Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Gemüse

Aktualisiert am 08.09.2019
Viele Menschen mit Salicylsäure-Unverträglichkeit vertragen auch Histamine schlecht. Wer auf beide Inhaltstoffe achten muss, hat es doppelt schwer, geeignete Lebensmittel zu finden. Dabei soll die Übersichtstabelle Gemüse helfen.

Salicylate

Die Angaben zum Salicylsäuregehalt der Lebensmittel stammen

  • aus der Studie von Malakar und Kollegen (2017),
  • aus der Studie „Salicylates in foods“ von Anne Swain und Kollegen (1985) – der „Mutter aller Salicylsäurestudien“ und immer noch umfangreichsten Lebensmitteliste zum Thema, sowie
  • aus dem Elimination Diet Handbook (2011) des Royal Prince Albert Hospital (RPAH) in Sidney, Australien.

(Warum gerade aus diesen Studien und Listen, ist im Artikel Salicylsäuregehalt von Lebensmitteln: Welche Listen eignen sich für eine salicylsäurearme Ernährung? nachzulesen.)

Histamine

Der Histaminspiegel im Körper kann auf unterschiedliche Arten durch Lebensmittel beeinflusst werden. Unter anderem durch:

  • histaminhaltige Lebensmittel
  • Lebensmittel, die andere biogene Amine enthalten, die den Abbau von Histamin verzögern und/oder ebenfalls Intoleranz-Reaktionen hervorrufen können
  • Lebensmittel, die selbst nur wenig Histamin oder andere biogene Amine enthalten, jedoch die Histaminausschüttung im Körper fördern – sogenannte Histaminliberatoren.

Darüber hinaus wird der Amingehalt von Lebensmitteln beeinflusst durch die Qualität der Ausgangsstoffe, die Art und Dauer der Lagerung und durch die Zubereitung von Lebensmitteln. Kurz: es ist ein komplexes Geschehen, bei dem auf der einen Seite die Menge und Zusammensetzung der reaktionsfördernden Inhaltstoffe im Lebensmittel stark schwankt. Auf der anderen Seite reagieren Menschen, je nach Veranlagung, unterschiedlich auf dieselben Lebensmittel.

Aufbau der Tabelle

Um diesem komplexen Geschehen gerecht zu werden, die Lebensmitteltabelle dabei jedoch trotzdem übersichtlich zu halten, steigt in der Tabelle

  • von links nach rechts der Salicylatgehalt und
  • von unten nach oben der Histamingehalt

der Gemüsesorten. Für die Sorten in der obersten Zeilen gibt es keine oder nur widersprüchliche Angaben zur Verträglichkeit bei Histaminintoleranz.

Zusätzlich findet ihr in Klammern hinter den betreffenden Lebensmitteln folgende Angaben

  • ist histaminhaltig (H)
  • enthält andere biogene Amine (A)
  • wirkt als Histaminliberator (HL)

Als Faustregel gilt: Gemüsesorten der Kategorie

  • 0: werden in der Regel auch von Menschen mit einer ausgeprägten Intoleranz gegen den jeweiligen Inhaltsstoff vertragen: Bei üblichen Verzehrsmengen sind keine Symptome zu erwarten
  • 1: kleinere Mengen, ab und an verzehrt, werden oft vertragen
  • 2: auch bei kleinen Mengen sind bei Menschen mit ausgeprägter Intoleranz Symptome zu erwarten; übliche Verzehrsmengen rufen meist deutliche Symptome hervor
  • 3 und 4: Symptome treten in der Regel schon bei kleinen Mengen und auch bei Menschen mit gering ausgeprägter Intoleranz auf

Die Gemüsesorten im hellgrünen Bereich gelten also als „sicher“ auch für Menschen mit starker Salicylsäure- und Histaminintoleranz. Der dunkelgrüne Bereich markiert die „sicheren“ Lebensmittel für alle, die nur auf Salicylate achten müssen.

Die Angaben zur Verträglichkeit von Lebensmitteln bei Histaminintoleranz stammen von der Website der schweizerischen Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz.

Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Gemüse

Tabelle mit Haistamin- und Salicylatgehalt verschiedener Gemüsesorten
Salicylat- und Histamingehalt von Gemüse in der Übersicht

Chayote / Choko

Bild einer Chayote (Choko)
Chayote

Chayote, auch Choko genannt, sind in Deutschland am ehesten beim Asiaten zu finden. Choko schmeckt ganz ähnlich wie Kohlrabi (nicht ganz so intensiv) und lässt sich auch genauso zubereiten. Nur die Kochzeit ist etwas kürzer.

Chinakohl

Bild von Chinakohl
Chinakohl

hat meist gelbgrüne Blätter mit breiten Blattrippen in einem festen, ovalen Kopf, der zwischen 1 und 3 Kilogramm wiegt. Chinakohl eignet sich als Kohlgemüse oder Salat.

Edame

Bild von Edame, japanisch gewürzt
Edame

sind die noch unreif geernteten Sojabohnen. Mit Meersalz und Chili gewürzte, gekochte Edamame-Schoten sind in Japan ein beliebter Snack zu Bier (gegessen werden nur die Bohnen). Edamame-Bohnen passen aber auch als Gemüse zum Beispiel zu Tofu und Nudeln.

Pastinake

Bild von Pastinaken
Pastinaken

Die Pastinake ist ein typischer Wintergemüse mit süßlich-würzigem Geschmack. Vor Einführung der Kartoffel in Europa gehörten Pastinaken zu den Grundnahrungsmitteln. Sie können gebacken, gekocht, zu Püree und Chips verarbeitet werden

Pumpkins

(4) Pumpkins by Martin Doege (Morn), uploaded to English WP on 2003-08-21 – Own work. Licensed under GFDL 1.2 via Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pumpkins.jpg#/media/File:Pumpkins.jpg
(1) Pumpkins

unter den vielen, vielen Kürbissorten ist der „Pumpkin“ wohl der typischste Halloween-Kürbis. Er eignet sich als Gemüse ebenso wie zur Suppe. In Nordamerika wird er auch gerne zum „Pumpkin-Pie“ verarbeitet.

Staudensellerie

Bild von Staudensellerie
Staudensellerie

auch Stangensellerie, Bleichsellerie oder Stielsellerie genannt. Staudensellerie ist sehr aromatisch und eignet sich deshalb herovrragend als Suppengemüse (Stangen und die zarten Blätter im inneren der Staude). Staudensellerie kann aber auch gut als Wok-Gemüse oder gedünstet mit heller Soße zu Reis gegessen werden.

Wirsingkohl

Bild von einem Wirsingkohl
Wirsing

auch: Wirsing, Welschkohl, Welschkraut, Savoyer Kohl, Wirz, oder – in Österreich – schlicht Kohl genannt. Der klassische Eintopf-Kohl, zu erkennen an seinen typisch kraus gewellten Blättern.

Alle Gemüsesorten

zu denen ihr Angaben in der Tabelle findet:

Alfalfa (Luzerne),
Artischocke,
Aubergine (Melanzani),
Avocado,
Bambussprossen,
Blumenkohl (Karfiol),
Broccoli,
Brunnenkresse (Nasturtium officinale, Wasserkresse),
Butternut Kürbis,
Champignons,
Chayote (Choko),
Chicorée,
Chilischoten (gelb, grün, rot),
Chinakohl (Brassica rapa subsp. Pekinensis, auch Pekingkohl, Japankohl, Selleriekohl),
Eingelegtes Gemüse, Essiggemüse (Essiggurke, Olive, Zwiebeln, Mixedpickles),
Eisbergsalat,
Endivie (Endiviensalat, Friséesalat),
Fenchel (Fenchelknolle, Fenchelgrün),
Frühlingszwiebeln (gerader Stengel) (auch: Frühzwiebel, Lauchzwiebel, Jungzwiebel, Frühlingslauch, Zwiebelröhrl, Zwiebelröhrchen, Röhrenlauch, Schluppenzwiebel, Schlottenzwiebel),
Gemüsesaft, -suppe, brühe (Würfel, flüssig, Pulver),
Grüne Bohnen (Schnittbohne, Schhnibbelbohne, Österreich: Fisolen),
Grüne Erbsen,
Gurke (Cucumis sativus),
Ingwer,
Kabocha Kürbis,
Karotte (auch Möhre, Mohrrübe, Gelbrübe, Gelbe Rübe, Rüebli, Riebli oder Wurzel),
Kartoffeln (neu, braun, farbig bzw. rot, blau, lila, rosa),
Lauch (auch Porree, Breitlauch, Winterlauch, Welschzwiebel, Gemeiner Lauch, Spanischer Lauch, Aschlauch, Fleischlauch),
Mais,
Minze,
Oliven,
Pak Choy (Bok Choy, Senfkohl),
Paprika (grün, rot, gelb),
Pastinaken,
Pilze,
Kürbis „Pumpkin“,
Radicchio,
Rosenkohl (Brüsseler Kohl),
Rote Beete (Randen),
Rotkohl,
Rucola (Rukola, Rauke),
Salate: Römersalat, Lollo rosso, Lollo bianco, roter und gründer Eichblattsalat, Kopfsalat,
Sauerkraut,
Schalotte,
Schnittlauch,
Spargel,
Speiserübe (Brassica rapa subsp. rapa, Unterarten: Mairübe, Teltower Rübchen, Pfatterer Rübe, Gatower Kugel, Herbstrübe),
Spinat,
Staudensellerie (auch:  Bleichsellerie,  Stielsellerie, Stangensellerie),
Steckrübe (Wruke, Kohlrübe, Butterrübe, Erdkohlrabi, Unterkohlrabi, Untererdkohlrabi, Bodenkohlrabi, Schwedische Rübe, in Österreich Dotsche, im Schweizerdeutschen Knutsche),
Süßkartoffel,
Tomate (frisch),
Tomate (getrocknet, Saft, passiert, Paste, Soße),
Trüffel,
Wasserkastanie,
Weiße Zwiebel
Weißkohl (auch Weißkraut, Weißkabis, Kappes, Kaps, Kappus, Kabis oder Kraut),
Wirsing (auch: Wirsingkohl, Welschkohl, Welschkraut, Savoyer Kohl, schweizerdeutsch Wirz, Österreich Kohl)
Zucchini
Zuckermais
Zuckerschote (Zuckererbse, Mange-tout), Kaiserschote (Kefe, Mange-tout, Kiefelerbse)
weiße Zwiebel, braune Zwiebel (Speisezwiebel), rote Zwiebel

Literaturangaben
  • Malakar et al.: Naturally occurring dietary salicylates: A closer look at common Australian foods. Journal of Food Composition and Analysis 2017 April
  • Swain AR, Dutton SP, Truswell AS: Salicylates in foods. Journal of the American Dietetic Association 1985 Aug.: 950-60
  • Swain A, Soutter V, Loblay R: RPAH Elimination Diet Handbook with food & shopping guide. Allergy Unit, Royal Prince Alfred Hospital 2011
Quellenangaben Bilder:

(1): „Pumpkins“ by Martin Doege (Morn), uploaded to English WP on 2003-08-21 – Own work. Licensed under GFDL 1.2 via Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pumpkins.jpg#/media/File:Pumpkins.jpg

alle anderen: Pixabay CC0

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58 Kommentare

  1. Liebe Sylke, liebe Mit-Betroffene,

    ich wollte Kartoffeln bei einem großen Betrieb in Nersingen/Straß bestellen und habe nachgefragt, ob es möglich ist, dass man mir große Kartoffeln zuschickt (nach dem Schälen ist sonst ja nichts mehr übrig) und wurde gerade vom Händler wüst beschimpft, dass das alles Schwachsinn und erfunden sei und er Labore hat, die bewiesen haben, dass es keine Unterschiede bei Kartoffeln gäbe und er sich nicht mit solchen Leuten wie mir rumärgern will… (er hat von Leuten erzählt, die rote Kartoffeln gg Krebs etc wollten). Ich bin immer noch ganz fassungslos.
    Hat jemanden einen Kartoffelhändler seines Vertrauens, den er mir empfehlen kann? Von Nersingen bin ich bedient, dort möchte ich nach dem Erlebnis nicht bestellen.

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Anna

    1. Liebe Anna. Man stößt leider sehr oft auf solche Menschen, die selber nicht betroffen sind und können leider nicht verstehen, dass wir nicht so einfach haben. Die glauben einfach nicht, dass Gehalt an Salicylaten in der schale mehr ist. Und außerdem der Kartoffelhändler hat dieses Wissen gar nicht. Ich bin auf Allergologe schon mich gestoßen, die Salicylatarmes Ernährung für Schwachsinn erklärt haben. Ich esse ganz wenig Kartoffeln und deswegen kaufe ich mir nicht extra die Sorten. Bis jetzt habe ich keine große Probleme gehabt.
      Es ist unverschämt wie man mit uns ungeht. Wie werden einfach nicht ernst genommen.
      Schönen Tag noch an alle.
      Natalie

    2. Liebe Anna,
      ich bestelle meine (weißfleischigen) Kartoffeln bei kartoffel-mueller.de im Internet. Auf Größe und Qualität habe ich auch dort keinen Einfluss, aber es gibt dort weißfleischige Kartoffelsorten, die ich persönlich sehr viel besser vertrage, als die in Kontinentaleuropa üblichen Gelbfleischigen, zB. Arran Victory, Reichskanzler, Golden Wonder. Die Qualität ist leider sehr unterschiedlich, aber das nehme ich in Kauf.
      Viele Grüße!
      Sylke

      1. Liebe Natalie, liebe Sylke,

        @Sylke: das ist genau der Kartoffelbauer, der mich so wüst beschimpft hat – du solltest ihm nie verraten, dass du auch zu den Spinnern und Idioten gehörst, die an Schwachsinn glauben… 😉
        ich habe bei Härtl in Friesheim online bestellt, habe im Bemerkungsfeld angegeben, dass ich mich über große Kartoffeln freuen würde und – keine Ahnung, ob wegen meiner Bemerkung oder ob einfach so – besonders große Kartoffeln bekommen. Das hat mich sehr gefreut.

        @Natalie: Ich war bislang von sowas eher verschont geblieben – allerdings suche ich gerade einen Gastroenterologen, der mich begleitet (wenn schon keine Behandlung möglich ist) und keiner traut sich das zu… Mein eigentlicher Gastro zweifelt an der Validität des FET-Test der Uniklinik Erlangen etc… Ich glaube, er war nur angefressen, dass seine jahrelange Diagnose „Reizdarm“ nicht stimmt 🙂
        Aber immerhin werde ich nicht als Spinner bezeichnet, sondern nur als zu selten und die meisten Gastros geben einfach zu, dass sie keine Ahnung davon haben…

        Deshalb ist ja auch deine Seite, liebe Sylke, so dermaßen hilfreich – hier merkt man, dass man zwar nicht-normal ist, aber dass viele andere, nette Menschen die gleiche Krankheit und gleiche Probleme haben, da geht es einem gleich viel besser. Und zudem haben wir durch deine Seite die Möglichkeit, uns gegenseitig zu helfen – Danke!

        Viele liebe Grüße, Anna

        1. Hallo Anna,
          das ein Kartoffelbauer sich nicht mit Unverträglichkeiten auskennt, mit denen auch die meisten Ärzte sich schwer tun, das wundert mich nicht. Was mich wundert ist, dass er nicht erkennt, welch eine phantastische Zielgruppe er hier vor sich hat. Oder hätte. Schade.
          und viele Grüße!
          Sylke

  2. Hallo ihr Lieben,

    ich will jetzt von vegetarisch komplett auf vegan umsteigen. Dadurch fehlt mir aber irgendwas, worin ich aufgeschnittenes Gemüse (wie Gurke, Paprika, Karotte, etc.) eindippen kann. Hat da vielleicht jemand eine Idee? Ich hatte an Hummus gedacht, bin mir aber nicht sicher, ob ich das bei meiner ASS-Intoleranz essen sollte. Vielleicht hat ja sonst noch jemand eine Idee was da möglich wäre? Das wäre toll…

    Viele liebe Grüße und danke vorab!
    Christin

      1. Liebe Sylke,

        das freut mich jetzt aber wirklich sehr! Vielen lieben Dank für die Mühe und noch dazu die (wie immer) sehr zeitnahe Rückmeldung. Ich werde das Rezept direkt in den nächsten Tagen ausprobieren und es freut mich schon jetzt endlich einen tollen Dip bzw. ein leckeres Dressing zu haben, denn als Veganerin mit ASS-Intoleranz ist es nicht immer so einfach, verträgliche Zutaten/Gerichte zu finden.

        [Eine Frage noch am Rande: Im Rezept hast du geschrieben, dass man evtl. ein paar Cashewkerne hinzufügen kann, aber in Maßen, da sie salicylathaltig sind. Ich hatte in der Tabelle gelesen, dass diese niedrig sind im Salicylatgehalt (und ich persönlich esse manchmal eine halbe Packung). Sollte ich da zukünftig besser darauf achten?]

        Vielen Dank nochmal!
        Alles Liebe
        Christin

        1. Liebe Christin,
          dann wünsch‘ ich schonmal guten Appetit 🙂
          Bei Cashews gehen die Meinungen auseinander: Swain et al. bewerten sie als salicylatarm, neuere Messungen sagen, er ist hoch. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass ich einzelne Cashews vertrage, eine ganze Packung aber nicht.
          Viele Grüße!
          Sylke

  3. Liebe Sylke und liebe Mitbetroffenen,
    ich habe gestern heftig auf Annato (Farbstoff in meinen Vitamin-Kapseln) reagiert und mir deshalb nochmal die Farbstoff-Liste vorgenommen. Da bin ich dann eben über Carotinoide und Chlorophyll gestolpert.

    Zu den Carotinoiden (zu denen auch Annato gehört): mir ist schon aufgefallen, dass ich die superhellen Möhren viel besser vertrage als die orangenen (und die dunkel-lilafarbigen gehen gar nicht). Geht das euch auch so? In der Liste sind eben nur Möhren allgemein aufgeführt (vermutlich die in orange). Verträgt man wegen den Farbstoffen auch die weißfleischigen Kartoffeln und die weißfleischigen Süßkartoffeln besser als die in gelb, bzw. orange?
    Was ist dann aber mit Kürbis? Und welche Sorten gehen bei euch (Hokkaido ist in der Tabelle nicht aufgeführt) – muss man die immer schälen??

    Zum Chlorophyll: Bemerkt ihr Unterschiede zwischen „normalem“ Pak Choi (3-er Packung aus dem Supermarkt, kleine Köpfe in zartem hellgrün :-)) und dem Pak Choi, den man einzeln kauft, am besten noch im Bio-Markt: groß, dunkelgrüne Blätter?

    Vielen Dank und uns allen gutes Durchhalten 🙂

    1. Ach, beim Chlorophyll habe ich den Chinakohl vergessen: den gibt es ja in zartestem hellgrün, ich hab den jetzt aber auch schon in richtigem grün gesehen. Hat da jemand Erfahrung, ob es Unterschiede macht?

  4. Hallo nochmal!

    Mir ist bei den Angaben auf dieser Seite was aufgefallen: laut Text sollten in der Tabelle weiße Bohnen enthalten sein, aber ich kann sie beim besten Willen nicht finden. Habe ich sie nur übersehn?

    Und ich hätte noch eine Frage zu Pastinaken: laut Sharla Grace sind sie stark / mittelmäßig salicylathaltig („Score 4“), laut dieser Liste mittelmäßig salicylathaltig und laut Tabelle sind sie voll „im grünen Bereich“. Sind die Werte in der Tabelle neuer bzw. verlässlicher? Ich bin nämlich etwas verunsichert, da ich gerne Pastinaken-Suppe esse 🙂

    Viele Grüße & vielen Dank!

    1. Lieber Franke,
      nochmals vielen Dank für deine Hinweise! Die weißen Bohnen waren im Text falsch aufgelistet: Hülsenfrüchte sind in der Gemüse-Tabelle nicht enthalten. Weße Bohnen sind aber salicylatarm (allerdings bei gleichzeitiger Histamin-Intoleranz eher schlecht verträglich: SIGHI-Kategorie 2 und Histaminliberator).

      Bei den Pastinaken habe ich mich, wie bei den Melonen, an die neueren Messwerte von Malakar et al. gehalten (und habe Pastinaken auch selbst bisher gut vertragen). Wenn du sie ausprobierst, dann poste gerne deine Erfahrungen hier!

      Danke und viele Grüße
      Sylke

  5. Ich suche Müslizutaten die bei Histamin- und Salicylstunverträglichkeiten verträglich sind.
    Momentan esse ich Haferflocken (selbst geflockt) mit Dinkelpops ohne Zusatz und Amaranth.
    So langsam wird es langweilig. Was geht noch? Chiasamen oder ähnliches? Über Hilfe/Tipps würde ich mich freuen.
    Danke und viele Grüße
    Stephanie

    1. Liebe Stephanie,
      ich rühre mir ein Müsli und packe ein …
      als histamin- und salicylatarme Zutat:
      – Hirse, Reis, Weizen, Quinoa: als Flocken, (frisch) geröstet (mit (selbstgemachtem Vanille-)Zucker und Rapsöl) oder gepufft (alles ohne Zusätze)
      – Reissirup, Ahornsirup
      – Stücke von geschältem Apfel („Pink Lady“ oder „Golden Delicious“), Kaki/Sharon-Frucht, (reife!) Honigmelone, weißfleischiger Pfirsich

      und je nach individueller Verträglichkeit die (salicylatarmen und bei Histamin-Intoleranz oft, aber nicht immer, ebenfalls verträglichen) Zutaten:
      – Joghurt, Buttermilch, Reismilch, Hafermilch

      Hoffe, das hilft!?
      Viele Grüße!
      Sylke

      1. Hallo Sylke,
        vielen Dank für Deine Müslihilfe und die weißfleischigen Kartoffelnamen.
        Ich schreibe erst jetzt, da ich nach einem viel zu duftstoffhaltigen Winterurlaub ( Bettwäsche und Handtücher waren mit einem für mich nicht verträglichen Waschmittel oder Weischspüler gewaschen),
        versucht habe eine sehr reduzierte Histamin-und Salicylsäurediät zu leben, um wieder auf Normalverträglichkeit zu kommen. Zum Schluss habe ich mit der Sighi-Eliminationsdiät unter Beachtung von Salicyl (dank Deiner Liste einfach) getestet, von Anfang an…3 Tage Reis mit Salz. Da musste ich feststellen, dass weder Reis (Langkorn, weiß), Hirse noch Weichweizen gehen. Hartweizen wie Nudeln geht interessanterweise, wie auch Hafer, Amaranth, Quinioa. Weiter habe ich mich noch nicht vorgewagt.
        Lässt sich das irgendwie erklären?
        Kennt das noch jemand?
        Ich backe zurzeit Brot selbst und esse sparsam zusammengestelltes Müsli…
        Und bin einmal wieder ratlos ;O) aber nicht unglücklich.
        Viele Grüße
        Stephanie

  6. Hallo Sylke,
    ich wüsste gerne, welche weißfleischigen Kartoffeln Du mir nennen/empfehlen kannst.
    Ich finde leider nur gelbfleischige…????
    Über einen Tipp wäre ich sehr dankbar!
    Viele Grüße
    Stephanie

    1. Hallo,
      ich bin auch seit einer Weile auf der Suche und vor wenigen Tagen fündig geworden mit folgenden Sorten: Reichskanzler, Schwarze Ungarin, Arran Victory, Belle de Moncrabeau. Wobei nur die erste keine farbige Schale hat. Hier würde mich interessieren, ob die mit farbiger Schale auch gehen, denn in der Tabelle steht ja explizit „keine farbigen“. Reicht hier schälen?
      Ich habe jedenfalls alle bestellt und nun wird probiert.

      Viele Grüße
      Karo

    2. Hallo Stephanie,
      außer den Sorten, die Karo schon genannt hat, gibt es auch noch „Golden Wonder“ (braune Schale) und „Red King Edward“ (rotfleckige Schale). Wenn du bei dir vor Ort nicht fündig wirst, einfach mal die Sorten googeln: es gibt auch Kartoffelhändler im Internet, die sortenmäßig oft besser aufgestellt sind als der Supermarkt um die Ecke 🙂
      Die Knollen mit farbiger Schale großzügig schälen: ich vertrage die dann in der Regel.
      Viele Grüße
      Sylke

  7. Hallo Leidensgenoss*innen,
    hier eine Info an diejenigen, denen individuelle Salben verschrieben werden, z.B. mit Cortison. Dazu werden sog. Basiscremes verwendet, in die der Apotheker die Wirkstoffe einrührt. Bei Basiscremes ist der Apotheker nicht auf ein bestimmtes Fabrikat festgelegt. So kann es im ungünstigsten Fall passieren, dass eure Creme neben den Wirkstoffen auch Salicylate enthält. Das ist dann natürlich kontraproduktiv. Nach meiner Erfahrung sind die Apotheker aber sehr hilfsbereit und haben umfangreiches Fachwissen. Informiert sie daher über euer Anliegen.

    Ich habe zwei Hersteller um Informationen gebeten, die ich hier gerne weitergebe. Fa. Sebexol schreibt: „Salicylsäure ist in unseren Produkten nicht enthalten. Sie können also zur Pflege Sebexol Basic (parfümfrei) oder Sebexol Creme-Lotio problemlos verwenden“.
    Von Allergika steht eine Antwort noch aus. Ich verwende derzeit „Allergika Hydrolotio Sensitive Körperlotion AKUT“, um meinen Cortison-Verbrauch zu verringern. Nach meinem Eindruck lindert das die Hautbeschwerden tatsächlich. Sollte Allergika noch antworten, würde ich mich wieder melden.

    1. Nachtrag – hier die eingegangene Antwort:
      „Wir können Ihnen bestätigen das in der DERMASENCE Polaneth Lotion keine Salizylsäure oder Salizylsäurederivate enthalten sind. Sie haben die Möglichkeit das Produkt vor dem Kauf anhand einer Probe auf Ihre Verträglichkeit zu testen.
      Proben erhalten Sie kostenlos vor Ort in den Apotheken.“
      Viele Grüße!

  8. Hallo Sylke,
    danke für die Gemüsetabelle .Da ich davon relativ viel vertage, macht wenigstens das Einkaufen und Zubereiten vom „Grünzeug“ mehr Spaß, da ich nicht ständig experimentieren und überlegen muss.
    Herzliche Grüße
    Gabi

      1. Hallo Sylke und Finja,
        im Buch „Salicylate Handbook“ von Sharla Race wird Sellerie mit Score 0 eingestuft. In einem Allegieportal wird Sellerie mit niedrigem Histamingehalt beschireben.
        Aber wie immer gilt! Probieren/Karenz! Und: die Menge macht das Gift!

      1. Hallo Sylke,
        danke für die umfangreichen Recherchen! Probiere mit meiner Tochter gerade aus, ob neben HIT auch Sal.unvertr. Rolle spielt. Prima Deine Schnittmengen-Tabellen!
        Wir essen gerne Kartoffeln. Oben genannte kommen im Herbst. Sind vielleicht auch hellgelb-fleischige ok? Hier in BaWü gerade Desiree, Galante, Carlita, Artemis,Inova, Safari (Info z.B. von wawiwo.de).
        Andere Fragen: sind Teff und Braunhirse ok? Feigen frisch oder getrocknet? Sollte man Möhren schälen?
        Viele Grüße Finja

        1. Hallo Finja,
          meiner Erfahnrung nach sind Kartoffeln umso verträglicher, je heller das Fleisch. Und ausgereift sollten sie auch sein (also keine neue Ernte). Teff ist OK. Zu Braunhirse kenne ich keine Sali-Werte. Da Salicylate häufig in den äußeren Schichten von Pflanzen sitzt alles (schälbare) Gemüse und auch Obst großzügig schälen, ja 🙂
          Viele Grüße!
          Sylke

  9. Ich scheine auf Rohrzucker zu reagieren, was ich seltsam finde, da Rüben hier ja mir geringem Gehalt aufgeführt werden. Das wundert mich. Hat jmd ne Idee?

    1. Hallo Marc,
      zwei Ideen, woran es liegen könnte:
      1. Zuckerrübe ist nicht Speiserübe 😉
      2. Speiserüben isst man geschält, bei Zuckerrüben werden vermutlich die Schalen mit verarbeitet: evtl. sind die Schalen besonders salicylatreich.
      Viele Grüße!
      Sylke

          1. An alle die mit Rohrzucker Probleme haben!
            Solltet Ihr auf braunen Rohrzucker reagieren? Dann lasst mal die Finger von dem Zeug. Brauner RZ wird mit Sirup gefärbt. Als Salipatient sollte man eigentlich von allem was gefärbt wird die Finger lassen. Da sind dann einfach zu viele E’s drin!

  10. Hallo, liebe Leidensgenossinnen-und Genossen,
    mein Pulmologe hat mir Cistustee emphohlen.
    Gibt es irgendwelche Erkenntnisse über den Salicylgehalt?
    Mit freundlichen Grüße
    Helma Trefz

  11. Hallo,

    wie sieht es mit Nahrungsergänzungsmittel aus? Ich nehme zBsp Ingwer und Curcumin Kapseln, weil die ja antientzündlich wirken.
    Oder auch Spirulina, Chlorella. Dazu hab ich noch nichts im Netzt gefunden.
    Tu ich mir da dann mit meiner Krankheit etwas schlechtes?
    Lieber Gruß von der frisch operierten (2. Nebenhöhlen OP)

    1. Halllo Samter83,
      willkommen auf Samter-Trias 🙂

      Ich habe mit NEMs selbst oft schlechte Erfahrungen gemacht, weil meist Zusatzstoffe enthalten sind, die ich nicht vertrage – selbst wenn der Nahrungsergänzungsstoff, um den es eigentlich geht, verträglich bei einer Salicylat-Intoleranz wäre.

      Curcurmin ist der Farbstoff der Pflanze Kurkuma, die selbst einen hohen Gehalt an Salicylaten hat: https://samter-trias.de/tabelle-salicylsaeure-und-histamingehalt-getrockneter-gewuerze/

      Zu Ingwer kenne ich keine Salicylsäurewerte. Kurkuma gehört jedoch zu den Ingwergewächsen … Zu Spirulina und Chorella habe ich leider auch keine Infos bzgl. deren Salicylatgehalt.

      Grundsätzlich kann man sagen, dass Salicylate antientzündlich wirken (sofern man keine Unverträglichkeit dagegen hat). Die Wirkung von antientzündlichen Nahrungsergänzungsmitteln kann also (u.a.) auf deren hohen Salicylsäuregehalt beruhen. Bei Kurkuma, beispielsweise, dürfte das der Fall sein.

      Ich wäre deshalb sehr vorsichtig mit dem Einsatz solcher Präparate.

      Viele Grüße und alles Gute!
      Sylke

  12. Halli hallo,

    kennt vielleicht jemand ein gutes (und einfaches) Rezept für einen Salatdressing? Ich esse sehr gerne Eisbergsalat, weiß aber nicht, was ich fürs Dressing verwenden kann, da ja z.B. Zitronensaft, Senf, Essig oder Honig bei einer ASS-Intoleranz wegfallen…

    Ich habe schon einmal in englischsprachigen Kochbüchern für Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.T. auch direkt für Salicylatunverträglichkeit) geschaut, allerdings wird da oft Zitronensaft verwendet, was bei mir gar nicht geht:-(

    Viele Grüße
    Christin

      1. Liebe Sylke,
        vielen Dank für das Rezept, ich probiere es aus:-) Weißt du zufällig noch ein Rezept, welches keine tierischen Produkte beinhaltet?

        Liebe Grüße
        Christin

  13. Danke für deine Antwort! Ich werde das beobachten und zu gegebenem Zeitpunkt nochmal antworten. Da ich seit vier Wochen schubfrei bin, obwohl ich schwarze Oliven gegessen habe, wäre es eine Austestung wert. LG

  14. Vielen Dank für die Listen zu den Lebensmitteln! Eine Frage hätte ich dazu: Handelt es sich bei den Oliven in der Tabelle um die Grünen und ist deshalb bei „sehr hoch“ eingeordnet? Habe irgendwo gelesen, dass diese nach der Ernte mit Salicylsäure behandelt werden, damit sie nicht braun werden. Soweit ich das verstanden habe, wird das bei den schwarz eingefärbten nicht gemacht.

    LG Nele

    1. Hallo Nele,

      ich hab die Angabe zu den Oliven aus dem RPAH Handbook. Dort wird nicht unterschieden nach Scharzen und grünen Oliven und es gibt auch keine Anmerkung zB. zu Zusätzen o.ä. Deshalb würde ich davon ausgehen, dass alle Oliven gemeint sind und diese im Zweifelsfalle Salicylate im Fruchtfleisch selbst enthalten.

      Viele Grüße
      Sylke