprechend werden diese Medikamente auch als „selektive COX-2-Hemmer“ oder auch als „Coxibs“ bezeichnet. Zu Ihnen gehören zum Beispiel die Medikamente Celecoxib und Etoricoxib.

Laut aktuellen Studien werden COX-2-Hemmer von Samter-Trias-Betroffenen überraschenderweise in der Regel gut vertragen, vgl. bspw. West, P.M., C. Fernandez (2003): Safety of COX-2 inhibitors in asthma patients with aspirin hypersensitivity oder das European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps (EPOS) 2012 (Download auf http://www.ep3os.org/ ). EPOS 2012 empfiehlt deshalb selektive COX-2-Hemmer als gute Alternative zu NSAR für Samter-Trias-Betroffene: „Selective COX-2 inhibitors (celecoxib) are well tolerated by aspirin sensitive asthmatics and are good alternative NSAID’s for patients with aspirin triad“ (EPOS 2012, S. 126, Link s.o.).

Doch Vorsicht: Partiell-selektive COX-2-Hemmer wie Meloxicam und Nimesulide (die zwar vor allem die COX-2 hemmen, aber auch die COX-1, wenn auch in geringerem Maße) sollten laut Fachliteratur in höheren Dosen gemieden bzw. individuell (unter ärztlicher Aufsicht) ausgetestet werden. (EPOS 2012, S. 126, Link s.o.; Bochenek G und Niżankowska-Mogilnicka E.: Aspirin-exacerbated respiratory disease: clinical disease and diagnosis. May 2013).

Pyrazolone

Pyrazolone (darunter Metamizol, bekannt auch unter den Handelsnamen „Novalgin“ und „Novaminsulfon“) gehören nicht zu den NSAR, sind jedoch in Europa nach ASS die häufigsten Auslöser von Symptomen bei Samter-Trias-Betroffenen (vgl. Szczeklik, A., E. Niżankowska, M. Duplaga (2000): Natural history of aspirin-induced asthma, download unter: https://www.researchgate.net/publication/12295032/download ). Das wissen viele Ärzte nicht. (Im Beipackzettel wird jedoch in der Regel auf eine mögliche Kreuzreaktivität zu ASS bzw. die Gegenanzeige bei Aspirin-Intoleranz hingewiesen: nehmt diese Warnung ernst.)

Paracetamol

Paracetamol (auch bekannt als Acetaminophen) gehört, wie ASS, zwar zu den Nichtopioid-Schmerzmitteln, wird jedoch nicht zu den klassischen NSAR gezählt. Die Wirkweise von Paracetamol ist bis heute nicht vollständig geklärt. Paracetamol scheint vor allem als COX-2-Hemmer zu wirken, jedoch nicht auf dieselbe Art und Weise wie klassische NSAR (vgl. http://www.chemie.de/lexikon/Paracetamol.html ).

Paracetamol wird laut Fachliteratur von Samter-Trias-Betroffenen in Dosen bis 650 mg meist gut vertragen. In Dosen über 1.000 mg kann Paracetamol bei empfindlichen Samter-Trias-Betroffenen Asthmaanfälle auslösen. Paracetamol sollte deshalb in höheren Dosen gemieden bzw. individuell ausgetestet werden. (EPOS 2012, S. 126, Link s.o.; Bochenek G und Niżankowska-Mogilnicka E.: Aspirin-exacerbated respiratory disease: clinical disease and diagnosis. May 2013).

Opioide

Eine klassische Alterntive zu nicht-steroidalen Schmerzmitteln sind Opioide. Opioide sind dem „Opium ähnlich“, weil sie an denselben Rezeptoren wirken und dadurch Schmerzen unterdrücken. Zu den Opioiden zählen beispielsweise Tramadol (Handelsname „Tramal“), Naloxon, Buprenorphin, Codein oder Fentanyl (vgl. https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=opioide ).

ACHTUNG: Naloxon ist kein Opioid, sondern ein Antidot, das u.a. bei einer Überdosierung von Opioiden eingesetzt wird. Danke, Dirk, für deine Korrektur (s. Kommentare unten)!

Randerath stuft in seinem Artikel „Das Analgetika-Asthma-Syndrom“ (2013) die Gabe von Opioiden als Schmerzmittel generell als unproblematisch bei Samter-Trias-Betroffenen ein.

Opioide sind jedoch bei Asthmatikern nicht ganz unproblematisch, denn sie verursachen eine sogenannte Atemdepression, das heisst die Atmung wird flacher oder die Atemfrequenz nimmt ab – und zwar umso stärker, je höher die Dosierung. Das ist vermutlich auch der Grund, warum Baenkler die Gabe der Opioide Naloxon oder Buprenorphin ( Baenkler (2008) bzw. (in der englischen Version des Artikels ) Tramadol (Handelsname „Tramal“) als alternative Schmerzmittel bei Samter-Trias-Betroffenen nur in geringen Dosen empfiehlt.

Paracetamol mit Codein

Paracetamol und das Opioid Codein stehen auch als Kombi-Präparate zu Verfügung, z.B. unter dem Handelsnamen Talvosilen 500/20 (500 mg Paracetamol / 20 mg Codein pro Tablette) oder Talvosilen forte (500/30). Einen Erfahrungsbericht zu Talvosilen forte findest du im Beitrag „Schmerzmittel bei Zahn-OP„).

Steroide (Cortison)

Zur entzündungshemmenden Therapie empfiehlt Randerath (2013) „systemische Steroide“, also im wesentlichen Cortison-Präparate, die als Tabletten oder Injektion verabreicht werden und dann im ganzen Körper-„System“ wirken (im Gegensatz zu örtlich wirksamen Corticoid-Medikamenten wie z.B. Kortison-Nasensprays, die aber örtlich natürlich auch gegen Entzündungen wirken).

Medikamente, die Mastzellmediatoren frei setzen

Eine Leserin dieser Website (Danke, liebe Kerstin! – manche Dinge brauchen ihre Zeit 😉 – hat mich auf den Artikel von Molderings und Kollegen (2016) zum Thema Systemische Mastzellaktivierungserkrankungen (MCAD) aufmerksam gemacht (detaillierte Infos zu MCAD/MCAS findet ihr auf https://www.mastzellaktivierung.info/ ).

Molderings listet in Tabelle 12 des Artikels Medikamente auf, die ein hohes Risiko bergen, Mastzellmediatoren frei zu setzen und deshalb von MCAD/MCAS-Betroffenen gemieden und möglichst durch Alternativen ersetzt werden sollten (die ebenfalls in der Tabelle aufgeführt werden).

Da die Freisetzung verschiedener Stoffe aus Mastzellen nach aktuellem Forschungssstand auch bei Samter-Trias-Betroffenen wesentlich zur Auslösung der Symptome beiträgt (vgl. Cahill, Boyce 2017), könnte diese Liste (mit der Ausnahme von Metamizol: s. Abschnitt „Pryazolone“ oben!) auch für Samter-Trias-Betroffene hilfreich sein.


Molderings GJ, Haenisch B, Brettner S, et al. Pharmacological treatment options for mast cell activation disease. Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology. 2016;389:685. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4903110/

Hilfsstoffe in Medikamenten

Molderings weist in dem oben genannten Artikel für MCAD-Betroffene auch darauf hin, dass Hilfsstoffe im Medikamenten – auch wenn sie für die meisten anderen Menschen gut verträglich sind – bei MCAD-Betroffenen oft Symptome verursachen. Das gilt auch für Samter-Trias-Betroffene.

Zu den Hilfs- und Zusatzstoffen, die (auch) bei Samter-Trias-Betroffenen Symptome auslösen können und vermieden werden sollten, gehören vor allem Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Aromastoffe, die leider sehr häufig auch in Medikamenten zu finden sind.

Wenn man die Wahl hat, sollte man deshalb

  • Medikamente mit möglichst wenigen Hilfsstoffen wählen (derselbe Wirkstoff wird häufig unter verschiedenen Handelsnamen und mit verschiedenen Hilfsstoffen vertrieben – hier können Apotheker oft helfen!)
  • lieber Tabletten als flüssige Medikamente wählen (flüssige Medikamente enthalten oft viele Farb- und Geschmacksstoffe)
  • die Farbe von gefärbte Tabeltten wenn möglich unter fließendem Wasser vorsichtig abrubbeln
  • Kapseln öffnen und nur den Inhalt (z.B. mit Ahornsirup gemischt auf einem Löffel) einnehmen
  • Medikamente in einer konservierungsfreien Variante wählen (z.B. abschwellende Nasensprays, Agentropfen gegen Heuschnupfen etc. ohne Konservierungsstoffe)

(vgl. Anne Swain et al., RPAH Elimination Diet Handbook (2011))

Und wie …

… finde ich nun heraus, welches der verträglichen Wirkstoffe für mein aktuelles Problem der richtige ist und unter welchem Handelsnamen es mit möglichst wenigen Hilfsmitteln es vertrieben wird?

Meiner Erfahrung nach können hier am besten Apotheker_innen weiter helfen. Das ist auch nicht überraschend, denn sie sind durch ihr Studium der Pharmazie die Spezialisten für Arnzeimittel.

Tipp: Ich gehe deshalb, wenn ich schon weiß was mein Problem ist (z.B. eine bevorstehende Zahn-OP oder eine bekannte Beschwerde) erst zum Apotheker, schildere dort mein Problem und bitte darum, mir ein Medikament raus zu suchen, das ich mit großer Wahrscheinlichkeit vertrage. Dann gehe ich zum Arzt und lasse mir ein Rezept geben.

Wenn ich nicht weiß, was mein Problem ist, gehe ich zum Arzt, der die Diagnose stellt und (nach Schilderung meiner Unverträglichkeiten) ein Rezept ausstellt, dann ins Internet, um die Inhaltsstoffe, Gegenanzeigen etc. zu überprüfen. Wenn ich Bedenken habe, das Medikament einzunehmen, gehe ich mit dem Rezept zum Apotheker und frage nach Alternativen, die ich wahrscheinlich besser vertrage. Damit gehe ich dann zurück zum Arzt und lasse mir ein neues Rezept ausstellen.

Viele Ärzte sind froh, wenn ich ich Vorschläge für Medikamente machen kann, die ich wahrscheinlich vertrage. Manche Ärzte reagieren allerdings auch wenig erfreut, wenn ich ihre Verschreibung in Frage stelle. Doch nach einigen schlechten Erfahrungen mit (trotz Schilderung meiner Unverträglichkeiten) verschriebenen Medikamenten, nehme ich das in Kauf. Und sehe zu, dass ich nach Möglichkeit für das nächste Mal einen souveräneren Arzt finde.

Was sind eure Erfahrungen mit Ärzten, Apothekern, Medikamenten? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

14 Kommentare

  1. Hallo zusammmen,

    Bei mir ist die Ass Intoleranz sehr stark durch polypen in der Nase und durch meinen Asthma sehr stark ausgeprägt mein Arzt will mich jetzt mittlerweile das 5 mal operieren doch da ich das nicht mehr will hat er mir einen Vorschlag du spritzen gemacht die man alle 3/6 Monate kriegen soll kennst sich jemand damit aus oder macht das jemand? (Bei mir hilft leider das Kortisonhaltige Nasenspray nicht mehr)

    Liebe Grüße

  2. Hallo miteinander,

    Ich habe ebenso Ass-Intoleranz und lebe mittlerweile ganz gut mit dem Gen-Defekt.. Mir hilft Sport und Ernährung und seitdem bin ich einigermaßen beschwerdefrei.
    Nun meine Frage:
    Ich habe einen Kinderwunsch, war diesbezüglich auch schon bei einer Ärztin die sich mit dem Thema Ass-Intoleranz auskennt. Mir hat sie die Bedenken genommen und mir vorgeschlagen bei der Geburt keine Schmerzmittel verabreichen zu lassen. Dies ginge auch ohne. Nun kann man die Geburt ja nicht so ohne weiteres planen, ob natürlich oder dann doch Kaiserschnitt.
    Hat jemand Erfahrungen gemacht und was ist die PDA? Die Ärztin meinte es wäre ein Opiod und da müsse ich mir keine Gedanken machen.
    Habe da schon irgendwie Angst davor und bin mir irgendwie unsicher.
    Ich danke vielmals im voraus für hilfreiche Tipps und Ratschläge.

    Liebe Grüße,
    Susanne

    1. Liebe Susanne,
      ich freue mich, dass du einen guten Weg gefunden hast, mit deiner ASS-Intoleranz zu leben: Das ist toll!

      Ich denke auch, du kannst das Thema Schwangerschaft und Geburt ohne übertriebene Ängste angehen. Gut ist wahrscheinlich, wenn du vor der Geburt an dem Ort, wo du die Geburt planst, auf deine Intoleranz sehr deutlich hinweist und immer einen „Allergie-Pass“ bei dir trägst, in dem alle unverträglichen Medikamente und Stoffe eingetragen sind (das ist sowieso immer sinnvoll).

      Idealerweise schreibst du auch verträgliche (Ersatz-)Medikamente dazu (z.B. auch für eine eventuelle PDA). Deine Ärztin (und ein Apotheker) kann dir dabei sicher helfen. Für die so ausgewählten Medikamente kannst du dir dann vorab auch nochmal selbst die Beipackzettel anschauen. Einige Tipps, worauf du achten solltest, und wer im Zweifel kompetenten Rat geben kann, findest du im Beitrag oben: https://samter-trias.de/vertraegliche-medikamente-bei-samter-trias/.

      Eine PDA ist eine lokale Betäubung, die man macht, falls ein Kaiserschnitt nötig wird. Mehr Infos dazu findest du bei Tante Googel 🙂

      Viele Grüße und toitoitoi für deinen Kinderwunsch 🙂
      Sylke

  3. Hallo Ihr Lieben,
    bei mir besteht Verdacht auf Salicylatunverträglichkeit, eine Mastzellaktivierungsstörung wurde kürzlich in Bonn diagnistiziert. Ich habe Variant-Asthma und inhaliere normalerweise Budesonit morgens und abends und habe aktuell einen starken grippalen Infekt mit Husten mit unter anderem gelbem Auswurf in der Nacht. Aus Angst, dass es eine bakterielle Infektion sein könnte und die Gefahr bei Inhalation von Budesonit ja größer ist sich eine Lungenentzündung zuzuziehen, habe ich seit vorgestern das Budesonit vorläufig abgesetzt. Gegen die Erkältung und den Husten ist mir bisher nichts besseres eingefallen als Salzwasser-Dampf-Inhalationen, Bettruhe und viel Wasser trinken. ich ernähre mich seit einem 3/4 Jahr Histamin- und Salicylatarm und konnte damit bezüglich der Gesamtsymptomatik eine deutliche Besserung erzielen. Früher habe ich Spitzwegerich-Saft von Wala, Spitzwegerich-Tee und Lindenblüten-Tee gut vertragen und immer bei Erkältungen zur Linderung und vor allem Husten-Erleichterung / Reduktion eingesetzt. Nun weiß ich nicht ob ich mich das trauen soll. Gibt es Erfahrungen oder Untersuchungen zu Arznei-Tees und pflanzlichen Erkältungsmitteln? Es gibt ja auch ganz wenige Gemüse und Obst-Sorten die sehr Sali-arm oder gar Sali-frei sind wie Staudensellerie. Es wäre toll, wenn es auch einen schleimlösenden Hustenerleichternden Tee gäbe. Das Problem mit dem Husten ist nämlich, dass ich derart schlimme Hustenkrämpfe bekomme, dass ich Angst habe, dass am Ende nach der Erkältung meine Lunge wieder aussieht als hätte ich ein Lungenemphysem (das war schon zweimal so!) und meine Stimme dermaßen einen weg hat, dass ich drei oder vier Wochen nicht mehr singen kann (das muss ich aber beruflich).
    Liebe Grüße
    Melanie

    1. Liebe Melanie,

      wenn du eine bakterielle Infektion vermutest, geh am besten zum Arzt, damit dir das nicht entgleist!

      Mit Spitzwegerich und Lindenblütentee bei Reizhusten habe ich leider keine Erfahrung und auch keine Sali-Werte. Auf der Seite https://www.apotheken-umschau.de/Husten/Husten-Die-besten-Hausmittel-412337.html werden bei Reizhusten auch noch Zwiebelsaft, Kamillentee und Kartoffelwickel empfohlen. Zwiebeln (mit Kandis, nicht mit Honig) haben relativ wenig Salicylate. Kamillentee ist auch saliarm. Kartoffelwickel sollten, weil extern angewendet und nicht stark riechend, aus Sali-Sicht auch problemlos machbar sein. Ebenso natürlich Quarkwickel.

      Liebe Grüße
      und gute Besserung!!
      Sylke

  4. Ach, noch etwas zum Thema Atemdepression durch Opioide.
    Hier besteht dosisabhängig vor allem die Gefahr bei nicht retardierten Zubereitungen. Wenn man retardierte Tabletten/Kapseln nimmt, bei denen der Wirkstoff nach und nach abgegeben wird, ist die Gefahr einer Atemdepression sehr gering.
    Viele Grüße
    Dirk

  5. Hallo zusammen,

    im Abschnitt Opiode ist der Wikstoff Naloxon aufgeführt. Dabei handelt es sich nicht um ein Schmerzmedikament, sondern um ein Antidot, welches beispielsweise bei einer Überdosierung von Opioiden eingesetzt wird. Außerdem kann es zur Vermeidung der opioidbedingten Obstipation (Verstopfung) eingesetzt werden.

    Mein Arzt, der bei mir die ASS-Intoleranz durch eine Provokation diagnostiziert hat, hat mich auch mit Etoricoxib provoziert, bei dem ich nicht reagiert habe. Das nutze ich nun als Schmerzmedikament, falls ich mal eins benötige. Halt mich damit aber generell zurück.

    Viele Grüße
    Dirk

  6. Hallo, vielen Dank für den Newsletter und die Quellenangabe, so kann ich meinen Ärzten belegen, warum einge Medis mir schaden. Ich habe eine nachgewiesene ASS- Intoleranz (asthmatische Reaktion auf Aspirin) und dazu eine Frage: ich vertrage Ibuprofen bei starken Schmerzen (habe ich selten) ohne Probleme, mein HA sagt dazu, dass Ibu mit der Sali-UV auch nichts zu tun hat und ich es nehmen kann; gibt es dafür eine Erklärung? Vielleicht ähnliche Erfahrungen oder Studien? Liebe Grüße, Michaela

    1. Liebe Michaela,
      Danke für deine Nachricht!
      Ibu gehört zu den klassischen NSAR und hat insofern absolut mit einer Sali-UV zu tun. Dass du Ibu verträgst, ist erstaunlich, denn es gibt laut Literatur eine sehr große Überschneidung (Kreuzreaktion) zwischen Reaktionen auf ASS und auf Ibuprofen.
      Es zeigt aber auch eindrücklich, dass Kreuzreaktionen von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein können. (Nach meiner letzten Ibu fand ich mich am Cortison-Tropf in der Notaufnahme wieder …).
      Trotzdem: wer nicht sicher ist, ob er Ibu verträgt, sollte das auf keinen Fall auf eigene Faust austesten, sondern immer nur unter ärtzlicher Aufsicht.
      Viele Grüße
      Sylke

      1. Hallo Michaela und Sylke,
        auch bei mir hat Ibuprofen immer zu einer Kreuzreaktion geführt. Das ist vor allem tückisch, wenn man versucht die erkältungsähnlichen Symptome der ASS-Intoleranz mit Ibuprofen zu bekämpfen.
        Seit meiner Desaktivierung (500mg ASS) vertrage ich Ibuprofen wieder.
        Liebe Grüße …
        Stefan

          1. Hallo Michaela,
            ich reagiere auch auf Ibuprofen mit leichter Atemnot, Fließschnupfen und tränenden Augen.
            Viele Grüße
            Dirk