Magnesium hilft bei Samter-Trias

Magnesium ist im Körper für viele verschiedene Funktionen notwendig, unter anderem für den Energiestoffwechsel und für die Beendigung von Muskelkontraktionen. Steht dem Körper nicht genügend Magnesium zur Verfügung, können Muskelkontraktionen nicht beendet werden und es entsteht ein Krampf.

Meine Erfahrung ist: In Zeiten, in denen meine Muskeln viel arbeiten, brauche ich mehr Magnesium, als ich mit der Nahrung aufnehme. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ich viel Sport treibe, wenn mir kalt ist (Zittern ist ja auch nur eine Form der Muskelkontraktion), aber auch, wenn es mir mit dem Asthma nicht so gut geht und meine Bronchien krampfen.

Das merke ich spätestens dann, wenn ich Krämpfe, meist in den Beinen oder Füßen, bekomme. Inzwischen warte ich aber meist nicht mehr auf dieses äußere Zeichen von Magnesiummangel, sondern beuge mit regelmäßigen Extraportionen Magnesium vor. Entweder in Form von Heppinger – einem Mineralwasser mit sehr hohem Magensiumgehalt. Oder bequemlichkeitshalber in Form von in Wasser aufgelöstem reinem Magnesiumcitrat – also ohne Geschmacks- oder andere Zusatzstoffe. (Das kaufe ich inzwischen in der Apotheke: mit einem Kilogramm komme ich ein gutes halbes Jahr aus – und im Kilo ist das Magnesiumcitrat erheblich günstiger als in kleineren Größen.)

Oft löst sich bei mir nach einem Glas Magensiumwasser Schleim aus den Bronchien, den ich vorher nicht abhusten konnte, und ich bekomme besser Luft. Und ich habe auch keine nächtlichen Krämpfe mehr, die mich früher öfters geplagt haben.

Dass ich zuviel Magnesium nehme merke ich daran, dass ich Durchfall bekomme. Dann reduziere ich meine Magnesiumportion.

 

10 Gedanken zu „Magnesium hilft bei Samter-Trias

  1. Nehme schon seit Jahren Magnesiumöl (Zechsteinmeer) zum aufsprühen auf die Haut. Das ist sehr gut verträglich, ausser zu Beginn ein leichtes brennen, bis sich die Haut daran gewöhnt hat. 3 Sprühstösse täglich reichen völlig aus.

      • Liebe Sylke,
        ich möchte auch gerne Magnesium supplementieren. Allerdings habe ich gelesen, dass man Magnesium am besten über die Haut aufnimmt. Stimmt das bzw. bringt die orale Einnahme zusätzlich noch was? Du schreibst, dass du Magnesiumcitrat verwendest – ist das denn gut verträglich? Ich bin etwas vorsichtig geworden, da ich vor einem Jahr einen schlimmen Allergieschock nach einer minimalen (wirklich minimal!) Einnahme von L-Argenin hatte…keine Ahnung warum ich darauf reagiert habe!

        Liebe Grüße und danke vorab!
        Christin

        • Liebe Christin,
          ich habe die Aufnahme über die Haut einmal mit einem Spray ausprobiert. Dummerweise habe ich dabei auch mein Kniegelenk (großzügig) eingesprüht – das hat dann Wasser gezogen und ich hatte ein paar Tage land ein dickes Knie. Tat nicht weh, war auch nicht weiter tragisch, aber danach hab ich mein Magnesium wieder als Citrag getrunken. Ich fand auch das GEfühl auf der HAut nicht angenehm: es hat gepannt. Aber das mag meine persönliche „Macke“ sein. Oral funzt Magnesium bei mir gut. Wichtig ist, dass man es verteilt pber den Tag trinkt – sonst bekommt man leicht Durchfall, weil das Magnesium so schnell nicht über den Darm aufgenommen werden kann und dann dort „Wasser zieht“.
          Ich berosrge mein Magnesiumcitrat immer in der Apotheke (einfach als pures Pulver, je 1 kg, reicht bei mir für ein halbes Jahr). Damit komme ich persönlich gut zurecht. Sicher ist es aber eine sehr gute Idee, das mit kleinen Mengen zu testen. Wenn du schonmal einen Allergieschock hattest, ggf. auch unter ärztlicher Aufsicht.
          Liebe Grüße
          Sylke

          • Liebe Sylke,

            vielen Dank für deine schnelle und hilfreiche Antwort! Ich habe mal vor einem Jahr pures Magnesiumpulver oral eingenommen, als auch ins Badewasser gemacht und soweit gut vertragen. Das mit dem Magnesiumcitrat werde ich nun auch mal ausprobieren, danke 🙂

            Noch eine Sache: Ich habe im Moment sehr große Heuschnupfenprobleme (v.a. Halsschmerzen und Atemnot) und nehme deswegen seit fast drei Wochen Prednisolon in Tablettenform (ca. 10 mg pro Tag). Sobald ich damit aufhöre, wird es wieder schlimmer. Meine Hausärztin hat mir jetzt als Cortisonersatz Allergietabletten (Loratadin) aufgeschrieben. Allerdings habe ich bei neuen Medis immer große Angst, dass ich diese nicht vertrage und keine Luft mehr bekomme. Weißt du, ob diese Tabletten bei Samter Trias verträglich sind?

            Vielen lieben Dank vorab und liebe Grüße aus Nürnberg,
            Christin

          • Liebe Christin,
            aus meiner eigenen Erfahrung kann ich berichten, dass ich Loratadin problemlos vertrage. Sprich doch nochmal mit deiner Ärztin, ob sie Bedenken hat?
            Und a propos Heuschnupfen: momentan fliegen auch die Birkenpollen sehr stark (zumindest in Berlin): diese enthalten wahrscheinlich (ich kenne dazu nur eine Literaturquelle) viel Salicylsäure, s. hier: http://samter-trias.de/enthalten-erlenpollen-salicylsaeure/. D.h. eine Reaktion auf manche Pollen, z.B. von Birkengewächsen, ist u.U. keine allergische Reaktion auf die Pollen, sondern tatsächlich eine Sali-UV) – und das kommt dann (zumindest bei mir) noch als zusätzliche Belastung für den Körper hinzu. Evtl. spielt das bei dir auch eine Rolle?
            Das macht die Sache dann zwar nicht einfacher, aber wenigstens kann ich mir so einige Phänomene erklären, die sonst völlig unverständlich sind (Reaktionen auf Pollen, auf die ich nicht allergisch bin).

            Liebe Grüße
            Sylke

  2. Liebe Sylke,

    danke erstmal! Meine Ärztin meinte, dass ich Loratadin problemlos vertragen müsste, allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass ich Ärzten nicht mehr wirklich traue (schon alleine, weil die meisten die ASS-Intoleranz erstmal googeln müssen).

    Das mit den Pollen ist wirklich interessant. In diesem Jahr ist es auch das erste Mal, dass ich meine verstärkten Atembeschwerden überhaupt mit den Pollen in Verbindung bringe. Ich wohne in Nürnberg und wir haben vor unserer Wohnung einige Weidenbäume sowie zahlreiche Birken in der Nähe stehen. Von daher ist das sehr wahrscheinlich…

    Ich habe gelesen, dass du Ernährungstherapie studierst und wollte gerne mal wissen, was du von der „Low Omega 6 Diet“ (https://www.samterssociety.org/the-omega-diet) hälst. Ich lese im Moment fast ausschließlich englischsprachige Literatur zur ASS-Intoleranz und habe die Website „The Samter’s Society“ gefunden. Dort wird ausdrücklich von der salicylatarmen Diät bzw. Ernährungsweise abgeraten, da man wohl nicht glaubt, dass ausschließlich die Salicylate die „Übeltäter“ bei der ASS-Intoleranz sind und zudem der Körper auf Grund der restriktiven Ernährungsweise Mangelerscheinungen erleidet, die zu weiteren Unverträglichkeiten und Allergien führen können. Stattdessen will man direkt in den Fettsäurestoffwechsel eingreifen. Dabei setzt man auf eine Reduktion von Omega 6-Fettsäuren bei einer gleichzeitigen Erhöhung von Omega 3-Fettsäuren in der Ernährung mit dem Ergebnis, dass die Entzündungsprozesse im Körper langfristig heruntergefahren werden. Dazu gibt es wohl auch schon erste Studien. Kennst du diese Diät bzw. wie ist deine Meinung dazu?

    Viele liebe Grüße und danke für die Hilfe!
    Christin

    • Liebe Christin,
      vielen Dank für den Link zu der Brigham-Studie über die „Low Omega 6-Diet“. Dass eine verminderte Zufuhr von Arachidonsäure (AA) (=Omega 6-Fettsäure, die im Zentrum des Samter-Trias-Geschehens steht) bzw. Linolsäure (einem „Vorläufer“ der AA) und eine vermehrte Zufuhr von Omega 3-FS (die mit AA um dieselben Enzyme konkurriert), wurde schon des öfteren vermutet und ist auch sehr plausibel (vgl. auch den Beitrag Arachidonsäure und Samter-Trias), aber die (Pilot-)Studie von Laidlaw, Cahill und Co. ist die erste Studie, die diesen Zusammenhang (wenn auch erstmal in kleinem Rahmen) wissenschaftlich untersucht hat und bestätigen konnte.

      Ich selbst nutze nur noch Rapsöl zum normalen kochen oder braten, weil es, anders als z.B. Sonnenblumenöl, ein nahezu ideales Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren hat.

      Darüber hinaus habe ich vor Jahren mal versucht, zusätzlich auch meine Zufuhr an Arachidonsäure so weit wie möglich zurückzufahren, und habe alles, was viel AA enthält – u.a. Eigelb – nicht mehr gegessen. Das Ergebnis war, dass ich nach einigen Wochen nachtblind geworden bin. Ich habe das auf einen Mangel an Vitamin-A zurück geführt (das u.a. in Eigelb enthalten ist) und das mit der AA-Reduktion dann wieder gelassen. Die Nachtblindheit war dann auch wieder weg (auch wenn ich inzwischen so alterskurzsichtig bin, dass ich zum Lesen trotzdem eine Brille brauche 😉

      Für mich hat sich damit einmal mehr bewahrheitet, was so oft gilt: alles, was man ins Extreme treibt, ist nicht gut.

      Was ich aber inzwischen auch tue ist, regelmäßig Leinöl (=reich an Omega-3-FS) essen (1 Eßlöffel pro Tag, wenn ich daran denke). Mein Eindruck ist, dass Zeiten, in denen ich regelmäßig Leinöl zu mir nehme, zusammen fallen mit Zeiten, in denen es mir besser geht.

      Ganz im Gegensatz dazu vertrage ich z.B. Fischölkapseln und alles was ich an EPA und DHA-Supplementen jemals ausprobiert habe überhaupt nicht (s. Beschreibung im Artikel Arachidonsäure und Samter-Trias). Fisch geht aber zum Glück (wenn er sehr frisch ist) 🙂

      Dass eine saliarme Diät Mengelerscheinungen mit sich bringt, kann ich allerdings nicht bestätigen. Das wird dieser Diät ja öfters vorgeworfen. Und am liebsten von Leuten, die sich damit nie ernsthaft auseinandergesetzt haben 😉 Deshalb habe ich meine Abschlussarbeit im Ernährungstherapie-Studium zu eben dieser Frage geschrieben. Und das Fazit meienr Untersuchung lautet: auch unter einer salicylsäurearmen Diät kann man sich abwechslungsreich und vollwertig (im Sinne der 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) ernähren und die Diät erfüllt, wenn man auf eine abwechslungsreiche Kost achtet, in vorbildlichem Maße auch alle Nährstoffbedarfe.

      Ich selbst ernähre mich seit inzwischen mehr als 7 Jahren slicylsäurearm und es geht mir damit besser, als es mir mit Kortison (allein) je gegangen ist.

      Ich schreib mal einen Beitrag mit den Ergebnissen meiner Arbeit zur Deckung der Nährstoffbedarfe bei salicylsäurearmer Diät: dann kannst du im Detail nachlesen, was ich da so heraus gefunden habe 😉

      Viele Grüße
      Sylke

      • Liebe Sylke,
        vielen lieben Dank erstmal! Ich werde auch wieder auf die salicylatarme Kost umstellen, da es mir in dieser Zeit wirklich viel besser gegangen ist (obwohl ich täglich auch Gurke, Kapern, Oliven und Hanfsamen gegessen habe). Leider hatte ich beim letzten Mal, als ich mich salicylatarm ernährt habe, das Problem, dass ich diese Ernährungsform zu radikal umsetzte, um auch wirklich die Symptome (in meinem Fall v.a. Asthma) zu reduzieren. Das heißt, ich habe dann nur noch sehr wenig und überhaupt nicht abwechslungsreich (ausschließlich Eisbergsalat, Kartoffeln, Eier, Rapsöl, Hanfsamen, Schnittlauch, Salz, Hähnchenbrustfilet, Magerquark, Gurke, Rote Bete, Kapern und Oliven) gegessen – v.a. aus Angst, dass die Symptome sich wieder verschlimmern oder zurückkommen. Somit muss ich bei meinem neuen Versuch wohl darauf achten, abwechslungsreicher zu essen und evtl. Vitamine und Mineralstoffe zu supplementieren. Im Moment habe Leinöl (danke für den Tipp!) neu in meinen Speiseplan integriert und scheine es auch gut zu vertragen. Sehr gerne würde ich viel Fisch essen, aber hier in Nürnberg ist z.B. guter und frischer Lachs nur schwer zu bekommen (Dosenfische gehen leider bei mir gar nicht). Ich gehe zwar ab und an Sushi essen, aber auf Dauer ist das etwas teuer für mich. An die Fischölkapseln traue ich mich nicht heran, da ich schon sehr viel negative Dinge darüber gelesen habe (wie du auch schreibst).

        Ich habe mir gerade deinen Beitrag zu den Ergebnissen deiner Arbeit durchgelesen – vielen lieben Dank dafür! Wirklich ein großes Lob! Das Problem in meinem Fall ist nur, dass ich viele Dinge (die u.a. auch in dem „Beispielessen“ angegeben sind) sehr schlecht vertrage, v.a. Kohlenhydrate in jeglicher Form gehen kaum, aber auch Obst geht leider gar nicht. Das macht es etwas schwerer und ich neige dann dazu, fast alles zu reduzieren und mich extrem einzuschränken. Irgendwie muss ich das noch in den Griff bekommen…

        Viele Grüße und noch einmal danke für deine tolle und vor allem hilfreiche Arbeit für alle Betroffenen!
        Christin

        • Liebe Christin,
          freut mich sehr, dass die Infos auf der Seite dir helfen 🙂
          Das mit den multiplen Unverträglichkeiten / Allergien ist ja leider bei Samterianern nicht so selten: da muss man ein bischen rumprobieren, bis alles sitzt, wackelt, und Luft hat. Es ist aber tatsächlich gut, sich nicht (unnötig) zu sehr einzuschränken und vor allem auf Abwechslung, soweit möglich, zu achten. Du hast ja z.B. in deiner Diät, die du oben beschreibst, viele saliarme Gemmüsesorten, auch Obst (geschälte reife Birnen! Bananen, bei mir geht z.B. auch kleine Mengen MAngo ab und zu) nicht genutzt: da geht bestimmt noch was 😉
          Viele Grüße
          Sylke

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