Was hilft bei Samter-Trias? Meine persönliche Hitliste

Über die Jahre habe ich vieles ausprobiert, um mit den Symptomen meiner Salicylsäure-Unverträglichkeit besser klar zu kommen und im Alltag so wenig wie möglich eingeschränkt zu sein. Einiges hat mir geholfen – anderes nicht. Ich ziehe Zwischenbilanz und stelle meine persönliche Hitliste der Dinge auf, die mir bei Samter-Trias und Asthma helfen.

In Gesprächen und in euren Forenbeiträgen und Kommentaren merke ich immer wieder, dass praktisch jede/r von uns über die Zeit eine persönliche Strategie entwickelt, seine Symptome so gut wie möglich im Zaum zu halten. Was dabei funktioniert ist für jeden unterschiedlich – denn wir sind alle verschieden. Was funktioniert bei euch? Was nicht? Ich freue mich über eure Kommentare – und darauf, neue Tipps und Tricks kennen zu lernen, die vielleicht auch mir helfen 🙂

Was mir hilft

  1. Salicylsäurearme Ernährung
  2. Kortison
  3. Qi Gong (aber nicht Yoga)
  4. Magnesium
  5. Trinken
  6. Genug schlafen und regelmäßig essen

1. Salicylsäurearme Ernährung

Etwa ein Jahr nach meiner Diagnose Samter-Trias habe ich angefangen, mich salicylsäurearm zu ernähren. Zuerst mehr schlecht als recht und mit sehr vielen „Pannen“, weil mit die nötigen Informationen und die Erfahrung fehlten. Mit der Zeit klappte das Kochen und Essen ohne (bzw. mit wenig) Salicylsäure aber immer besser – und meine Symptome nahmen drastisch ab. Heute brauche ich keine Dauermedikation mehr und die Polypen sind auch ohne Medikamente und OP soweit in Schach, dass ich in der Regel freie Nasenatmung habe.

Zum weiterlesen: Alle Beiträge mit dem Tag „salicylsäurearme Ernährung“

2. Kortison

Dem Himmel sei gedankt für Kortison! So sehr ich das Zeug manchmal verfluche (Nebenwirkungen, ick hör dir trapsen), so sehr bin ich dankbar dafür, dass es Kortison gibt. Für die Fälle, in denen ich zB. im Restaurant etwas falsches gegessen habe. Oder wenn die Nase zuschwillt, weil im Wartezimmer ein Raumduftspray versprüht wurde. Oder auch, wenn sich das Asthma in der Pollenhochsaison doch mal meldet. Wenn ich das Kortisonspray mehrere Tage brauche, stellt sich manchmal als unerwünschter Nebeneffekt eine Mittelohr- oder auch mal eine Blasenentzündung ein oder ich bekomme Nasenbluten. Und es ist auch mühselig, das Kortison nach längeren Einsätzen wieder abgesetzt zu bekommen. Aber: ich kann mich darauf verlassen, dass Kortison mir im Notfall schnell hilft. Das weiss ich inzwischen sehr zu schätzen. Vor allem, wenn die Luftnot (die macnhmal selbst gar nicht so dramatisch scheint) schon zu Müdigkeitsattacken, Weltschmerz und Verzagtheit geführt hat – die mit dem Kortison ebenfalls wieder verschwinden.

Zum weiterlesen: Warum bin ich so infektanfällig, wenn ich Kortison nehme?

3. Qi Gong

Qi Gong ist eine chinesische Meditations- und Bewegungsform, die mit den Kampfkünsten verwandt ist, aber auch als Teil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) zur Erhaltung der Gesundheit oder zur Heilung eingesetzt wird. Eher durch Zufall bin ich auf die spezielle Unterform des Nei Yang Gong gestossen, das langsam fließende Bewegungen einübt, um Körper und Geist zu harmonisieren. Mir geht es entschieden besser, wenn ich es schaffe, zweimal in der Woche 45 bis 60 Minuten Qi Gong zu üben. Inzwischen kann ich bei kleinere Asthmaanfällen auch Qi Gong üben, statt Kortison zu nehmen, um die Symptome zum Verschwinden zu bringen. Man muss allerdings die nötige Zeit dafür aufbringen (und vorher schon einige Zeit ins Üben der Bewegungen investiert haben), damit das klappt. Mir ist das nicht schwer gefallen, weil mir Qi Gong auch sonst gut tut und Spaß macht. (Von Yoga dagegen, das ja auch vielen Menschen mit Asthma hilft, bekomme ich furchtbar schlechte Laune. Merkwürdig, oder?)

Zum weiterlesen: Qi Gong und Nei Yang Gong

4. Magnesium

Magnesium braucht der Körper unter anderem, um Muskelkontraktionen wieder zu lösen. Deshalb bekommt man Krämpfe (= in Kontraktion „erstarrte“ Muskeln), wenn der Körper zu wenig Magnesium hat, z.B. als nächtliche Wadenkrämpfe. Umgekehrt braucht der Körper mehr Magensium, wenn die Muskulatur viel arbeitet oder gar krampft, wie zum Beispiel bei einem Asthmanfall, bei dem die Bronchialmuskulatur verkrampft. Genügend Magnesium ist dann wichtig, damit die Muskulatur sich wieder entspannen kann. Nach einem Glas Magensiumwasser (0,5l Wasser, 1 knapper Teelöffel reines Magnesiumcitrat aus der Apotheke) kann ich oft Schleim aus den Bronchien abhusten, der vorher festsaß, und bekomme besser Luft. Und nächtliche Wadenkrämpfe, die mich früher auch öfters plagten, habe ich auch nicht mehr.

Zum weiterlesen: Magnesium hilft bei Samter-Trias

5. Trinken

Klingt banal, ist es auch, aber: genug Trinken hilft bei Asthma und zugeschwollener Nase. Denn in den oberen wie unteren Atemwegen wird in einem Asthmaanfall oder bei Entzündungen zäher Schleim produziert, der die Atemwege verstopft, wenn er nicht nach draussen transportiert (abgehustet oder ausgeschneuzt) werden kann. Und das ist umso einfacher, je dünnflüssiger der Schleim ist. Und dabei hilft: Trinken!

Zum weiterlesen: Ohne Wasser läuft gar nix

6. Genug schlafen und regelmäßig essen

Auch banal – auch wichtig. Wenn ich zu wenig schlafe oder Mahlzeiten auslasse oder ungebührlich verschiebe, dann rächt sich das unmittelbar mit „zuer“ Nase. Bei verspäteten Mahlzeiten werden auch noch Hände und Füße eiskalt. Kommt dann das Essen, spüre ich direkt, wie die Hände wieder warm werden. Und die Nase frei. Schön ist das!

Übrigens: den Ausgang nahm das Samter-Drama bei mir in Zeiten, in denen ich aus verschiedenen Gründen über mehrere Monate hinweg viel zu wenig und sehr schlecht geschlafen und auch sonst nicht sehr auf die Bedürfnisse meines Körpers geachtet habe. Das Schöne ist aber: umgekehrt funktioniert es auch! Wenn ich regelmäßig schlafe und esse und zwischendurch auch mal für Entspannung sorge, dann geht es mir, meinem Asthma und meiner Nase gleich ein wenig besser ?

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8 Kommentare

  1. hallo sylke,

    vielen dank für all die guten infos und die mühe, die du dir schon so lange machst um anderen zu helfen.

    ich weiß zwar mittlerweile eh schon viel über mcas, histaminose, sal-uv, kreuzallergien usw usw, aber beim lesen hier fallen mir doch noch neue dinge (bzw. alte, die ich einfach ignoriert habe, weil ich lange eh nichts dran ändern konnte) ein bzw. auf und ich kann demnächst sicher noch einiges bessern.

    zu deinem cortisonproblem:
    es gibt auch homöop. mittel, die wie cortison wirken und wie alle hom. mittel bei richtiger anwendung null nebenwirkungen haben.
    wenn man selbst keine ausbildung hat, braucht man aber einen arzt, der sich wirklich gut damit auskennt und die sind leider selten.
    wenn man keine groben fehler macht und keine hochpotenzen nimmt, sondern nur d6-d12 kann zwar eigentlich nichts schlimmes passieren, aber es hilft dann auch oft nicht oder nur sehr wenig und so ein mittel kostet halt auch ca. 9 – 9,50 euro (wobei es in vielen apotheken 20 % rabatt gibt, dann also nur ca. 7,50. reicht aber auch sehr lange, weil man jedes mal nur 5 globuli nimmt).
    ich hab damit (plus biokost usw) ja sogar das angeblich nicht therapierbare nierenversagen usw. wieder normalisieren können.

    lg
    maya

    1. Hallo Maya,
      ja, das mit der Suche nach guten Ärzten fühlt sich für mich schon oft an wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Wenn du Tipps hast, wie man gute Ärzte findet, freue ich mich: vielleicht kennst du ja Insider-Tricks? 🙂

      Mit Homöopathie habe ich bisher, offen gesagt, wenig Erfahrung und bin bisher immer davon ausgegangen, dass Globuli eine gute Entschuldigung dafür sind, keine Medikamente (inkl. Nebenwirkungen) zu nehmen – sondern den Körper das Problem selbst regeln zu lassen. Was ja in vielen Fällen auch schon sehr viel wert ist. Ich würde mich aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen lassen, denn wie du schon schreibt: Nebenwirkungen sind ja nicht zu erwarten – es gibt also nichts zu verlieren.
      Viele Grüße
      Sylke

      1. hallo sylke,

        negatives zur homöopathie wird immer von „experten“ behauptet, die null ahnung haben. teils sagen sie sogar sachen wie z.b. daß eine d12 doppelt so viel „verdünnt“ ist wie eine d6. sie sind dann also in der schule noch nicht mal bis zur potenzrechnung vorgedrungen, da fragt man sich wie sie das abi geschafft haben.

        ich habe früher einige jahre in der praxis eines wirklich guten homöop. arztes die gesundheits- und ernährungsberatung gemacht und da miterlebt wie auch sehr schwer kranke, die vorher vergeblich bei -zig ärzten incl. uni waren, wieder gesund wurden.
        es gab da nur hom. mittel plus änderung der ernährung (bio usw) und der lebensweise. noch nicht mal die krebspatienten brauchten noch was anderes, noch nicht mal mehr schmerzmittel, auch die schon im endstadium waren als sie zu ihm kamen. gesund wurden aber nur die krebspatienten, die rechtzeitig kamen, die im endstadium (die meist schon bis zum skelett abgemagert waren und teils im krankenwagen gebracht werden mußten) haben aber sehr viel länger gelebt als von uni usw. gesagt (teils über 3 jahre statt 3 tage oder 3 wochen) und das so fit, daß sie lange wanderungen machen konnten und völlig schmerzfrei waren.
        ich bin dann weit weggezogen und hab als es mir schlecht ging vergeblich nach einem arzt gesucht, der sich auch mit homöopathie auskennt. viele hatten es auf dem schild stehen, wurden mir teils auch empfohlen, hatten aber null ahnung. teils nahmen sie aber sehr viel geld……
        da ich aber nicht nur med. ausbildungen, sondern auch eine mehrjährige ganztägige homöop. ausbildung habe, hab ich mich dann selbst behandelt und wie gesagt, sogar das angeblich nicht therapierbare nierenversagen und die angeblich nicht ohne op behandelbaren gelenke und das angeblich nicht ohne asthmaspray und cortison therapierbare asthma usw. usw. wieder hinbekommen.
        funktioniert alles schon seit 20 jahren wieder normal und die gelenke sind schmerzfrei, muß nur aufpassen, daß ich sie nicht zu sehr belaste, kann aber problemlos 5 std. am stück durch die stadt oder den wald laufen und das damals schon komplett versteifte re. schultergelenk funktioniert seit 20 jahren auch wieder normal.

        das problem bei der homöopathie sind nicht die nebenwirkungen. die gibt es zwar auch, aber nur wenn man einiges falsch macht und auch dann sind sie meist völlig harmlos und verschwinden wieder, wenn man das mittel nicht mehr nimmt (ernste können auch auftreten, aber dafür muß man schon ne menge falsch machen). sondern daß man fast immer das für den jeweiligen patienten genau passende mittel finden muß. und dafür braucht man halt sehr viel mehr als die paar kurse, die die meisten haben.
        bei einigen wenigen beschwerden ist es einfacher, bei den meisten aber sehr kompliziert.
        bei allergien gibt es z.b. ein paar mittel (z.b. galphimia d6 als allergiemittel, luffa d6 bei verstopfter nase, cardiospermum d6 als cortisonersatz usw usw), die sich so bewährt haben, daß man sie ausprobieren kann.
        da bei einer normalen allergie die symptome und modalitäten bei den meisten leuten gleich sind, ist da die umfangreiche mittelsuche nicht immer nötig.
        außerdem muß man auch noch wissen, was man nicht machen darf, wenn man hom. mittel nimmt, weil manche sachen die wirkung stören bzw. verhindern können (teils reicht da schon eine tasse kaffee oder kräutertee oder ein hustenbonbon oder zahnpasta oder oder oder). steht teils im inet (antidote usw), aber halt nur teilweise und ist auch noch bei jedem mittel anders.
        ich nehm auch bei anderen reaktionen (mcas, sal-uv usw.) versch. hom. allergiemittel, weil die mir soweit helfen, daß die beschwerden damit deutlich weniger sind.
        das genau passende mittel zu finden, ist für mich bei der vielzahl der beschwerden und trigger usw. völlig unmöglich. aber da gelenke und innere organe seit 20 jahren wieder normal funktionieren, ist das ja schon mal sehr viel mehr als die ärzte damals für möglich gehalten haben. sogar meine augen haben sich gebessert. lt. der aussagen der augenärzte (teils schon vor fast 40 jahren) müßte ich jetzt eigentlich schon lange blind sein (maligne myopie, maculadegeneration,katarakt usw.), aber links seh ich jetzt viel mehr als vor 30 jahren und re. konnte ich es auch ein bißl bessern, wenn auch nicht so viel wie links, weil re. schon viel zu viel kaputt war (netzhautrisse, glaskörperblutungen usw.).
        nur an der extremen chemie-uv konnte ich leider noch nichts ändern. seit kurzem reagier ich sogar auf mein parfümfreies shampoo, das ich jahrelang vertragen habe. werde da jetzt erst mal einfache hausmittel testen. bei den gekauften ist eigentlich immer was drin, das nicht geht. teils viel chemie, teils „natürliche“ parfümstoffe usw.
        na ja, langweilig wird es nie, wenn man etliche krankheiten bzw. störungen, nmuv, allergien usw. gleichzeitig hat. *g*

        lg
        maya

  2. Hallo Sylke,
    MCTöl wird aus Kokosöl gewonnen und ich benutze es, weil ich mich ketogen ernähre und Kraftsport mache. Benutze es zur Zeit etwas sparsam, da ich mich mit nativem Kokosöl abgeschossen habe und meine Haut noch ziemlich rumspinnt. Dadurch, dass ich kein Getreide mehr esse, hat sich meine Histaminose sehr gebessert, aber leider habe ich das auch auf die Salis bezogen und wurde eines besseren gelehrt.?
    Ich danke Dir für Deine Mühe und Deine schnellen Antworten??

  3. Hallo Carola,

    hm: MCT-Fette heisst ja erstmal nur, dass es sich um kurz- un dmittelkettige Fettsäuren handelt. Ich weiss nicht, ob die ausbestimmten Fetten / Ölen hergestellt werden: daraus könnte man dann evtl. auf den Saligehalt schließen. Es könnte aber auch sein, dass bei der Fraktionierung sowieso alle Fettbegleitstoffe entfernt werden. Ich weiss es nicht.
    Warum nimmst du MCT-Öle? (Ich kenne das nur für Fälle, in denen die Fettresorption für langkettige Fett gestört ist und man deshalb auf MCT-Fette umsteigen muss. Und angeblich schmecken MCT-Fette auch gar nicht gut?)

    Von einem Test auf Salicylate mit Eisenchlorid habe ich noch nicht gehört. Würde mich aber wundern, wenn das so einfach wäre: dann müsste es doch viel merh Infos zum Saligehalt von Lebensmitteln geben?

    Vielleicht liest hier ein Chemiker mit und kann Aufklärung leisten?

    Viele Grüße
    Sylke

  4. Hallo,
    ich habe da mal eine Frage? Ich nehme Schwarzkümmelöl und-Saat. Histamintechnisch bin ich im grünen Bereich, aber wie sieht es mit den Salis aus?

    1. Hallo Carola,

      hm, keine Ahnung: zu Schwarzkümmelöl habe ich keine Informationen zum Saligehalt. Hat jemand vielleicht schon Erfahrung damit gemacht?

      Und hilft es dir denn?

      Viele Grüße
      Sylke

      P.S.:Ich habe gerade Borretsch-Öl „im Test“ wegen der Gamma-Linolensäure. Sali-technisch ist das OK. Ob es außer nicht zu schaden auch noch hilft, weiss ich noch nicht 😉