Was ist Samter-Trias?

Von Samter-Trias spricht man, wenn die drei Beschwerden Asthma, Polypen und Salicylsäure-Unverträglichkeit gemeinsam auftreten. Häufig wird eine Samter-Trias zuerst diagnostiziert, wenn ein Betroffener nach Einnahme einer Aspirin bzw. ASS-Tablette mit einem Asthma-Anfall reagiert. Denn ASS enthält Salicylsäure in sehr konzentrierter Form (ASS = Acetyl-Salicylsäure), so dass die Reaktionen entsprechend heftig und deutlich ist. Tatsächlich wird das Samter-Syndrom häufig auch als ASS-Intoleranz oder Aspirin-Unverträglichkeit bezeichnet.

Die Bezeichnung Aspirin-Intoleranz oder ASS-Unverträglichkeit ist jedoch irreführend, denn Salicylsäure und verwandte chemische Stoffe kommen nicht nur in Medikamenten vor, sondern auch in vielen Lebensmitteln, in Lebensmittelfarben, Konservierungsstoffen und Aroma- und Duftstoffen.

Vom Samter-Syndrom Betroffene reagieren deshalb häufig nicht nur auf die extrem hohen Dosen von Salicylsäure in Medikamenten, sondern auch auf niedrigere – aber ständig aufgenommene Mengen – von Salicylaten z.B. in bestimmten Obst und Gemüsesorten, Kräutern, gefärbten und konservierten Nahrungsmitteln, Zahnpasta und Kosmetika etc.

Was will diese Website?

Als bei mir im Frühjahr 2010 die Diagnose Samter-Syndrom gestellt wurde, hatte ich viele Fragen: Wie wirkt Kortison? Wie bekomme ich Nebenwirkungen von Medikamenten in den Griff? Was kann ich tun, um meine Beschwerden zu lindern und weniger Medikamente zu benötigen? Können sich Asthma und Polypen wieder zurückbilden? Wie kann ich eine Besserung meiner Krankheit unterstützen?

Nach vielen Informationen musste ich lange recherchieren. Zu vielen Fragen wünsche ich mir immer noch mehr Informationen. Auf dieser Website will ich die Informationen rund um Asthma, Polypen und Salicylsäure-Unverträglichkeit zusammen tragen, die ich mir nach meiner Diagnose „Samter-Trias“ selbst gewünscht hätte.

Und ich erhoffe mir einen Erfahrungsaustausch mit anderen „Samter-Betroffenen“: Wie ist es euch ergangen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was hat geholfen? Was war kontraproduktiv? Ich freue mich darauf, von euch zu hören!

Weiter zu: Diagnose „Samter-Trias“ – Was sind meine Alternativen?

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175 Gedanken zu “Was ist Samter-Trias?

  1. Hallo, nach langem suchen bin ich auf diese Seite gestoßen und sehr dankbar, dass sich es sie gibt. Kurz: Herzinfarkt-Stent-nach dem dritten Tag im Krankenhaus Atemnot und Asthma- nach 1 Jahr austesten bleibt nur ASS als „Auslöser“ übrig – nun stehe ich vor der Frage: ASS-Desaktivierung versuchen ?
    Gruß Alfred

    • Ich habe seit 4Tagen on ragiert die Deaktivierung hinter mir.Es war nicht schlimm!! Mir gehts jetzt schon besser! Bekomme mehr Luft,fühle mich fitter.Habe mich seit 5Jahren gedrückt und bin froh es jetzt geamcht zu haben!

  2. Hallo Samter Berlin,
    habe gleichartige Beschwerden,Asthma/Dauerschnupfen und etwas mehr. Kam nach Einnahme von 2 Aspirin ins Krankenhaus weil ich keine Luft mehr bekam. Wie hat man bei dir die Diagnose gestellt. Ich habe keine Lust auf eine Provokation, da ich ja weiß, dass mir die Lunge zugeht. Habe was von einem Bluttest gelesen. Ist der
    Nachweis dabei ganz sicher?
    Grüße

    • Hallo,

      die Diagnose ist bei mir aufgrund wiederholter Asthma-Reaktionen auf Aspirin und einer Krankenhauseinlieferung mit akuter Atemnot nach einer Ibuprofen 600 von meinem Lungenarzt gestellt worden. Ohne Provokationstest: die Reaktionen waren eindeutig.

      Warst du denn schon bei einer Lungenärztin? Ich denke, die wird eine eindeutige Diagnose stellen können, wenn du ihr deine Symptome schilderst.

      Einen Bluttest auf Salicylsäure-Unverträglichkeit kenne ich nicht. Ich weiss nur, dass die typischen Allergie-Bluttests für eine Salicylsäure-Unverträglichkeit nicht funktionieren, weil bei einer Unverträglichkeit das Immunsystem nicht beteiligt ist. Deshalb werden auch keine Antikörper vom Typ IgE gebildet, die über Haut- oder Bluttests nachgewiesen werden könnten (siehe auch im Beitrag Salicylsäure-Unverträglichkeit vs. Lebensmittelallergie.)

      Viele Grüße
      Sylke

    • Hallo,

      ich hab mich jetzt nochmal schlau gemacht und die Antwort ist eindeutig: es gibt (derzeit) keine Bluttests, mit denen man eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit nachweisen kann. Denn Bluttests funktionieren nur bei Allergien. inzwischen erfahren, dass es tatsächlich einen Bluttest gibt, der zur Diagnose von Salicylsäure-Unverträglichkeit eingesetzt wird. Siehe dazu auch den Beitrag Gibt es einen Bluttest zur Diagnose von Salicylsäure-Intoleranz?

      Viele Grüße
      Sylke

  3. Hallo Samter-Berlin,
    laut Internet gibt es den Bluttest. Allerdings muß man den selber zahlen (ca. 300 Euro). Ist nur die Frage der Zuverlässigkeit. Das mit dem Lungenarzt ist eine gute Idee. Ich sehe ihn aber schon wieder vor mir. Salicylsäure-Unverträglichkeit? Wie wollen sie das wissen. Nehmen sie ihr Spray weiter.., das wars. Das ich nach der Einnahme von Aspirin ins Krankenhaus gekommen bin hat ihn nicht beeindruckt. Auch die Uni-Klinik in Tübingen ist nicht draufgekommen, das ich so ein Problem haben könnte. Na ja,

    Gruß

    • Hallo,
      schick doch mal den Link zu diesem Bluttest: das interessiert mich sehr, wie eine Salicylsäure-Unverträglichkeit im Blut nachgewiesen werden kann / soll.

      Das Problem mit den uninteressierten Ärzten kenne ich. Viele Ärzte beschränken sich allein darauf, das passende Medikament zu finden, um die Beschwerden zu kontrollieren. Die Ursachen bleiben unberücksichtigt, denn ein medikamentös kontrolliertes Asthma gilt schon als Behandlungserfolg. Ist es ja auch! Nur sollte man da nicht stehen bleiben, sondern, wenn möglich, den Ursachen auf den Grund gehen und dort ansetzen, damit das Asthma erst gar nicht mehr entsteht.

      Salicylsäure-Unverträglichkeit gilt in Deutschland zudem als nicht durch Karenz – also Vermeidung u.a. durch eine salicylsäurearme Diät – oder sonstwie behandelbar (s. dazu auch den Beitrag unter http://samter-trias.de/salicylsaeurearme-ernaehrung/ ). Vermutlich auch deshalb interessieren sich die meisten Ärzte nicht für dieses Thema.

      Vielleicht solltest du dich trotzdem nochmal auf die Suche nach einem anderen Arzt machen, der Samter diagnostizieren oder ausschließen kann. Denn es *gibt* Ärzte, die sich damit auskennen 😉 So bekämest du wenigstens Informationen über Medikamente, die du bei der Diagnose Samter vermeiden musst und hast einen Ansprechpartner, wenn Fragen in diese Richtung auftauchen.

      Wo wohnst du denn? Vielleicht kennt jemand dort einen guten Arzt.

      Eine weitere Möglichkeit ist, durch eine Ausschlussdiät zu testen, ob die Salicylsäure (eine) der Ursachen für dein Asthma ist. Bei einer Ausschlussdiät ernährst du dich für einige Wochen salicylsäurearm und vermeidest auch sonstige Salizylate (in Medikamenten, Kosmetikprodukten etc.) so weit wie möglich und schaust, ob deine Beschwerden sich bessern.

      Wenn du das probieren möchtest, kann ich gerne mal aus meiner Fachliteratur versuchen zusammen zu tragen, wie man so etwas am besten angeht.

      Viele Grüße
      Sylke

  4. Hallo Sylke.

    Vielen Dank für die tolle Web-Präsentation. Ich gehöre seit langem zu dem Betroffenen-Kreis und freue mich über jede ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema durch Betroffene/Patienten. Mein eigener Erfahrungsbericht ist auf der angegebenen Web-Site hinterlegt. Wie Sie erkennen werden, ist Salicylsäure-Unverträglichkeit eine Baustelle, der ich mich bislang noch nicht zugewandt habe. Dies wird jetzt jedoch geschehen. Nicht zuletzt Ihrer Gedanken wegen. Dafür also noch einmal herzlichen Dank.
    Oliver Tiberius

    • Hallo Oliver,

      vielen Dank für deinen Kommentar: ich freue mich sehr, wenn meine Erfahrungen anderen Betroffenen helfen!

      Ich hab deinen Erfahrungsbericht zu Polypen auf http://www.das-zeitzeichen.de/nasenpolypen/ gelesen: oha, das nenn ich eine intensive Beziehung zu Polypen …

      Immer wiederkehrende Nasenpolypen sind in der Tat sehr typisch für eine (unentdeckte / unbehandelte) Salicylsäure-Unverträglichkeit. (Hautaussschlag übrigens auch …) Und auch andere von dir beschriebene Phänomene kenne ich gut (Asthma beim Friseur und in der Parfüm-Abteilung, zunehmende Beschwerden nach Alkohol).

      Es lohnt sich also vermutlich, wenn du der Salicylsäure-Spur nachgehst.

      Verträgst du denn Aspirin?

      Ich drücke drücke beide Daumen, dass du deinen Polypen auf die Spur und sie vielleicht in Zukunft auch ohne (oder doch mit weniger häufigen) OPs in den Griff bekommst!

      Viele Grüße
      Sylke

  5. Hallo,
    Walter Ziss aus Freising hat 2006 eine interessante Veröffentlichung gemacht:
    „Aspirin-Intoleranz, Polyposis nasi mit chronischer Sinusitis und Asthma bronichiale – Widal-Samter-Trias; neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten mit Applied Kinesiology (AK)“
    Ich meine das ist die Veröffentlichung seiner Doktorarbeit. Er ist Arzt für HNO-Heilkunde und Allergologie. ISBN-13:978-3-9811286-0-4
    Kann wahrscheinlich auch über seine Praxis in Freising bezogen werden.

    Gruß Simone

    • Hallo Simone,
      Danke für den Hinweis.
      Die Veröffentlichung von Walter Ziss ist in der Tat sehr spannend. Für mich ist das Interessanteste, dass er der Spur nachgegangen ist, dass Samter eine Form der Fettstoffwechselstörung sein könnte, die durch vermehrte Omega-3-Fettsäure (und verminderte Omega-6-Fettsäure / Arachidonsäure) in der Nahrung behandelt werden kann. Und nach seinen Berichten ist er damit sehr erfolgreich. (Wobei seine Behandlung noch andere Aspekte umfasst, aber die durchgängige Gemeinsamkeit ist die Gabe von Omega 3 Fettsäure).

      Ist denn hier jemand, der bei Dr. Ziss in Behandlung war oder ist und von seinen Erfahrungen berichten kann? Oder jemand, der anderweitig Erfahrungen mit Reduktion von Arachidonsäure / Omega 6 Fettsäure und Einnahme von Omega-3-Fettsäure gemacht hat?

      Viele Grüße
      Sylke

  6. Hallo,

    wie ist es toll, dass es das Internet gibt!!!!!
    Sie haben da eine wunderbare Web-Seite ins Leben gerufen,echt !!!!!

    Ich bin selbst Betroffene, habe ganz viel Erfahrung (40 Jahre) und so ziemlich alles mitgemacht.
    Ich könnte jetzt zig Seiten schreiben, aber im Moment fehlt mir die Zeit.
    Nur mal in Kurzform: geholfen:
    Dr. Ziss, Fettstoffwechselstörung,Salicylatarme Ernährung, Salicylatfreie Pflegeprodukte, Fastenkuren…..
    nicht geholfen: 22 OP´s Polypen, Desaktivierung ASS, und noch mehr
    Diese Stoffwechselstörung bzw Körperchemie ist sehr kompliziert nur mit Omega 3 supp. ist es nicht gemacht, da feht meist auch Chrom oder Zink, Dr. Ziss testet kinesologisch aus.Die Broschüre von http://www.AKSE.de ist sehr interessant. Für heute liebe Grüße .R.K

    • Hallo Rita, ist sehr interessant was du schreibst. Ich habe mir die Broschüre bestellt und gelesen – jedoch in mehreren Foren auch „Betroffene“ vernommen, welche die „Ziss-Methode“ nicht geholfen hat. Ja eine hat ihn sogar als „Scharlatan“ bezeichnet. Kannst du deine „Heilung“ näher erläutern?

  7. Hallo Alf,
    also von „Heilung“ zu reden wäre nicht korrekt.
    sagen wir Besserung.
    Ich war 2009 bei Dr. Ziss (durch einen Vortrag in der Klösterl Apotheke).

    Diagnose und Therapie durch AK. Es kam heraus etliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Ei, Weizen, Tomaten usw.) natürlich auch Salicylsäurehaltige Gemüse und Obstsorten)
    Auf Omega 3 (hochdosiert) und Olebanum, Zink, Vit.C wurde ich eingestellt.
    Später war ich nochmal dort und bekam dann Chrom und B6 dazu.
    Es besserte sich , die Nase war große Strecken frei auch das Asthma war ganz gut.
    Leider ist es so aufwendig die Salicylarme Kost einzuhalten. Der Fettsäurestatus, den ich machen lies, war auch verändert aber noch nicht optimal.
    2012 bekam ich einen Rückfall (Ernährungsmässig geschludert)
    Ich ging jetzt einen anderen Weg (Dr. Ziss war einfach zu weit,350 Km von meinem Wohnort.) Große Fastenkur mit Darmsrnierung,da habe ich heute, Aug 2013, noch ganz viel davon.
    Immer im Blick die Salicylsäure, die ist nach wie vor das große Problem…..
    Habe jetzt im Haushalt und im Kosmetikbereich alles salicylhaltige verbannt und bin noch ein Stückchen weiter.
    Nehme immernoch Omega3 .
    Ich suche einen Weg die Salicylsäure im Körper besser abzubauen und auszuscheiden.
    Nochmal zu Dr. Ziss, er ist schon sehr fähig und überhaupt, dass er sich mit diesem Problem beschäftigt. Andere HNO-Ärzte sehen Polypen und wetzen das Messer, und Niemand stellt sich die Frage, wieso—warum—–woher!
    Das war es für heute, hoffe es hat Dir geholfen Gruß rita

    • Huhu:)
      ich bin mal wieder verzweifelt am Stöbern und habe fasziniert deinen Beitrag gelesen Rita. Im Moment versuche ich mich auch salicylarm zu ernähren (seit ca.3 Wochen) merke aber keine Besserung. Wie lange hat das denn bei dir/euch gedauert bis die Symptome dadurch gelindert wurden? Ich war auch bei Herrn Dr. Ziss und versuche es eben seit dem mit Ernährungsumstellung (mit Pause wegen Schwangerschaft ca. 1,5 Jahre). Leider merke ich nicht viel und wegen meiner ausgeprägten Symptome, besonders dem Asthma muss ich leider neben den vielen Sprays auch dauerhaft systemisch Cortison nehmen. Ich habe allerdings auch noch nicht Kosmetik und Co auf den Prüfstand gestellt. Könntest du uns vielleicht eine Liste über die Produkte geben die „save“ sind? Oder kennst du einen Link zu solchen Infos. Ich bin echt am Verzweifeln und versuche noch dazu histaminarm zu Essen in der Hoffnung, dass das irgendwie hilft. -Nur wegen dem Stillen ist das grad nicht so einfach, da so wahnsinnig viel wegfällt. Fasten und Ausschlussdiät würde ich auch sofort probieren, habe da aber keinerlei Erfahrung. Weiß da Jemand vielleicht gut Literatur?
      Habt einen schönen Abend

      • Hallo Leni,

        ich kann nicht mehr genau sagen, wie lange es bei mir gedauert hat, bis die Symptome (vor allem das Asthma) sich gebessert haben. Vor allem deshalb, weil meine Umstellung auf salicylsäurearme Ernährung quasi „schleichend“ war: ich hatte zu Beginn nur sehr wenige und vor allem sehr lückenhafte Informationen, welche Nahrungsmittel salicylsäurearm sind und habe deshalb zu Beginn zwar vieles Weggelassen, vieles andere aber – mangels Wissen – eben auch nicht. Aber ein paar Wochen waren es schon.

        Das „Handbuch zur Ausschlussdiät“ vom RPAH sagt: meist klingen die Symptome nach 2 bis 4 Wochen ab, es kann aber auch bis zu 8 Wochen dauern. Haben sich die Symptome nach 8 Wochen noch nicht gebessert, sollte man die Diät nochmal kritisch überprüfen und schauen, ob alles ausgelassen wurde, was verdächtig ist. Ist man sicher, dass Salicylate, biogene Amine und Glutamate (die drei Lebensmittel-Inhaltsstoffe mit den häufigsten Unverträglichkeitsreaktionen) ausgeschlossen sind (z.B. auch in Zahnpasta!) und es tritt keine Besserung ein, sollte man die nächsten „üblichen Verdächtigen“ mit ausschließen: Milchprodukte und Gluten. Bringt das auch nichts, hat man wahrscheinlich keine Unverträglichkeit – und kann langsam wieder anfangen, alles zu essen. (Wäre ja auch schön! 🙂

        Auf der Seite Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln habe ich zusammengefasst, wo es Infos zu salicylsäure- (und histamin- und glutenarmer) Ernährung gibt, die ich hilfreich fand.

        Kosmetika benutze ich sogut wie gar nicht. Statt Sonnencreme gehe ich in den Schatten oder ziehe ein langärmliges dünnes T-Shirt über. Shampoo/Waschlotion gibt es z.B. bei Rossmann, Marke „Babycare“: ohne Duftstoffe etc. (mit einem DAAB-Siegel). Salicysäurearme Zahnpasta habe ich in Deutschland bisher nicht gefunden. Ich nehme Salz oder Natron und eine ionische Zahnbürste, die auch ganz ohne Zahnpasta auskommt (einfach mal nach „Soladey Zahnbürste“ googeln).

        Ich hoffe, diese Infos helfen dir erstmal weiter!?

        Alles Gute und viele Grüße
        Sylke

        • Liebe Sylke,
          ich habe mich ganz arg gefreut, dass du mir so schnell geantwortet hast. DANKE:)
          Die Tipps sind super, v.a. das mit der Zahnpasta war mir gar nicht klar….werd heut gleich mal Natron versuchen;)
          Werde versuchen mit das Buch das du erwähnt hast zu besorgen -kennst du da auch eine deutsche Bezugsquelle? Ich hab nach langer Suche nur die australische Website der Klinik gefunden die aber auch hier her schicken. Notfalls mach ich das dann eben so, hauptsache neue Erkenntnisse und hoffentlich ein bisschen Lindernung;)
          Ja es kann gut sein, dass ich aus versehen doch Salicylhalitge Dinge gegessen habe, wobei ich eigentlich schon wirklich sehr streng drauf achte. (Dachte ich jedenfalls;)) Deine Seite mit den Nahrungsmitteln und Links war super aufschlussreich. Aber du musst nicht auch noch auch Histamin achten, oder?
          Ich bin halt auch noch nicht desaktiviert, aber mir graut auch so davor. -Bin jetzt 27 und es fühlt sich einfach nicht gut an, die Vorstellung ab jetzt dieses Zeugs zu schlucken. Deshalb bleib ich mal noch bei der Ernährungsumstellung. Ich wär allein ja schon dankbar, wenn ich nur mit den Cortisonsprays auskommen würde (mein momentanes großes Ziel;))

          Dann nochmal vielen Dank, es ist wirklich so toll, sich hier (endlich) austauschen zu können und ein bisschen Energie zu tanken
          Viele Grüße Leni

          • Hallo Leni,

            jaja, die Zahnpasta: ein häufiger Stolperstein (weil sie normalerweise viel Menthol/Minze… enthält, die wiederum extrem viel Salicylsäure enthält).

            Das Elimination Diet Handbuch gibt es leider tatsächlich nur direkt bei der australischen Klinik. Für mich hat es sich trotzdem gelohnt: endlich umfassende Infos!!

            Und, ja: ich muss auch auf Histamin achten und reagiere auch auf Glutamat. Aber das macht bei der Elimination Diet nix, denn die funktioniert so, dass sie erstmal Salicylate, biogene Amine (zu denen auch Histamin zählt) und MSG (Glutamate) ausschließt. Wenn die Symptome dann abgeklungen sind kann man nach und nach testen, ob man z.B. Glutamate oder bestimme Mengen Histamin nicht doch verträgt (ich kann z.b. auch mal eine Banane essen, ohne gleich Migräne zu bekommen. Bei 3 Bananen in der Woche oder einer Dose Thunfisch sieht das dann schon anders aus…).

            Eine Desaktivierung hab ich übrigens auch nicht machen lassen: zum einen, weil auch ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, den Rest meines Lebens Aspirin zu essen. Zum anderen aber natürlich auch deshalb, weil bei mir Nutzen und Risiko in keinem gesunden Verhältnis mehr stünden, denn seit ich mich salicylsäure- (und histamin- und glutamat-)arm ernähre, habe ich nur noch ganz selten Asthmaanfälle und lebe ohne Dauermedikation.

            Wie bist du denn drauf gekommen, dass Salicylate und Histamin bei dir die Übeltäter sind?

            Viele Grüße
            Sylke

  8. Ja Rita vielen Dank – es ist immer gut, wenn man mehrere Meinungen hört- hast du schon die ASS-Desaktivierung hinter dir und wenn ja, wann und wo? LG Alf

    • Hallo Alf,
      ja, die ASS-Desaktivierung habe ich 1987 in der Hochgebitgsklinik Davos mitgemacht….. 1 Woche schrecklich.Asthma ohne Ende, aber am Schluss 500mg Asperin war es dann ok.
      Leider habe ich die Chemiebombe nicht gut vertragen. Vom Asthma und Polypen war es 80% gut.
      Nach 8 Monaten bekam ich große Probleme (Unterleib) mußte operiert werden und somit die ASS absetzen. Dann begann das ganze Drama von vorne. Es wurde sogar noch schlimmer, Nase somit Kopf total zu.
      1992 hatte ich dann die schwerste und letzte Polypen-OP. Danach nahm ich das Ruder erstmal selbst in die Hand.
      Fasten und strenge Diät, oh Wunder……es half
      Über 10 Jahre waren dann gesundheitlich sehr gut, also die Desaktivierung, aus meiner Sicht…..Bullshit…………grüße Rita

  9. Hallo Rita,
    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht auch von mir!
    Mir ist aufgefallen, dass in den meisten Foren und Kommentaren positive Berichte zur ASS-Desaktivierung nur von Menschen zu kommen scheinen, die die Desaktivierung relativ frisch gemacht haben.

    Das kann nun daran liegen, dass die „Oldies“ sich einfach nicht mehr so viel mit dem Thema beschäftigen, weil ihr Problem gelöst ist (das wäre schön). Oder daran, dass eventuelle Nachteile der ASS-Desaktivierung (Nebenwirkungen) sich erst nach einiger Zeit zeigen.

    Ist denn jemand unter den Lesern, der schon länger als drei Jahre mit guten Erfolgen mit der ASS-Desaktivierung lebt? Dann meldet euch doch bitte, damit mein eventuell schiefes Bild zurecht gerückt werden kann! 🙂

    Viele Grüße
    Sylke

  10. Hallo Sylke, Hallo Leni
    bin aus dem Urlaub zurück,
    jetzt muss ich mal sortieren, was ich Euch alles schreiben wollte.
    Zuerstmal zur Weizenintolleranz……, was ich bei Dir Sylke mal gelesen habe, schau mal rein bei Dr. Dr. med. Karl Probst (Leben ohne Brot) es geht um WGA, na lies mal, bei mir ist es auch so : Weizen geht garnicht, aber Dinkel geht in Massen,

    So jetzt zu den Salicylfreien Prodkten, Kosmetik usw.
    da schaut mal rein bei den Fibromyalgie-Leuten)
    Salfreeproducts………..

    Ihr müsst Euch unbedingt den Film : Fasten-die neuesten Erkenntnisse , mal anschauen, er ist noch auf YOUTUBE, in 2oder 3 teilen zu sehen, es wurde mal auf ARTE gezeigt. Sehr interessant was der russische Arzt über Asthma und Histamine sagt.
    Übrigens in Berlin Charite ist Prof. Michalsen, vielleicht ist der kompetent……………….das war es für heute liebe Grüße und viel Luft
    rita

  11. Liebe Rita, ich danke dir für deine Antwort und die guten Tipps. Ich ernähre mich nun seit 5 Wochen streng Salicylfrei (nach dem Elemination Diet Handbook, danke dir für den Rat Sylke). Ich fühle mich zwar irgendwie besser, aber ich habe nach wie vor starke Symptome und mein Peak Flow ist sehr schlecht. Bei mir sind dies v.a. extrem ekliger, zäher Schleim in der Lunge und auch in den NNH. Habt ihr das auch? Vielleicht habe ich auch noch irgendwelche Bakterien die mitmischen…aber da weiß ich auch nicht was ich machen kann, denn Antibiotikum hat da noch nie geholfen. …Naja und jetzt habe ich seit 5 Tagen auch noch komplett die glutenhaltigen Produkte weggelassen und werde weiter beobachten.;)
    Gestern war ich dann noch in München in der ASS-Sprechstunde. Hier wurde mir eine erneute OP und dann Desaktivierung ans Herz gelegt. Aber vor beidem graut es mir ganz schrecklich…
    Nachdem ich aber durch das Stillen meines Sohnes sowieso nicht vor dem Frühjahr für mehrere Tage in ein Krankenhaus gehen kann, habe ich mir bis dahin Aufschub gewährt und versuche es eben weiter mit der Ernährung. Ich werde dann als nächstes noch Milchprodukte weglassen…nur was mache ich wenn da auch nix rauskommt? Eigentlich MUSS ich doch eine Verbesserung merken, wenn es ASS-Intoleranz ist, oder?
    Hmm…Naja das geht mir momentan alles im Kopf rum;). -Rita, auch vielen lieben Dank nochmal für den Hinweis mit dem Fasten. Das möchte ich unbedingt versuchen (nach dem Stillen natürlich;)). -Werde mich deinen Filmtipp gleich noch ansehen.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von euch bzw. anderen Betroffen mal ein bisschen die Symptome genau beschrieben bekäme, weil mir kommt das so komisch vor mit diesem schrecklichen Schleim. Die Ärzte sind auch immer so verwundert deshalb und fragen immer tausend mal nach, ob ich denn nicht auch Fließschnupfen oder Riechminderung habe etc…
    Ich freue mich schon sehr von euch zu hören:)
    Schöne, herbstliche Grüße
    Leni

    • Hallo liebe Leni,
      ich bin auch neu hier und bin begeistert von den vielen Infos. Zu dem Schleim/Sekret das Du beschreibst – könnte es vielleicht sein, dass Du Pilze im Darm hast und deshalb Dein Körper so sehr mit Schleim reagiert? Denke bei allem was wir machen können ist es wichtig den Darm zu sanieren, zu säubern und die Flora wieder aufzubauen. Das ist bestimmt so wichtig wie das Weglassen der Auslöser.
      Ganz lieben Gruß, Karin

      • Hallo Karin,
        vielen Dank für deinen Kommentar! Ich habe eine Frage: Warum denkst du, dass eine Darmsanierung wichtig ist? Gibt es Hinweise, dass eine Samter-Trias auch in einem bestimmten Verhältnis zur Darmflora steht? Hast du persönliche Erfahrungen mit einer Darmsanierung gemacht?

        Ich bin sehr an mehr Infos interessiert, denn ich habe schon öfters die Empfehlung zur Darmsanierung gelesen – allerdings wurde die meist sehr generell gegeben (ein bischen nach dem Motto: Darmsanierung ist die Gurndlage für jede Gesundheit) – ohne dass es eine schlüssige Erklärung für einen Zusammenhang speziell mit Samter-Trias gegeben hätte. Und solche generelle Empfehlungen machen mich immer ein wenig skeptisch.

        Aber ich lasse mich auch sehr gerne vom Gegenteil überzeugen! 🙂

        Viele Grüße
        Sylke

  12. Hallo Leni,
    ach Du Arme,
    es kommen auch wieder bessere Zeiten, nicht dem Mut verlieren.
    Versuche es doch vielleicht mal bei Dr. Ziss HNO in Freising (wenn Du schon da unten wohnst) nur für eine Zweitmeinung.
    Im Moment geht es mir recht gut. Bronchien kein Schleim, Nase fast frei, wenig Schleim, wenn ich Zucker, oder Fructose (Obst) esse, habe ich mehr Schleim und auch die Nase zu. Ich habe sehr viel herumprobiert. Mein Ziel ist es , nicht soviel (es wird dann immer mehr)weg zu lassen sondern mich mit den Lebensmitteln zu versöhnen und diese wieder unbeschwert essen zu können. Da bin ich momentan dran. Mit Tests über das VEGETATIEVE Nervensystem.

    Ich werde Dir berichten, wie es weiter läuft.
    Noch ein Tipp…………“Heilen mit dem Geist“ Das Buch–der Healingcode— vielleicht kannst Du davon provetieren?

    Lass es Dir durch den Kopf gehen ——-ich kann mit Dir fühlen und habe eine schöne Zeit und baldige Erleichterung grüße rita

  13. Liebe Rita,
    ich danke dir sehr für deine liebe Antwort. Das freut mich, dass es bei dir grad so gut ist:). Zucker habe ich bei mir auch im Verdacht, weil ich ja eigentlich keinen Tag habe, an dem ich nicht doch irgendwie ein wenig Zucker zu mir nehme….
    Wie machst du das denn mit dem vegetativen System, wie kann ich mir das so ungefähr vorstellen? ;). Danke dir auch für die Buch-Tipps.
    Ich habe den Film zum Fasten angeschaut und mich fasziniert das sehr und möchte es unbedingt probieren. Hast du das unter ärztlicher Aufsicht gemacht oder einfach frei Schnauze mit einem Buch???? Ich wüsste da jetzt gar nicht an wen man sich da wendet…an den Hausarzt?
    Bei Herr Dr. Ziss war ich auch schon, vor etwa 1,5 Jahren. Leider hat mir das nicht wirklich geholfen. Ich habe damals eigentlich keinerlei Veränderung gemerkt. Allerdings ist seine Diät ja wesentlich weniger streng wie die der Elimination Diet, die ich momentan versuche. -Aber vielleicht sollte ich tatsächlich nochmal zu ihm gehen und es nochmal kombiniert versuchen….
    Oh ich hoffe so, dass ich das wie du und Sylke irgendwie so einigermaßen in den Griff bekommen werde…
    Liebe Grüße Leni

  14. Hallo!

    Habe gerade meine 5te Nasenpolypen OP hinter
    mir. Zum Glück brauche ich im Moment kein
    Cortison meh ( habe 8 Kilo zugenommen).
    Aber ich soll 2 x Nasenduschen am Tag machen und
    2x Nasonex Nasenspray verwenden, aber in dem Spray
    sind auch Konservierungsstoffe, also auch Salicyl.Eine
    desaktivierung habe ich abgelehnt ( zu viele Nebenwirkungen),
    deshalb versuche ich mich wenigstens salicylarm zu ernähren.
    Vielen Dank für die Infos!
    Christine

  15. Hallo!
    Ich habe auch seit einigen Jahren mit Polypen und Asthma zu kämpfen.
    Irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr, Medikamente (Nasonex) zu nehmen und Nasenduschen zu machen und habe es weg gelassen.
    Komischerweise habe ich den Eindruck,dass meine Polypen bzw. Nasenatmung sogar besser geworden ist. Eine Homöopathin sagte mir, dass die Nasendusche manchmal, durch das Salz, die Nase erst richtig reizt.
    Ich lasse mich jetzt in einem umfassenden Allergietest untersuchen und bin jetzt durch einen weiteren neuen HNO-Arzt darauf aufmerksam geworden, dass es ja vielleicht auch eine Medikamenten-Unverträglichkeit sein kann. Und bei Euren Antworten lese ich nun, dass event. auch Zahnpasta oder Nahrungsmittel diese ganzen Beschwerden auslösen können! Echt interessant und seltsam, dass man als Laie durch das Internet darauf kommt und nicht durch Ärzte.Mal sehen,wie es weitergeht.
    Toll,dass man durch diese Seite den Ärzten vielleicht auch mal einen Tipp geben kann, wonach sie suchen sollen! Ist ja auch nicht so einfach!
    Ich hoffe, ich höre hier mehr!
    Alles Gute, Katrin

  16. Liebe Sylke,
    jetzt schreibe ich Dir gleich noch einmal. Ich bin nämlich so froh jemanden gefunden zu haben, die mit der gleichen Diagnose auch auf die Desensibilisierung verzichtet und alternative Wege findet! Ich habe allerdings kein Asthma, sondern „nur“ Polypen.
    Alle Deine Beobachtungen kann ich voll bestätigen: Verschlimmerung erst mit einigen Stunden Verzögerung – Eindämmen des Wachstums durch die Ernährung möglich (ich hatte nur einen A4-Zettel von meinem HNO-Arzt) – Verschlimmerung bei Stress, Schlafmangel, Auslassen einer Mahlzeit – Feststellen was ich nicht vertrage, wenn ich mich streng an die Diät halte etc.
    Hast Du auch Probleme mit künstlich beduftetem Waschmittel und frisch gestrichenen Räumen?

    Was mir übrigens noch hilft ist regelmäßige Bewegung an der frischen Luft.

    Nun aber zu meinem Thema, Du hast mich nämlich auf eine Idee gebracht, genauer gesagt auf eine These: Es müsste doch rein logisch bei der Desensibilisierung beides wirken, sowohl ASS als auch natürliche Salizylsäure in Lebensmitteln, oder eben beides nicht. Wenn man salizylhaltiges Essen ganz langsam und regelmäßig (dh. in jeder Mahlzeit geringe Mengen vorhanden) steigert, könnte das vielleicht auch desensibiliseren.
    Ich selbst lasse seit Jahren künstliche Zusätze, starke Gewürze, als auch alles, in dem auch nur geringe Spuren von Alkohol vorhanden sind, weg (auch Essig, Marmelade, …..), aber dass ich natürliche Lebensmittel, wie Obst nicht vertragen soll, konnte ich nie akzeptieren. Z.B. Esse ich seit Jahren „grüne Smoothies“ und es scheint OK zu sein. Wie ist dazu Deine Erfahrung?

    Hast Du auch die Erfahrung, dass sich Polypen wieder zurückbilden können? Und hast Du Erfahrung mit der Einnahme von Omega-3 Kapseln? Damit habe ich heute begonnen. In Freising bei München gibt es scheinbar einen sehr erfahrenen HNO-Arzt (Ziss) zu dem Thema Aspirin-Intoleranz, bei dem ich mir heute einen Termin geben lassen habe.

    Ich würde mich sehr über einen Erfahrungsaustausch mit Dir freuen,
    Viele dankbare Grüße

    Silke

    • Hallo Namensvetterin 🙂

      Nun aber zu meinem Thema, Du hast mich nämlich auf eine Idee gebracht, genauer gesagt auf eine These: Es müsste doch rein logisch bei der Desensibilisierung beides wirken, sowohl ASS als auch natürliche Salizylsäure in Lebensmitteln, oder eben beides nicht. Wenn man salizylhaltiges Essen ganz langsam und regelmäßig (dh. in jeder Mahlzeit geringe Mengen vorhanden) steigert, könnte das vielleicht auch desensibiliseren.

      Hm, interessante Idee. Ja, das müsste theoretisch klappen. Irgendwer hat auf dieser Seite auch schon davon berichtet, dass sie mit
      Weidenrindenextrakt desensibilisiert haben, um vom ASS (und dessen Nebenwirkungen) weg zu kommen. Das ist ja im Prinzip dasselbe. Nur
      vermutlich etwas besser kontrollierbar bzgl. der Menge, die man da einnimmt (wenn es ein kontrolliert hergestelltes Präparat mit bestimmten
      Mengen Wirkstoff ist).

      Ich bin aber gar nicht sicher, wie das mit der Desensibilisierung eigentlich abläuft. Scheinbar muss man ja die eigene Toleranzgrenze
      mindestens zu Beginn überschreiten, damit die „Refraktärzeit“ starten kann. Und in welchen Schritten man dann weiter steigert und wie man dann
      auf einer Erhaltungsdosis kommt …?

      Trotzdem: der Gedanke ist wirklich spannend. Willst du das ausprobieren?

      Viele Grüße
      Sylke

      • Liebe Sylke,

        jetzt ist mehr als ein Monat vergangen, und ich kann Dir von neuen Erfahrungen berichten.
        Seit dem 10. Februar mache ich in Eigenregie eine „Kur“ nach Dr. Gerson. („Die Gerson-Therapie“ von Charlotte Gerson und Beata Bishop) Begonnen habe ich sie, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste, weil die Polypen die Nase komplett verlegt hatten. Ich dachte, meine einzige Chance sei, mich wieder operieren zu lassen. Und unter der Kur – siehe da – bilden sich die Polypen peu à peu zurück. Mit vielen Rückschritten, z.B. wenn ich beim Mediamarkt war, oder Besuch mit aufdringlichem Parfum hatte, aber immerhin. Wenn ich länger keinen Rückfall hatte, kommt sogar der Geruchsinn zurück! Ich bin ganz glücklich und erleichtert!

        Im Wesentlichen sind die Punkte:
        – Alle Lebensmittel ausschließlich Bio
        – Jede Stunde ein bestimmter, frisch gepresster Obst/Gemüsesaft zur intensiven Vitaminversorgung
        – Verschiedene, genau angegebene Nahrungsergänzungen
        – Morgens Haferbrei, mittags und abends pürierte Gemüsesuppe mit Extragemüse
        – 3-5 Kaffee-Einläufe täglich zur intensiven Entgiftung
        – Salz ist verboten, stattdessen Kalium, zum Ausgleich des Na/Ka-Haushalts
        – Leinöl, ansonsten Fettverbot
        – Eigentlich gehört noch Rizinusöl dazu, stattdessen nehme ich Chlorella
        – Wasser möglichst gefiltert, keinesfalls chlorhaltig! (abkochen)
        – Kein Fluor (Zahnpasta), kein Deo, keine Kosmetika, …
        – Dauer: Weiß ich nicht, für Krebspatienten 2 Jahre, für andere entsprechend kürzer
        jedoch mit der Zeit nicht mehr ganz so streng.

        Klingt hart, ist es auch!
        Die Therapie fordert viel Zeit, Aufwand und auch Verzicht, aber noch bin ich motiviert, weil ich den Erfolg sehe!

        … und was ich erstaunlich finde: Ich trinke Äpfel, Möhren, Salat, teilweise rote Beete in Saftform, die Salizylate enthalten, und die Nase wird BESSER! Ich esse Kartoffeln, Sellerie, Tomaten, Zwiebeln, Porree, und andere, und es scheint alles OK zu sein …

        Beim Dr. Ziss war ich noch nicht, denn der Termin ist erst im April.

        Liebe Grüße vom sonnigen Starnberger See
        Silke

        • Liebe Silke, diese Diät ähnelt sehr den Empfehlungen meiner Ernährungsberaterin und ich bin sehr froh, dass es bei dir Wirkung zeigt. Das lässt mich hoffen, dass ich vielleicht auch davon provitiere.
          Auch ich soll trotz salycylaten viel Obst und Gemüse zu mir nehmen, wenig Kohlenhydrate und Omega 3 Fettsäuren wie im Leinöl als zusätzliche Nahrungsergänzung. Interessant ist die These, dass Obst und Gemüse püriert und gesaftet besser verträglich ist, das werde ich auch versuchen. Von Chlorella zum Entgiften habe ich auch schon gehört. Seit einem halben Jahr versuche ich mich mit der Umstellung der Ernährung, manchmal vielleicht nicht konsequent genug, leider war die Verlegung meiner Nase so stark, dass ich um eine erste OP nicht drumrum kam, aber vielleicht bleiben mir nun weitere erspart. Habe leider noch Nebenbaustellen (Hashimoto und Urtikaria), und habe demnächst einen Termin bei einem guten Endokrinologen, ich vermute einen Zusammenhang aller meiner Probleme.

          Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit der Diät!
          Astrid

  17. Hallo an alle und insbesondere an die Initiatorin, Sylke, dieser tollen Seite!
    Wie ihr auch, bin ich ein Geplagter der ASS Intoleranz. Kurz zu meiner Geschichte; ich bin 36 Jahre und habe insgesamt 8 OP´s der Nase und aller Nebenhöhlen hinter mir. Die letzte im Jahr 2008 und gleich im Anschluß dann die ASS Desaktivierung auf tgl. 300 mg ASS. Seitdem kein Polypenwachstum, bis auf einene kleinen ganz hinten und wesentlich weniger Infekte als vorher. Mein bronchial Asthma hat sich dadurch nicht wesentlich verbessert aber meine Lungenfunktion ist 100 % und i. O.
    Das ASS vertrage ich und ich nehme auch keinen Magenschutz. An Lebensmitteln esse ich alles, außer dass ich natürlich auf eine sehr gesunde Ernährung achte – sprich kein Alkohol, viele Vollkornprodukte, viel Gemüse, keine Fertigsachen (manchmal sündige ich natürlich auch) und viel trinken 3 L am Tag nur Wasser. Ich denke meine Beschwerden liegen viel begründet in Lebensmitteln aber ich habe noch nicht rausgefunden, woran genau.
    Im Moment bin ich seit längerer Zeit wieder verschleimt und ein Problem wird sich wohl in Zukunft auch noch auftun – meine Stimmbeschwerden. Der Schleim der ständig den Rachen runter fließt belastet meinen Kehlkopf, Stimmbänder und natürlich die Bronchien – das kennt ihr ja.

    Ich werde mich hier öfter beteiligen, weil es auch die einzigste Seite ist, welche sich ausschließlich mit dem Samter´schen Trias befaßt.

    Grüße aus Thüringen

    • Hallo Michael,
      ich lese, dass sie Probleme mit der Stimme haben. Kann das auch vom Asthma- Cortison-Spray kommen? Bei mir war das so. Sprechen sie darüber mit dem HNO-Arzt, eventuell mal das Medikament wechseln. Bei mir war der Auslöser „Athmadisk forte“
      Gute Besserung
      aus Erfurt

  18. Super Seite, ich 52 leide an nasenpolypen(2009/10/11 Op), Aspirinunverträglichkeit über Umweg durch Ibuprofen festgestellt- Asthma nach ca 4Stunden Ibu-einnahme,Asthma dank Spray und Montekulast komplett unter Kontrolle. Seid einem Jahr mache ich mit 500mg Aspirin eine Desaktivierung- Nutzen bisher? Brauchte auch 3 Anläufe bis man es geschafft hat mich auf 500mg zu bringen.Polypen wachsen weiter, stand vor der 4.OP. Meine HNO Ärztin stellte mich jetzt auf Budes statt Nasonex um. Und ich bin begeistert, seid 3Jahren kann ich wieder Gerüche wahrnehmen.
    Alkohol meide ich möglichst,morgens einen Löffel Leinöl.Ansonsten bin ich noch allergisch gegen alle Frühblüher und Äpfel und co.
    Stelle fest das die meisten Ärzte mit unserem Krakheitsbild überfordert sind, oder schlicht weg keine Ahnung haben. Welche Alternativen gibt es für uns zB bei OPs(Schmerzmedikamente?)
    viele Grüsse an alle geplagten da draußen!

    • Guten Morgen,

      geeignete Schmerzmittel sollte immer ein (fähiger!) Arzt empfehlen und sie sollten unter ärztlicher Aufsicht getestet werden, sodass im Notfall direkt eingeschritten werden kann – viel Spaß beim Suchen! 🙁

      Nachdem ich dummer Weise auch auf Parazetamol reagiere, was ja oft als Ausweichmedikament genannt wird (in 1/3 der Fälle aber auch unverträglich ist), musste eine Alternative her.
      Ich persönlich vertrage Etoricoxib (ein Cox2-Hemmer, der für Ass-Intolerante als i.d.R. verträglich getestet wurde) gut. Wirkstoff Etoricoxib, Medikament Arcoxia.
      Aber achtung: Nur die mit 90 mg, die restlichen enthalten einen unverträglichen Farbstoff, die mit 90 mg nicht (bei Verschreibung den Arzt darauf aufmerksam machen, meist achten die nicht darauf!). 🙂

      LG
      Jasmin

        • Liebe Sylke,

          ich sucher mir gerade wunde Finger. Bitte kannst du mir helfen?
          Ich bin der Meinung, du hast in einer Nachricht darüber geschrieben, dass du ein spezielles Eisenpräparat nimmst. Ich wollte das für mich testen und kann nun deinen Beitrag eifach nicht wiederfinden…

          Übrigens mal ne Zwischenmeldung: Ich bin ja ein halbes Jhr bei chin. Mediziner gewese. Der hat an mir geschröpft, was wirklich sehr sehr schmerzhaft und unangenehm war. Allerdings muss ich dem Mann Recht geben – ich habe es nicht geglaubt, aber scheinbar sind so viele Giftstoffe aus meinem Körper raus, dass ich geradezu Wunderheilungen erlebe. Also Erkäkltung – und schwupp am nächsten Tage weg. Magen- Darm Infekt und schwupp – Stunden später wieder weg. Meine Tochter hat beides länger verarbeitet. Es war also keine Einbildung. Die Erklärung des Mannes war, dass sich um die Organe im Körper eine flüssige Hülle (ich hoffe, ich habe das richtig verstanden) befindet. In dieder Hülle lagern sich z.B. Rückstände von Medikamenten ab und verursachen eine Art von Vergiftung. Bei mir führte das zu Urticaria am ganzen Körper mit extzremem Juckreiz und Wassereinlagerungen.
          Da ich die Wassreinlagerungen und rote Flecken mit Juckreioz auch immer im Sommer (Roggen) beobachten konnte, kann ich jetzt sagen, er hat das absolut erfolgreich besiegt. Meine Haut ist auch nicht mehr trocken – was ich natürlich wie alle Samter kennen lernen musste. Meine ASS Dosis habe ich schon vor Monaten auf 100 mg reduziert, und es reicht tatsächlich. Jetzt bekomme ich noch eine segensreiche Spritze gegen meine schlimmen allergischen Symptome. Nucala heißt die, ist wohl genau wie Xolair ein Ausnahmemedikament, was man nicht mal einfach so bekommt. Ich kann berichten, dass diese Nucala den Rest meiner Beschwerden genommen hat. Ich habe ja außer Samter auch Hshimoto. Ich war vor 14 Tagen beider Endokrinologin, und die konnte keine Entzündung der Schilddrüse mehr sehen. Meine ewig eitrige Nase gibt es auch nicht mehr. Fühlt sich hervorragend an.
          Vor 1/2 Monaten war mein Asthma die Hölle, ich kam kaum die Treppen in den ersten Stock – wie sich rausstellte war das eine zunehmend sich verschlimmernde Reaktion auf Deslortadin, was ich seit Januar bekam.
          Vielleicht hilft irgendwem auch meine Erfahrung.
          Ich würde mich sehr freuen, wenn du den Tip mit dem Eisenpräparat noch findest.

          Liebe Dank!

          Bibi

  19. Oh toll, endlich mal Seite für uns…ich bin begeistert. Nur ganz kurz zu mir: Ich bin 34 Jahre alt und hatte mit 17 meinen ersten Asthmaanfall nach eine Thomapyrin-Einnahme. Danach folgten die Polypen und unzählige Arztbesuche. Ich fand dann schließlich einen guten HNO-Arzt, bei dem ich heute noch bin. Vor 4 Wochen hatte ich meine 8.te OP und letztes Wochenende bekam ich meine 3.te Desaktivierung. Das erste Mal habe ich das ASS abgesetzt, weil der durchführende Arzt meinte, nach 13 Monaten könne man es wieder absetzen, was natürlich ein Fehler war! Das zweite Mal musste ich das ASS absetzen, weil ich schwanger war 😉 Die Familienplanung ist nun abgeschlossen und so ließ ich mich wieder operieren und 3 Wochen später plante ich die Desaktivierung.

    Ich werde wieder 500 mg ASS nehmen, auch wenn das KH meinte, 100 mg wurde als Erhaltungsdosis reichen. Allerdings habe ich am Anfang der Schwangerschaft auch 100 mg genommen und hatte starke Probleme, so dass ich auch noch Cortison nehmen musste.
    Es macht doch keinen Unterschied, ob man das normale Aspirin nimmt oder Protect, oder? Ich würde gerne das Protect nehmen (also 1x 300 mg und 2x 100 mg) um den Magen ein wenig zu schonen.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    • Hallo Tanja,
      ja eine tolle Seite und nur für uns 😉 Wenn Aspririn, dann auf jeden Fall das Protect!!! Das Protect ist auf jeden Fall beseer für den Magen und greift die Magenwände nicht so an, wie das normal. Und nimm es am besten immer vor der größten mahlzeit des Tages, dass sozusagen reichlich Nahrung „hinterherkommt“. Viel Erfolg. Und 500 mg ist ja auch ordentlich – ich nehme seit 6 Jahren nur 300 mg und habe zum Glück damit noch keinerlei Magenprobleme.
      Gruß Michael

  20. Danke danke für dieses Forum!!! ENDLICH MAL WAS AKTUELLES UND SPEZIELLES!
    Ich leide seit 2008 an Nasenpolypen (alles zugewuchert), vertrage kein Aspirin, Ibobrufen ecc. und habe Asthma. Könnte auch Seiten füllen mit allem was ich bisher ausprobiert habe um meine Nasenpolypen wieder in Griff zu bekommen! Bislang habe ich mich keiner OP unterzogen, da ich versuche, auf den Grund zu kommen, dennoch ist der Leidensdruck sehr hoch: kein Geruchsinn (von 2008-2012), starkes Druckgefühl, Kopfweh, hohe Schleimproduktion, müde, abgeschlagen, mit vielen Hoch und Tiefs.

    Meine Gedanken, bzw. Erkenntnisse:

    Das Asthma habe ich mittlerweile sehr gut unter Kontrolle mit Relvar (1x täglich).
    Versuche ansonsten Kortison zu meiden, selten verwende ich Nasonex (wenn, dann unbedingt immer zuerst die Nasendusche mit Emser Salz, und danach am Besten Sport, dann geht die Nase auf). Am Anfang (2009) habe ich noch eine Betnesol Tabletten Kur gemacht (mit minimal Dosis), da ging die Nase schön auf (rieeechen 🙂 wie wunderbar!) , aber nach Absetzung des Korisons auch wieder zu, also habe ich beschlossen, das kann nicht die Lösung sein!

    Seit 2012 ist mein Geruchsinn langsam wieder zurück (ohne Kortison), was hilft:

    Sport, regelmässige Nasendusche (morgens und abends) mit Emser Salz (ich war in Sri Lanka und habe dort das frische Wasser einer King Coconut in die Nasendusche gegeben und damit gespült, hat auch sehr gut funktioniert!) Ernährung
    (Entgiften, keine oder nur sehr reduziert Milchprodukte, kein Alkohol, das vertrage ich gar nicht, da geht die Nase sofort zu, speziell Rotwein, aber auch Bier und Weisswein). Beim Fasten schwillt alles etwas ab, ich kann wieder riechen. Also, Entgiften hilft in jedem Fall, mein Geruchsinn kommt dann auch wieder zurück und hält oft echt richtig lange an.

    Die Polypen sind zwar da, aber ich bin einfach nur froh wenn ich wieder riechen kann. Ich kann mich nicht zu einer OP durchringen, da ich befürchte, die wachsen gleich wieder nach, und bei der ASS Desaktivierung finde ich ist der Preis auch hoch.

    Dennoch bleibe ich hoffnungsvoll und werde weiter ausprobieren. Mein letzter Besuch bei HNO war wirklich sehr niederschmetternd, weil er meinte Polypen gehen von alleine nicht zurück, und OP oder nicht ist halt meine Entscheidung. Irgendwie völlig sinnlos.

    • Hallo,
      ich war im Urlaub, daher erst heute – aber ein dafür umso herzlicheres – Danke!, dass du deine Erfahrungen hier aufgeschrieben hast!

      Ich finde es sehr ermutigend, dass du es geschafft hast, deinen Geruchssinn zurück zu erobern: das steht bei mir nämlich noch an 🙂 Und ich denke, dass spricht auf jeden Fall auch dafür, dass sich auch die Polypen zurück bilden können. Sonst würde das doch nicht funktionieren!?!

      Ich habe zwischenzeitlich auch nach einer Kortisontabletten“kur“ (wegen akuter Bronchitis) mal kurzzeitig (für ca. 3 Wochen) gerochen. Dann war er wieder weg, der Geruchssinn. Manchmal, wenn alles rundherum stimmt, rieche ich ansatzweise, so dass ich immerhin weiss: es geht noch! Nur muss das jetzt noch dauerhafter werden … 😉

      Zwei Fragen habe ich:
      1. Was machst du denn, um zu entgiften?

      2. Lässt du alle Milchprodukte weg? Bei mir schwellen z.B. bei normaler Milch die Nebenhöhlen zuverlässig nach einiger Zeit zu. Bei gesäuerten Milchprodukten (Joghurt, Schmand, Quark etc.) scheint mir das aber nicht der Fall zu sein: hast du da schon Erfahrungen gesammelt?

      Viele Grüße!
      Sylke

      • Hallo Sylke, danke für deine Antwort, also ich mache einmal im Jahr eine Fastenkur, da entgiftet man, ich trinke da nur Wasser, Saft und Tee für ca. 6 Tage und dann gibt es 3 Tage Aufbaukur, wo man sehr bewusst langsam wieder zum Essen beginnt. Ich finde es für mich persönlich gut, aber das ist immer so eine Typ Frage.
        Wenn ich die Milch ganz weg lasse geht es mit besser mit dem Riechen, Joghurt vertrag ich auch besser und Quark, aber ich bemühe mich trotzdem es wegzulassen (immer konsequent bin ich da auch nicht). So ganz durchschaut hab ichs auch noch nicht mit dem Riechen, aber ich habe immer öfters Phasen wo der Geruch richtig wieder da ist, also z.B. für 3 Wochen durchgehend, da steh ich in der Früh auf, dann kann ich nichts riechen, und nach dem Frühstück gehr dann die Nase auf und hält den ganzen Tag. In der Nacht geht es dann zu, aber am morgen wieder auf. Ich glaube, die Polypen sind dann nicht weg, aber abgeschwollen und bilden sich einwenig zurück. Gestern war ich bei einer sehr guten Homeophatin, mal schauen, ob es was bringt! glg Patrizia

        • Hallo Patrizia,

          danke für die Infos! Ich bin noch unsicher, ob ich wirklich fasten mag: ich werde echt unleidlich, wenn ich nicht regemäßig esse. Und Säfte und Tee geht ja wegen der salicylsäurearmen Ernährung eigentlich auch nicht: trinkst du da alles? Und verträgst es auch?

          Berichte unbedingt, wie es bei deiner Homöopathin weiter geht, ja?

          Viele Grüße
          Sylke

  21. Hallo leidgeplagte Community,
    ich leide seit 12 Jahren mit Euch. Hatte 2001 einen schweren Autounfall mit gebrochener Nase und Schleudertrauma – seitdem baute sich der Leidensdruck immer mehr auf. Große OP 2007 (inkl. Eröffnung der Höhlen,Scheidewandbegrenzung..), nächste 2011. Heute wieder soweit, da es dauereitert, das Jochbein dauerschmerzt und Druck auf linkes Auge, Ohr und den Hals ausübt. ASS-Desaktivierung 2013 (100mg Aspirin), nach 14 Tagen wg. dauerschmerzendem Magen aufgehört. Immer wieder Nahrungs-Ausschlussdiagnostik, generell viel Gemüse, kein Fleisch, wenig Milchprodukte, trinke verlässlich 3L/Tag (Tee, Wasser, 1 Tasse Kaffee). Hatte 1995 eine Hepatitis A (ausgeheilt), 2005 Entfernung der Gallenblase. Seit 2011 unvollständiger Rechtsschenkelblock (ich vermute, dass die ständigen Entzündungen das Herz angegriffen haben), seit 2012 Bluthochdruck ( Zufallsbefund bei 210/110 diagnostiziert, den Senker versuche ich gerade zu reduzieren). Sinupret lässt ihn nach 2 Tagen Einnahme steil in die Höhe schießen. Ich bin heute genauso hilflos, wie vor 10 Jahren und kann -ebenso wie Ihr alle- nur weiter experimentieren. Denn die Lebensqualität leidet enorm: Man zieht sich immer mehr zurück aus seinem sozialen Umfeld und kämpft nur noch darum, jeden neuen Arbeitstag anständig zu absolvieren. Was mir gut tut: Bewegung in freier Natur, Kalt/Warm-Anwendungen (Gesicht kalt abduschen). Was mir nicht gut tut: Autofahren mit Klimaanlage, Bier, Wein. Vielleicht kann man in diesem Forum einmal eine Matrix aufbauen zu Vor- und Begleiterkrankungen, Unverträglichkeiten, Bluttransfussionen…? Dies, um evtl. Parallelen in der Krankheitsentwicklung Betroffener zu erkennen.

  22. hallo zusammen. danke an diese seite. lebe schon einige jahre viele jahre mit dem samter-trias. das asthma habe ich im griff und muss nur gelegentlich inhalieren. aber die nasenpolypen sind echt mühsam: kein geruchsinn, ständig die frage: sind sie erkältet? schlechter schlaf, müdigkeit und kopfschmerzen. eine zweite op schliesse ich je länger je eher aus. ich befürchte, dass sich der aufwand nicht lohn und ich bald wieder gleich weit bin. homöopathin und akupunktur haben wirklich gar nichts gebracht. nun doch mehr auf die ernährung achten? ich bin seit über 25 jahren vegetarierin und befürchte, fast nichts mehr essen zu können, wenn ich auf so viel obst und gemüse verzichten muss. worauf reagiert ihr am meisten und worauf könnt ihr am besten verzichten? auf alkohol reagiere ich oft sofort, aber eben auch nicht immer. darauf kann ich jedoch gut verzichten.

    • Hallo liebe leute,
      hier wieder mal ein Beitrag von mir. Leider ist meine Nase wieder zu gegangen 🙁
      Ich mach jetzt jeden Tag Nasenpülung und vorher verwende ich einen Kindernasenspray, dann schwillt die Nase ab und dann mach ich die Spülung, so kann ich zumindest ein wenig riechen über den Tag. Ansonsten auf und ab, irgendwie wirds dann doch nie richtig gut! Bitte weiterhin Tipps geben was ihr macht, vielleicht bringt es ja mal was! lg Patrizia

      • Halllo Patricia,
        abgesehen von salicylsäurearmer Ernährung hilft mir bei zugeschwollener Nase auch:
        – viel trinken
        – gemütlich Fahrrad fahren und
        – Autogenes Training

        Ales drei hilft aber nur recht kurzfristig und eignet sich eher zur Unterstützung im „Akutfall“. Langfristig hilft bei mir nur die salicylarme Ernährung: damit habe ich in der Regel freie Nasenatmung (ohne Medikamente).

        Ich wünsch dir baldige Besserung!
        Sylke

        • Hallo Sylke, danke für deine Info, irgendwie ist meine Nase gerade wieder komplett zu, bin echt ein bisschen verzweifelt, weil es so schön war vorher. Brauchst du keinen Asthma Spray und deine Nase ist offen? das ist super, ich hab ein bisschen Angst zu wenig konsequent zu sein was das Essen betrifft, hab mir mal die Lebensmittelliste durchgelesen, aber es könnt schon klappen, ich werde es mal versuchen. Und ja, du hast recht, Ruhe und Besinnung auf sich selbst hilft sehr! Ich habe mich heut auch nochmal informiert wegen der adaptiven Desaktivierung, weisst du zufällig eine Klinik in Wien??? Hier scheint das nur im AKH gemacht zu werden und da gibt es die ersten Termine im Jänner wieder 🙁
          ich wollte mich einfach mal informieren! und noch was, meine HNO ärztin hat gemeint der Kindernasenspray ist gar nicht gut, nur kurzfrisitg und macht dann alles schlimmer, also bitte vergesst den Quatsch den ich geschrieben hab! lg Patrizia

          • Hallo Patrizia,
            nein, das habe ich nicht machen lassen, weil bei mir eine OP aufgrund einer Lippen-Gaumen-Spalte ein besonderes Risiko darstellt. Und natürlcih, weil ich seit meiner Ernährungsumstellung auf salicylsäurearme Ernährung auch die meiste Zeit eine freie Nasenatmung habe und kein Druckgefühl, Kopfschmerzen o.ä. Sprich: meine Beschwerden halten sich seitdem sehr in Grenzen. Nur der Geruchssinn ist (noch?) nicht wieder da. Aber da habe ich die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben 😉
            Viele Grüße
            Sylke

  23. Hallo,
    finde Eure Beiträge insgesamt hilfreich, habe jedoch immer noch Zweifel, ob ich eine Desaktivierung vornehmen lassen soll. Ich war hier in Köln schon im Krankenhaus und habe mich informiert. Im Rahmen dessen, stellte sich jedoch heraus, dass meine Krankenkasse (TKK) die Kosten nicht übernehmen wird. Meine Frage ist nun: Kann mir jemand eine Krankenkasse empfehlen, die die Kosten übernimmt, da ich es mir nicht leisten kann diese selber zu tragen.
    Vielen Dank
    Gruß
    Ralf

  24. Hallo, also ich bin gerade in Mainz und lasse die desaktivierung bei mir machen, ist der 2. Versuch nach 3. Op. Bin auch bei der tkk und die übernehmen selbstverständlich die desaktivierung, die zahlen nur nicht den test ob du auf Ass negativ reagierst aber das ist eh überflüssig. Also ich weiß das auch so

  25. Liebe Sylke,
    Du bis der Hammer!!! Herzlichen Dank für Deine Hilfe, Deine Infos und Deine Zeit, Deine Mühe, Deinen Einsatz und Bereitschaft zu helfen.Danke
    Lieben Gruß
    Karin

  26. Hallo, ich würde gern etwas dazu beitragen, was vielleicht auch anderen hilft. Mir hat es auf jeden Fall super geholfen. Ich habe schon von Kindheit an Asthma und eine ganze Menge Allergien. Vor zwei Jahren habe ich mich von einer Heilpraktikerin mit Bioressonanz behandelt lassen. Sie stellte einen Candida-Pilz fest, den sie dann auch behandelte. Nachdem der weg war hatte ich keine Probleme mehr mit dem Asthma. Ich war fast zwei Jahre beschwerdefrei. Dieses Jahr um Ostern fing es mit nächtlichen Astmaanfällen wieder an. Ich hatte in der Zeit jeden Tag eine Orange gegessen und ich schob es auf eventuelle Heliobacter-Bakterien. Nichts half. Bis meine Heilpraktikerin vor zwei Montane darauf kam, dass ich vielleicht eine Salicylsäure-Intoleranz haben könnte. Ich ließ daraufhin alle Lebensmittel etc. mit einem Salicylsäuregehalt weg und sie behandelte mich wieder mit der Bioressonanz. Mein Asthma ist weg. Was ich noch habe ist ein Polyp in der rechten Kiefernhöhle. Diesen behandele ich mit Borkapseln. Ich nehme die Kapseln seit zwei Tagen und meine Nase ist frei. Ehrlichgesagt habe ich keine besonderes Vertrauen mehr zu den Ärzten. Da habe ich nur etwas gehört von „Wenn Sie kein Kortison nehmen wollen, dann müssen sie lernen damit zu leben“. Die einzige, die mir wirklich geholfen hat ist meine Heilpraktikerin.

    • Hallo termine,

      vielen Dank für deinen Beitrag! Das ist sehr spannend: kannst du mehr darüber berichten was „behandeln mit Bioresonanz“ heisst? Und lässt du jetzt immer noch salicylsäurehaltige Lebensmittel weg?

      Viele Grüße
      Sylke

  27. Hallo Sylke,
    also meine Heilpraktikerin hat mich zwei Wochen mit ihrem Bicom Bioresoanzgerät behandet. Wie das genau funktioniert kannst das am besten auf der Internetseite von Regumed nachlesen. Ich habe in der Zeit auf salicylsäurehaltige Lebensmittel verzichtet und nach der Behandlung langsam wieder damit angefangen. Inzwischen kann ich wieder alles essen, ohne dass etwas passiert. Ich bin aber dennoch vorsichtig. Mit Hilfe der Bioresonanz hat meine Heilpraktikerin auch meine Weizenallergie, meinen Candida und meine Schimmelpilzallergie in den Griff bekommen. Auf der Regumed-Seite kannst Du nach einem Heilpraktiker in Deiner Nähe suchen. Die schicken Dir dann eine Liste derjenigen, die ein Bioresonanzgerät haben. Bei mir hat es auf jeden Fall geholfen. Wäre ja toll, wenns auch anderen hilft.
    Liebe Grüße
    Terline

  28. Liebe Silke,….Danke.Ich bin Annette,und seit Jahren auf der Suche nach des Pudels Kern! Jetzt haben meine Beschwerden endlich einen Namen. Hauptdiagnose: M. Hashimoto mit allen Fasetten an Beschwerden , die Du,Ihr hier beschreibt.Ich freue mich , endlich in den Austausch zu gehen.Bis bald……Danke

    • Hallo Annette,
      herzlich willkommen 🙂 Ich freu mich, dass du Klarheit über „deines Pudels Kern“ gewonnen hast! Aber was ich noch nicht verstanden habe: wo sind die Gemeinsamkeiten von M. Hashimoto und Samter-Trias? Musst du auch Salicylsäure vermeiden? Danke für Aufklärung! 🙂

      Viele Grüße
      Sylke

  29. Hallo zusammen. Ich habe eine neue HNO-Ärztin, die wirklich nach möglichen Lösungen mit mir sucht. Zur Zeit geht es mir recht gut. Ich versuche darauf zu achten, was ich esse und spüre negative Reaktionen schneller, z.B. wenn ich mich mal schminke (Kajal und Wimperntusche) oder Alkohol trinke geht die Nase gleich zu.
    Von den herkömmlichen Nasensprays bin ich abgekommen und nehme neu den Rhinocort Turbohaler. Den vertrage ich besser als die wässrigen Sprays und er enthält zumindest keine Konservierungsstoffe, die ja wiederum Allergien auslösen können. Jetzt hat sie mir zum Ausprobieren Weihrauchtabletten (also ein pflanzliches Präparat) verschrieben. Werde gleich damit beginnen. Hat jemand bereits Erfahrung damit? Nächste Woche folgen weitere Abklärungen betreffend Allergien und ev. der Versuch zur Desaktivierung.
    Danke an diese Plattform, Silke. Sie hat mir nach all den Jahren wieder neuen Aufwind gegeben. Zu sehen, dass man damit nicht alleine ist, hilft schon ein wenig.

    • Hallo Renate,
      willkommen zurück 🙂

      Schön, dass du eine Ärztin gefunden hast, die dich nach Kräften untersützt! Ein viel zu seltenes Glück.

      Weihrauchtabletten habe ich selbst nicht ausprobiert. Wäre auch ein bischen vorsichtig, weil pflanzlich, dh. die Chancen stehen gut, dass da auch kräftig Salicylsäure drin ist. Ich will dir das auf keinen Fall madig machen, aber sein ein bischen vorsichtig, wenn du das ausprobierst, ja? Und wenn es hilft , dann erzähl es uns weiter! 🙂

      Was ich im Moment mache ist, regelmäßig Leinol zu nehmen (1 – 2 Eßlöffel am Tag): die Omega-3-Fettsäuren von Leinöl „konkurrieren“ mit der Arachidonsäure, die wir Samterianer nicht richtig verstoffwechseln können, was wiederum (nach dem aktuellen Stand der Forschung), die typischen Samter-Beschwerden verursacht. Und mein Eindruck ist, dass das die Symptome verbessert.

      Du kannst ja mal ausprobieren, ob dir das hilft.

      Viele Grüße!
      Sylke

      • Liebe Sylke
        Merci für dein Feedback und deine wertvollen Tipps. Ich werde es sicher schnell merken, wenn die Weihrauchtabletten nichts bringen. Ich habe aber trotzdem – nach deinen Bedenken – nochmals das Netz durchstöbert und Weihrauch immer wieder auch als Alternativmedizin bei ASS-Intoleranz gefunden: „Als Therapien kommen u.a. zum Einsatz wertvolle Omega 3-Öle sowie Zink, Selen, Vitamin C, Vitamine aus der B –Reihe und auch Weihrauch, der entzündungshemmend wirkt.“ Werde das Leinöl sicher auch noch probieren. Aber eins ums ander….
        Herzliche Grüsse Renate

        • Vielen Dank für den Tipp mit dem Leinöl Sylke! Werde das auch ausprobieren. Und bin ganz gespannt auf deine Erfahrungen Renate mit den Kapseln.

        • Hallo liebe Renate,
          hallo liebe Sylke,
          kannst Du mir mitteilen, welche Weihrauchtabletten Du nehmen sollst? Ich bin selbst betroffen seit mehr als 25 Jahren. Nach Auftreten des ersten Asthmaanfalls nach Einnahme von Godamed und einer NNH-OP ging ich 1990 erstmals nach Davos zur Reha. Weitere 5NNH-OP´s auch in der Stirnhöhle von aussen mit Verödung folgten. Ich war in Fachkliniken für Allergologie und HNO auf Föhr, Wangerooge,Langeoog, Borkum…Stammgast in der Uniklinik, sämtliche HNO-Ärzte in der Umgebung, Heilpraktiker, Homöopathen und was es noch alles gibt. Niemand hat mir mitteilen können, was ich habe. Durch Recherche und Zufall und ein Geschenk bin ich auf diese Seite gekommen. Nachdem ich im Sommer diesen Jahres auch noch gedacht habe ich muss mein Immunsystem selbst aufpeppen, nach dem vielen Cortison und Antibiotika. Also habe ich mir Literweise die grünen Smoothies gemacht mit einem superteueren Mixer. Habe Powerfrüchte dazu gekauft. Heute bin ich aufgrund dieser Seite einen Meilenstein weiter. Ich habe wieder Hoffnung dass sich etwas ändert. Seit 8 Jahren nehme ich laufen Allergietabletten und bin ziemlich fertig. Ich wäre Dir/Euch sehr sehr dankbar wenn ich weitere Infos erhalten könnte. Das Leinöl habe ich mir bereits bestellt, den Sauerteig für mein Brot habe ich angesetzt und Reiskeimöl denke ich nehme ich als Körper- und Gesichtscreme-Ersatz. Ich werde mich wohl im Frühjahr noch mal operieren lassen müssen, denn aktuell ich total dicht. Krieg keine Luft mehr durch die Nase. Die Desi versuche ich zu vermeiden. Für eine Antwort wäre ich Euch unendlich herzlichst dankbar.
          Lieben Gruß
          Karin

          • Liebe Karin
            Ich habe H15 Gufic 400mg (14 Tage 3×2, dann 3×1 Tablette) verschrieben bekommen. Meine HNO-Ärztin hat aber keine Erfahrungswerte. Es ist ein Versuch, da ich auf keinen Fall mehr operieren will. Bevor ich damit beginne, habe ich zuerst noch eine Abklärung am Universitätsspital. Werde auf alle Fälle hier berichten.
            Herzliche Grüsse Renate

          • Hallo zusammen. Ich habe mich heute dazu entschlossen, mit den Weihrauchtabletten wieder aufzuhören. Leider brachten sie mir überhaupt keine Besserung. Schade, hätte euch gerne Positiveres berichtet. Anfang Jahr werde also auch ich zum ersten Mal eine Desaktivierung ausprobieren. Ich mag grad nicht mehr. Kein Geruch, Nase nachts zu und somit kein Schlaf. Liebe Grüsse, Renate

          • Hallo Renate,
            schade, dass es nicht funktioniert hat. Ich hatte inzwischen auch mal nach Weihrauch-Tabletten recherchiert und heraus gefunden, dass eine der enthaltenen Acetyl-Säuren wohl als Leukotrienen-Hemmer wirkt. Was für Samter-Betroffene tatsächlich Sinn macht (es gibt auch Medikamente, die über diese Schiene gehen). Allerdings enthalten Weihrauchtabletten auch noch jede Menge anderer Wirkstoffe. Und was die mit einem Samterianer machen, ist völlig unklar. (Wenn ich dazu komme, schreib ich nochmal einen Artikel dazu.)

            Aber, Renate: hast du denn mal versucht, deine Ernährung auf salicylarm umzustellen? Das ist zwar nicht so schön „praktisch“ wie eine Tablette zu nehmen, wirkt aber, wenn man es schafft, ziemlich gut.

            Viele Grüße
            Sylke

            PS: Leinöl funktioniert bei mir, wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, ganz gut als Unterstützung. Aber die Basis ist eine strikt salicylarme Ernährung: sonst bringen Leinöl, Zink und der ganze Kram drumherum nix. Denn das ist dann, als würde man in einen Kamin immer Holz nachlegen und dabei hoffen, dass das Feuer aus geht, weil man die Raumtemperatur runter dreht. (Naja: nicht so ein tolles Bild, aber ihr versteht, was ich meine …?)

  30. Hallo Sylke,
    ich bin selbst Betroffener – von Beruf Hausarzt. Trotz meines Zugangs zur Medizin und Inanspruchnahme der Koryphäen (z.B. Klimek) war Salicylatfreie Ernährung nie eine Option. Die habe ich aber in den letzten 4 Wochen ausprobiert – der Effekt war super gut. Das heißt für mich: Reduktion der Asthma-Medikamente von Stufe III auf I bei geschätzt 70 %-iger Beschwerdereduktion. Alle bisherigen medikamentösen Therapien, auch die langfristige ASS-Einnahme, haben nur geringen Effekt gehabt. Die Verzichte im Nahrungsspektrum fallen mir mehr oder weniger leicht. Die Liste der Nahrungsmittel bezieht sich leider immer noch auf die schon sehr alte Studie von Swain aus 1988. Man sollte denken, dass bei der großen Relevanz der Erkrankung weitere Studien erfolgen und eine umfassende Untersuchung aller Nahrungsmittel – leider nicht. Meine eigene Recherche hat aber etwas neues ergeben: Die Brauerei Warsteiner hat auf meine Anfrage nach dem Salicylsäuregehalt ihres Bieres eine Analyse durchgeführt und mir geantwortet dass: in Warsteiner Pils weder qualitativ noch quantitativ Salicysäure nachgewiesen werden konnte (bei einer Nachweisgrenze von 0.05 mg/l). Mein Praxistest bestätigt das auch. Diese gute Nachricht bitte weiter verbreiten!!

    Erklärt werden kann die Diskrepanz zu den erhöhten Salicylsäuregehalten von Bier in der Swain Studie dadurch, dass australisches Bier getestet wurde, für das in der Fertigung auch weitere Zusatzstoffe erlaubt sind. Die Analyse von Warsteiner kann man wohl auch auf alle deutschen Biere übertragen, weil die Produktionsarten sich gleichen.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang K.

    • hallo wolfgang, ich würde gerne wissen wieviel du ass zu dir genommen hast? und du sagst die wirkung war gering? ich bin gerade seit ca. 2 wochen desaktiviert und nehme 400 zur zeit, die erfolge halten sich in grenzen bislang. frage mich gerade wie lange das wohl dauern wird bis sich wirklich eine besserung einstellt, weil wenn es so bleibt macht es nicht viel sinn. ich weiss, jeder reagiert sehr individuell und muss seinen weg finden, aber je mehr info desto besser. danke patrizia

      • Hallo Patrizia,

        meine Dosis war 500 mg pro Tag. Durchgehalten habe ich das über 6 Wochen, bis ich sicher war, dass es nichts nutzt. Haupsächlich habe ich mit Asthma und Hustensymptom zu tun, von dem auch bekannt ist , dass es auf eine Desaktivierung am wenigsten reagiert. Ich bin der Überzeugung, dass die Desaktivierung mit ASS nur die Notfallsituationen mit Asthma-Anfällen reduziert, den Krankheitsverlauf insgesamt aber nicht entscheident (!) verändert.

        Grüß W

    • Hallo Wolfgang,
      was für gute Nachrichten!
      1. Dass die salicylsäurearme Ernährung bei dir den Durchbruch gebracht hat.
      2. natürlich, dass das gute alte deutsche Bier offenbar auch salicylsäurearm ist! Diese Nachricht verbreite ich aber sowas von gern 🙂 (s. meinen Beitrag dazu).

      In Australien wird die ursprüngliche Liste von Ann Swain, soweit ich das beurteilen kann, schon noch laufend aktualisiert. Jedenfalls gibt es ab und an mal Änderungsmeldungen (wenn z.B. Testfehler auffallen wie bei den Borlotti-Bohnen) und es gibt auch Neuauflagen des „Elimination Diet Handbook“.

      Dass es in Deutschland (fast) keine Infos zum Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln gibt liegt sicher auch daran, dass eine salicylsäurearme Ernährung hierzulande als nicht gangbar gilt – und das quer durch die Bank von Ärzten bis zum Deutschen Allergie und Asthma Bund.

      Man müsste so jemanden wie den Dr. Klimek davon überzeugen, dass eine Ernährungsumstellung bei Samter Trias eben doch erfolgreich sein kann. Er hätte die nötige Autorität, um dass in Fachkreisen bekannt und akzeptiert zu machen.

      Vielleicht kannst du ja da von Kollege zu Kollege an diesem dicken Brett mal bohren 😉

      Wie bist du selbst denn auf salicylsäurearme Ernährung gekommen?

      Viele Grüße
      Sylke

      • Hallo Patrizia,

        nur kurz zur letzten Frage: Die Idee zum Salicylsäureverzicht in der Nahrung kam von Deiner Seite hier – nochmals herzlichen Dank. Alle Infos sind sehr gut recherchiert und erklärt.

        Gruß
        Wolfgang

        • Hallo Wolfgang,

          Danke für die Blumen 😉
          Freut mich, dass die Infos dir geholfen haben!

          Und wenn du wieder mal so gute Recherche-Ergebnisse hast, sagst du Bescheid, ja?

          Viele Grüße
          Sylke (nicht Patricia 😉

        • Hallo Wolfgang,

          Danke für die Blumen 🙂
          Freut mich, dass die Infos dir geholfen haben!

          Und wenn du wieder mal so gute Recherche-Ergebnisse hast, sagst du Bescheid, ja?

          Viele Grüße
          Sylke (nicht Patricia 😉

  31. Hallo Wolfgang,
    vielen Dank für die Info bzgl. des Warsteiner Pils. Bei Bier, egal ob Pils oder Weizen hatte ich auch seltenst Beschwerden. Wogegen ich bei Wein, hier v. a. Rotwein schon wesentlich mehr Beschwerden hatte. Also können wir uns ab und an ein Pils genehmigen. Ja Schade, Du hast natürlich vollkommen recht, dass es sehr wenig aktuelle Literatur zu diesem Thema gibt. Leider muss man hier fast alles einem Selbsttest unterziehen, um zu schauen, ob man darauf reagiert.

    Liebe Patrizia, habe etwas Geduld mit der Desaktivierung. 2 Wochen sind doch überhaupt kein Zeitraum, Dein Körper muss sich erstmal umstellen, daran hängt ja der ganze Stoffwechsel. Bei mir haben sich erste positive Anzeichen nach einem guten halben Jahr eingestellt. Ich dachte anfangs auch ich verzweifle. Also Geduld ist hier gefragt 😉 PS: Ich nehme seit fast 7 Jahren tgl. 300 mg ASS. Es hilft mir wahnsinnig gut – in 7 Jahren hätte ich vorher wohl mind. 2 weitere Operationen gehabt. Ich habe keinerlei Polypenwachstum, relativ wenige Infekte (vor der Desi hatte ich pro Jahr 6-8 Stück) und ich rieche und schmecke alles.

    Eine Bemerkung noch zum Leinöl; vor meiner Desi habe auch ich divese Ölarten versucht – leider alle ohne Erfolg.
    Bleibt schön Gesund…
    LG Michael

    • danke michael, hilft mir sehr wenn du mir das sagst, weil ab und zu bin ich wirklich sehr ungeduldig!
      hätte vielleicht vorher operieren sollen, aber gut, jetzt warte ich mal ab du hast ja recht, geduld ist hier gefragt! liebe grüsse aus barcelona 🙂

      • Barcelona achja da wäre ich jetzt auch gern 😉
        Meine Ärztin und parallel auch gute Freundin, hat mir damals vor der Desi geraten mich operieren zu lassen. Sie meint, dass eine ASS Desi bzw. die tgl. Einnahme von ASS nicht dazu führt, dass sich Polypen zurück entwickeln oder kleiner werden. Sorry…bei mir war es aber auch so, dass ich total verschleimt gewesen bin und dauernd Infekte hatte. Da hätte keine ASS Desi geholfen. Also habe ich mich erst operieren lassen und 6 Wochen war dann die Desi.
        Hast Du Polypen?
        VG Michael

  32. Hallo,
    hat jemand von Euch ein guten Rezept für Brot?
    Meines ist leider nicht gelungen 🙁
    Ich habe einen Sauerteig selbst angesetzt, aber es ging nicht auf.
    Danke Euch
    Gaaaaaaaaaaanz lieben Gruß
    Karin 😉

    • BLITZBROT

      400g Weizen recht fein gemahlen
      2oog Dinkel recht fein gemahlen
      (auch mit 600g Weizen möglich)

      separat
      600 ml warmes Wasser
      darin auflösen:
      ½ Würfel Hefe
      1Tl Zucker
      2 Tl Salz
      2 El Malzessig

      Das Wassergemisch in das Mehlgemisch geben und mit dem Kochlöffel oder dem Handrührgerät verrühren ,
      bis alles gut vermischt ist.
      Den Teig nicht gehen lassen !
      Eine Kastenform einbuttern , den Boden ev. mit Mehl ausstreuen und dann den Teig einfüllen.
      In den Backofen kalten stellen und bei 200 °C 60 min. backen.
      Den Ofen ausstellen und das Brot noch 30 min darin ausreifen lassen.
      Das Brot aus der Form nehmen und abkühlen lassen

      GUTEN APPETIT

        • Hallo Karin,

          doch, (Back-)Hefe ist (für die meisten von uns) OK: also das, was man im Supermarkt als Hefewürfel kauft oder auch als getrocknete Hefe im Tütchen zum Backen. Das wird im Elimination Diet Handbook in die zweitniedrigste Kategorie „moderate“ eingestuft. Ich selbst backe auch manchmal mit frischer Hefe (z.B. Buchweizenpfannkuchen) und habe bisher keine Reaktionen darauf erlebt.

          Backhefe, die in Brot „verbacken“ ist, wird im Elimination Diet Handbook sogar in der niedrigsten Kategorie „low“ eingestuft.

          Nicht OK ist Hefe-Extrakt (z.B. in Vegemite oder als Zusatzstoff): das ist sehr salicylsäurehaltig (Kategorie „very high“).

          Anlässlich deiner Frage habe ich gerade mit Erschrecken festgestellt, dass Backzutaten in der Liste salicylsäurearmer Lebensmittel komplett fehlt! Das reicht ich noch nach!!

          Viele Grüße
          Sylke

          • Liebe Silke, was würde ich nur ohne Dich tun. Danke !!!
            Hast mir in der sehr kurzen Zeit, die ich hier online bin schon sehr viel geholfen.
            Also gut, dann backe ich nochmal 🙂
            Lieben Gruß Karin

          • Sehr gerne 🙂

            Wie geht es dir denn inzwischen überhaupt? Merkst du eine Besserung?

            Viele Grüße
            Sylke

  33. Ich habe ja Ende September die Ernährung/Kosmetik etc umgestellt. Damals war hatte ich jedoch auch gerade eine Kortisonstosskur (16 Tage) und ich fühlte mich 100 % gesund, Nase frei, konnte riechen etc. Anschliessend ging es mir noch ca. 3 Wochen gut. Seither geht es mir eher immer schlechter. Im Moment niese ich die ganze Zeit und habe schrecklichen Fliesschnupfen. Was sicherlich auch damit zu tun hat, dass das Kortison nicht mehr wirkt. Meine Frage: Wie lange sollte ich konsequent sein, bis etwas ändert? Ich denke meine Polypen sind sehr gross. Vor 3,5 Jahren waren sie Grad 3-4. Und vor meiner Kortisonstosskur waren beide Nasenseiten zu.
    Andere Frage, wie konsequent muss ich sein? D.h. wenn ich 1x eingeladen bin und etwas esse, was ich nicht sollte, wie lange leide ich unter den Konsequenzen? Länger als 1 Tag? (Ich hatte am Montag Mittag im China Restaurant Gemüse vom Wok (alles erlaubtes Gemüse) mit Knoblauch-Basilikum Sauce und ich denke, das sollte nicht so lange nachwirken)
    Andere Frage, wie merke ich, ob ich erkältet bin?

    • Hallo Maria, die Frage ob ich erkältet bin oder nur wieder mal einen „normalen“ Anfall von Fliesschnupfen habe, hat sich mir auch immer gestellt. Ich habe es bis heute nicht richtig rausbekommen – ich weiß nur soviel, dass der Fliesschnupfen meist nur 1 max 2 Tage bei mir anhält. Wogegen bei der Erkältung, meist auch noch sehr schnell der Hals dazu kommt und die Stimme weg ist.

    • Hallo Maria,

      wie konsequent du sein musst hängt davon ab, wo deine Hemmschwelle für Salicylsäure liegt, d.h. ab welcher Dosis dein Körper auf Salicylate reagiert. Das kann ja individuell sehr unterschiedlich sein.

      Bei mir ist es z.B. so, dass ich guten Zeiten, wenn keine unerwarteten / ungeplanten Einflüsse von draussen dazu kommen (Stress, Schlafmangel, renovierte Räume …), dann vertrage ich auch schonmal eine halbe Mango oder ähnliches: also Sachen mit wenig Salicyl. Wenn ich sie ab und zu mal esse, vielleicht ein oder zwei mal die Woche, in Maßen. In schlechten Zeiten, wenn es mit Asthma und Nasenschleilmhautschwellungen eh kippelig ist, dann führen solche „Extras“ außer der Reihe unweigerlich zu nächtlichem Asthma und zugeschwollenen Nebenhöhlen. Gemüse im Wok mit Kräuter-Basilikum-Soße würde mich sicher für eine Woche aus der Bahn werfen.

      Wenn du seit Ende September salicylarm lebst, solltest du schon eine Besserung merken. Wenn du aber öfters mal Basilikum-Soße isst und andere Ausnahmen machst, dann kann das nicht klappen 😉 Denn dein Körper muss nach der Umstellung ja erstmal ein „Salicylsäure-Depot“ abarbeiten, bis eine Besserung eintreten kann. Und wenn da in regelmäßigen Abständen dochh immer mal wieder was dazu kommt, dann würd das nüscht.

      Vielleicht versuchst du mal folgendes: 4 Wochen knochenhart nur bei den Nahrungsmitteln mit den niedrigsten Salicylsäurewerten bleiben. Keine Ausnahmen. Keine Kosmetika / Zahnpasta. Für 3 Wochen kannst du das schaffen! (Ist sogar noch vor Weihnachten rum 😉

      Wenn du dann keine Besserung merkst, ist wahrscheinlich
      – entweder die Diagnose falsch (was bei Samter jedoch nicht sehr wahrscheinlich ist: die Symptome sind ja meist recht eindeutig)
      – Oder du hast irgendeine Salicylsäure-Quelle noch nicht erkannt und ausgeschaltet. (Passiert regelmäßig und auch mir manchmal noch.) Dann hilft vielleicht ein Ernährungstagebuch (das ist eh eine gute Idee!!)
      – Und/oder es gibt noch ein anderes Problem (z.B. Gluten- oder Milch-Unverträglichkeit/Allergie, um mal 2 typische Beispiele zu nennen). Das Elimination Diet Handbook rät: wenn nach 4 Wochen strikter (!) Diät keine Besserung eingetreten ist, für weitere 2 Wochen Gluten und Milch wegzulassen.

      Ja, es ist ein Dschungel, bis man klar hat, was für einen persönlich geht und was nicht. Aber man kann ihn durchqueren!

      Liebe Grüße
      Sylke

      PS: Ob ich erkältet bin merke ich an der Farbe vom Rotz (wenn ich das hier mal so unverblümt schreiben darf): klar/glasig -> Unverträglichkeit, gelb -> Erkältung.

      • Vielen Dank Michael und Sylke für eure Antwort! Ich denke mal ich bin zZt doch auch noch erkältet, aber es geht mir schon wieder etwas besser. Ich merke schon eine Verbesserung im Vergleich zu vor dem Kortison, aber ich hatte die Vorstellung, dass die Umstellung helfen würde nach dem Ende der Korisonstosskur länger symptomfrei zu bleiben. Aber dabei machte ich scheinbar doch zu viele Ausnahmen. Ca 1-2x pro Woche. Dazu kam sicher auch noch eine Portion Stress.

        Ich werde nun in den nächsten Wochen absolut keine Ausnahme mehr machen. Zahnpasta benutze ich schon seit 2 Wochen nicht mehr, ich habe mir Schlämmkreide zugelegt. Und ich koche auch nur noch nach Sue Dengates Failsafe Cookbook oder deinen Rezeptvorschlägen. Zum Glück habe ich viel Platz zum Einfrieren, da kann ich vorkochen. Es ist halt, wenn ich auswärts bin, dass es schwieriger wird. Aber kürzlich war ich eingeladen und da habe ich die Spaghetti pur gegessen…

        • Hallo Maria,

          ja: Ausnahmen solltest du, zumindest am Anfang nicht machen, sonst wirst du nicht herausfinden, ob die Ernährungsumstellung dir hilft.

          Ich wünsch dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!

          Und wenn du Fragen hast, weisst du ja: immer her damit!

          Viele Grüße
          Sylke

          PS: Spaghetti mit Knoblauchbutter ist auch gut 😉 Oder Nudeln mit Rindfleisch, nur gesalzen und in Raspöl gebraten, oder Reis mit Ente und Lauch: Restaurants, in denen frisch gekocht wird, gehen oft auf solche „Sonderwünsche“ ein.

  34. Liebe Sylke,
    tja, das ist eine gute Frage. Ganz ehrlich geht es mir immer noch nicht besser-mein gejammer kann ich nach 27 Jahren nicht mehr hören. Ich habe meine gesamte Ernährung und Kosmetik strikt umgestellt. Meine Nase ist seit einer Woche nachts so dicht, dass ich nur noch durch den Mund atmen kann. Ich fühle mich kraftlos und total leer.
    Vor einer Woche war ich bei einem neuen Arzt – mal wieder. Aber der hat wenigstens Blut abgenommen und mir versprochen zu suchen was los ist. Er denkt, dass evtl. noch eine Histamin oder Glutenunverträglichkeit dabei ist. Bin gespannt und voller Hoffnung auf die Ergebnisse.
    Gestern hab ich mit einer Freundin telefoniert. Dabei sind wir im Gespräch darauf gekommen, dass evtl. auch die Hormonspirale, welche ich seit 8 Jahren trage, solche Unverträglichkeiten aktivieren kann.
    Ich habe mir gedacht, Dich darum zu bitten, dass Du ein Buch schreibst. Ich denke Du hast super leckere Kochrezepte und Alltagstipps auf Lager, welche einige von uns sehr interessant finden könnten. So etwas gibt es noch nicht. Oder? 🙂 Ein Kochbuch für Samterianer und vll. auch kombiniert mit Glutenfreier Kost.
    Lieben herzlichen Gruß
    Karin

    • Liebe Karin,

      ach Mensch: ich hätte dir so gewünscht, dass es dir besser geht! Wenn du deine Ernährung seit deinem ersten Posting hier (6. November, richtig?) umgestellt hast, ist das ja aber auch „erst“ drei Wochen her. Und es kann einfach mal ein paar Wochen dauern, bis der Körper den über die Jahre angesammelten „Salicylate-Stau“ abgebaut hat.

      Das Elimination Deit Handbuch z.B. schreibt, dass es 6 bis 8 Wochen brauchen kann, bis die Symptome abgeklungen sind. Und dass man auf jeden Fall erstmal 4 Wochen strikte Diät durchhalten sollte. Wenn dann keine Besserung eingetreten ist, solltest du
      1. überprüfen, ob es noch unerkannten Salicylsäure-Quellen gibt
      2. schlagen auch sie vor, für 2 weitere Wochen zu testen, ob das Weglassen von Gluten und Milch was bringt (zwei sehr häufige Auslöser für Allergien und Unverträglichkeiten)

      Und: ja, sowas wie Hormonspirale kann sicher auch ein Grund für unerwünschte Reaktionen sein.

      Wie ich gerade schon schrieb: es ist ein verdammter Dschungel da draussen. Aber das muss ich dir ja nicht erzählen 😉

      Vielleicht findet dein Arzt ja was heraus: dann bist du wieder ein Stückchen weiter.

      Liebe Grüße
      Sylke

      • Danke liebe Sylke,
        ich werde durchhalten, klar – was anderes gibt es nicht. Ich möchte von meinen täglichen Allergietabletten wegkommen.Und an Milch und Gluten oder Hystamin hab ich auch schon gedacht.
        Ein Problem ist für mich noch die Zahnpaste, sonst komme ich ganz gut klar. Kannst Du wirklich Heilerde empfehlen?
        Die Spirale lasse ich mir sicher noch vor Weihnachten entfernen.
        Nachdem ich kein gutes Englisch spreche, sondern eher nur einzelne Worte, tue ich mich mit dem genannten Buch eher schwer.
        Danke für Deinen Zuspruch, dass es länger dauert bis sich was ändert habe ich nicht gewußt.
        Gaaaanz liebe Gruß und schöne Adventszeit
        Karin

        • Hallo Karin,

          wg. der Zahnpasta: ich persönlich schwöre auf die Ionen-Zanhbürste (hab eine Soladey): die funktioniert wunderbar – und meine Zahnärztin ist auch zufrieden 😉

          Heilerde (feinste Sorte) nutz ich nur ganz ab und zu mal, um die Zähne aufzuhellen. Aber das geht natürlich ganz schön an den Zahnschmelz. Kann man also ungefäht vergleichen mit so Zahnpasten wie „Perlweiss“: OK zum ab und zu mal nutzen, aber nicht für die tägliche Pflege.

          Natron und Salz hab ich auch eine Weile genommen (bevor ich die ionische Zahnbürste für mich entdeckt habe): war auch OK.

          Viele Grüße
          Sylke

          • Hallo lieb Sylke,
            inzwischen habe ich schon einen kleinen Erfolg erzielt. Ich habe diese akuten allergischen und sehr heftigen Reaktionen fast im Griff.Die Allergietabletten konnte ich schon auf 1/4 täglich reduzieren. Danke!

            Ich habe eine Frage:
            welche glutenfreien Mehlsorten kommen denn eigentlich in Frage?

            Und welchen Tee könnte ich eigentlich ausser Kamille noch trinken?

            Von der Zahnbürste Soladey hab ich bisher auch noch nix gehört. Habe ich mir soeben bestellt 🙂
            Danke Dir von Herzen, drück Dich
            Karin

  35. Liebe Silke,
    auch ich möchte dir danken, für diese Seite.
    nach meiner mehr als 20 jährigen Leidenszeit und 9 (!) Op`s habe ich auch diese Diagnose und setze meine Hoffnungen auf die geplante Desaktivierung.
    Wie der genaue Ablauf sein wird, erfahre ich am 4. Dezember, am 8. Dez. soll es dann losgehen.
    Ich habe gerade wieder einen kurzen Kortison-Stoß hinter mich gebracht und kann im Moment sogar riechen, nicht alles, aber immerhin.
    Die Polypen sind im Moment klein. Ich denke, dass ist eine günstige Ausgangssituation für die Desaktivierung!?
    Etwas Bedenken habe ich wegen einer bestehenden Hiatushernie und meiner chronischen Antrum-Gastritis. Ich habe bis vor einem Monat täglich 40 mg Esomeprazol genommen, das wurde auf 20 mg reduziert, weil der Befund bei der letzten Magenspiegelung besser war.
    Hat jemand Erfahrung mit Nebenwirkungen bei ASS Gemacht?
    Ich werde berichten, wie es weitergeht!
    Viele Grüße aus Erfurt

    • Hallo Helma,

      willkommen auf der Seite – und vielen Dank für die Blumen 😉 Ich freu mich immer sehr, wenn die Infos jemandem helfen.

      Wegen deiner geplanten Desaktivierung und Berichten über Nebenwirkungen von ASS schau doch mal die Kommentare auf dieser Seite an: http://samter-trias.de/adaptive-desaktivierung Da sind viele dabei von Leuten, die schon eine Desi hinter sich haben oder darüber nachdenken.

      Ich selbst habe nie eine Desaktivierung gemacht. Mein Weg, mit dem Samter umzugehen war die Umstellung auf salicylsäurearme Ernährung: http://samter-trias.de/salicylsaeuregehalt-lebensmittel/ und damit fühle ich mich sehr wohl (fast immer 😉

      Weiss der Arzt oder die Ärztin, die die Desaktivierung machen soll, von deinen Magenproblemen? Das solltest du vermutlich gut abwägen.

      Falls du dich zur Desi entschließt wünsche ich dir dabei viel Erfolg!

      Berichtest du, wie es gelaufen ist?

      Viele Grüße
      Sylke

    • Hallo Helma,
      viele Grüße zurück, auch aus Erfurt. So klein ist manchmal die Welt 😉
      Ich nehme seit 7 Jahren ASS 300 mg Protect und habe zum Glück noch keine Nebenwirkungen. Da Du aber leider schon gastritische Probleme hast wird das mit der Desaktivierung wohl schwierig bzw. hat ja Dein HNO dies bereits leider bestätigt. Dennoch wünsche ich Dir gute Gesundheit
      LG Michael

      PS: Mit 9 OP´s hast Du mir eine voraus …

  36. Gerade habe ich folgendes im Netz gefunden:
    Dr. Volker Schmiedel aus Kassel:
    „Wer Säurebinder einnimmt, sollte nicht gleichzeitig ASS einnehmen, da sonst das ASS kaum noch wirkt. Es sollte ein Einnahmeabstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden. Andererseits wird ein Säurebinder meist von Patienten mit Magenproblemen eingenommen, so dass die Gabe von ASS ohnehin zu hinterfragen ist.“
    Was soll ich machen? Das werde ich alles am Donnerstag besprechen müssen.
    Allen Leidensgenossen trotzdem einen schönen 1. Advent!

  37. Liebe Helma,
    ich wünsche Dir auch einen wunderschönen duftenden 1. Advent. Für Deinen Termin wünsch ich Dir ebenso viel Erfolg.
    Lieben Gruß
    Karin

    • Zunächst dir, liebe Karin vielen Dank für deine Wünsche für einen „duftenden Advent“. Dank einer kurzen Kortison-Kur in der vorigen Woche war er tatsächlich „duftend“ Wie man das genießt können nur „Samter-Trias -Leute“ verstehen. Tannenduft, gebrannte Mandeln, Glühwein (auch wenn man ihn nicht trinken darf). Es tut so gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und unser Erfurter Weihnachtsmarkt ist wunderschön!
      Heute war nun der Termin beim Chefarzt Dr. Radtke in der HNO-Abteilung der Ilmkreis-Kliniken Arnstadt. Das Ergebnis:
      Meine Bedenken bezüglich der lebenslangen ASS-
      Einnahme hat er vollumfängliche geteilt. Dank des Kortison-Stoßes sah meine Nase auch ganz gut aus. Dr. Radtge meinte, einige kurze Kortisonstöße im Jahr würden mir weniger schaden als dauernde ASS-Einnahmen. Die Erhaltungsdosis wären 300 mg gewesen. Die Desaktivierung wurde also im beiderseitigen Einverständnis abgesagt. Nun werde ich auf dieser Seite weiter nach Alternativen suchen beim Vermeiden von Salizylsäure und danke euch allen für die Ratschläge und Rezepte.
      Herzliche Grüße und gute Besserung, damit alle die Adventszeit riechen können!

      • Wann ist denn deine letzte OP gewesen? Ich musste mich entscheiden, ob ich mich alle 2 Jahre einer OP unterziehe, was ja für die Schleimhäute und die gesamte „Nase“ ja auch nicht förderlich ist oder ob ich für eine sehr lange Zeit tgl. ASS nehme. Letztendlich habe ich mich für das ASS entschieden und bis jetzt läuft alles super. Habe hier auch schon desöfteren darüber berichtet. Da ich ein Genussmensch bin und liebend gern koche, war es für mich grausam, nichts zu riecehn geschweige denn zu schmecken. Aber das kennst Du ja. Ich habe mich eine zeitlang auch mit Kortisonstößen behandeln lassen, habe allerdings mit Herzrasen u. ä darauf reagiert. Das tat mir absolut nicht gut. Was die lebenslange ASS-Einnahme betrifft, habe ich diverse Meinungen verschiedener Fachärzte eingeholt und war am Ende auch nicht schlauer. Es reichte von „Sind Sie wahnsinnig“ bis zu „Wenn Sie es vertragen, dann ist es kein Problem“. Naja Ärzte eben …
        Bleibt Gesund 😉

  38. Hallo,
    bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Ich habe eine solche Seite vor 15 Jahren gesucht. Und sie nur im englischsprachigen Netz gefunden. Kann ich immer noch empfehlen: ein Forum bei yahoo, „Samter’s Triad (AERD) Discussion“. 1400 Nutzer und besteht seit 2001.
    Nebenher: ich nehme seit 2003 täglich ASS (zwischen 250 und 1300mg, die meiste Zeit 500mg) und habe so die Polypen-Probleme, unter denen sehr litt, im Griff.

    Anton

    • Hallo Anton,
      willkommen auf der Seite 🙂
      Und danke für den Forums-Tipp!

      Verrätst du uns noch, wo du deine Desaktivierung hast machen lassen?
      Und warum die die ASS-Menge, die du nimmst varrierst? Das habe ich bisher so noch nirgends gehört: spannend!

      Viele Grüße
      Sylke

      • Hallo Sylke,
        meine ASS Desaktivierung – ich habe sie selbst gemacht. Und ich bitte mir das nachzusehen: Ich fand dafür 2003 keinen Arzt. Las Leitlinien und weitere Fachliteratur und auch genaue Anleitungen. So entschloss mich dazu. Das würde ich aber keinem raten.

        Und was die Menge angeht: in den Leitlinien, die mir plausibel erschienen, wurden Mengen zwischen 500 und 1300mg genannt. An dieser Stelle muss ich sagen: ich beschäftige mich ungern mit der eigenen Gesundheit und habe die Fachliteratur jahrelang nicht mehr angeschaut. Weswegen ich die Menge verändert habe: zunächst, weil ich nach einer geringen aber noch wirksamen Menge suchte. So kam ich über die Jahre auf 250mg. Weil ich im letzten Jahr Ohrbeschwerden hatte, habe ich wieder recherchiert und fand den Hinweis, dass für mich vielleicht 250mg zu wenig sind. Die Ohrbeschwerden sind nun langsam besser geworden.

        Schließlich will ich noch gern einen Hinweis aufnehmen, den ich hier heute nachmittag las:
        „Meine Aussagen beruhen auf eigener Erfahrung, Gesprächen mit anderen
        Betroffenen und Recherchen. Sie sind nicht als medizinischer Rat zu
        verstehen.“

        Gruß

        Anton

        • Hallo Anton,

          da musst du bei mir nicht um Nachsicht bitten: ich bin auch „nur“ eine Betroffene 😉 Nachgefragt habe ich, weil viele hier auf der Seite nach guten Ärzten / Kliniken für die Desaktivierung suchen. Denn da kann man auch auch 2015 noch ganz schön reinfallen, wie man in manchen erschreckenden Berichten von Desis nachlesen kann.

          Viele Grüße und Danke für die Infos!
          Sylke

  39. Liebe Sylke,
    zunächst einmal ein ganz herzliches Dankeschön für die Mühe, die Du Dir mit dieser Webseite machst!! Ich ziehe ehrlich den Hut vor Dir!

    Hauptsächlich durch die Informationen auf Deiner Webseite, bin ich nach rund 6 Tagen konsequenter Auschlußdiät eine jahrzehntelange chronische mit Cortisonsprays behandelte Sinusitis los geworden – hoffentlich dauerhaft (Gott sei dank hatte ich noch nie Polypen). Warum sagt einem das kein Arzt! Das macht mich sehr wütend!
    Leider bin ich mein Asthma noch nicht los, aber es ist auch besser geworden, nachdem ich verstärkt auf Nahrungsmittelzusätze geachtet habe. In meinem Fall ist es das Guarkernmehl, das als Verdickungsmittel meinem glutenfreien Brot beigemischt ist, der Asthma-Verschlimmerer!
    Frage: ist Leinsamenöl salicylhaltig? Oder ist es okay bei Salicylunverträglichkeit?
    Zweite Frage: kennst Du oder einer der Mitleser hier einen Pneumologen oder HNO-Arzt in Berlin, der sich mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten udn deren Auswirkungen befasst?

    • Hallo Albrecht,

      ich freu mich sehr, dass die Infos auf der Seite dir geholfen haben!! Das ist auch meine Motivation für diese Seite hier: Infos zugänglich machen, die einem sonst niemand (so leicht) gibt. Womit ich schon bei deiner ersten Frage bin: Leider kenne ich in Berlin auch keinen Arzt, der sich wirklich mit Nahrungsmittelunvergträglichkeiten und deren Auswirkungen befasst 🙁 Wenn du jemanden findest: sag bitte Bescheid, ja?!? Ja nachdem, wie deine Fragestellung ist, kannst du dir aber evtl. auch eine gute Ernährungsberaterin suchen: die sind, was Nahrungsmittel-UVs angeht, meist fitter als Ärzte. Wobei sich in Deutschland mit Salicylsäure-UV kaum jemand auskennt (ich kenne niemanden). Auch hier: wenn du jemanden findest, der sich in „unserem“ Gebiet auskennt: bitte Bescheid sagen!!

      Für Leinsamenöl habe ich bisher keine Salicylwerte finden können. Ich nehme aber seit einiger Zeit selbst Leinsamenöl (wegen der Omega-3-Fettsäuren) und vertrage einen Eßlöffel am morgen genommen gut. Wenn ich es abends nehme habe ich den Eindruck dass ich nachts schlechter Luft kriege und schließe daraus für mich: Leinöl hat vermutlich wenig Salicylsäure. Insgesamt verbessert der Löffel Leinöl am Morgen aber, so mein bisheriger Eindruck, mein Asthma.

      (Dagegen vertrage ich z.B. Fischölkapseln überhaupt nicht und bekomme davon innerhalb einer Stunde einen mittelschweren Asthmaanfall, der nur mit Cortisonspray in den Griff zu bekommen ist – obwohl in Fischöl keine Salicylsäure enthalten sein dürfte. Ich hab da mit verschiedenen Kapseln, Ölen etc. rumprobiert, aber immer mit demselben (Asthma-)Ergebnis. Vielleicht liegt das daran, dass Fischöl auch viel Arachidoonsäure enthalten kann – die beim Samter-Syndrom vermutlich Asthma auslöst.)

      Viele Grüße und weiterhin gute Besserung für dich!
      Sylke

  40. Hallo zusammen,
    ich habe hier ja auch schon ein paar Mal geschrieben und möchte nun mal eure Kommentare zu Kopf- und Gesichtsschmerzen. Wer leidet auch verstärkt unter diesen mal mehr, mal weniger ausgeprägten Schmerzen? Ich selbst bin schon dreimal an den Nebenhöhlen operiert und die Polypen werden so ca. zweimal im Jahr mit einer Kortison Stoßtherapie von 12 Tagen in Schach gehalten. Das ist mein momentan gewählter Weg. Meine Schmerzen sind mal mehr, mal weniger stark auf der linken Seite (mal verstärkt in der Nähe des Backenknochens, mal Stirn Nähe und mal im linken Zahnbereich. Unberechenbar irgendwie. Kennt das jemand? Danke für eure Kommentare.

    • Hallo Heike,

      ja, Schmerzen bzw. eher ein unangenehmes Druckgefühl kenne ich auch, vor allem, wenn die Nebenhöhlen mal wieder „dicht“ sind.

      Zum Beispiel bekomme ich ein sehr charakteristisches Druckgefühl seitlich der Nasenflügel (und meist stärker links als rechts), wenn ich Milch trinke.

      Wenn die Schleimhäute insgesamt gereizt sind, z.B. durch irgendwelche Dämpfe / Gerüche /Ausdünstungen, dann „verteilt“ sich der Druck über alle Nebenhöhlen, ist aber meist oben an den Stirnhöhlen, direkt über den Augenbrauen und eher zur Mitte hin am stärksten.

      Und ich habe einen Backenzahn (rechts oben), der sehr dicht an der Kieferhöhle ist (weil an der Stelle der Knochen sehr dünn ist): Entzündungen in der Kieferhöhle greifen (zum Glück relativ selten, aber eben dann und wann doch mal), auf die Zahnwurzel über: dann habe ich höllische Zahnschmerzen. Meine Zahnärtzin hat das aber bisher immer mit Antibiotika in den Griff bekommen, so dass mir Zahn samt Wurzel bisher erhalten geblieben sind.

      Ja, soweit meine Erfahrungen … Du bist also nicht allein 😉 Ich hoffe, das hilft dir weiter!?

      Viele Grüße
      Sylke

  41. ja 😀 herzlichen Dank für diese tolle Seite!
    wie steht es denn eigentlich um den Saly-Gehalt von Möhren, Fenchelgemüse, Topunambur, Ingwer, Erdmandeln, Topinambur, Schwarzkümmelöl und Leinöl? Ist da was bekannt?
    Nochmals Danke, Danke und ganz herzliche Grüße!

    • Hallo van,

      wie steht es denn eigentlich um den Saly-Gehalt von Möhren, Fenchelgemüse, Topunambur, Ingwer, Erdmandeln, Topinambur, Schwarzkümmelöl und Leinöl? Ist da was bekannt?

      Ingwer hat einen ziemlich hohen Sali-gehalt, Möhren einen relativ niedrigen (aber zu hoch für mich – musst du testen), Leinöl ist für mich OK, wenn ich morgens einen Eßlöffel nehme. Abends bekomme ich anschließend manchmal Atemnot in der Nacht, bin aber noch nicht ganz sicher, ob es tatsächlich am Leinöl liegt. Bei dem Rest kenne ich den Sali-gehalt nicht.

      Schau mal auf der Seite Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln: da ist das Meiste aufgeführt, das bekanntermaßen sehr wenig Salicylsäure enthält.

      Viele Grüße
      Sylke

  42. Hallo,

    ich bin froh, dass ich diese Seite gefunden habe. Vielleicht kann mir hier jemand helfen. Ärzte und Ernährungsberater, die ich aufgesucht habe, haben überhaupt keine Ahnung.
    Ich habe eine Histaminintoleranz. Trotz Diät wurden meine Beschwerden nicht besser. Nachdem jetzt klar ist, dass ich auch unter der Salicylatunverträglichkeit leide, verstehe ich auch warum. Leider komme ich mit dem Essen überhaupt nicht zurecht.

    Ich brauche dringend Hilfe. Könnt ihr mir vielleicht einen Speiseplan über eine Woche mailen, was ihr so morgens, mittags, abends esst. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich satt bekommen soll. Ich vertrage nämlich auch kein selbstgebackenes Dinkel oder Roggenbrot.
    Außerdem reagiere ich auf Kuhmilch und Rohrzucker.

    Esst ihr jede Woche das Gleiche?

    Hat jemand von euch Erfahrung mit Quinoa bezüglich des Saligehaltes?

    Außerdem brauche ich für meine Schmerzerkrankung Medikamente. Welche Schmerzmedikamente kann ich denn dann überhaupt nehmen?

    Da ich auch noch Brustkrebs habe, muss ich öfters ins Krankenhaus. Wie geht das mit dem Essen dort oder auch in einer Rehaklinik?

    Fragen über Fragen, vielleicht hat jemand Antworten.

    Ich würde mich sehr freuen und sage schon mal Danke.

    Barbara

    • Hallo Barbara,

      willkommen auf der Seite! Ich hoffe, ich kann dir mit meinen persönlichen Erfahrungen ein wenig weiter helfen:

      Könnt ihr mir vielleicht einen Speiseplan über eine Woche mailen, was ihr so morgens, mittags, abends esst. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich mich satt bekommen soll. Ich vertrage nämlich auch kein selbstgebackenes Dinkel oder Roggenbrot.
      Außerdem reagiere ich auf Kuhmilch und Rohrzucker.

      Speiseplan über eine Woche habe ich nicht, aber hier ein paar meiner „Standardgerichte“:
      – morgens Roggenbrot mit Ziegenfrischkäse und Rührei (ich persönlich vertrage nur Sauerteigbrote – aber das musst du ausprobieren)
      – mittags: große Portion Reis oder Kartoffeln oder Nudeln mit Ei oder (frischem!!) Fisch oder Fleisch (falls das mit deiner Histamin-UV OK ist), dazu Gemüse, z.B. Lauch, Butternut-Kürbis (z.B. gedünstet), Mungbohnensprossen, Staudensellerie, Lauchzwiebeln (nur die Schlanken)
      – Linsensuppe (braune oder rote Linsen) mit Kartoffeln und Hackfleischbällchen
      – Stampfkartoffeln und Steckrübenmus mit Spiegelei
      – Grünkohl (nur gesalzen!) mit Kartoffeln
      – Lamm mit Bratkartoffeln und Kräuterquark (mit Leinöl, Schnittlauch, Knoblauch, Salz, wenig Petersilie)
      – Kartoffeln mit Eierquark (Quark mit gekochten Eiern, Leinöl, Schnittlauch)
      – Hackfleisch mit Lauch und Frühlingszweibeln anbraten, Schmand dazu; dazu passt Reis
      – falls du Soja verträgst: Tofu macht auch gut satt! (aber nix fermentiertes wg. der Histamine, also keine Sojasoße etc.)

      Für Zwischendurch:
      – Milchreis mit Birne
      – Birnenmus aus der Mikrowelle
      – Reiswaffeln mit Cashew-Ahornsirup-Creme (165g Cashews, 40g Rapsöl, 100g Ahornsirup im Mixer zu Creme verarbeiten)
      – Roggenknäcke mit Ziegenfrischkäse
      – Seidentofu mit 1 Eßlöffel braunem Zucker, mit dem Mixstab cremig gerührt

      abens: siehe mittags 🙂

      Esst ihr jede Woche das Gleiche?

      Nein 🙂
      Ich versuche, mir immer mal wieder was Neues aus den Zutaten, die für mich OK sind einfallen zu lassen oder aus saliarmen Kochbüchern neu auszuprobieren oder „normale“ Rezepte so abzuwandeln, dass ich sie vertrage.

      Hat jemand von euch Erfahrung mit Quinoa bezüglich des Saligehaltes?

      Bisher nicht, nein. Nur mit Amaranth: das ist für mich OK (aber ich mag es nicht besonders und esse es nur selten). DAfür hat Buchweizen Einzug in meine Küche gehalten, vor allem in Form von Pfannkuchen und Waffeln.

      Außerdem brauche ich für meine Schmerzerkrankung Medikamente. Welche Schmerzmedikamente kann ich denn dann überhaupt nehmen?

      Es gehen nicht: NSAID bzw. NSAR und du solltest nach Möglichkeit auch keine Medis mit Farbstoffen, Aromastoffen oder Konservierungsmitteln nehmen. Mehr Infos findest du im Beitrag Asthmaauslösende Medikamente vermeiden (eigentlich geht es um Medikamente ohne Salis).

      Da ich auch noch Brustkrebs habe, muss ich öfters ins Krankenhaus. Wie geht das mit dem Essen dort oder auch in einer Rehaklinik?

      Da habe ich keine guten Erfahrungen gemacht: die kennen sich mit Sali-UV ebenso wenig aus, wie alle anderen Ärzte und Ernährungsberater auch. Am besten: Liste mit Lebensmitteln mitnehmen, die du verträgst, in der Küche und beim Arzt abgeben und darauf bestehen, dass du nur diese Lebensmittel bekommst. Notfalls versorg dich selbst / lass dir Sachen mitbringen.

      Liebe Barbara: das erstmal auf die Schnelle.
      Wenn du mehr Fragen hast, melde dich und lass uns in Kontakt bleiben!

      Wie hast du denn heraus bekommen, dass du eine Sali-UV hast? Was sind deine Symptome?

      Liebe Grüße und alles Gute!
      Sylke

  43. Hallo Sylke,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Die ist für mich sehr, sehr hilfreich.

    Ich war wegen meiner HI in einer Spezialklinik in Neukirchen. http://www.spezialklinik-neukirchen.de/ Dort habe ich dann auf eigene Kosten einen Alcattest machen lassen. Das ist eine Art von Unverträglichkeitstest über Nahrungsmittel, Medikamente, Konservierungsstoffe, Chemikalien etc.

    Dieser ist natürlich schulmedizinisch nicht anerkannt. Die Unikilik in Düsseldorf hat mich deswegen vor 4 Wochen regelrecht abgekanzelt. Ich habe nämlich keine schulmedizinische positiven Allergieblutproben oder Pricktest. Ich bin also kerngesund. 🙂

    Aber das Ergebnis diesesTestes bestätigte, dass ich auf andere Dinge reagiere. Das war tatsächlich so, obwohl ich die HI Diät eingehalten habe. Unter anderem wurde dabei ASS getestet, auf das ich eben reagiere. Ich habe z. B. immer auf Beeren, Broccoli oder Blumenkohl reagiert, welches ja eigentlich bei HI okay wäre.

    Bei den Symptomen bin ich voll dabei. Ich kenne das ganze Programm. Nasen zu oder laufend, Augen jucken, Juckreiz am ganzen Körper, Kopfschmerzen, Übelkeit, Darmprobleme, Koliken, Hitzewallungen, mein Körper kann keine Temperatur mehr ausgleichen, ich bin mich ständig am An- oder Ausziehen, urplötzliche Müdigkeit bis Komaschlaf und Benommenheit über viele Stunden bis Tage, Schwindel, geschwollene Finger, Konzentrationsprobleme, Verschlimmerung meiner Fibromyalgie ( Schmerzerkrankung ), Hustenreiz bis asthmatische Beschwerden, Quincke Ödeme an den Lippen, Flushs, Kribbeln im Gaumen, etc habe bestimmt noch etwas vergessen

    Mir machen alle meine anderen Erkrankungen nicht viel aus, aber das mit dem Essen ist für mich der Horror. Ich komme damit auch psychisch überhaupt nicht zurecht. Ich bin Süßigkeiten abhängig, regelrecht süchtig.

    Außerdem findet man natürlich nirgendwo Hilfe bezüglich der Sali. Hast du eigentlich Erfahrung, ob es Möglichkeiten gibt, darüber EW Rente oder Schwerbehinderung zu bekommen? Für mich ist es unmöglich zu arbeiten.

    Jetzt gehe ich erst mal in die Koje

    vielen Dank

    Barbara

    • HAllo Barbara,

      Danke für die Infos! Die Spezialklinik Neukirchen kannte ich nicht (hört sich gut an), den Alcat Test auch nicht. Wenn ich nur mehr Biochemie verstünde, dann könnte ich das sicher besser einschätzen. Aber dass man eine UV nicht mit einem Allergietest testen kann, dass müssten sogar die Schulmediziner wissen 😉

      Wie auch immer: Süßigkeiten-Abhängigkeit – versuch es mal mit der weißen Schokolade von Nestle: die hat wenig „verdächtige“ Inhaltsstoffe 😉 Oder besagte Cashew-Ahornsirup-Creme: da knallt auch 🙂 Oder Birnenmus mit Ahornsirup, süßer Milchreis mit Zucker (raffiniert oder karamellisiert – kein Rohr-/Rohzucker). Oder süßer „Ahornsirup-Tee“, Kaffee mit Zucker …

      Ich finde ja bemerkenswert, dass du mit Brustkrebs gut klar kommst, wie du schreibst. Das würde mich ja viel fertiger machen als so eine Ernährungsumstellung. (Die ich allerdings, dass muss ich schon zugeben, am Anfang auch sehr schwierig fand. Aber das legt sich dann irgendwann, wenn man „den Bogen raus“ hat. Und mit den richtigen Infos ist das auch nicht sooo schwer. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, das RPAH Elimination Diet Handbook zu kaufen (Link findest du auf der Seite Salicylsäuregehalt von LM): da sind alle wichtigen Infos drin, die man für ein Leben mit LM-UVs so braucht.

      Wg. EW Rente oder Schwerbehinderung: Nein, keine Ahnung. Aber das wäre über die Fibromyalgie wahrscheinlich noch eher hinzubekommen als über die Sali-UV, schätze ich. Denn FM ist wenigsten anerkannt.

      Viele Grüße – ebenfalls zur Nacht
      Sylke

  44. Hallo Sylke,

    mittlerweile sind mir noch ein paar Fragen eingefallen. Vielleicht kannst du mir auch da weiter helfen.

    Kannst du bitte mir Rezepte für Waffeln, Kuchen, Brot oder Pfannkuchen mit Buchweizen zu kommen lassen.

    Du schreibst, dass du Ziegenfrischkäse isst. Was ist mit Ziegenschnittkäse? Ist da Salicylat drin?

    Hast du eine Ahnung über die Süßkraft von Ahornsirup? Wieviel ml Sirup ersetzt wieviel Gramm Zucker?

    Außerdem schreibst du, dass ich keinen Rohrzucker verwenden soll, aber anderen Zucker. Was ist das genau für eine Art von Zucker? Wo bekomme ich den?

    Erst mal wieder herzlichen Dank

    Barbara

    • Hallo Barbara,

      Kannst du bitte mir Rezepte für Waffeln, Kuchen, Brot oder Pfannkuchen mit Buchweizen zu kommen lassen.

      Ich empfehle: Google oder Chefkoch.de 🙂 Einfach die Rezept abwandeln, falls etwas enthalten ist, das nicht sali-arm ist (z.B. Gewürze weglassen) oder das man aus anderen Gründen nicht verträgt (z.B. bei einer zusätzlichen Milchallergie oder Histamin-Unverträglichkeit). Meist ist das Abwandeln von Rezepten gar nicht so schwer. Wenn’s nicht beim ersten Mal klappt, einfach ein bischen verändert nochmal probieren.

      Du schreibst, dass du Ziegenfrischkäse isst. Was ist mit Ziegenschnittkäse? Ist da Salicylat drin?

      Ich kaufe meinen Ziegenfrischkäse immer bei Aldi (Nord). Und in der Schnittkäsevariante ist Konservierungsmittel oder Farbstoff drin (weiss ich jetzt nicht mehr genau, aber irgend ein Zusatzstoff). Wenn du Schnittkäse ohne Zusatzstoffe findest, ist der wahrscheinlich auch OK (falls du nicht sehr empfindlich gegen Histamin bist).

      Hast du eine Ahnung über die Süßkraft von Ahornsirup? Wieviel ml Sirup ersetzt wieviel Gramm Zucker?

      Warum willst du Zucker ersetzen? Weisszucker ist absolut sali-arm 🙂

      Außerdem schreibst du, dass ich keinen Rohrzucker verwenden soll, aber anderen Zucker. Was ist das genau für eine Art von Zucker? Wo bekomme ich den?

      Ganz normaler raffinierter Weisszucker (oder karamellisierter „brauner“ Zucker) aus dem Supermarkt. Die sind beide so hochgradig verarbeitet, dass Salicylsäure da keine Chance hat – anders als z.B. bei Rohrzucker.

      Viele Grüße
      Sylke

      • Liebe Sylke!

        Ihr wundert euch alle über die ganzen Unverträglichleiten und macht eure Darmflora mit Zuckerkonsum kaputt.
        Wenn ihr dann auch mal ab und zu einen Zuckertest macht, werdet ihr sehen, dass dann auch noch ein Diabetes droht.
        Eine kaputte Darmflora ist die offene Eintrittspforte für alle Stoffe, die eigentlich draußen bleiben. müssten. Deswegen gibt es ja auch so oft Gluten- und Lactoseintoleranz im Doppelpack oder Histamin- und SalicylsäureUV gleich noch dazu.
        Wenn man dann weiß, dass 90% der deutschen Bevölkerung mit einem viel zu niedrigen Vitamin D Spiegel rumläuft, was wiederum das Wachstum der guten Darmbakterien behindert, dann kann man sich vorstellen, warum Asthma. Allergien, Ekzeme und Nahrungsmittelunverträglichkeiten so extrem zugenommen haben.
        Wir haben in Deutschland auch 6,8 Millionen Osteoporoseerkrankte (Vitamin D Mangel) und 7 Millionen Diabetiker mit einer ordentlichen Dunkelziffer (zu hoher KH-Konsum und Vitamin D Mangel und kaputte Darmflora).
        Übrigens gibt es Leute, die durch jahrelangen Weizen- und Zuckerkonsum richtig süchtig sind und tatsächlich einen echten Entzug machen, wenn sie ihre Ernährung umstellen.
        Interessanterweise ist man stundenlang satt, wenn man viel Fett isst und kann ganz in Ruhe über die nächste Mahlzeit nachdenken 🙂 Das hilft nämlich Diärfehler zu vermeiden, als wenn man zwei Stunden nach einer zucker- und KH- haltigen Mahlzeit schon wieder mit Hunger vor dem Kühlschrank oder dem Bäcker steht.
        Jedes Antibiotikum macht übrigens die Darmflora kaputt und damit den Darm wieder durchlässiger für Allergene und Cortison schwächt das Immunsystem und ist der Gegenspieler vom Vitamin D. Würde also bedeuten, dass nach jeder Antibiotika- Einnahme die Darmflora wieder saniert werden muss und parallel zu einer Cortison- Therapie hochdosiert Vitamin D gegeben werden müsste, um die Nebenwirkungen abzufangen.
        Das nur mal als ganz kleiner Hinweis, was neben dem eigentlichen Problem der Saicylsäure- UV noch so ins Spiel kommt.

        L. G. Gabi

        • Liebe Gabi,

          vielen Dank für deine Tipps. Eine kaputte Darmflora hilft sicher nicht bei Unverträglichkteiten und mag in manchen Fällen auch ihr Auslöser sein. Aber Zuckerkonsum (in Maßen) macht noch nicht die Darmflora kaputt. Ebensowenig wie Kohlenhydrate. Genausowenig wie Fettkonsum der Auslöser für Diabetes oder Darmkrebs ist (was ja auch oft behauptet wird).

          Die Verteufelung einzelner Lebensmittel ist meiner Ansicht nach in den allermeisten Fällen einfach nicht hilfreich bei der Suche nach Lösungen. Genausoweing wie einzelne Vitamine oder Nährstoffe in hohen Dosen verabreicht die General-Antwort auf alle gesundheitlichen Probleme sein können.

          Meiner Erfahrung nach fährt man als Betroffener am besten, wenn man für alle Hinweise und Tipps offen ist, aber in jedem Einzelfall abwägt, ob das für einen selbst hilfreich ist – und dabei zuallererst auf die Reaktionen des eigenen Körpers vertraut. Und das kann jeder am allerbesten (und nur) für sich selbst tun.

          Auch deshalb finde ich den Rat von Sharla Race in ihrem „Salicylate Handbook“ sehr hilfreich. Sie schreibt dort im Kapitel „Überlebensstrategien“ (Survival Strategies) sinngemäß übersetzt: Vergiss nie, dass das, was für dich funktioniert nicht unbedingt für andere funktionieren muss – vermeide, andere konvertieren zu wollen und über die Freuden salicylfreien Lebens (Anm. von mir: oder anderer Lebensstile, Ernährungsformen …) zu missionieren.

          In diesem Sinne wünsche ich uns weiter einen fruchtbaren Austausch.

          Viele Grüße
          Sylke

        • Und nochmal zum Thema Kortison und Vitamin D: Danke, dass du auf den Zusammenhang zwischen Kortisontherapie und Vitamin D-Mangel nochmal hingewiesen hast. Angeblich ist eine begleitende Vitamin D-Gabe erst bei hochdosierter oder längerfristiger systemischer Gabe von Kortison nötig. Angeblich beeinträchtigt aber Kortison auch erst in diesen Dosen das Immunsystem … Es ist also sicher schlau, den eigenen Vitamin D-Spiegel iim Blick zu haben, wenn man Kortison nimmt.

          In diesen Beiträgen ist Zusammenhang zwischen Kortison und Vitamin D nochmal kurz erläutert: http://de.wikipedia.org/wiki/Glucocorticoide#Nebenwirkungen

          http://www.navigator-medizin.de/rheuma/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-rheuma/rheuma-medikamente/kortison-therapie/551-warum-werden-bei-einer-kortison-therapie-meist-zusaetzlich-tabletten-mit-vitamin-d-und-kalzium-verschrieben.html

  45. Hallo zusammen,
    ich bin z.Zt. wieder ganz verzweifelt. Nachdem es mir schlecht ging (Kopf- und Gesichtsschmerz) bin ich zum HNO und erhielt mal wieder die Nachricht, Polypen linksseitig komischerweise nur, gewachsen. Erhielt mal wieder 10 Tage Kortison, damit sie sich zurückbilden, was sie leider nicht komplett getan haben. Nasonex, das ich nun dreimal nehmen muss, vertrage ich auch ganz schlecht und habe eigentlich ständig Kopfschmerzen. Nun habe ich auch wieder große Zysten an den Eierstöcken und muss auch diesbezüglich bereits zum dritten Mal operiert werden. Frage mich ob Polypenwachstum und Zysten im Zusammenhang stehen? Mit welchen Medikamenten und Therpien kommt ihr anderen mit diesem Krankheitsbild am besten durch? Vor der Desensibilisierung habe ich große Angst, weil es bei mir ja einmal nicht funktionierte und ich auf Intensiv landete. Das frustet so ungemein. Bin normalerweise ein starker Mensch, aber das geht mir nun doch schon auf die Psyche. Und noch eine Frage, wer von euch Samtern schluckt Paracetamol 500 mg? Traue mich irgendwie nicht. Freue mich auf viele Antworten. Liebe Grüße Heike

    • Liebe Heike
      Ja, manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln. Ich stelle mich am Montag zum ersten Mal der Desaktivierung und werde dann wieder berichten, wie es mir ergangen ist.
      500mg Paracetamol vertrage ich problemlos und hilft, wenn ich mal Kopfschmerzen habe. 1g würde ich jedoch nicht auf einmal nehmen. Länger anhaltende Kopfschmerzen können im übrigen auch ein Anzeichen von Stirnhöhlenentzündung sein. Also beobachten und allenfalls klären.
      Die Kortisonkuren halten bei mir gerade mal zwei Wochen. Dann fängt das Theater wieder von vorne an. Nasonex hilft mir auch nicht. Versuchs mal mit Rhinocort 100 Turbohaler. Geht aber nur, wenn die Nase etwas frei ist.
      Herzliche Grüsse, Renate

  46. Ach ja, und dann noch dies: Beim letzten Besuch bei meiner HNO haben wir über Zusammenhänge von oberen und unteren Schleimhäuten diskutiert. Sie hat gemeint, dass es ja viele Frauen gibt, die bei Trockenheit in den unteren Schleimhäuten auch trockene Nasenschleimhäute haben. Bei mir hat die ganze Problematik mit den Nasenpolypen und ASS-Allergie nach der Geburt meines 2. Kindes angefangen. Ich nehme an, dass es hier im Zusammenhang mit der Hormonumstellung zu tun hat. Aber wahrscheinlich gibt es keine Studien dazu und für mich stellt sich Frage, wo man dann ansetzen soll.

  47. Paracetamol dürfte kein Problem sein.

    Nasonex hat bei mir auch nie gewirkt, viel besser: Pulmicort. Das ist derselbe Wirkstoff, aber flüssig. Ich nehme den 1x tgl in die normale Nasenspülung: damit erreiche ich eben auch die Schleimhaut in den Nebenhöhlen…

  48. Hallo,
    ich war heute vertretungsweise bei einem anderen Lungenfacharzt (habe chronisches Asthma), nach einem kurzen Anamnesegspräch meinte er, dass es sich so anhört, als hätte ich Samter-Trias.
    Wie es jetzt genau weiter geht, weiß ich jedoch nicht.
    Welcher Arzt kann das genauer Untersuchen und eine Diagnose stelle`?

    • Hallo Anne,

      wie Albrecht schon schrieb: eigentlich ist ein Lungenfacharzt schon der Richtige für diese Diagnose. In Deutschland wird aber Samter-Trias schulmedizinisch nur behandelt, indem man versucht, die Symptome in den Griff zu bekommen. Sprich: das richtige Mittel (in der Regel Kortison) gegen dein Asthma zu finden. Und weil die genaue Diagnose meist keinen Unterschied für die Behandlung macht, ist sie für deinen Arzt eventuell auch nicht so wichtig.

      Informationen über Alternativen, wie z.B. eine salicysäurearme Ernährung, wirst du von deinem Arzt sehr wahrscheinlich ebenfalls nicht bekommen. Er kennt sich damit nämlich mit 99%iger Sicherheit nicht aus 😉 Wenn du solch einen alternativen Weg gehen willst, bleibt dir im Grunde nur, dich selbst schlau zu machen. Guck mal auf der Seite Salicylsäurgehalt von Lebensmitteln unter „Infoquellen“ da habe ich ein paar Bücher und Webseiten aufgelistet, die sich mit dem Thema beschäftigen.

      Schulmedizinisch gibt es auch noch die Alternative der adaptiven Desaktivierung. Infos dazu und viele Erfahrungsberichte findest du auf der Seite Adaptive Desaktivierung.

      Ich hoffe, das hilft dir erstmal weiter.

      Viele Grüße und alles Gute!
      Sylke

  49. Hallo Anne,
    gugel einfach mal die Begriffe „samter-trias nahrungsmittelunverträglichkeiten klinik“ dann stößt Du auf eine Klinik im bayrischen an der tschechischen Grenze. Die Chariteé in Berlin ist da auch ganz gut drin. Aber warum vertraust Du dem Arzt nicht, der Samter-Trias bei Dir vermutet? Das spricht doch für ihn oder?

    • bin mir aber unsicher, ob ich auf Aspirin allergisch bin. hatte vor 8 Jahren immer wieder AsthmaAnfälle nach dem ich Aspirin genommen habe, danach meinte der Arzt, ich solle das nicht mehr nehmen, was ich bis jetzt auch nicht mehr gemacht habe…
      welcher Arzt kann mir denn da weiter helfen?

  50. Hallo liebe leute, jetzt hab ich schon lag nichts mehr geschrieben. Hier ein paar wichtige infos: ich habe wirklich viel ausprobiert, von salycylarme ernährung bis aspirin desaktivierung. ganz ehrlich: jetzt bin ich schwanger, und ich hab beschlossen, ich scheiss jetzt mal drauf, weil aspirin geht sowieso nicht mehr, und salycylarme ernährung wäre auch blöd wegen dem baby: also ich ernhähr mich seit monaten total ausgewogen, nur die milchprodukte versuche ich etwas zu vernachlässigen.also, ich esse alles, aber in masen, also von nichts zuviel oder zu wenig! und ich inhaliere jeden tag 2x mit tymian! es ist unerklärlich, aber ich kann seit ich inhalieren super super gut riechen, es ist unglaublich. bitte probiert das aus, es ist ein hammer. scheinbar schwillt da was ab. ich hab jahrelang nichts gerochen und bin gerade überrascht was das bewirkt! hoffe ich konnte dem einen oder anderen weiterhelfen lg patrizia

    • Hallo Patrizia,

      schön dass es dir gut geht – und herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs in spe 🙂

      Kam der „Umschwung“ bei dir mit der Schwangerschaft? Da passieren ja viele Umstellungen im Körper – vielleicht spielt das auch eine Rolle. Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass es so bleibt!

      Viele Grüße und alles Liebe
      Sylke

    • Hallo Patrizia!

      Herzlichen Glückwunsch zu Schwangerschaft! Das ist toll!
      Du solltest auf alle Fälle mindestens 6000 i.E. Vitamin D nehmen und beim nächsten Gyn- Termin den aktuellen Vitamin D Spiegel feststellen lassen. Der sollte mindestens 60 – 80ng/ml sein, auch wenn der Frauenarzt das noch nicht weiß 🙁
      Meine Kollegin hat ab dem 6. Monat 10.000 Einheiten D3 pro Tag genommen und lag zum Schluss bei 27ng/ml, hatte aber immerhin einen termingerechten Wonneproppen von knapp 4000g.
      Der Tipp mit dem Thymian ist interessant!
      Werde ich mal statt Kamille empfehlen!!!
      Die ganze DDR hat übrigens bei Erkältungen alles mit Thymian gemacht und viele schwören da immer noch drauf 🙂
      Ich wünsch dir alles Gute!
      L. G. Gabi

  51. ..möchte mich heute nach langer zeit auch mal wieder melden.ich habe auch eine desensibilisierung gemacht, die nicht einfach war. In einer woche KH-aufenthalt konnte man mich nur auf 100mg Aspirin brigen, ein halbes jahr später auf 300mg und dann nochmal ein viertel Jahr später auf 500mg.habe tapfer ein jahr durchgehalten und stand dann vor meiner 4.HNO-OP. Meine HNO-Ärztin wechselte dann mein Nasonex in Budes nasenspray und 2 Wochen später begann ich langsam wieder zu riechen-wie herrlich:),keine Polypen mehr!!! heute nehme ich durch eine ZahnOP nur noch 100mgg Aspirin täglich.meine Nase pflege ich ansonsten(durch das Spray sehr trockene Schleimhäute) mit einem orangenöl haltigen spray, dem ich 3tropfen Thymjanöl und 1tropfen Teebaumöl hinzugebe. für mein Asthma früh und abends 1x Inuvairspray und abends eine Montekulast,bin beschwerdefrei.

    • Hallo Peti,

      schön, dass es dir gut geht! Du nimmst ja trotz Desensibilisierung noch relativ viele Medikamente ein – aber wenn sie den gewünschten Effekt bringen, ist das ja auch OK so.

      Dass das Teebaumöl bei trockenen Schleimhäuten hilft wundert mich fast ein wenig, denn Teebaumöl ist ja doch relativ aggressiv. Aber wie gesagt: wenn’s dir hilft, ist es gut.

      Viele Grüße und weiterhin alles Gute für dich!
      Sylke

      • hallo Silke,
        daß mit dem Teebaumöl(1Tropfen)in dem Orangenöl mach ich wegen der desinfizierenden Wirkung, genauso daß mit dem thymianöl(2tropfen). Ob die desaktivierung bei mir etwas gebracht hat,wage ich zu bezweifeln, denn eigentlich hat mir der Wechsel zu dem anderen Nasenspray wirklich etwas gebracht.Bin hin und hergerissen ob ich die 100mg Aspirin nun sein lassen soll- ein versuch wäre es wert?!Tja und mit den Asthma-medikamenten,die werde ich so bei behalten, denn darunter geht es mir wirklich gut.
        Wenn man alle Beiträge hier im forum so liest, bekommt man auch schnell den Eindruck , daß unsere Krankheit Samter trias sich recht unterschiedlich zeigt von extremer Aspirin Unverträglichkeit, bei mir zB mit schnellem Polypenwachstum bis zu Asthma in den verschiedensten Stufen.Leider muß jeder für sich viele Dinge ausprobieren. Aber gerade darum ist es so gut, daß es dieses Forum gibt und jeder seine Erfahrungen mitteilen kann. Danke! lG peti
        PS: da fällt mir noch eine Frage ein- welche Alternativen zu COX1 hemmern habt ihr bei Schmerzen

  52. Hallo liebe Leidensgenossen,
    mir ist Propolis empfohlen worden. Hat jemand Erfahrung damit?
    Ich habe wieder einen OP-Termin. Re-FSE, Paukendrainage steht auf dem Überweisungsschein, Diagnose: Rezid. chron. polypose Pansinusitis Seromykotympanon bds. Samter Trias.
    Ich bemühe mich um salizylarme Ernährung, nachdem ich mich gegen eine ASS Desaktivierung entschieden habe.

    • Hallo Helma,

      willkommen auf der Samter-Trias-Seite! Mit Propolis habe ich selbst keine Erfahrung gemacht: was soll Propolis bewirken, weisst du das? So etwas interessiert mich immer sehr 🙂

      Und was wird bei der OP genau gemacht, bzw. was bedeutet „Re-FSE“?

      Wenn du bei der salicylsäurearmen Ernährung Fragen hast, melde dich gerne! Das mache ich selbst nun schon seit ein paar Jahren und bin sehr zufrieden damit.

      Viele Grüße und viel Glück für die OP! Wann ist denn der Termin?
      Sylke

      • Liebe Sylke,
        danke für die guten Wünsche für meine OP . Zu FESS habe ich folgendes Video im Netz gefunden:
        https://youtu.be/qlXc_9a0zIw
        Bei mir sind die unteren Nasenmuscheln allerdings vor Jahren schon amputiert worden, dafür wird gleichzeitig noch eine Paukendrainage (beidseitig) gemacht. Am 29. Sept. ist der OP-Termin.
        Ich habe im Dez 2014 schon über einen Termin wegen einer eventuellen ASS-Desaktivierung bei Dr. Radtke in Arnstadt berichtet. Er wird mich nun operieren, ich hoffe dass das die letzte (die 10.!) OP sein wird. Deshalb befasse ich mich nun doch (widerstrebend) mit salizylarmer Ernährung. Bei mir ist allerdings die Wirkung nicht so unmittelbar zu spüren. Das baut sich immer allmählich auf, da ist die Motivation nicht so hoch. Lediglich bei Wien und Sekt oder NSAR kommt die Wirkung sofort! Das meide ich seit vielen Jahren.
        Viele Grüße an alle „Samter-Leidenden“
        Helma

    • Hallo Helma, ich habe Propolis leider gar nicht vertragen… auch Honig ist ja nichts für uns…
      ich drücke mich ausdauernd um die OP. Es wächst ja ohnehin wieder nach. Ich hoffe da mehr auf den Erfolg meiner Darmheilung.
      liebe Grüße

      • Hallo van,
        danke für die Auskunft, du hast recht, Propolis ist nix für uns. Ich habe mich inzwischen im Internet schlau gemacht. Eigentlich ist es ja logisch, aber es gibt halt immer wieder durchaus gut gemeinte Ratschläge und da ist man in Erklärungszwang.

  53. Hallo alle Betroffene und besonders Helma Trefz, habe die vielen Hinweise und Kommentare gelesen; gehöre zu denen, die lange nach der Diagnose gesucht und durch einen Zufall gefunden haben. Meine Leidensgeschichte könnte Bücher füllen(über 30 Jahre). Bin in den letzten Jahren mehrfach von Dr. Radtke in Arnstadt operiert worden. Dieser hat auch die adaptive Desaktivierung in diesem Jahr durchgeführt. Alles umsonst- der Magen machte nicht mit-Magengeschwür…Nun ist alles wieder wie zuvor. Die Polypen sind heftig. Das Asthma hat mich im Griff, ich rieche nichts und schmecke kaum etwas. Zum Glück kann ich die Hilfe eines Arztes in Anspruch nehmen, der mit Akupunktur und Akupressur arbeitet. Aber das ist auch nicht ohne! Dieses Forum hat mir insofern gut getan, dassmir klar geworden ist, dass es viele Leidensgenossen gibt und ich jetzt noch die Homöopathie nutzen werde. Danke! Rosi

    • Liebe Rosi,
      das war wieder ein sehr interessanter Beitrag.
      Ich wünsche dir von Herzen dass die Homöopathie dir hilft. Würdest du mir verraten, wie das bei deiner OP in Arnstadt abgelaufen ist?
      Meine Operationen hat damals noch der Chefarzt Dr. Rempt durchgeführt und inzwischen hat sich ja sicher einiges geändert! Was wurde genau bei dir gemacht und wie lange musstest du stationär bleiben? Ich wäre dir dankbar wenn du mir das verraten würdest. Auch interessiert mich (und sicher nicht nur mich!) wie dir die neue Behandlung hilft.
      Alles Gute für dich
      Helma

  54. Hallo Helma, auch ich wurde zunächst von Dr. Rempt operiert, kenne also beide Ärzte. In der Zwischenzeit hat sich einiges geändert. Die OP ist nicht mehr so belastend wie vor Jahren, da man die Nebenhöhlen nicht mehr so verschließt, so dass man nach der OP leichter Luft bekommt. Aber das erklärt Dr. Radtke Dir im Vorgespräch ganz genau. Er ist meiner Meinung nach ein ausgezeichneter Arzt, der sich sehr um seine Patienten kümmert. Bei mir hat er jeweils Kiefer-, Stirn-und Keilbeinhöhlen von Polypen befreit, 1x die Nasenscheidewand begradigt und auch die Muscheln verkleinert sowie eine Eiterverkapselung entfernt. Die Aufenthalte im Krankenhaus waren zwischen 4 und 7 Tagen. Ich wünsche Dir alles Gute für die OP! In diesem Forum werde ich mich ab und an wieder melden. Ich bin davon überzeugt, dass man auf diesem Wege sich unterstützen kann.
    M f G Rosi.

    • Herzlichen Dank, liebe Rosi
      Ich werde berichten, wie es gelaufen ist.
      Viele Grüße an alle „Samters“
      ich wünsche allen soviel Gesundheit wie möglich
      Helma

  55. Hallo liebe Leidensgenossen, wie ich hier lesen konnte seid ihr/bis Du in Arnstadt bei Dr. Radtke opriert worden?! Da ich aus Erfurt komme, interessiert mich das besonders. Wie geht es dir denn mittlerweile nach der OP? Da ich seit nun ca. 7 Jahren ASS 300 mg protect nehme, kenne ich eure Leidenswege sehr genau…
    Alles Gute

  56. Hallo Michael,
    ich bin auch erstaunt, dass du schon 7 Jahre ASS nimmst.
    Dass du dich nun für eine OP bei Dr. Radtke interessierst lässt vermuten, dass es dir nicht so richtig gut geht!?
    Ich kann Dr. Radtke nur empfehlen. Er hat mich im September 2015 operiert, incl. Paukendrainage und ich bin sehr zufrieden.
    Ich meide seitdem aber auch in Lebensmitteln und Kosmetika Salizylsäure weitgehend.
    Alles Gute
    Helma

  57. Hallo Lotta und hallo Helma,
    ja ich nehme seit ca. 7 Jahren jeden Tag 300 mg ASS Protect. Eins vorweg ich vertrage es und habe bisher Gott sei Dank überhaupt keine Magenprobleme. Ich habe hier unter einigen anderen Beiträgen und auch im Forum schon darüber geschrieben. Mein Leidensweg beginnt in meiner Kindheit mit ersten ambulanten Polypenentfernungen und zieht sich bis heute – ich bin 38 Jahre. Ich habe bis zu meinem 31. Lebensjahr 8 FESS Operationen in verschiedenen HNO-Kliniken hinter mir (Erfurt, Arnstadt, Weimar und Suhl). Es wurden immer Polypen entfernt, in den Kieferrnhöhlen, Stirnhöhlen und Siebbeinzellen. Also immer das volle Programm. Bis zu dem Zeitpunkt als meine sehr geschätzte HNO-Ärztin die ASS-Desaktivierung vorgeschlagen hat, um dem Allem ein Ende zu setzen – so die Hoffnung. Die ASS-Desaktivierung habe ich in Suhl machen lassen, im SRH-Klinikum. Also erst die letzte OP und 6 Wochen danach die Desaktivierung. Habe dabei etwas reagiert aber ab 500 mg war alles super. Seitdem nehme ich die Tablette vor jeder Mittagsmahlzeit. Ergebnis: seitdem wachsen meine Polypen nicht mehr und ich habe wesentlich weniger NNH-Entzündungen. Jede Erkältung wird zwar immer bei mir zu einer NNH-Entzündung aber ich muss nicht immer AB nehmen. Anscheinend wirkt die Desaktivierung bei mir!
    Allerdings mache ich auch viel, um allen schädlichen Einflüssen vorzubeugen. Kein Alkohol (ab und an im Sommer mal ein Glas Weißwein), viel frische Luft, viel Schlaf, viel Wasser trinken und regelmäßig Essen – das was Sylke auch berichtet. Ich meide fast alle Fertiggerichte und chemische Zusätze beim Essen. Manchmal reagiere ich auf Sachen, wo ich nicht sagen kann, was es jetzt war. Ab und an habe ich mal tageweise Fließschnupfen, aber der ist dann auch wieder weg.
    Meine Ärztin sagt, wenn ich es vertrage sollte ich es mein ganzes Leben nehmen. Da wird mir schon Angst. Internisten, mit denen ich darüber spreche sind verschiedener Meinung – der Großteil jedoch meint, dass man es über Jahre ohne Probleme nehmen kann. Kommt wohl ganz auf den Menschen an.
    Leider kenne ich keinen, der das Zeug schon so lange nimmt….

    Mir geht es wirklich gut damit, v. a. das Schmecken und Riechen – das hatte mich immer sehr stark belastet.

    Und bei euch?

    Michael

  58. Pingback: Anonymous

  59. Hallo ich bin neu hier. Vor einem Jahr hat mir meine Ernährungsberaterin die Diagnose Salicylsäure Unverträglichkeit nahegelegt zusammen mit dem Ratschlag, phosphatarm zu essen.

    Ich bin jetzt endlich auf Deine Seite gestoßen. Gott sei Dank!
    Ich hatte sehr abgenommen, weil ich gar nicht mehr wusste, was ich noch essen darf und was nicht. Die Tabellen, die im Netz rumschwirren, sind teilweise widersprüchlich. Was ich sali-frei essen darf, darf ich wegen des Phosphatgehalts nicht essen usw. usf.

    Ich hätte 3 Fragen:

    1. nach den Symptomen – sind das auch Eure?
    bei mir sind die Symptome vor allem jene: Vermehrt Durst – das Durstgefühl ist das Schlimmste, ausgetrocknete Haut, dicke Zunge, Kopfweh (weil Zunge am Gaumen klebt), Übelkeit, Frösteln, Müdigkeit, Erschöpfung, geschwollene laufende Nase (kann auch der Heuschnupfen sein), starkes Blasenbrennen, Gelenkschmerzen, Muskelschwäche und verstärkt Muskelkater. Asthma hab ich chronisch seit dem 9. Lebensjahr. Sinusitis hatte ich bis vor 3 Jahren chronisch. Durch weniger Arbeiten und stressfreieres Leben ist das stark zurückgegangen.

    2. Werden die Symptome schlimmer in der Heuschnupfenzeit? Gibt es einen Zusammenhang zwischen verstärkter Histaminausschüttung durch Heuschnupfen (behandle ich mit Fenistil oder Lorano oder Cetirizin) mit erhöhter Salicylatunverträglichkeit?
    Ich war bis vor kurzem 2 Monate auf Malta und habe viele Nahrungsmittel einfach so gegessen ohne Beschwerden (außer Asthma (behandelt mit Foradil) das ich immer schon habe).
    Jetzt in der Heuschnupfenzeit dreh ich fast durch vor lauter Durst, dicker und am Gaumen klebender Zunge und daher Kopfweh.

    3. Kennt Ihr Lebensmittellisten, die Phosphatarme, Histaminarme und Salicylatarme Lebensmittel aufzählen?

    Vielen Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus und liebe Grüße Eure Sti aus dem Burgenland in Österreich (früher Berlinerin gewesen :-))

  60. hey anonymous. so schlimmen durst habe ich auch öfter mal. unstillbar einige stunden. furchtbar ist das. halte es aber nicht für ein sali-symptom. es kommt eher nach käse, knoblauch und manchen dingen, von denen ich es noch nicht genau weiß. ansonsten Übelkeit, Frösteln, Müdigkeit, Erschöpfung, geschwollene laufende Nase habe ich auch, mit polypen dabei… schöne grüße

  61. Liebe Vanlotta – das ist interessant, dass Du nicht diesen starken Durst bekommst von salycilathaltigen Lebensmitteln. ich dachte eigentlich, dass ich darauf achten müsste, wegen meines Durstes. Ich habe daraufhin weiter geforscht. Das Symptom heißt Polydipsie. Ich bin weiter dran. Ich danke Dir sehr. VlG D Sti

  62. Hallo zusammen ,
    ich bin 30 Jahre alt. 2012 wurden bei mir Nasenpolypen festgestellt. Ich war stark beeinträchtigt. In der Schwangerschaft wurde dann Asthma diagnostiziert und vor einem Jahr reagierte ich auf Ibuprofen. Meine erste NNH OP war 10/2014 in Mainz und meine zweite 08/2015 in Wiesbaden. 4 Wochen später hatte ich die ASS Desaktivierung und nehme seitdem täglich 100 mg Aspirin protect. Ich fühle mich zwar von der Atmung wesentlich besser, jedoch renne ich trotzdem alle 4-6 Wochen zum HNO zur Kontrolle. Ständig Krusten im Siebbein, Verschleimung, Bakterien usw.
    Daraufhin bekomme ich Antibiotika oder Cortison verschrieben. Nehme jetzt jahrelang Nasonex , aktuell anstattdessen Dymista. Habe auch schon mehrmals das 3 Wochen Cortison „Schema“ 40 mg/20/10/5 mg bekommen. Kann dann sofort riechen und fühle mich gut, aber nach dem Absetzen ist alles beim Alten. Bin mittlerweile richtig gefrustet. Jetzt war ich gestern wieder zur Kontrolle in der HNO Ambulanz der HSK in Wiesbaden, weil meine HNO Ärztin nicht weiter weiß. Der OA hat wieder Polypen entdeckt und rät mir wieder die 3 Wochen Cortison Kur an…er hat auch schon wieder von einer Op gesprochen…ich war geschockt.Für was dann täglich Cortison Spray, Asthma Spray, ASS, wenn sowieso alles umsonst ist?! Bin so genervt und leide darunter nicht riechen zu können 🙁
    Ich möchte jetzt mal zu einem Hömeopathen gehen. Bin so negativ eingestellt und weiß nicht mehr was richtig oder falsch ist…Fühle mich immer so allein mit der Krankheit. Außer die HNO´s kennt das ja keiner.
    LG aus Mainz Lena

    • Liebe Lena,

      ich hab selbst keine adaptive Desaktivierung machen lassen, daher auch keine persönlichen Erfahrungen damit. Aber 100 mg ASS/Tag ist eine recht niedrige Dosis: meistens werden nach einer adaptiven Desaktivierung 300 mg (und bis zu 1000 mg) verschrieben (je nach „Glaubensrichtung“ des behandelnden Arztes). Schau dir doch mal die Erfahrungsberichte auf http://samter-trias.de/adaptive-desaktivierung/ an. Dort läuft auch gerade eine lebhafte Diskussion über die verschiedenen Erfahrungen mit der Desaktivierung – vielleicht magst du dich da einklinken?

      Ansonsten kann ich empfehlen, es vielleicht auch mal mit einer salicylsäurearmen Ernährung zu versuchen: für mich war das der richtige Weg.

      Liebe Grüße
      Sylke

  63. Hallo, ich bin sehr froh diese Webseite gefunden zu haben. Ich leide seit mehr als 10 Jahren unter einer schweren Histaminintoleranz und so nach und nach hat sich leider auch noch eine Salicylatintoleranz dazu gesellt. Damit hat sich mein Speiseplan nun leider auf ein absolutes Minimum reduziert, der essenstechnisch nur wenige Freuden bereit hält. Gerade in Bezug auf die Salicylatintoleranz habe ich hier sehr wertvolle Informationen gefunden. Auch die Listen mit Gemüse und Obst zu beiden Intoleranzen sind äusserst hilfreich. Damit konnte ich sogar ein paar Lebensmittel meinem Speiseplan zufügen, von denen ich vorher nicht wusste, dass ich sie vertrage (z.B. Honigmelone und Ahornsirup 😉 ). Das sind für mich durchaus Lichtblicke, da ich immer wieder mal hoffnungsvoll Lebensmittel probiere und es mir dann häufig sehr schlecht geht danach (reagiere meist mit massivster Migräne, meist sogar über mehrere Tage und gastrointestinalen Beschwerden), das zieht einen dann mitunter recht runter und ich bin deswegen sehr vorsichtig geworden, wenn es darum geht Lebensmittel im Selbstversuch zu testen, da verzichte ich lieber auf etwas als dass es mir hinterher wieder tagelang mies geht. Ausserdem „verstehe“ ich bei manchen Lebensmitteln nun besser, warum ich sie nicht vertrage, kann das besser einordnen. Deswegen sage ich vielen lieben Dank für dieses praktische Hilfsmittel! Liebe Grüsse aus Bern, Chrigu

    • Lieber Chrigu,

      ich freue mich sehr, dass die Infos dir helfen!

      Wenn du mir im Gegenzug einen Gefallen tun magst, könntest hier du einen kurzen Erfahrungsbericht über deine histamin-Salicylsäure-arme Diät für die anderen Leser dieser Website posten, z.B.: Wie lange machst du das schon? Wieso hast du dich für eine Ernährungsumstellung entschieden (statt zB. Medikamente)? Wie geht es dir damit im Vergleich zu vor der Ernährungsumstellung? …
      Das wäre toll!

      Viele Grüße und alels Gute
      Sylke

  64. Hallo, habe heute Ihre Seite entdeckt und bin über die Vielzahl der Betroffenen erstaunt und über Ihre / ihre Ratschläge total entzückt  Werde die Kommentare noch eingehender durchlesen! Ich habe nie daran gedacht, dass auch Lebensmittel als Auslöser in Frage kommen können. Aufgefallen ist mir, dass ich auf bestimmte Parfums reagiere (obwohl ich nichts riechen kann…)
    Seit gut 14 Jahren habe ich mit einer ASS-Intoleranz zu tun – erste heftigste und sichtbare Reaktion erfolgte Anfang 2002 innerhalb von ca. 3-5 Min. nach Einnahme einer Schmerztablette (aktren) – wurde dann im Krankenhaus entsprechend behandelt.
    Ganz extrem und (lebens)bedrohlich war es ca. 2006 – ich hatte das Gefühl, sterben zu müssen!!!
    Eine solch bedrohliche Situation wiederholte sich – diesmal war mein Gesicht /Augen, ja halt alles, total gequollen! Bei all diesen Situationen natürlich immer die absolute Atemnot!!!
    Bezüglich der eingenommenen Schmerzmittel (hier möchte ich erwähnen, dass ich derartige Medikamente wirklich höchst selten eingenommen habe) wies ich den/die ApothekerIn immer auf die ASS-Intoleranz hin – das Ergebnis der entsprechenden Kompetenzen, war für mich leider ‚ATEMBERAUBEND’ …
    Im Laufe der Jahre war meine Nasenschleimhaut wohl ständig entzündet und es bildeten sich dann auch immer extremer die Nasenpolypen.
    Erste OP erfolgte 2002 – nach knapp 3 Monaten war der Zustand wie gehabt (trotz der Nachbehandlung).
    Zweite OP 2005 – aus beruflichen Gründen habe ich eine erneute OP immer wieder verschoben (heute ist mir klar: ganz schön BLÖD). Dann wieder nach nur kurzer Zeit erneute Probleme etc..
    Dritte OP 2007 – durch einen Bekannten erfuhr ich von einem Arzt in Köln, der allerdings nur Privatpatienten betreute. Trotzdem gab er mir die Chance, mich bzw. mein NNH/Polypen-Problem bei ihm vorzustellen. Die Untersuchung führte dazu, dass er mir eine OP anbot – hierzu einen Kostenvoranschlag erstellte (den die Krankenkasse natürlich ablehnte – somit musste ich in den sauren Apfel beißen und den Betrag halt in Raten abstottern).
    Und ich kann nur sagen, das war das Beste, was mir in der Zeit passiert ist !!! OP und auch Nachsorge waren sehr gut – dadurch hatte ich fast über 1 Jahr eine ‚gute Zeit’!
    Nov./Dez. 2011 unterzog ich mich auf Anraten diverser Ärzte in einer Spezialklink in Solingen einer ASS-Desensibilisierung. Allerdings musste diese nach ca. einer Woche abgebrochen werden, weil ich zu extrem reagierte – sollte dann im Frühjahr 2012 noch mal ein Versuch starten, aber daraus wurde aus diversen Gründen nichts.
    Obwohl mir derzeit absolut KEINE Nasenatmung möglich ist, und ich zeitweilig das Gefühl habe, als würde mein Kopf explodieren, möchte ich nach Möglichkeit keine weitere OP.
    Werde derzeit an der Uniklinik Bonn mit NUCALA (Mepolizumab) behandelt (alle 4 Wochen eine Spritze – Dauer?). Glaube / Hoffnung – Erfolg wäre schön 
    Hat bereits jemand Erfahrung mit dieser Behandlung???
    LG – Ingrid

    • Hallo Ingrid,

      willkommen auf der Samter-Website 🙂

      Da hast du ja eine ganz schöne Odyssee hinter dir! Dass dich in der ganzen Zeit niemand auf Ernährung hingewiesen hat, erstaunt mich schon. Zwar sind die Infos, die man dazu im Allgemeinen bekommt nicht sehr umfangreich, aber zumindest die Tatsache, dass es Lebensmittel mit extrem hohem Salicylsäuregehalt gibt, die das ganze „Geschehen“ noch anfeuern, bekommt man meist ja dann doch noch.

      Mit Mepolizumab habe ich keine Erfahrung, da ich mit der saliarmen Ernährung ganz gut fahre und außer „Notkortison“ keine Medikamente nehme. Aber vielleicht liest hier sonst jemand mit, der damit Erfahrung hat?

      Viele Grüße
      Sylke

  65. Hallo Ingrid,

    das mit dem NUCALA (Mepolizumab) würde mich sehr interessieren ob das was bringt. Ich bin mit meinem Latein nämlich am Ende. Momentan versuche ich es mal wieder mit hochdosiertem Omega 3 und Leinöl und Zink. Ist das eine Studie? Kannst Du mal die Ärzte fragen ob man daran teilnehmen kann auch in anderen Bundesländern? Ich habe nun schon oft gelesen, dass diese Enzyme echt was helfen sollen wie Mepolizumab. Liebe Grüße, Belinda

    • Hallo Belinda,
      in welcher Form nimmst du Omega3? Ich hab’s mal mit Fischölkapseln versucht, aber das ist mir schlecht bekommen (Asthma).
      Merkst du von Omega3, Leinöl und Zink eine Besserung?
      Viele Grüße
      Sylke

    • Hallo Belinda,
      habe kommenden Montag wieder einen Arzttermin. Höre gerne nach, in welchen Bundesländern diese Behandlung möglich ist.
      Allerdings braucht es – laut Aussage der Ärzte – viel Geduld. Unter Umständen Monate…
      Aber ich möchte – jetzt mal vorsichtig – behaupten, dass sich nach gut 4 Monaten – schon ‚etwas‘ bei mir bewegt – heißt: ab und zu bekomme ich seit ein paar Tagen, wenn auch nur gaaanz kurz, Luft durch die Nase. Nur, bis zur ’normalen‘ Nasenatmung wird es wohl noch dauern!!!
      Wie wir wissen, die Hoffnung stirbt zuletzt 🙂
      Liebe Grüße – Ingrid

    • Hallo Belinda,
      wie versprochen, habe ich beim heutigen Arzttermin nachgefragt, ob die Behandlung Nucala auch in anderen Bundesländern möglich ist. Der Arzt teilte mit, dass ihm keine Beschränkung diesbzgl. bekannt ist. Du solltest Deinen behandelnden HNOarzt danach fragen. Das Medikament ist NEU und erst seit 02.2016 zugelassen…
      Freundliche Grüße – Ingrid

  66. Hallo Leidensgenossen,

    auch ich habe von dieser Seite profitiert und möchte mich dafür bei allen für die Ratschläge und vor allem bei Sylvia ganz herzlich bedanken.
    Wie ich schon berichtet habe bin ich im September 2015 in Arnstadt bei Dr. Radtke operiert worden. Seitdem habe ich auch, was die Ernährung betrifft , Salizylsäure gemieden. Ja ich gebe zu, das ist nicht leicht. Als ich zum 1. Mal gelesen habe worauf man alles verzichten muss habe ich gesagt: „O nein, das geht ja gar nicht!“ Tomaten, Paprika und Gurken gehörten zu meinen Grundnahrungsmitteln, von den herrlichen Obst-und Beerensorten ganz zu schweigen. Nach der letzte Operation aber habe ich beschlossen, das das wirklich die endgültig letzte sein soll und habe nach und nach herausgefunden, was mir an Nahrungamitteln bleibt. Im Internet fand ich u.A. eine Liste von Dr.med. Jürg Eichhorn: „Nahrungsmittelunverträglichkeit:Salizylate und Abkömmlinge“, die mir gute Dienste geleistet hat.
    Der Erfolg gab mir recht! Seit fast einem Jahr musste ich kein Kortison (systemisch) mehr nehmen.
    Das ist in den letzten 20 Jahren nicht vorgekommen, da brauchte ich ca. 3 mal im Jahr einen Kortisonstoß und die OP im letzten Jahr war trotzdem noch nötig.
    Dymista-Nasenspray brauche immer noch, aber damit komme ich ganz gut zurecht. Für das Asthma: Athmadisk, Singulair und Notfallspray, den ich äußerst selten brauche.
    Selbst meine HNO-Ärztin sagt:“ Ich bin beeindruckt!“ Sie bewundert mich, dass ich ohne Koffein auskomme.
    Mein Pulmologe hat auch das Thema Mepolizumap angesprochen. Die dafür zwingend notwendige vorherige Blutuntersuchung hat allerdings ergeben, das bei mir keine eosinophilen Granulozyten
    nachgewiesen werden konnten und somit das Medikament nicht für mich in Betracht kommt.
    Gut so!
    Kürzlich fand ich auch eine Liste salizylsäurefreier Pflegemittel im Internet auf der Seite für Fobrimyalgie-Patienten: “Guaifenesin„ heißt sie.

    Allen alles Gute und gute Besserung
    Helma

  67. Hallo Sylke,
    danke für deine Seite, ich bin froh um jede Information die ich bekommen kann. Das mit dem Bier probier ich gleich morgen aus, allerdings alkoholfrei 🙂
    Bei mir ging das mit der Salicylatunverträglichkeit so richtig mit den Wechseljahren los. Da ich als Kind schon mit Übelkeit auf Äpfel und Haarspray reagiert habe, denke ich aber, dass ich damals schon Schwierigkeiten damit hatte.
    Allerdings habe ich keine Polypen und kein Asthma sondern Magen- und Darmprobleme, Hautjucken ohne Ausschlag, trockene Schleimhäute, verstopfte Nase und, was ziemlich unangenehm ist, ein trockener Mund und Zungenbrennen. Beim letzten Versuch eine rohe Paprika zu essen war ich ca 1,5 Stunden später wie betrunken.
    Leider reagiere ich auch auf Gluten und auf Milch in jeder Form und natürlich auch auf Histamin und andere Amine und Duftstoffe.
    In Erlangen hab ich den Bluttest auf Salicylatunverträglichkeit auf eigene Kosten machen lassen. Der war aber negativ! Ich reagiere aber eindeutig auf salicylathaltige Lebensmittel.
    Meine Erfahrungen mit Ärzten sind frustrierend. Mir wurde nicht nur einmal bedeutet, dass ich psychisch wohl etwas angespannt bin.
    Seit einem Jahr esse ich nun strenge Diät und halte so die Symptome auf einem erträglichem Niveau.
    Da ich Obst (Delicius geschält, Mango) nur in sehr geringen Mengen vertrage und nur wenig Gemüse esse, habe ich unter anderem auch einen Vitamin C-Mangel, den ich aber nicht ausgleichen kann, weil ich auch keine Ascorbinsäure vertrage :-(. Ich reagiere auf kleinste Mengen mit total verstopfter Nase in der Nacht und trockenen Husten, sowie Reizmagen.
    Gibt es hier jemanden dem es ähnlich geht? Wie deckt ihr denn euren Vitaminbedarf?
    Denk auch darüber nach mein System mit Hilfe einer Fastenkur wieder auf Null zu fahren. Hat hierzu jemand positive Erfahrungen gemacht?
    Schöne Grüße,
    Margot

    • Hallo Margot,
      willkommen auf Samter-Trias.de: ich freue mich, wenn die Infos dir ein wenig weiter helfen 🙂

      Die Psycho-Schiene, auf die man uns gerne schiebt, kennen sicher viele von uns. ISt halt einfacher, wenn es keine schnelle oder offensichtliche Lösung zu einem medizinischen Problem gibt. Aber leider nicht sehr hilfreich …

      Was mich ein wenig stutzig macht ist, dass du auf den Sali-Test nicht reagiert hast. Ich weiss nicht, wie zuverlässig der ist, aber in Kombi mit deinen Symptomen, die nicht sehr typisch für eine Sali-UV sind, hab ich mich gefragt: könnten es vielleicht auch andere Inhaltsstoffe als Salicylsäure sein, auf die du reagierst? Alle Obst- und Gemüsesorten haben ja außer Salicylsäure noch viele andere Inhaltsstoffe, die der/die „Übeltäter“ sein könnten. Hast du schon in die Richtung recherchiert (evtl. mit Hilfe einer guten Ernährungsberaterin)? Der Frage nochmal nachzugehen würde sich lohnen, wenn du dabei Gemüse- oder Obstsorten findest, die du doch eventuell verträgst. Falls du das nicht sowieso alles schon probiert hast …

      Wenn es doch Salicylsäure ist, auf die du reagierst, müsste es aber eigentlich genug Gemüse geben, das du verträgst, um deinen Vitamin C-Gehalt zu decken (sali- und histamin-/aminarmes Gemüse findest du in dieser Tabelle)? Oder gibt es noch andere Unverträglichkeiten, auf die du achten musst?

      Viele Grüße
      Sylke

  68. Hallo Sylke,
    ich versuche mich kurz zu halten.
    So richtig fit und Leistungsfähig fühl ich mich seit der Pubertät schon nicht. Nach der Geburt meines Sohnes ging es dann mit vermehrten Blähungen und Magenschleimhautreizungen los, die von Jahr zu Jahr schlimmer wurden. Im Alter von ca 47 Jahren lag ich jeden Abend nur noch auf dem Sofa und hab meinen schmerzhaften Bauch gepflegt. Ausgehen oder Einladungen bei Freunden waren zu dieser Zeit eine Qual.
    Eine Freundin hat mich darauf gebracht es mit glutenfreier Diät auszuprobieren. Das brachte den durchschlagenden Erfolg! Zwei Jahre war ich nun der glücklichste Mensch auf Erden, ohne jegliche Beschwerden. Mir ging es richtig gut. Doch dann begann es mich überall leicht zu jucken. Mal mehr mal weniger aber immer wenn ich meine Tage hatte verstärkt an den Beinen, so dass ich es auf die Hormone geschoben habe, denn die Wechseljahre kündigten sich auch an. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich auch immer in diesen Tagen eine ASS-Kopfschmerztablette geschluckt habe. Zum Juckreiz gesellten sich dann auch wieder Verdauungsprobleme (Magenreizug, unverdautes im Stuhl) und diese schreckliche Mundtrockenheit.
    MIt Hilfe einer Ernährungsberaterin hab ich dann auf Pseudoallergenfreie Kost umgestellt. Es ging mir besser, aber nicht richtig gut. Dann haben wir auch die Salicylate weg gelassen und zumindest hat sich alles sehr beruhigt. Ass hab ich seitdem nicht mehr probiert. Ich trau mich auch nicht. Den Test in Erlangen hab ich gemacht als ich schon auf Diät war. Vielleicht ist er deswegen negativ ausgefallen?
    Obst vertrag kleine Mengen Delicius und Mango und bei Gemüse steht Weiß und Rotkohl, Sellerie, geschälte Kartoffel und Karotte auf meinem dürftigen Speiseplan. Aber Mungobohnensprossen vertrage ich zum Beispiel überhaupt nicht. Da bleibt mir für Stunden die Spucke weg und ich bekomm Durchfall. Vitamin Cund D hab ich testen lassen, weil ich wissen wollte ob ich mit meiner Ernährung alles bekomme was ich brauche. Aber beides war im Keller 🙁 , ebenso Kalzium und Kupfer und keines kann ich über NEMs auffüllen ohne Nebenwirkungen.
    Ich hab mich auch durch „The Salicylate Handbook“ von Sharla Race gequält und finde mich schon darin wieder. Aber zu euch gehöre ich irgendwie nicht dazu, da ich ja kein Asthma habe.
    Oh jeh, schon wieder so lang!! Sorry!!
    Ach und mein Bruder (50 Jahre) verträgt auch seit ein paar Jahren kein Obst und Gemüse mehr. Der darf aber bald in eine Haut- und Allergieklinik nach Hersbruck. vielleicht finden die ja was.

    Liebe Grüße,
    Margot

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