Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Nüssen und Samen

Nach den Tabellen mit den Salicylsäure- und Histamingehalten von Gemüse, Obst und Getreide & Pseudogetreide findet ihr hier die vierte Übersicht zu Salicylsäure- und Histamingehalten in Nüssen und Samen.

Direkt zur Tabelle I Nüsse und Samen von A – Z

Bei den Nüssen und Samen in der Tabelle steigt

  • von links nach rechts der Salicylsäuregehalt und
  • von unten nach oben der Histamingehalt.

Für die Sorten in den beiden obersten Zeilen gibt es keine oder nur widersprüchliche Angaben zur Verträglichkeit bei Histaminintoleranz.

Als Faustregel gilt: Nüsse und Samen der Kategorie

  • 0: werden in der Regel auch von Menschen mit einer ausgeprägten Intoleranz gegen den jeweiligen Inhaltsstoff vertragen: Bei üblichen Verzehrsmengen sind keine Symptome zu erwarten
  • 1: kleinere Mengen, ab und an verzehrt, werden oft vertragen
  • 2: auch bei kleinen Mengen sind bei Menschen mit ausgeprägter Intoleranz Symptome zu erwarten; übliche Verzehrsmengen rufen meist deutliche Symptome hervor
  • 3: Symptome treten in der Regel schon bei kleinen Mengen und auch bei Menschen mit gering ausgeprägter Intoleranz auf

Die Lebensmittel im hellgrünen Bereich gelten also als „sicher“ auch für Menschen mit starker Salicylsäure- und Histaminintoleranz. Der dunkelgrüne Bereich markiert die „sicheren“ Lebensmittel für alle, die nur auf Salicylate achten müssen.

Tabelle: Salicylsäure- und Histamingehalt von Nüssen und Samen

Tabelle mit den Salicylsäure- und Histamingehalten von Nüssen und Samen

Alle Nüsse und Samen, alphabetisch sortiert

zu denen ihr Angaben in der Tabelle findet:
Cashews
Erdnüsse
Haselnüsse
Kokosnuss, Kokosraspeln
Leinsamen
Macademia-Nüsse
Mandeln
Mohnsamen
Parannuss
Pekannüsse
Pinienkerne
Pistazien
Sesam
Sonnenblumenkerne
Walnüsse
Wasserkastanie

Quellen

Salicylsäure-Werte:

  • Swain AR, Dutton SP, Truswell AS: Salicylates in foods. Journal of the American Diettetic Association 1985 Aug.: 950-60
  • Swain A, Soutter V, Loblay R: RPAH Elimination Diet Handbook with food & shopping guide. Allergy Unit, Royal Prince Alfred Hospital 2011

Histaminwerte:

  • Schweizerische Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz: http://www.mastzellaktivierung.info/downloads/foodlist/11_FoodList_DE_alphabetisch_mitKat.pdf

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12 Kommentare

  1. Hallo Sylke,

    ist dir der Salicylsäuregehalt von Kokosmilch bekannt? Ich finde dazu partout nichts in den gängigen Onlinequellen.
    Für Kokosmehl kann man sich vermutlich an den Raspeln orientieren, oder?

    Lieben Dank und Grüße
    Andrea

    1. Hallo Andrea,
      zu Kokosmilch kenne ich leider keine Messwerte zum Salicylatgehalt.
      Kokosmehl wird scheinbar durch das Entölen und Trockenen von Kokosnussfleisch hergestellt, während Kokosraspeln nur getrocknet, aber nicht entölt werden. Möglicherweise wirkt sich das Entölen auch auf den Salicylatgehalt von Kokosmehl aus. Getrocknete Kokosnuss / Kokosraspeln haben einen hohen Salicylatgehalt. Bei starker Unverträglichkeit gegen Salicylate wäre ich in entsprechend auch vorsichtig mit Kokosmehl.
      Viele Grüße!
      Sylke

  2. Liebe Sylke und liebe Mit-Sali-UVler,
    ich hab mir selbst mal zusammengeschrieben, was Fette und Öle betrifft (wer mehr weiß, kann gerne ergänzen!). Ich hab aber zusätzlich noch eine Histamin-Intoleranz, da fällt für mich noch mehr weg, eure Liste ist also vielleicht länger:
    es geht alles tierische, also Ghee (geklärte Butter), Butter, Bienenwachs, Lanolin, Rindertalg, Ziegenfett etc..
    Bei Fetten geht Mangobutter und Sheabutter.
    Bei Ölen geht
    Sonnenblumenöl (aber Achtung: Histamin und High FODMAP), lt. Karen Fischer (Australierin, Buch: Haut von innen heilen – bei ihrem Programm werden Salicylate und Amine gemieden) muss es aber raffiniertes Öl sein, das native hat laut ihr einen hohen Sali-Gehalt;
    Rapsöl (Low FODMAP 🙂 ), geht lt. Karen Fischer nicht, Begründung gibt sie keine an;
    Färberdistelöl (gelbe Blüten, nicht Mariendistelöl – lila Blüte) (aber trotzdem High FODMAP), lt. Karen Fischer muss es aber raffiniertes Öl sein, das native hat nach ihr einen hohen Sali-Gehalt;
    Maiskeimöl (nicht Maisöl),
    Reiskeimöl (ist das gleiche wie Reiskleieöl, Rice Bran Oil) (Low FODMAP 🙂 ),
    Reisöl geht auch, ist aber minderwertiger als Reiskeim/-kleieöl und sollte entsprechend günstiger sein,
    Hanföl (enthält auch die gute Gamma-Linolensäure), erhöht aber wohl die Th1-Zellen, was immunmäßig schlecht ist lt. Karen Fischer,
    Mohnöl (hab ich daraus geschlossen, dass ja auch Mohnsamen gehen),
    MCT-Öl.
    Weizen, Hafer, Soja gehen wohl auch, sind aber nichts für mich wegen anderer Unverträglichkeiten.
    Raffinierte Öle sind salicylatärmer als kaltgepresste, also für uns umso besser, je mehr behandelt. Wir Sali-UVler sollten mehr Omega-3-FS aufnehmen als Omega-6-FS.

    Zum Reiskeimöl: das ist in Australien, NZ und GB wohl sehr weit verbreitet und dort entsprechend günstig. Man sollte auf die Qualität achten: das wertvolle daran ist das natürlich enthaltene Gamma-Oryzanol und das Vitamin E, beides Antioxidantien. Hier gibt es erhebliche Unterschiede im Gehalt. Meiner Erfahrung nach ist auf Kosmetikprodukten (meist für Reinigung, Abschminken) der Gehalt nicht vermerkt, bei Speiseölen schon (und beides ist das gleiche 🙂, nur der Preis unterscheidet sich…).
    Oryzanol hat eine ausgeprägte, natürliche UVA- und UVB-Absorptionsfähigkeit, kann also ähnlich einem Sonnenschutzmittel wirken.
    Ich nehm das Speiseöl vom Marktführer Alfa One (aber auch hier gibt es unterschiedliche Versionen) und nehm das zum Essen und für Kosmetik 🙂

    Zu den tierischen Fetten: Hier wurde ich jetzt doch nervös – ist nicht in Tierischem viel Arachidonsäure drin? Vielleicht keine Salicylate, aber dafür Arachidonsäure – das würde es ja nicht besser machen?
    Aber Google meint 🙂, dass Ghee (geklärte Butter) sogar die Arachidonsäurewerte senken kann, das hat eine Studie ergeben (2010 Ohio State University: Ergebnisse einer Untersuchung, in der auch eine ältere Studie aus dem Jahr 1999 vorgestellt wird, die damals im Indian Journal of Dairy & Biosciences, publiziert worden war) – und senkt nebenbei noch die Cholesterinwerte. Allerdings wurden täglich mind. 60 ml eingenommen.